Nina Blazon: Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel

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Nina Blazon: Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783570154755

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Hunderte von Jahren hatte er auf dem Grund des Wassers gewartet, eingesponnen in die Strömung und die treibenden Algen.

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Der Dunkle Doge erwacht

Ein gruseliger, zugiger alter Palazzo, Dauerregen und eine grantige Urgroßmutter. Na großartig! Kristina und Jan sind zunächst nicht gerade begeistert, dass sie die Ferien in Venedig verbringen sollen. Dass sich des Nachts seltsame Schemen aus der Lagune erheben und katzengleich die Wände der Häuser hinaufgleiten, macht die Sache für die beiden Geschwister auch nicht besser. Als dann auch noch ihre Großkusine Sara verschwindet und sie sich auf die Spur des gruseligen Dogen begeben müssen, beginnt für die Kinder in den Gassen Venedigs ein fantastisches Abeneuer, das seinesgleichen sucht.

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Gespenstisches Venedig mit Charme!

Die Geschwister Kristina und Jan verbringen ihre Weihnachtsferien notgedrungen bei ihrer Großmutter. Diese betreibt in Venedig in einem alten Palazzo am Canal Grande ein Hotel. Zwischen den Jahren ist es für Touristen aber geschlossen, denn in dieser Zeit wandeln die Geister der Vergangenheit verstärkt umher. Bereits am ersten Abend fegt ein furchtbarer Sturm um das Haus und Kristina entdeckt das Gesicht eines Kindes am Fenster. Kurz darauf finden sie ihr Zimmer durchwühlt und immer wieder verschwinden Sachen aus ihrem Besitz. Was hat es mit diesen mysteriösen Vorfällen auf sich? Und warum scheint ihre Großmutter mehr zu wissen, als sie zugibt? Die neugierigen Geschwister machen sich auf eigene Faust auf, diese Rätsel zu lösen.

"Nichts konnte den Schimmer verbergen, der sie umflirrte und den die gewöhnlichen Menschen nicht wahrnahmen."

Venedig macht sich immer ganz wunderbar für solche Geschichten. Die Mischung von romantischer, alter Stadt am Wasser und gespenstischer Handlung trifft genau meine Wellenlänge. Nina Blazon legt mit "Laqua" einen gruseligen Fantasyroman für die Altersgruppe ab 10 Jahren vor. Als Fan der Autorin hatte ich aber überhaupt keine Bedenken, dass mich das Buch ebenfalls erreichen wird. Sie hat einfach diesen einprägsamen Schreibstil, der Figuren lebendig werden lässt.

Die Handlung ist altersgerecht aufgebaut. Als Leser kann man den Geschwistern in kurzen Kapiteln folgen. Der Kampf Gut gegen Böse wird auf der Grundlage von Legenden erzählt, die durch einen zweiten Handlungsstrang verdeutlicht werden. Hier geht es um den dunklen Dogen, der das Wasser nie verlässt und seit Jahrhunderten auf seine Rache wartet. Die Geschichte hat eine Menge zu bieten. Kristina und Jan begeben sich auf eine Schnipseljagd quer durch Venedig. Sie entdecken Geheimgänge und alte Dokumente, sie freunden sich mit Geistern an und bekommen bei ihrer Suche nach der Wahrheit tatkräftige Unterstützung der Nachbarkinder. Das alte Hotel und der unheimliche Canal Grande sind dabei sehr bildhaft beschrieben, an jeder Ecke lauern Überraschungen.

Ein typischer Blazon - zauberhaft gespenstisch in einem Venedig mit Charme!

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Fluch in Venedig

Hatte ich zu Beginn des Buches noch ein wenig Bedenken aufgrund der Altersempfehlung von 10-12 Jahren, wurden diese schon auf den ersten Seiten zerstreut.

Die Hauptfiguren Kristina und ihr Bruder Jan sind zwar mit 11 und 9 Jahren noch recht jung, wirken aber in ihren Handlungen und Denkweise teils etwas älter, außerdem gibt es mit ihrer Tante Sara auch eine interessante Identifikationsfigur in den 20ern.

