Rebecca Donovan: Liebe verletzt

Hot
 
3.7 (3)
 
2.7 (5)
1557   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Rebecca Donovan: Liebe verletzt
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Reason To Breathe
ET (Original)
2012
ISBN-13
9783733500313

Informationen zum Buch

Seiten
560

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Atme.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Liebe ist langmütig. Liebe ist geduldig. Aber Liebe ist nicht blind … … und sie sieht nicht ewig zu, wie Emma leidet.
Genau das aber macht Evan so gefährlich – wenn er die Striemen auf ihrem Rücken entdeckt und die Brandwunden auf ihren Armen … wenn er herausfindet, dass ihre Stiefmutter sie brutal misshandelt, wird er sie befreien wollen aus dieser Hölle auf Erden.
Und weil Emma das spürt, stößt sie Evan mit Nachdruck von sich. Den Menschen, dessen Liebe sie heilen könnte. Den Menschen, den sie am meisten begehrt. Weil diese Liebe sie das Leben kosten kann …

Autoren-Bewertungen

3 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (3)
Charaktere 
 
3.0  (3)
Sprache & Stil 
 
4.0  (3)
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Thriller und sollte nicht für einen Liebesroman gehalten werden

Die 16-jährige Emma scheint ein fast normales Leben zu führen: Seit ihr Vater tot ist und ihre Mutter nicht mehr für sie sorgen kann, lebt sie bei ihrer Tante und ihrem Onkel und deren beiden Kindern. Sie geht auf die örtliche Highschool und ist die Jahrgangsbeste und darüber hinaus auch noch sportlich sehr aktiv. Dass sie sich vor ihren Mitschülern eher zurück zieht und öfters mit blauen Flecken oder seltsamen Verletzungen erscheint, kümmert niemanden richtig und Emma versucht so unscheinbar wie möglich durch die Schule zu wandeln. Bis zu dem Tag, als Evan an der Schule auftaucht und sich durch Emma's abweisendes Verhalten nicht beeindrucken lässt. Aber kann Emma sich aus dem Teufelskreislauf in dem sie gefangen ist, befreien und Evan ihr Vertrauen schenken?

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Emma geschrieben und auf mich hatte der Schreibstil eine unglaubliche Sogwirkung. Kaum begonnen, konnte ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen, obwohl die Handlung nicht immer nachvollziehbar ist und gerade Emma's Stimmungsumschwünge oft kaum verständlich sind.

Der Charakter der Emma war für mich oft nicht einfach zu verstehen und manchmal hat sie mich auch einfach nur noch aufgeregt. Ich denke, ihr Charakter soll darstellen, wie Opfer üblicherweise reagieren und vielleicht auch Verständnis so für die Opfer zeigen, aber ich muss sagen, dass für mich teilweise auch Handlungen dabei waren, die ich nicht verstanden habe und mir auch nicht so sicher bin, ob die wirklich so "Opfer-typisch" sind.
Viele der anderen handelnden Personen bleiben durch die Ich-Perspektive eher blass und einige der Figuren sind dann auch wieder zu weiß oder zu schwarz gezeichnet. Hier fehlten mir oft die leichten Abstufungen und einfach auch mal die Sicht, dass nicht jeder Mensch abgrundtief böse oder gut ist.

Die Autorin hat versucht in ihrem Buch das Thema häusliche Gewalt zu verarbeiten und dabei nicht mit wirklich brutalen Szenen gespart. Bei vielen dieser Beschreibungen musste ich hart schlucken und das Buch nahm dann eindeutig Thriller-artige Ausmaße an. Die Attacken, die gegen Emma erfolgen, haben kein Konzept und bis zum Schluss wird nicht klar, warum sie überhaupt stattfinden. Die Autorin bleibt die Erklärung einfach schuldig und die einzige Hoffnung, die ich habe, ist, dass diese in einem der beiden Folgebände kommen wird. Natürlich haben Personen, die Gewalt gegen andere ausüben nicht immer zwangsläufig wirkliche Gründe, aber hier wurde der Täter-Charakter so gespalten dargestellt, dass das für mich einfach nicht mehr nachvollziehbar war. Wenn jemand schon einfach nur böse ist, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass er auf der einen Seite total böse und andererseits total nett sein kann.

