Ursula Poznanski: Layers

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Ursula Poznanski: Layers
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783785582305

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Layers – die Wahrheit ist vielschichtig. Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun? In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält. Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.

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Hohe Erwartungen - große Enttäuschung

Dorian lebt als Obdachloser auf der Straße, seit er bei seinem Vater abgehauen ist. Der 17jährige ist nicht dumm und schlägt sich recht gut durch. Dennoch ist das Leben auf der Straße nicht immer einfach, vor allem wenn die Nächte kälter werden und die passenden Übernachtungsmöglichkeiten eher rar gesät sind. Da muss man sich auch mal um einen Platz streiten. Doch Dorians Entsetzen ist groß, als er eines morgens aufwacht und neben ihm die Leiche des jungen Mannes liegt, mit dem er erst am Vorabend Ärger hatte – und neben ihm Dorians Messer! Dorian kann sich an nichts erinnern, doch alles sieht so aus, als hätte er den anderen umgebracht. Dorian gerät in Panik, doch just in diesem Moment taucht ein junger Mann auf, der ihm Hilfe und Obdach verspricht. Er bringt ihn zu einer Villa, in der ein anscheinend ziemlich reicher Mann Jugendlichen Unterschlupf, Essen und Ausbildung bietet – und das praktisch ohne Gegenleistung, nur ein paar Flyer müssen sie dafür in der Stadt verteilen. Zuerst ist Dorian misstrauisch, hält dieses Angebot für zu schön, um wahr zu sein, doch nach und nach bröckelt sein Widerstand, was unter anderem auch an Stella liegt, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Doch dann geschehen Dinge, die sein Misstrauen wieder wecken und auf einmal findet er sich in einer Reihe von Ereignissen wieder, die er sich niemals hätte vorstellen können.

Ich habe schon einiges von Ursula Poznanski gelesen. Ihre Eleria-Trilogie mochte ich gerne, ihre Erwachsenen-Krimis konnten mich nicht ganz überzeugen, mein bisheriger Favorit aus ihrer Feder war das Jugendbuch "Erebos". Dementsprechend gespannt war ich auf diesen neuen Jugendthriller. Leider erfüllte „Layers“ meine Erwartungen überhaupt nicht. Abgesehen vom cool gemachten Äußeren war das Buch für mich leider eine Enttäuschung. Ich musste mich wirklich durchkämpfen, um das Buch überhaupt zu beenden. Dorian war mir nicht sonderlich sympathisch, das ist für mich allerdings kein Bewertungsgrund, meine Kritik bezieht sich mehr auf die Handlung. Die Geschichte beginnt noch recht spannend, flacht dann aber ab und wird immer zäher. Eine interessante Idee wird eingebracht, aus der man gerade in Zeiten von Cybertechnik, künstlicher Intelligenz und Überwachungsstaat so viel hätte machen können, aber das Potential wird nicht genutzt. Dass nicht alles bis ins letzte Detail logisch erklärbar ist, ist für mich in einem Jugendbuch mit SF-Elementen durchaus ok, aber Dorian rennt nur noch planlos durch die Stadt, vertraut mal diesem, mal jenem, macht Erfahrungen, lernt aber anscheinend kaum daraus, die Szenen wiederholen sich immer wieder und es wird immer langweiliger statt spannender. Die Nebenfiguren bleiben blass und austauschbar, die Liebesgeschichte ließ mich völlig kalt. Der als großer Showdown gedachte Schluss entlockte mir dann auch nur noch ein gelangweiltes Gähnen, denn dass alles ganz anders sein muss, als es auf den ersten Blick wirkt, war mir da schon lange klar – beziehungsweise hatte ich es gehofft, denn sonst hätte ich das Buch noch schlechter gefunden!