Aber mal zum Inhalt: Da ihr Vater beruflich in Afrika unterwegs ist und ihre Wohnung in Berlin aufgrund eines Wasserrohrbruchs gerade unbewohnbar ist, müssen Kristina und Jan die Weihnachtsferien bei ihrer Urgroßmutter in Venedig verbringen. Anfangs sind die beiden davon wenig begeistert, die Nonna ist eine ziemlich grantige alte Schachtel und außerdem scheint es in dem alten Palazzo auch noch zu spuken, ein unheimliches Kind klettert am Palazzo herum, aber nur Kristina und Jan können es anscheinend sehen!

Auch Sara verhält sich merkwürdig, seit sie in Venedig sind. Die ansonsten so lebensfrohe Tante wirkt irgendwie bedrückt. Etwas Dunkles scheint im Wasser der Kanäle zu lauern und die Familie zu beobachten. Doch wer steckt dahinter und was will der unheimliche Doge auf seiner Krokodilsgondel von Sara?

Zum Glück lernen Kristina und Jan bald zwei Kinder aus der Nachbarschaft kennen. Allerdings nicht gerade zur Freude ihrer Nonna, denn mit der Familie Pezzi lebt man seit Jahrhunderten in Feindschaft, die Gründe dafür kennt keiner mehr. Gut, dass die Geschwister nicht durch die alten Vorurteile belastet sind und so Unterstützung in ihren Nachforschungen bekommen. Denn ungefährlich ist das alles nicht, hier sind uralte Mächte am Werk!

Obwohl „Laqua“ sich an eine eher jüngere Zielgruppe richtet, habe ich als Erwachsene mich auch bestens unterhalten gefühlt. Nina Blazon’s Schreibstil ist so wunderbar anschaulich, ich fühlte mich direkt nach Venedig versetzt und habe mich an einigen Stellen auch richtig mitgegruselt. Ein Buch, das man vielleicht nicht an einem dunklen Winterabend lesen sollte!

Sehr schön gelungen ist hier auch die Gestaltung des Buches. Die Abschnitte aus Sicht des Dunklen sind auf dunklerem Hintergrund gedruckt und die Kapitelanfänge hübsch verschnörkelt.

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(Aktualisiert: 02 Januar 2015)
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Must-Read für alle, die eine Geschichte voller Spannung und tollen Charakteren suchen

Inhalt:
Kristina und Jan verbringen die Weihnachtstage mit ihrer Tante Sara gezwungenermaßen in Venedig. Ihre Nonna, Saras Großmutter, ist nicht gerade begeistert von dem Überraschungsbesuch.
Am Weihnachtsabend erhascht Kristina einen Blick auf ein Kindergesicht, das vor dem Fenster im dritten Stock erscheint und im nächsten Moment wieder verschwunden ist. Am nächsten Morgen fehlen plötzlich Dinge - und Gegenstände bewegen sich wie von Geisterhand...
Kristina und Jan entdecken ein geheimes Zimmer in dem Gasthaus der Nonna, die Nummer 13, von dem immer behauptet wurde, dass es nicht existiere. Durch das Fenster über der Tür blickt Jan auf einen Dschungel, mitten im Winter, mitten in Venedig. Nonna streitet alles ab und lässt das Fenster verbarrikadieren.
Doch die Ereignisse spitzen sich zu: Sara wird von etwas auf dem Wasser wie magisch angezogen. Kurz darauf hat Kristina erneut Kontakt mit dem kleinen Kind. Aber als sie es zur Rede stellen will, tauchen noch mehr von ihnen auf. Und sie sind nicht allein...

Meinung:
Ich wurde verzaubert von dem mondbeschienenen Venedig, in das sich die Geister der Vergangenheit spiegeln...
Diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Ich hatte nach dem Klappentext und der Inhaltsangabe etwas anderes erwartet, aber dieses Buch konnte mich rundum überzeugen.