Während über viele Teile des Buches gar nichts passiert oder sich viele Dinge einfach die ganze Zeit wiederholen, wird dann am Ende geballt alles zusammengepackt und für mich als Leser war das dann fast etwas zu viel. Außerdem blieb das Problem, dass für mich gewisse Entscheidungen von Emma und auch von anderen Charakteren einfach nicht nachvollziehbar waren.

Das Buch endet mit einem üblen Cliffhanger, der einen quasi dazu zwingt auch mindestens den 2. Teil lesen zu müssen. Auch wenn das ein beliebtes Stilmittel ist, war mir das Ende hier viel zu offen. Der Leser weiß nicht, warum das geschieht, was passiert und schon gar nicht, wie es ausgeht.

Alles in allem ein Buch mit einem wirklich guten Schreibstil, der mich absolut gefesselt hat. Leider ist die Hauptfigur für mich nicht immer zu verstehen gewesen und aus meiner Sicht hätte dem Buch eine Kürzung an der einen oder anderen Stelle nicht geschadet. Außerdem finde ich den deutschen Titel "Liebe verletzt" und den Klappentext überhaupt gar nicht passend zum Inhalt des Buches. Hier handelt es sich meiner Meinung nach um einen Thriller und nicht um eine Liebesgeschichte, die für mich durch den Titel und den Klappentext suggeriert worden sind.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Wenn das Zuhause zur Hölle wird

Emma ist eine sehr gute Schülerin, erfolgreiche Sportlerin, engagiert sich bei der Schülerzeitung – kurzum, eine Musterschülerin. Aber niemand weiß, welchen Horror sie tagtäglich zuhause erlebt. Sie lebt seit dem Tod ihres Vaters bei ihrem Onkel und seiner Frau Carol. Emma wird schikaniert, beispielsweise bekommt sie eine genaue Zeit zum Duschen zugeteilt, danach wird das warme Wasser abgestellt, sie darf kein Handy haben und nicht ausgehen. Aber das ist längst nicht alles, denn sie ist auch brutaler körperlicher Gewalt ausgesetzt, wird geschlagen und für die geringfügigsten Anlässe beschimpft und verletzt.

Einzig ihre beste Freundin Sara hat einen kleinen Einblick in Emmas Hölle, aber Emma verschleiert die schlimmen Zustände, so gut sie kann. Sie ist fest entschlossen, es durchzustehen, bis sie weggehen und aufs College gehen kann. Deswegen hält sie
Als Evan neu in ihre Schule kommt und offensichtlich vorhat, Emma näherzukommen, wird es ziemlich kompliziert. Denn auch Emma fühlt sich zu ihm hingezogen, aber sie muss ihre Lebensumstände unter allen Umständen geheim halten. Ganz abgesehen davon, ist ein fester Freund natürlich auch nicht erlaubt.

Schon nach den ersten Seiten war ich ziemlich geschockt über die brutale Gewalt, die Emma angetan wird. So etwas hatte ich in einem Jugendbuch nicht so drastisch erwartet. Auch im weiteren Verlauf kommen immer wieder Szenen, die nur schwer zu ertragen sind. Für mich war Emmas Begründung, warum sie dies alles auszuhalten versucht, zu schwach, ich konnte nicht wirklich nachvollziehen, warum sie sich so misshandeln lässt und keine Hilfe sucht.

Die Beziehung zwischen ihr und Evan ließ mich beim Lesen ebenfalls etwas zwiespältig zurück. Evan scheint zu gut, um wahr zu sein, immer ist er für Emma da, bedrängt sie jedoch nicht und entpuppt sich immer mehr als absoluter Traumtyp. Aufgrund ihrer Probleme bleibt es aber ein ziemliches hinundher zwischen den beiden.