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Spannender Jugendthriller

Inhalt:
Dorian ist von zu Hause abgehauen und lebt auf der Straße. Als er eines Morgens aufwacht, liegt ein Obdachloser mit aufgeschlitzter Kehle neben ihm, und auch Dorians blutverschmiertes Taschenmesser. Der Junge kann sich an nichts erinnern. Hat er etwa einen Mord begangen?

In seiner Panik nimmt Dorian das Angebot von Nico an, in der Villa Bornheim unterzukommen. Doch damit beginnen seine Probleme erst richtig …


Meine Meinung:
layer, englisch für Schicht, Lage, Ebene - aber auch Wohltäter

Der Titel ist perfekt gewählt, denn genau darum geht in diesem Jugendbuch. Einerseits gibt sich Raoul Bornheim als ein Wohltäter, der sich jugendlicher Obdachloser annimmt und die Welt verbessern will. Andererseits begegnen uns in diesem Roman verschiedene Schichten der Realität.

Auch das Cover ist perfekt. Während ich es auf dem Bild noch relativ unscheinbar fand, hat es in der Realität mehr Effekt zu bieten. Es spiegelt das Leitthema des Romans genau wider.

Schon mit dem ersten Satz ist es Ursula Poznanski gelungen, mich wieder einmal in ihren Bann zu ziehen:

„Er befand sich noch im Halbschlaf, trotzdem spürte er genau, dass der Hauch, der sein Gesicht streifte, kein Wind war.“ (S. 5)

Da merkt man doch schon gleich, dass etwas Übles im Busch ist und Dorian auf der Hut sein muss. Und so ist es dann auch den ganzen Roman durch. Dorian ist den größten Teil der Handlung auf der Flucht und versucht dabei, zum einen am Leben zu bleiben, zum anderen, seine Freunde zu retten und ein Verbrechen aufzuklären.

Ganz dicht an Dorians Seite führt uns die Autorin durch eine spannende Handlung. Man bekommt seine Gedanken und Gefühle hautnah mit und kann sich gut in diesen Protagonisten hineinversetzen. Er ist hin- und hergerissen zwischen seiner Angst, von der Polizei geschnappt zu werden wegen eines Mordes, den er vielleicht, vielleicht aber auch nicht begangen hat, und seiner Angst, dass Bornheim etwas ganz Übles plant und seiner Hoffnung, dass er das verhindern kann.

Dabei hat er manchmal Helfer auf seiner Seite, aber im Endeffekt weiß er nie, wem er wirklich vertrauen kann, womöglich nicht mal seinen eigenen Augen. So steckt auch manche Überraschung in der Geschichte.

Der Schreibstil ist, wie von Ursula Poznanski gewohnt, einfach mitreißend und fesselnd. Ich wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen.


Fazit:
„Layers“ ist spannend, aktuell, jugendlich. Wieder mal ein Jugendbuch von Ursula Poznanski, das ich gerne weiterempfehle.

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Einfach total spannend

Fazit:

Ein neuer Fan ist geboren :)
Das Buch war einfach absolut spannend und umwerfend. Ich konnte es einfach nicht aus der hand legen, obwohl ich ja am Anfang bedenken hatte. Aber es hat sich einfach in mein Herz geschlichen. Es war einfach super spannend von Anfang bis Ende und es ist einfach so viel passiert.

Bewertung:

Ich habe ja noch nie was von der Autorin gelesen und wollte das bei dem neuen Buch endlich mal ändern. Denn ich habe schon so viel gutes über sie gehört.

Das was Dorian erlebt, finde ich sehr erschreckend. Er kann sich einfach nicht an den Vorfall erinnern und jemand hat ihn sogar dabei teilweise gesehen. Das heißt, er war darin involviert. Aber warum kann er sich nicht erinnern, was war da los.
Dorian finde ich ganz sympathisch. Er lebt ja am Anfang auf der Straße, was ich selber nicht könnte. Ich frage mich, was da vorgefallen ist, denn einfach so lebt man dort ja nicht. Besonders in seinem Alter. Und er wirkt ja nicht wie einer, der die Gesellschaft nicht mag.
Er war zwar nicht lange auf der Straße, aber von dieser wurde er geprägt. So bleibt er immer neugierig und nimmt die Dinge nicht einfach so hin.