Die Charaktere sind wunderbar durchdacht und ihre Vergangenheit wurde in den Verlauf der Geschichte wunderbar eingeflochten.

Die Hauptprotagonistin Kristina ist Halbwaise, ihre Mutter starb vor 9 Jahren. Sie fürchtet, sie immer mehr zu vergessen und sich nicht mehr an alles erinnern zu können. Ihr Vater ist auf Geschäftsreise und Tante Sara sollte auf Kristina und ihren Bruder aufpassen. Kristina trauert der Zeit hinterher, als Sara noch wie eine Schwester für sie war und nicht wie eine Erwachsene. Kristina beweist während der Geschichte großen Mut und eine Entschlossenheit, die Familie zu beschützen, egal gegen wen. Und stolzer wie Kristina, hätte niemand auf ihren kleinen Bruder Jan sein können.

Jan ist der Chefdetektiv. Mit seinem kindlichen Glauben an Geister nervte er Kristina immer nur, doch für diese Begeisterung gibt es einen traurigen Grund, der Kristina beinahe mitreißt. Doch nur Jans Einsatz ist der Erfolg der Gruppe zu verdanken und dies lässt den Jungen erstrahlen.

Saras Eltern wurden vor 12 Jahren getötet. Sara ist dem Wasser verbunden, arbeitet bei Greenpeace und schützt die Wale. In Venedig passieren seltsame Dinge, sie träumt aus der Sicht einer anderen und diese Träume sind der Schlüssel zur Rettung.
Sara ist ein wundervoller Charakter. Sie kümmert sich liebevoll beschützend und doch mit einer gewissen Strenge um ihren Neffen und ihre Nichte.

Von den Nebencharakteren hat mir Pippa sehr gefallen. Sie ist ein quirliges, kleines Mädchen, das zu allererst als diebische Elster auftaucht und immer wichtiger für das Vorankommen der Ereignisse ist. Sie lockert mit ihren Sprachfehlern die Geschichte auf und es bereitete einfach Spaß, von der "kleinen Hexe" zu lesen.

Ein sehr interessanter Protagonist ist der schwarze Doge, dessen Kapitel von der Papier- und Schriftart deutlich abgehoben sind und von Beginn an eine mysteriöse Stimmung verbreiten.

Laqua hat einen sehr kindgerechten Schreibstil, es ist sehr einfach und flüssig zu lesen. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass es ein "Kinderbuch" ist (die Hauptprotagonisten - mit Ausnahme von Sara - sind bis 12 Jahre), was mich persönlich aber gar nicht störte. Deshalb sind auch all diejenigen, die mehr als Freundschaft erwarten, bei dieser Geschichte fehl am Platz.

Das ein oder andere in Laqua war zwar vorhersehbar und ich hätte es den Protagonisten am liebsten laut zugerufen, aber durch eine faszinierende Umsetzung tat dies meinem Lesevergnügen keinen Abbruch. Und als ich dachte, die Geschichte wäre zu Ende, wurde ich überrascht! Mit neuen, unglaublichen Ideen zu der Geschichte Venedigs. Beim Showdown auf den letzten Seiten war die Spannung so greifbar, dass ich Gänsehaut bekam.

Urteil:
Laqua hat alles, was ein Buch braucht: eine tolle Story vor einer faszinierenden Kulisse und Frau Blazon hat es geschafft, tolle Haupt- und Nebencharaktere in eine durchweg spannende Handlung zu packen, die den Leser nur mitreißen kann. Ich komme nicht umhin, für dieses gelungene Buch 5/5 Ratten zu vergeben.

Das Buch ist ein Must-Read für alle, die eine Geschichte voller Spannung und tollen Charakteren suchen, die helfen wollen, gut durchdachte Geheimnisse vor der wundervollen Kulisse Venedigs zu erforschen und die sich die Freude an einem sehr jugendlichen Jugendbuch beibehalten haben. Wer "Herr der Diebe" mochte, wird Laqua lieben!!!

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