Gut gefallen hat mir Sara, Emmas beste Freundin. Obwohl sie das wahre Ausmaß von Emmas Schwierigkeiten gar nicht kennt, ist sie entsetzt und versucht mehr als einmal, Emma zu überreden, etwas zu unternehmen. Aber sie respektiert dennoch Emmas Wunsch, nicht über dieses Thema zu sprechen und ihre Verletzungen zu verstecken. Es fällt ihr aber sehr schwer und dadurch wirkte Sara auf mich nachvollziehbarer und ihr Verhalten oft verständlicher als das von Emma.

Gegen Ende entwickelt sich Emma auf einmal sprunghaft, aber für den Leser ist klar, dass das nur in einer Katastrophe enden kann. Da man schon weiß, dass es noch zwei Folgebände gibt, ist klar, dass Emma überleben wird, aber wie sie aus ihrer schrecklichen Situation heil herauskommen wird, blieb für mich lange unvorstellbar.

Insgesamt ein gut zu lesendes Jugendbuch mit sehr ernsten Untertönen und streckenweise ziemlich verstörenden Szenen. An einigen Stellen war mir die Geschichte aber auch zu langatmig und einige Seiten weniger hätten für mich auch gereicht, insbesondere im Beziehungswirrwarr zwischen Emma und Evan. Dennoch hat mich das Buch genug gefesselt, um gespannt zum zweiten Teil zu greifen!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Liebe verletzt

Liebe verletzt von Rebecca Donovan ist der Auftakt zu einer Trilogie:

Liebe verletzt
Liebe verwundet
Liebe verrät


Emily, hauptsächlich Emma oder Em genannt, wächst bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf. Sie ist eine Musterschülerin, die nur gute Noten schreibt und auch im Fußballteam und in der Schülerzeitung sehr erfolgreich ist. Freunde hat sie außer Sara kaum welche, sie vermeidet soziale Kontakte und war noch nie auf einer Party. Die meisten halten sie für einen Streber oder für sehr introvertiert, denn keiner ahnt, was hinter ihrem Verhalten steckt. Em wird daheim alles andere als gut behandelt: Sie darf kaum etwas unternehmen, wird nicht unterstützt und auch häusliche Gewalt ist kein Fremdwort für sie. In ihrem Leben ist kein Platz für Spaß, bis sich plötzlich etwas ändert, das alles zugleich viel schöner, aber auch viel schrecklicher macht.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch in einer Leserunde im großen Bücherforum gelesen. Die Leserunde ist noch nicht beendet, ich muss jetzt aber meine Rezi schreiben, sonst vergesse ich zu viel wieder. In der Leserunde wurde das Buch unterschiedlich aufgenommen. Manchen gefällt es, manchen überhaupt nicht. Auch die Rezensionen, die ich bisher so gelesen habe, fallen sehr unterschiedlich aus.

Ich gehöre zu den Lesern, die von dem Buch gepackt wurden. Ich muss aber dazu sagen, dass ich mir am Anfang nicht sicher war, ob das Buch etwas für mich ist. Es ist voller Klischees: Em ist wunderschön, weiß es aber selber nicht. Noch dazu ist sie intelligent und mit dem beliebtesten Mädchen der Schule befreundet. Alle Burschen sind interessiert an ihr und möchten mit ihr ausgehen. Ja, das kennen wir alle schon. Hier kommt dann natürlich noch dazu, dass Em zu Hause von ihrer Tante sehr schlecht behandelt wird. Anfangs war für mich sehr viel unlogisch oder nicht nachvollziehbar, ich konnte noch nicht wirklich etwas mit der Geschichte anfangen.