Hier wurde keine extra Welt aufgebaut, sondern ich befinde mich immer noch in der normalen Welt wie ich und ihr sie kennt. Was das alles noch so erschreckender macht. Es wurde hier einfach viel in die Geheimnisse und verschiedenen Strukturen rein gearbeitet. Und ich entdecke mich Dorian so unglaublich viel. Hinter jeder Ecke lauert einfach das nächste spannende Teil.

Und was kann man hier trauen? Es ist einfach alles total mysteriös und viel erfährt sowohl Dorian als auch ich nicht. Dadurch, dass auch immer an der nächsten Ecke was neues wartet, bleibt das Buch durchweg spannend. Ein Buch, was zum nicht aus der Handlegen, ruft.

Den Schreibstil empfinde ich schonmal als sehr locker und lässt sich gut lesen. Das ganze Buch erzählt aus der Er-Perspektive von Dorian.

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Außergewöhnliche Idee toll umgesetzt

Inhalt
Der 17-jährige Dorian lebt seitdem er von zu Hause ausgerissen ist auf der Straße. Mehr schlecht als recht kommt er zurecht. Eines Tages wacht er neben einem ermordeten Obdachlosem auf mit dem er sich am Vortag gestritten hat. In einer Blutlache befindet sich Dorians Taschenmesser, aber er erinnert sich an nichts. Als ein Fremder auftaucht und ihm einen Ausweg bietet, nimmt er ihn völlig in Panik an. Der Unbekannte bringt ihn eine Villa, wo Jugendliche von der Straße ein zu Hause finden und die Chance auf Bildung bekommen. Als einzige Gegenleistung müssen sie für den Mann, der ihnen einen Platz in der Villa anbietet, Aufträge erledigen. Doch dann geht bei einem Auftrag den Dorian erledigen soll etwas schief und auf einmal wird er gejagt...

Meine Meinung
Mittlerweile bin ich ein großer Fan von Ursula Poznanskis Büchern und so war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk "Layers". Zu Beginn wusste ich gar nicht, was mich so wirklich erwarten wird und habe mich immer gefragt, worauf das Buch wohl hinausläuft. Es beginnt ziemlich schnell geheimnisvoll und verwirrend und irgendwann fragt man sich als Leser was Realität ist, was nicht, immer auf der Suche nach der Wahrheit.

Es beginnt direkt spannend mit einem Streit zwischen Dorian und einem Obdachlosen, der dann am nächsten Tag tot ist. Dorian erinnert sich an nichts und hat Angst vor der Polizei. So wird man als Leser einfach mitten ins Geschehen geworfen, was ich hier sehr gut umgesetzt und spannend fand. Nach und nach erfährt man Dorians Geschichte und seine Hintergründe und erlebt, wie es ist auf der Straße zu leben.
Als Dorian einen Platz in der Villa bekommt, denkt man die ganze Zeit, dass das doch nicht mit rechten Dingen zugehen kann, weil alles zu schön klingt um wahr zu sein. Zuerst läuft alles gut für Dorian und er verliebt sich sogar, doch auf einmal wird er gejagt und erfährt schlimmes.

Das Buch befasst sich mit der Frage, wie weit darf man gehen für das große Ganze und ist ein kleineres Übel vertretbar für den guten Zweck? Die Frage wird zwar nicht vollends geklärt, regt aber zum Nachdenken und Diskutieren an. Es ist ein Buch voller Geheimnisse und hintergründiger Gefahr.
Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich die ganze Zeit wissen wollte, wie es endet, was dahinter steckt. Die Idee dahinter und die Technologie, die Dorian hier erlebt (ich möchte nicht verraten was die Technologie ist, weil ich finde, dass das spoilert) finde ich spannend und hochinteressant. Ob das in der Realität wirklich so umsetzbar wäre, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber die Umsetzung im Buch konnte mich überzeugen.

Dorian ist ein Protagonist, den ich direkt sympathisch gefunden habe. Er ist tiefgründig ausgearbeitet und hat seine Geschichte, was ihn sehr authentisch macht. Er hat sein Herz auf dem rechten Fleck und ich mochte ihn, obwohl er vielleicht einen Mord begangen hat. Auch die anderen Protagonisten und Nebenfiguren bestechen durch Authentizität und Tiefgang.

Der Schreibstil ist gewohnt genial. Ich liebe Ursula Poznanskis Art zu schreiben, da sie Geheimnisse erst langsam aufdröselt, den Leser gerne in die Irre führt und unglaublich wortgewandt und fesselnd schreibt. "Layers" wird komplett aus Dorians Sicht (personaler Erzähler) geschildert, was ich sehr passend finde. Seine Emotionen, Ängste und die ständige Gefahr sind wunderbar beschrieben und es herrscht stets eine prickelnde Atmosphäre vor.

Das Ende ist in manchen Punkten zwar etwas vorhersehbar, die Motive hinter allem sind teils fragwürdig und mir hat nicht alles an dem Ende gefallen, aber dennoch habe ich das Buch inhaliert und mochte es sehr. Es steckt voller Spannung und überzeugenden Wendungen und eine zeitlang konnte mich Ursula Poznanski wirklich an der Nase herumführen. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Werke von ihr, denn hier hat sie wieder einmal gezeigt, dass sie voller ungewöhnlicher Ideen sprüht und diese auch umsetzen kann.

Fazit
"Layers" ist ein großartiges Buch voller Spannung und hintergründiger Gefahr. Kaum angefangen, wollte ich am liebsten nicht mehr aufhören zu lesen. Die Idee hinter allem ist ungewöhnlich und faszinierend und das Buch sprüht voller Geheimnisse. Es hat mich so begeistert, dass ich es einfach trotz minimaler Kritik an dem Ende mit der vollen Punktzahl bewerten muss. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der offen für neue Ideen ist und spannungsgeladene Bücher liebt.

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Tolles Buch!

Rezension ,,Layers" von Ursula Poznanski

Layers ist das sechste Jugendbuch von Ursula Poznanski. Es ist mit 448 Seiten am 17.08.15 im Loewe Verlag erschienen.

Inhalt:
In dieser Geschichte geht es um Dorian. Dorian lebt obdachlos auf der Straße, da ihn sein Vater geschlagen hat. Eines Tages erwacht er mit fürchterlichen Kopfschmerzen und neben ihm liegt ein toter Obdachloser.. erstochen... mit seinem Messer.
Noch am Tatort findet Raoul Bornheim ihn und nimmt ihn mit sich in eine VIlla, die den Jugendlichen eine Perspektive mit Unterricht und Arbeit bietet..
Doch zu welchem Preis? Was muss Dorian dafür leisten? Und was sind das für Lieferungen, die Dorian später verteilen muss?
Als er die Lieferung unerwartet nicht zustellen kann und er die Lieferung öffnet wird Dorian gnadenlos gejagt.. Wem kann er vertrauen und wer stellt ihm eine Falle?..

Autorin:
Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestselle (Autoreninfo)

Optik & Haptik:
Wenn man das Buch nicht gelesen hat, weiß man noch nicht, was es mit diesem Design auf sich hat.
Es verrät nur, dass die Wahrheit vielschichtig ist und das ist auch so mit dem Cover dargestellt.
Ich finde es gelungen, da es sich auch gut anfassen lässt und es etwas besonderes ist, da man das Cover ,,aufklappen" kann.

Charaktere:
Frau Poznanski hat in ihrem Buch interessante Charaktere geschaffen.
Hauptperson ist Dorian, ein netter, schlauer aber auch teils naiver 17-Jähriger. Nach der Flucht von seinem Vater lebt er auf der Straße und versucht sich - so gut es geht- irgendwie durchzuschlagen. Er hat gelernt, wie man überlebt, wie man sich Essen umsonst beschafft und wie man Nachts einen Schlafplatz in irgendeiner Nische bekommt.
Als er das Glück hat, von Bornheim in eine Villa aufgenommen zu werden, scheint sein Leben perfekt, da er auch noch Stella kennenlernt und sich in sie verliebt.

Bornheim ist auch ein interessanter Charakter aber auch mysteriös zugleich. Man weiß bis zum Ende nicht, welche Vorhaben er verfolgt und ob er letztendlich gut oder böse ist. Mir hat dieser Charakter gefallen, auch wenn er teilweise seltsame Vorstellung von der Ethik besitzt.
Seine Mitarbeiter sind auch schlecht zu durschauen, sodass erst am Ende gelüftet wird, wer gut und wer böse ist..

Meine Meinung:
Ursula Poznanski ist meine Lieblingsautorin. Deswegen war es für mich klar, dass ich auch irgendwann ,,Layers" lesen muss. Der Klappentext konnte mich bei der Erscheinung jedoch noch nicht überzeugen, sodass ich gewartet habe und letztendlich das Glück hatte, bei einer Leserunde dabei zu sein.
Ich habe es nicht bereut, denn Ursula Poznanski schafft eine glaubhafte, gruselige Vorstellung in diesem Buch, die in ein paar Jahren wirklich eintreffen könnte. Ich möchte hier natürlich nicht verraten worum es geht, aber Technik und Daten spielen eine große Rolle.
Sollte es wirklich jemals so kommen, wie Poznanski es in ,,Layers" geschildert hat, dann wäre unsere Welt nur noch transparent und jeder wüsste, was für ein Mensch der andere ist...

,,Das alles hier war viel zu gut, um harmlos zu sein. Keine Sekunde lang glaubte er, dass irgendjemand aus reiner Menschenliebe junge Leute von der Straße holte, um sie in seiner Villa auf Fünf-Sterne-Niveau einzuquartieren. Schon gar nicht, wenn man annahm, das sie gerade jemanden getötet hatten." S.21

Der Schreibstil ist - wie gewohnt bei Ursula Poznanski - typisch flüssig und gut zu lesen. Die Seiten fliegen quasi weg, auch wenn es teilweise auch mal langatmige Stellen gab, in denen sich die Handlungen wiederholte.

Teilweise fand ich Dorian ein wenig naiv, was aber zum Glück seiner Intelligenz nicht überwiegt. Auch fand ich, dass die Liebe zwischen Dorian und Stelle ein wenig schnell ging.

,,Wenn du die Stadt verlässt, ist Stella tot. Du bleibst. Du zeigst dich einmal pro Tag an einem Ort, den wir wiedererkennen können. Mach jetzt keinen Fehler." S.192

Eine zentrale Frage von Dorian in diesem Buch war ,,wem vertraue ich jetzt?" und das hat die Autorin gut ausgearbeitet, denn Dorian vertraut den falschen Menschen, was aber erst am Ende gelüftet wird.
Das Ende ist sowieso sehr gelungen. Ich habe mir noch gedacht, wie offensichtlich das Ende ist, jedoch schafft die Autorin es, alles noch einmal zu wenden und die scheinbar guten in das böse Licht zu rücken.

,,Konnte ja sein, dass Bornheim ganz gezielt obdachlose Jugendliche von der Straße holte. Weil niemand sie vermisste, wenn sie vollends verschwanden. Es war so einfach zu behaupten, sie hätten sich wieder für ihr altes Leben entschlossen. Keiner, wirklich keiner, konnte das nachprüfen." S.182

Alles in allem ist dies wieder ein tolles Buch von Ursula Poznanski. Meiner Meinung nach sind ihre Jugendbücher noch besser als die ,,Erwachsenenthriller", weil hier ihr typischer Schreibstil richtig zur Geltung kommt. Sie schafft es einfach, glaubwürdig zu schreiben und schafft dabei Situationen, die man selbst nicht durchleben möchte.
Ein Jugendthriller, der ganz ohne viel Gewalt und Blut auskommt, sondern ein aktuelles Thema aufgreift und es spannend verpackt.
Was Technik in der Zukunft noch alles so für Schaden anrichten kann, mag ich mir gar nicht vorstellen..

5/5

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Ein Auf und ab

Von Ursula Poznanski habe ich schon einige Bücher gelesen. Mein Favorit ist Erebos und da war es für mich natürlich klar, dass ich auch ihr neustes Buch haben muss…Bzw. hören musste…
Gelesen wurde das Buch Jens Wawrczeck. Ich bin ja ein großer Drei Fragezeichen Fan und finde es immer toll die drei Sprecher auch in anderen Hörbüchern zu entdecken. Ich mag ihre Stimmen einfach und finde sie gehören einfach zu den großartigsten Sprecher, die wir in Deutschland haben. Ja, wie ihr seht bin ich nicht nur ein großer Fan, sondern ich bin ein riesiger Fan von Jens Wawrczek, dessen Stimme ich bestimmt schon seit 20 Jahren Nachts in den Schlaf redet und nein, ich werde auch nicht müde, das immer wieder zu schreiben ;)
Das Cover des Hörbuches und des Buches hat mir gut gefallen. Es wirkt schlicht und einfach. Ich finde, dass es gut zur Geschichte passt.
Der Schreibstil der Autorin hat mir auch dieses Mal wieder gut gefallen. Sie schmückt nichts aus, sondern hat eine klare Linie. Ihre Sätze fallen meist kurz aus und dadurch bekommt die Geschichte auch ein bisschen Tempo. Ich finde ihre Schreibweise passt einfach perfekt zum Thriller Genre.

Trotz der großartigen Sprecherauswahl und dem guten Schreibstil der Autorin konnte das Buch für mich nicht an Erebos heranreichen. Bei weitem nicht…Es war nicht schlecht, aber im Vergleich eindeutig schlechter.
Auch dieses Mal war die Geschichte teilweise sehr spannend und als Leser wusste man nie so recht was einen als Nächstes erwartet, aber es gelang ihr einfach nicht mich durchgängig vor die Boxen zu fesseln. Zwischendurch hatte ich ein paar recht lange Pausen, weil mich das weiterhören einfach nicht so gereizt hat.
Aber schlussendlich habe ich das Hörbuch dann doch nicht aufgegeben, dass hätte es auch wirklich nicht verdient gehabt… Trotz einiger Schwächen war es an einigen Stellen auch wirklich spannend. Auch dieses Mal ist nichts so wie man dachte. Als Leser hat man eine lange Liste voller Fragen, Ungereimtheiten und Rätseln, welche man gern lösen will... Man weiß nicht wer Freund und wer Feind ist.
Viele Charaktere bleiben leider ziemlich im Dunkeln…
Eigentlich erfahren wir nur viel über den Hauptcharakter Dorian. Der dafür ist aber ein großartiger Charakter. Es denkt viel nach und ich konnte all seine Gedankengänge gut nachvollziehen. Wir dachten manchmal einfach das Selbe. Das hat mir total gut gefallen…dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die anderen Charaktere nicht so blass wirken…


Fazit: Ich weiß gar nicht so genau wie ich es auf den Punkt bringen soll…Ich fand es gut, aber hatte es besser erwartet? Zwischendurch war ich etwas gelangweilt, aber dann hat es mich doch immer wieder gepackt? Einige Charaktere waren mir zu blass, aber Dorian war schon ein toller Hauptcharakter…AHM JA xD

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