Ab dem dritten Kapitel gefiel mir das Buch immer besser. Alles begann langsam Sinn zu machen bzw. wurde mir klar, dass nicht alles logisch sein muss. Bei Themen wir häuslicher Gewalt und Missbrauch kann man als Außenstehender nicht alles verstehen, vor allem wenn man selber keinerlei Erfahrung damit hat. Es handelt nunmal nicht jeder so, wie man sich das persönlich vorstellt.

Zeitweise sind die Schilderungen schon recht heftig, aber eher auf psycholigischer Ebene, als dass etwas körperlich grausam detailliert dargestellt werden würde. Ich persönlich fand das nicht zu schlimm, denn ein Buch mit diesem Thema kann ohne diese Passagen ja kaum sein.

Einen großen Teil nimmt natürlich auch die Liebesgeschichte ein. Diese ist auch voller Klischees, aber ich fand sie wunderschön und habe mich fast selber ein bisschen verliebt - in das Buch.

Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil, zu dem es auch eine Leserunde geben wird. Ich bin mir noch nicht sicher, wie es in den beiden Folgebänden weiter gehen wird, da mich das Ende des Buches diesbezüglich ein bisschen verwirrt hat. Ich will nicht zuviel verraten, aber ich bin auf jeden Fall gespannt, ob ich mit meinen Vermutungen Recht habe.

Obwohl ich das nächste Buch unbedingt lesen muss, kann ich nicht behaupten, dass der erste Band volle Punktezahl verdient hätte. Es gab doch zu viele Ungereimheiten. Jedenfalls ist es ein tolles Buch zum Diskutieren, da man sich an vielen Stellen aufregen muss und viel Spielraum zum Spekulieren bleibt.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

5 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
2.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.8  (5)
Charaktere 
 
2.4  (5)
Sprache & Stil 
 
3.0  (5)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
2.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Liebe verletzte

Gerade die ersten 200 Seiten fand ich sehr brutal und teilweise so schlimm, dass ich das Buch weggelegt habe und etwas anderes tun musste. Gewalt in der Familie ist offensichtlich kein Thema, was mir besonders gut liegt. Vor allem die Sinnlosigkeit und Blindheit mancher Charakter hat es mir einfach schwer gemacht, einen Einstieg in das Buch zu finden.
Emma ist zudem ein sehr ambivalenter Charakter, der auf der einen Seite alle von sich wegstößt - oftmals sogar ihre beste und einzige Freundin Sara - und sich auf der anderen Seite sehr nach Nähe und Liebe sehnt.

In dem Buch wird zude, alles aufgearbeitet, was in einem typischen Jugendbuch offenbar nicht fehlen darf: eine Liebesgeschichte, die viele Probleme mit sich bringt, Beziehungen zu anderen, natürlich unheimlich gut aussehenden, Teenagern und das Bedürfnis, wegen seiner selbst geliebt zu werden.

Insgesamt haben wir die letzten ca. 300 Seiten besser gefallen als die ersten 200, trotzdem werde ich den zweiten Teil nicht mehr lesen. Auch das zugegeben gut inszenierte Ende des ersten Teils konnte mich nicht mehr fangen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Rebecca Donovan - Liebe verletzt

Das Buch „Liebe verletzt“ ist der erste Band der Liebe-Trilogie und gleichzeitig auch der Debüt Roman der US Autorin Rebecca Donovan. Gleich von Beginn weg scheint die Autorin aufs Ganze gehen zu wollen. Denn wer jetzt denkt, die Liebe-Trilogie sei eine schnulzige Liebesgeschichte in drei Bänden, der irrt sich gewaltig! Rebecca Donovan greift verschiedene Themen auf und behandelt diese schonungslos.
Die Trilogie wird aus der Sicht der Hauptprotagonistin, Emily alias Emma, geschrieben. Diese Ich-Perspektive sorgt dafür, dass das Hauptthema im ersten Band, die häusliche Gewalt, noch wirksamer und einschneidender beim Leser ankommt, als was sie ohnehin wäre.

Im ersten Band, „Liebe verletzt“, nimmt der Leser die Sicht von Emma, einem Teenager aus Pennsylvania ein. Schnell wird klar, dass Emma kein normaler High School Teenager ist, welche überdurchschnittlich gute Noten bekommt und exzellent im Basketball und Fussball ist. Die guten Noten verdankt sie der Tatsache, dass sie sich am liebsten in der Bibliothek aufhält, um nicht nach Hause zu ihrem Onkel und ihrer Tante gehen zu müssen. Dort wird sie nämlich regelmässig von ihrer Tante auf brutalste Weise geschlagen und gedemütigt. Da sie nie eine liebevolle Familie kennengelernt hat, nimmt Emma die Situation so hin und versucht das Beste daraus zu machen.

Rebecca Donovan schont den Leser zu keinem Zeitpunkt und beschreibt die Szenen der häuslichen Gewalt sehr detailliert, was beim Leser mehr als einmal das Gefühl der Betroffenheit auslöst. Ebenfalls schwierig ist es für den Leser, mit ansehen zu müssen, wie die beste Freundin von Emma, Sara, sowie Emmas Freund, der neu ins Ort ziehende Evan, sich aus der Angelegenheit heraushalten und Emma zwar psychisch beistehen, aber physisch nichts unternehmen. Dies hat aber wohl auch mit der Hauptprotagonistin selbst und ihrem manchmal für den Leser nicht ganz nachvollziehbarem Handeln zu tun.

Insgesamt ist es ein solides Erstlingswerk der Autorin, welches allerdings noch kleinere Mangelpunkte aufweist. So werden beispielsweise gewissen, für den Inhalt und die Handlung unwichtige Szenen sehr lange und ausführlich beschrieben, während wichtigere Szenen fast etwas zu kurz kommen. Auch ist das Handeln der Hauptprotagonistin, Emma, nicht immer ganz logisch und nachvollziehbar. Dies kann allerdings dadurch entschuldigt werden, als dass Emma noch ein Teenager ist und da gewisse Launen wohl einfach dazu gehören.
Eine eher unschöne Überraschung erwartet den Leser am Ende des Buchs: das Buch hat nämlich kein Ende! Es schliesst buchstäblich mitten in einer sehr spannenden Szene ab und zwingt den Leser damit Band 2 (Liebe verwundet) zu lesen. Wer sich für das Lesen dieses Buchs entscheidet, muss sich daher bewusst sein, dass auch Band 2 und 3 folgen müssen, da das Buch in sich nicht abgeschlossen ist.

Lesenswert ist die Trilogie aber allemal!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Liebe Verletzt

Puuh...irgendwie ist es wirklich schwer dieses Buch zu beurteilen.
Ich mag den Schreibstil.
Ich mag Evan.
Ich mag weite Teile der Geschichte.... und ich mag es wenn ein Autor sich traut schwierige Themen anzufassen.

Liebe verletzt, so ganz passt der Titel in meinen Augen nicht zu dem Buch. Da niemand den Emma liebt sie verletzt.
Emma wohnt, nachdem Tod ihres Vaters und der Krankheit ihrer Mutter, bei der Familie des Bruder ihrer Mutter.
In dieser von außen scheinenenden idylischen Familie wird sie von Carol der Frau ihres Onkels psychisch und physisch gequält.
Warum sie gequält wird, ist nicht so ganz klar. Was für mich schon einer der Kritikpunkte der Geschichte ist. Aber ich hake es einfach mal unter Pschopathin die keine wirkliche Motivation braucht ab.
Emma gelingt es quasi ein Doppelleben zu führen und lebt dadurch fast gesellschaftlich isoliert, wenn sie nicht ihre beste Freundin Sara hätte und im Laufe der Geschichte den tollsten Jungen der Highschool kennenlernen würde.
Die Liebesgeschichte die sich zwischen Emma und Evan entwickelt hat mir gefallen und ich mochte die Momente mit den Beiden.
Das eigentliche Misshandlungsthema wurde brutal beschrieben, aber irgendwie kam es als solches fast etwas zu kurz.
Mir fehlte für so ein schweres Thema zu viel in diesem Buch.
Ich konnte Emma teilweise nicht verstehen und auch ihr Umfeld nicht. Auch wenn es natürlich die...."Das hätten wir niemals gedacht" Situation im wahren Leben geben soll.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
2.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Ist ein guter Schreibstil wirklich Alles?

Schreiben kann Rebecca Donovan, was für mich auch mit der einzige Grund ist, warum ich das Buch zu Ende gelesen habe.
Genau wie im ersten Teil gelingt es der Autorin mich mit ihrer Art zu Schreiben am Ball zu halten.
Leider gelingt ihr das mit der Geschichte an sich, leider nicht.
Die Geschichte spielt einige Zeit nach den Ereignissen aus dem ersten Band. Em ist fast unbeschadet aus der Sache heraus gekommen. Okay, ein paar Albträume quälen sie zwar, aber das ist eigentlich schon Alles. Für mich eher unglaubwürdig, aber die Autorin wählt den Weg der scheinbar nicht klein zu kriegenden Protagonistin.
Die Liebesgeschichte die im ersten Teil einen großen Teil der Story für mich ausgemacht hat, rückt hier nahezu in den Hintergrund. Evan erscheint zwar in der Geschichte, aber fast nebensächlich. Auch verhält er sich für mich an vielen Stellen einfach etwas unlogisch.
Em zieht, nachdem sie endlich einmal Normalität und Geborgenheit erlebt hat und bei ihrer Freundin und ihren Eltern leben dürfte, recht spontan bei ihrer Mutter ein. Ja, es ist die Mutter, die eigentlich nur betrunken im ersten Teil aufgetaucht ist und zu der Em keinerlei Beziehung hatte. Und irgendwie...jetzt hat sie es immer noch nicht.
Warum sie bei ihrer Mutter einzieht ist für mich an sich schon nicht nachvollziehbar, doch dann passieren so viele Dinge mit ihrer Mutter und durch ihre Mutter, daß man irgendwann nur noch denkt es reicht. Die Autorin läßt Em so viel erleiden, daß es einfach nur noch unglaubwürdig und an der Haaren herbei gezogen erscheint.
Schade, denn ich glaube die Autorin hätte eine sehr gute Geschichte schreiben können. Denn Schreiben kann sie, wenn sie es jetzt noch schafft eine Geschichte zu schreiben, die etwas mehr Logik und wenig....oh nein, nicht das jetzt auch noch beinhalten würde. Wäre ich absolut begeistert von dem Buch.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
2.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
2.0

Unnachvollziehbare Figuren, detaillierte Kleinigkeiten und unübersichtliche Handlung

Klappentext
„Romantic Thrill mit Suchtfaktor – verstörend und anrührend, zart und brutal.

Liebe ist langmütig. Liebe ist geduldig. Aber Liebe ist nicht blind … … und sie sieht nicht ewig zu, wie Emma leidet.
Genau das aber macht Evan so gefährlich – wenn er die Striemen auf ihrem Rücken entdeckt und die Brandwunden auf ihren Armen … wenn er herausfindet, dass ihre Stiefmutter sie brutal misshandelt, wird er sie befreien wollen aus dieser Hölle auf Erden.
Und weil Emma das spürt, stößt sie Evan mit Nachdruck von sich. Den Menschen, dessen Liebe sie heilen könnte. Den Menschen, den sie am meisten begehrt. Weil diese Liebe sie das Leben kosten kann …“

Gestaltung
Das Cover ist sehr schön herbstlich durch die Kastanien, die aufgrund des schwarzen Hintergrundes auch schön hervorstechen. Allerdings hat es wenig mit der Geschichte zu tun. Vom Stil her erinnert es mich auch ein wenig an die Jette-Thriller von Monika Feth (u.a. „Der Erdbeerpflücker“), auch wenn diese beiden Bücher nicht miteinander zu vergleichen sind.

Meine Meinung
Zu Beginn ist es wichtig zu erwähnen, dass „Liebe verletzt“ ein Roman über das Leben einer Jugendlichen namens Emma ist, welche von ihrer Tante misshandelt wird und versucht ihr Leben zu meistern. Eigentlich ein sehr berührendes Thema, allerdings ist „Liebe verletzt“ mit seinen 560 Seiten ein sehr umfangreiches Buch, dank dem ich nun nach dem Lesen der letzten Seite, Nacken- (da ich so oft den Kopf schütteln musste) und Augenschmerzen (da ich fast andauernd dazu gebracht wurde die Augen zu verdrehen) habe. Der Auftaktband dieser „Thriller“trilogie versteht sich wirklich gut darauf den Leser bis an die Schmerzgrenze zu nerven und die Geduld auf die Probe zu stellen.

Allem voran gestellt ist Protagonistin Emma, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Wäre Emma nicht gewesen, hätte es etwas besser sein können (wenn auch nicht viel). Aber sie ist sehr sprunghaft und scheint beinahe Stimmungsschwankungen zu haben. Sprunghaft in dem Sinne, dass sie dauernd ihre Meinung ändert (erst möchte sie mit Evan, dem Love Interest in „Liebe verletzt“ ) zusammen sein, dann wieder nicht, dann wieder doch, dann ist ein neuer Typ interessanter, dann doch wieder Evan usw. Emmas Verhalten und ihre Handlungen sind sehr unnachvollziehbar. Zudem werden andauernd ihre Zweifel, ihre Schuldgefühle und ihr apathisch, depressives Verhalten breitgetreten, sodass der Leser diese Parolen sowie Handlungsmuster irgendwann schon auswendig kennt. Emmas innerliches Rumgeheule, ihr Selbstmitleid und ihre „traurige“ Art werden mit der Zeit wirklich anstrengend. Zumal sie auch nichts tut, um ihre Situation zu ändern. Sie erträgt es einfach nur und wartet ab.

Besonders anstrengend wurde Emma dann, als sie nach gut 450 Seiten langem leugnen, dass sie Evan nicht liebt, auf einmal urplötzlich die Erkenntnis hat, dass sie doch in Evan verliebt ist. Zack, da hat es Klick gemacht und Emma wirft sich Evan an den Hals. Obwohl ihre beste Freundin Sara schon auf Seite 20 sagte, Emma und Evan seien füreinander geschaffen. Hinzukommen Emmas häufigen kindlichen „Trotzreaktionen“ und ihre generell für mich unnachvollziehbare Art.

Aber nicht nur Emma handelte unnachvollziehbar (und teilweise auch übertrieben), auch alle anderen Figuren glänzen nicht dadurch, dass sie realistisch oder nachvollziehbar handeln. Ich konnte viele Reaktionen oder Handlungen der Figuren überhaupt nicht nachvollziehen. Häufig entstand so auch der Eindruck, dass die Charaktere einfach so mitten in der Handlung eine 180° Wendung machen. Das hat mich während des Lesens irgendwann wirklich fertig gemacht, weil es einfach so anstrengend ist. Ich würde die Handlungen/Reaktionen bitte gerne nachvollziehen können. Beispielsweise ist das Handeln von Emmas Tante Carol nur indirekt erklärt worden, man musste sich als Leser wirklich viel hinzureimen, um überhaupt verstehen zu können, warum sie ihre Nichte misshandelt. Dies störte mich doch schon sehr. Ein (triftiger) Grund für so viel brutales Verhalten, wäre doch schön gewesen.

Auch gefiel mir nicht, dass die Männer so überzeichnet dargestellt wurden. Gerade Evan war viel zu perfekt! Verständnisvoll, empathisch, die Frauen auf den Händen tragend… fast alle Männer waren perfekt und hatten keinerlei Fehler (dass sie auch noch gut ausgesehen haben, muss ich ja nicht erwähnen, das ist ja wohl selbstverständlich!). Diesen Aspekt fand ich unrealistisch.

Nicht nur bei den Figuren auch bei der Handlung muss man allerdings Abstriche machen. Sie ist langweilig und zieht sich unnötig in die Länge. Die 560 Seiten hätte man auch gut auf knapp 300 kürzen können. Es gab kaum Ereignisse, die die Handlung wirklich vorangetrieben haben. Dafür wurde allerdings das Augenmerk auf viele (sehr sehr viele!!) unwichtige Kleinigkeiten gelegt. Diese wurden dann auch sehr ausführlich und äußerst detailliert beschrieben. Diese langen, detaillierten Beschreibungen (u.a. andauernd davon, wie Emma von Sara gestylt wird oder wie die Räume/Umgebungen aussehen bei den Partys wo Emma hingeht) sorgen dafür, dass die Handlung noch kleinschrittiger erscheint als sie es ohnehin schon ist.

Vor allem läuft die komplette Handlung nach immer ein und demselben Schema ab. Dieses Muster hat sich so sehr eingeschliffen, dass man kaum noch überrascht wurde. Emma und Sara gehen von einer Party auf die nächste, Emma geht zur Schule, wird zu Hause von ihrer Tante misshandelt, geht wieder zur Schule, hat Angst, geht wieder auf eine Party und so weiter und so weiter. Währenddessen passieren andauernd so viele (wirklich unwichtige) Kleinigkeiten, dass man als Leser überhaupt nicht den Überblick über die Handlung behalten kann. Dieser Einheitsbrei sorgt dafür, dass irgendwann auch in meinem Kopf alles zu einem Brei, einem Rauschen zusammengematscht worden ist und ich nicht mehr sagen konnte, was überhaupt passiert ist.

Dies sorgte natürlich auch für Orientierungsschwierigkeiten. Trotz des gewissen Schemas, nach dem alles ablief, waren zu viele Einzelheiten in der Handlung. Dabei wurde allerdings auch die Gewichtung der Ausführlichkeit mancher Szenen, meiner Meinung nach, etwas fragwürdig gelegt. Für wichtige Szenen, die handlungsentscheidend waren, wurde oftmals keine Zeit gelassen. Andere unwichtige Ereignisse allerdings (u.a. Emmas Styling mit ihrem rosa Pulli, der immer wieder auftauchte) wurden extrem lange beschrieben.

Das einzig Gute an „Liebe verletzt“ war, dass es sich wirklich schnell lesen lässt aufgrund des flüssig und angenehm zu lesenden Schreibstils der Autorin. Wenn man erst einmal angefangen hat zu lesen und ein paar langweilige Szenen überwunden hat, kann man es schnell „weglesen“.

Fazit
Die Handlung „Liebe verletzt“ zieht sich vor allem durch die Beschreibung vieler unwichtiger Kleinigkeiten in die Länge. Zudem verliert man den Überblick und die Orientierung über die Handlung, da wichtige Szenen kurz angeschnitten werden, während Unwichtiges seitenlang und extra detailliert ausgeführt wird. Eigentlich fehlte nur noch die Beschreibung darüber, wie jemand auf Toilette geht und…den Rest kann man sich denken. Für 560 Seiten ist definitiv zu wenig Entscheidendes, Spannendes passiert. Auch die Handlungen, Verhaltensweisen und Reaktionen der Figuren sind so unnachvollziehbar, dass es anstrengend ist, ihnen zu folgen. Die im Klappentext versprochene „atemberaubend spannende[…] Thriller-Handlung“ habe ich schmerzlich vermisst. Einziger Lichtblick war, dass sich der Roman aufgrund des Schreibstils der Autorin schnell lesen lies.
Knappe 2 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Liebe verletzt
2. Liebe verwundet
3. Liebe verrät

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue