Rebecca Donovan: Liebe verwundet

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Rebecca Donovan: Liebe verwundet
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Barely Breathing
ET (Original)
2012
ISBN-13
9783733500320

Informationen zum Buch

Seiten
592

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Vor sechs Monaten war ich tot.

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Handlungsort

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Emma lebt wieder bei ihrer leiblichen Mutter. Jetzt haben ihre Leiden ein Ende – denkt sie. Doch als sie sich ihrer Vergangenheit stellt, stößt Emma auf dunkle Familiengeheimnisse. Und muss schmerzlich lernen, dass Worte schlimmer verletzen können als körperliche Gewalt.

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Hauptsache die Hauptfigur leidet...

(Vorsicht, mein Fazit enthält Spoiler zum 1. Teil und sollte erst gelesen werden, wenn man den ersten Band "Liebe verletzt" bereits gelesen hat!)

Emma ist endlich ihrer gewalttätigen Tante entkommen und zieht wieder zu ihrer Mutter. Gemeinsam versuchen sie ihr schwieriges Verhältnis in den Griff zu bekommen und sich einander anzunähern. Doch auch in dieser Beziehung lauern einige Herausforderungen und Emma muss wieder viel Stärke beweisen. Evan steht ihr dabei treu zur Seite, doch dann taucht Jonathan auf, der Emma besonders zu verstehen scheint und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Auch in Band 2 hat die Autorin nicht mit schweren Themen gespart und Emma hat wieder eine große Last zu schultern. Standen in Band 1 die körperlichen Misshandlungen im Mittelpunkt, stehen in diesem Band eher emotionale Misshandlungen im Fokus. Auch wenn die dazu gehörigen Szenen nicht so brutal sind, wie im ersten Teil, fand ich auch hier Emma's Los ganz schön heftig und hatte teilweise das Gefühl, dass sie Autorin Emma einfach gerne leiden lässt.

Gleichzeitig musste ich mich aber darüber wundern und zum Teil auch aufregen, dass Emma von ihren Erlebnissen bei ihrer Tante scheinbar nichts gelernt hat und genauso unverständlich reagiert, wie schon im ersten Band. Dass sie sich in Teil 1 noch nicht zu helfen wusste, konnte ich ja noch verstehen, aber warum sie auch hier ihre alten Verhaltensmuster beibehält und sie sogar noch verschlimmert, konnte ich oft einfach nicht mehr nachvollziehen. Eigentlich hätte sie aus ihren früheren Erfahrungen lernen müssen, aber leider ist überhaupt keine Weiterentwicklung erkennbar.

Dafür entwickelt ihre beste Freundin auch noch sonderbaren Charakterzüge und der eigentlich schon zu "gute" Evan tritt für mich gefühlt auch viel zu sehr auf der Stelle. Ob es so einen schwierigen Charakter wie Jonathan unbedingt gebraucht hätte, weiß ich nicht, er trägt auf jeden Fall nicht dazu bei, dass die Geschichte leichter zu verarbeiten wird. Die Hintergründe zu ihm fand ich dann nochmal richtig heftig und frage mich wirklich, ob das notwendig war.

Wie auch schon im ersten Teil ist der Schreibstil jedoch total packend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Obwohl über viele Seiten nichts passiert und sich dann am Ende wieder ein etwas übertriebener Showdown abspielt, konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen, bis auch die letzte Seite beendet war.

Das Ende ist auch wieder relativ offen und ich werde auch noch den 3. Teil lesen müssen, da ich jetzt doch wissen möchte, wie das Drama um Emma ausgeht. Alles in allem hat mich dieser Teil jedoch noch mehr geärgert, als der 1. Band und ich hoffe sehr, dass im letzten Teil endlich eine Entwicklung von Emma erkennbar wird und sich viele offene Fragen endlich klären.

Auch hier muss ich wieder davor warnen, dass Titel und Klappentext zwar auf einen Liebesroman hinweisen könnten, für mich dieses Buch aber definitiv keinen Liebesroman darstellt.

Trotz aller Kritikpunkte vergebe ich auch für den 2. Teil insgesamt 3 Sterne, da mich das Buch trotzdem nicht losgelassen hat.

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Liebe verwundet

Liebe verwundet von Rebecca Donovan ist der zweite Teil einer Trilogie:

Liebe verletzt
Liebe verwundet
Liebe verrät


Im ersten Teil war Em ihrer gewalttätigen Tante ausgesetzt, nun hat dieses Leben endlich ein Ende. Sie ist bei ihrer Freund Sara untergekommen, doch schon bald enscheidet sie sich zu ihrer Mutter, Rachel, zu ziehen. Ursprünglich musste Em bei ihrer Tante und ihrem Onkel leben, weil ihre Mutter nach dem Tod ihres Mannes nicht mehr in der Lage war sich um ihre Tochter zu kümmern. Rachel leidet an einem Alkoholproblem, oder wie sie behauptet, sie litt daran.

Meine Meinung:

Dass Em nach dem turbulenten Ende des 1. Bandes überlebt, war abzusehen. Wovon sollte sonst der zweite Teil handeln? Für mich war auch klar, dass sich der zweite Teil nicht nur um die Liebe zwischen Em und Evan drehen wird, sondern dass Em neue Qualen durchstehen muss. Von Anfang an ist davon auszugehen, dass Em ihre Schwierigkeiten mit dem Zusammenleben mit ihrer alkoholkranken Mutter haben wird. Wie man vielleicht schon heraushört, barg das Buch keine besondere Überraschungen für mich. Auch andere Geschehnisse waren für mich vorhersehbar, ich möchte da aber nicht zu viel erwarten.

Die Bewertung fällt mir relativ schwer. Wie so oft war der zweite Band schwächer als der erste. Aber ich habe ihn gerne gelesen und hatte das Buch auch sehr schnell durch. Das hatte jedoch sehr zwiespältige Gründe, wenn man das so sagen kann. Einerseits liest sich das Buch einfach sehr schnell, ich finde den Sprachstil sehr flüssig und auch den Erzählstil sehr ansprechend und locker. Andererseits verstört das Buch doch auch ein bisschen, wie schon der erste Teil, und ich wollte das Buch einfach nicht weglegen, weil ich dann wieder ewig darüber nachdenken hätte müssen, und dann lese doch lieber weiter bevor ich schlaflos im Bett grüble. Natürlich habe ich aber auch wegen der Spannung immer weitergelesen. Ich wollte doch immer wissen, ob ich mit meinen Vermutungen denn Recht habe.

Das Ende macht natürlich wieder neugierig auf den dritten und letzten Band. Ich befürchte jedoch, dass die Luft langsam draußen ist und uns nun ein eher langweiliger Teil erwarten wird. Sei es, weil nichts spannendes mehr passiert, oder aber weil es einfach nicht mehr realistisch ist, wenn Em nun wieder solche Qualen durchleiden muss. Ich bin gespannt, ob die Autorin hier einen guten Mittelweg findet, denn lesen möchte ich die Fortsetzung auf jeden Fall.

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Vom Regen in die Traufe

Nach den erschütternden Erlebnissen im ersten Teil „Liebe verletzt“ ist Emma nun endlich weg von ihrem Onkel und seiner Frau. Sie wohnt bei ihrer besten Freundin Sara und ihren Eltern. Doch nachdem sie sich einigermaßen erholt hat, beschließt Emma, zu ihrer Mutter Rachel zu ziehen.
Zuerst scheint sich Rachel über diese Chance, ihre Tochter neu kennenzulernen, zu freuen. Doch schnell stellt Emma fest, dass Rachel immer noch ziemliche Probleme hat. Sie trinkt zuviel, wechselt ihre Liebhaber regelmäßig und ihr Benehmen kann allgemein nicht gerade als mütterlich bezeichnet werden. Dennoch ist Emma fest entschlossen, das Beste aus der Situation zu machen und mit Rachel zurechtzukommen.

Sie verschweigt die Schwierigkeiten vor Sara und auch ihrem Freund Evan erzählt sie nichts von Rachels Problemen. Stattdessen freundet sie sich immer mehr mit Jonathan an, Rachels Freund. Dieser ist deutlich jünger als Emmas Mutter und hat anscheinend ebenfalls eine schwierige Vergangenheit. Beide haben nachts Alpträume und treffen sich so regelmäßig vor dem Fernseher, wenn sie nicht mehr schlafen können. Zwischen ihnen entsteht ein Gefühl des gegenseitigen Verständnis und so ist es immer öfter Jonathan, den Emma anruft, wenn es wieder Probleme mit Rachel gibt.

Während ich die Thematik im ersten Band noch ziemlich berührend und erschütternd fand und mich dieser somit trotz einiger Längen gut überzeugen konnte, habe ich mich mit der Geschichte im zweiten Teil eher schwergetan. Emma handelt immer wieder so unvernünftig und wenig nachvollziehbar, dass ich sie mir immer unsympathischer wurde, insbesondere in der Entwicklung mit Jonathan, aber vor allem deswegen, weil sie anscheinend immer noch nicht begriffen hat, dass sie allein nicht alle Probleme lösen kann und dass totschweigen keine Lösung sein kann.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass auf die Ereignisse des ersten Bandes noch etwas eingegangen wird, aber der Cliffhanger vom Ende des ersten Buches wird schnell und relativ unspektakulär aufgelöst und ab dann entwickelt sich eine ganz neue Geschichte. Die Hauptfiguren sind noch dieselben, hinzukommen Rachel und Jonathan, Evan bleibt in diesem Band ziemlich blass, aber eventuell kann man das Buch auch ohne Kenntnis des Vorgängers lesen. Ein besseres Verständnis für Emma und was sie durchgemacht hat, hat man aber auf jeden Fall, wenn man in der Reihenfolge liest.

Am Ende wurde es mir streckenweise zu viel, die Autorin streut schon reichlich viele drastische Begebenheiten und Zufälle in die Handlung ein, das hat dann bei mir irgendwann keinen Schockeffekt mehr, sondern wirkt eher übertrieben und unglaubwürdig.

Trotz all dieser Kritikpunkte hat mich das Buch aber doch irgendwie gefesselt und ich werde sicher auch Band 3 lesen, um zu sehen wie es mit Emma weitergeht!

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Rebecca Donovan - Liebe verwundet

Beim Buch „Liebe verwundet“ handelt es sich um das zweite Buch der „Liebe“-Trilogie. Dass dieses Buch eine Fortsetzung zum ersten Teil ist, ist unverkennbar. Sprich, wer den ersten Band nicht gelesen hat, wird sich kaum im zweiten Band zurecht finden. Es ist daher essentiell, dass Band 1 (Liebe verletzt) vorgängig gelesen wird.

Das Buch setzt denn auch gleich am Ende des ersten Bandes ein und der Leser übernimmt, wie schon im ersten Band, die Rolle der Hauptprotagonistin, Emma. Der Ich-Erzähler Schreibstil zieht sich auch im zweiten Band weiter und sorgt auch hier dafür, dass die Dramatik, die Spannung und die Romantik noch intensiver beim Leser ankommen.

„Liebe verwundet“ ist an Dramatik kaum zu toppen. Emmas Leben wird auch im zweiten Band nicht ruhiger. Wenn immer der Leser das Gefühl bekommt, Emma habe eine schwierige, traumatische oder gefährliche Situation gemeistert und könne ihr Leben nun wieder etwas mehr geniessen und entspannter ihren Weg gehen, wird aufs Neue überrascht. Denn auch im zweiten Teil der Serie läuft so gut wie gar nichts rund bei Emma und sie stösst auf immer neue Probleme. Mit dem Überleben des Mordanschlags auf ihre Person (am Ende des ersten Bands), ist Emma bei weitem noch nicht am tiefsten Punkt angelangt. Sie kann die traumatischen Erlebnisse zwar nach und nach verarbeiten, vor allem auch durch die Liebe zu Evan, ihrem Freund, doch schon bald steht sie vor neuen, schier unüberwindbaren Problemen.

Der Autorin, Rebecca Donovan, ist auch mit dem zweiten Buch ein sehr spannendes, dramatisches und actionreiches Werk gelungen. Der Leser durchlebt die Geschichte als Emma und wird, wie die Hauptprotagonistin auch, stets aufs Neue überrascht. Allerdings hat man teilweise das Gefühl, dass die Autorin zu viel Drama einbauen wollte. Ganz nach dem Motto „Drama um jeden Preis“, überschlagen sich die Ereignisse stets. Dies fordert allerdings auch seinen Preis. Entstanden ist ämich ein fast 600-seitiges Werk, welches zwar Drama pur bietet, aber dem Leser keine Zeit für die Verarbeitung der Ereignisse gibt. Auch bleibt die Glaubwürdigkeit etwas auf der Strecke. Nicht immer ist Emmas Handeln logisch oder nachvollziehbar.


Insgesamt kann aber gesagt werden, dass Rebecca Donovan mit „Liebe verwundet“ eine gelungene Fortsetzung geschaffen hat. Mir persönlich hat der zweite Teil auch etwas besser gefallen als der erste. Das Buch bietet gute Unterhaltung – wenn man auf Drama pur steht! Dazu wird das Thema Liebe von einer nicht alltäglichen Sicht aus behandelt.
Aus meiner Sicht ein zusätzliches Plus ist das Ende. Denn im Vergleich zum ersten Band, hat der zweite Band schon eher ein Ende und endet nicht, wie der erste Band, mitten in einer Szene.

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Was die Liebe alles kann

Nach dem ersten Buch habe ich große Erwartungen gehabt, die leider nicht alle erfüllt wurden. Die Autorin schreibt wie nach wie vor sehr schön, spricht Themen an die real und interessant sind und nicht unbedingt jeder Teenager sich damit beschäftigen muss ( zum Glück!), aber manchmal hat man das Gefühl ist sei zu gewollt, so viele Themen wie Möglich zu bearbeiten. Dadurch wirkt einiges nicht richtig und Fragen tauchen auf, weil es nicht immer nachvoll ziehbar ist.

Nach dem im ersten Buch das Thema Misshandlung eine sehr große Rolle gespielt hat, kehrt Emma wieder zurück zu ihrer Mutter, die Alkohol krank ist. Sie möchte bevor sie ins College geht, die Mutter neu kennen lernen, doch bald stellt sich heraus, die Mutter hat ein Sucht, die alles verlangt und all die Erinerungen die Emma hatte kommen zurück.

So isoliert sich Emma wieder und hält die Probleme der Mutter lange für sich statt sich ihre beste Freundin oder den Freund zu vertrauen. Was für die Beziehung auch nicht einfach wird.

Dazu taucht Jonathan auf, mit den Emma sich super versteht , sie kann sich ihm öffnen, die Geheimnisse anvertrauen und sie selbst sein,
Was hat Jonathan was Evan nicht hat ? Was verbindet sie beide ?

Wird die Liebe alles überstehen können, wenn es auch verletzt und verwundet ?

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Ist ein guter Schreibstil wirklich Alles?

Schreiben kann Rebecca Donovan, was für mich auch mit der einzige Grund ist, warum ich das Buch zu Ende gelesen habe.
Genau wie im ersten Teil gelingt es der Autorin mich mit ihrer Art zu Schreiben am Ball zu halten.
Leider gelingt ihr das mit der Geschichte an sich, leider nicht.
Die Geschichte spielt einige Zeit nach den Ereignissen aus dem ersten Band. Em ist fast unbeschadet aus der Sache heraus gekommen. Okay, ein paar Albträume quälen sie zwar, aber das ist eigentlich schon Alles. Für mich eher unglaubwürdig, aber die Autorin wählt den Weg der scheinbar nicht klein zu kriegenden Protagonistin.
Die Liebesgeschichte die im ersten Teil einen großen Teil der Story für mich ausgemacht hat, rückt hier nahezu in den Hintergrund. Evan erscheint zwar in der Geschichte, aber fast nebensächlich. Auch verhält er sich für mich an vielen Stellen einfach etwas unlogisch.
Em zieht, nachdem sie endlich einmal Normalität und Geborgenheit erlebt hat und bei ihrer Freundin und ihren Eltern leben dürfte, recht spontan bei ihrer Mutter ein. Ja, es ist die Mutter, die eigentlich nur betrunken im ersten Teil aufgetaucht ist und zu der Em keinerlei Beziehung hatte. Und irgendwie...jetzt hat sie es immer noch nicht.
Warum sie bei ihrer Mutter einzieht ist für mich an sich schon nicht nachvollziehbar, doch dann passieren so viele Dinge mit ihrer Mutter und durch ihre Mutter, daß man irgendwann nur noch denkt es reicht. Die Autorin läßt Em so viel erleiden, daß es einfach nur noch unglaubwürdig und an der Haaren herbei gezogen erscheint.
Schade, denn ich glaube die Autorin hätte eine sehr gute Geschichte schreiben können. Denn Schreiben kann sie, wenn sie es jetzt noch schafft eine Geschichte zu schreiben, die etwas mehr Logik und wenig....oh nein, nicht das jetzt auch noch beinhalten würde. Wäre ich absolut begeistert von dem Buch.

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Unnötig detaillierte Beschreibungen, Langeweile und Co: Schlechter als Band 1!

Klappentext

„Romantic Thrill mit Suchtfaktor – verstörend und anrührend, zart und brutal.

Emma lebt wieder bei ihrer leiblichen Mutter. Jetzt haben ihre Leiden ein Ende – denkt sie. Doch als sie sich ihrer Vergangenheit stellt, stößt Emma auf dunkle Familiengeheimnisse. Und muss schmerzlich lernen, dass Worte schlimmer verletzen können als körperliche Gewalt.“

Gestaltung

Vom Stil her ist die Gestaltung genauso gehalten wie beim ersten Band der Trilogie: Ein schlicht schwarzer Hintergrund mit vielen verschiedenen Objekten drauf. Dieses Mal sind es keine Kastanien, sondern blaue Federn. Einen Zusammenhang von diesen zur Geschichte konnte ich allerdings nicht entdecken.

Meine Meinung

In dieser Fortsetzung zu „Liebe verletzt“ geht der Leidensweg von Protagonistin Emma weiter. Nach dem gemeinen Ende von Band eins, setzt „Liebe verwundet“ genau an dieser Stelle an und erzählt Emmas Geschichte weiter. Sie kommt endlich aus dem Haus ihrer Tante und ihres Onkels heraus und lebt zunächst bei ihrer besten Freundin Sara. Schnell entscheidet sich Emma jedoch dafür bei ihrer Mutter Rachel, die schon in Band eins ab und an auftauchte, einzuziehen.

Für mich waren Emmas Entscheidungen in diesem Band allerdings immer noch genauso unnachvollziehbar wie schon zuvor. Warum Emma sich beispielsweise urplötzlich (wie aus dem nichts!) dazu entscheidet, bei ihrer Mutter einzuziehen, ist mir ein Rätsel. Rachel war eine Alkoholikerin und ist nun angeblich trocken, jedoch hat Emma sie gute 6 Monate nicht gesehen und direkt beim ersten Telefonat kündigt sie an, bei Rachel einziehen zu wollen. Dabei war Emma doch glücklich bei Sara und ihren Eltern.

Diese Entscheidung (genauso wie alle!!! anderen) rührt meiner Meinung einfach nur daher, dass die Autorin Emma leiden lassen möchte. Ergo: man lässt Emma bei ihrer Mutter einziehen, wobei für den Leser eigentlich schon von vorneherein klar ist, dass das nicht gut gehen kann. In dieser ganzen Buchreihe geht es wirklich ausschließlich darum, dass Emma leidet und wie Emma leidet. War es in Band eins noch körperlicher Natur, so ist es hier nun seelisch/psychisch. Logik und Nachvollziehbarkeit bleiben dabei auf der Strecke.

Und Emmas Leiden als roten Faden zu sehen, macht es dabei auch nicht viel besser, denn dieser „rote Faden“ wird mit der Zeit wirklich langweilig. Lief schon in Band eins alles nach einem gewissen Schema ab, so geht es hier in Band zwei damit weiter. Die Handlung ist so vorhersehbar, dass man sich einfach nur langweilt. Hinzukommt, dass gut dreiviertel des Buches über nichts passiert. Wirklich rein gar NICHTS! Emma wohnt bei Rachel, sie streiten sich, Rachel trinkt, Emma kümmert sich um sie und entwickelt ihr gegenüber (warum auch immer) ein gewisses Verantwortungsgefühl, Emma kommt nicht von Rachel los, Emma macht mit Evan rum. Es wechselt sich immer zwischen irgendeinem unnachvollziehbaren, an den Haaren herbeigezogenem Drama und langweiligem Gerede ab. Selten habe ich mich beim Lesen eines Buches so gelangweilt oder war so wütend über so viel Unsinnigkeit, dass ich innerlich die Seiten aus dem Buch gerupft habe.

Die Handlungen der Figuren dabei nachvollziehen zu wollen, habe ich dann irgendwann aufgegeben. Es ist einfach nicht möglich, zu verstehen, warum die Figuren so handeln wie sie handeln. Und der einzige Grund, warum andauernd irgendwelches Drama herrscht ist meiner Meinung nach wirklich nur bereits erwähnter „roter Faden“ (oder innerer Wunsch?) der Autorin.

Zudem finden sich auch hier wieder die langen, detaillierten und absolut unnötig ausführlichen Beschreibungen über unwichtige Dinge. Die Autorin konzentriert sich mindestens drei Seiten lang darauf, zu beschreiben was Emma anhat, wo sie sich befindet, wie es dort aussieht etc. Während sie wichtige Gespräche oder andere handlungsvorantreibende Aspekte nur kurz darstellt und ansonsten außen vor lässt. Ich hatte beim Lesen oft den Eindruck, dass Frau Donovan gar nicht so genau weiß, wie sie die Prioritäten setzen sollte. Andererseits kommt man mit vielen detaillierten Beschreibungen natürlich auch schnell auf seine 590 Seiten, egal ob die Stringenz der Handlung darunter leider oder nicht. Who cares? Hauptsache man hat viele Seiten voll! Dieses Mal ging es an einer Stelle sogar soweit, dass Emmas Gang zur Toilette wirklich sehr genau beschrieben wurde.

Fazit

Noch schlechter als Band eins! Die Handlung ist absolut langweilig, weil einfach nichts passiert (abgesehen natürlich davon, dass Emma andauernd in irgendeiner Weise leiden muss). Erst im letzten Viertel kommt ein wenig Spannung auf. Zudem glänzt „Liebe verwundet“ wieder durch viel zu detaillierte Beschreibungen von unwichtigen Orten oder Handlungen, sodass das Wichtige auf der Strecke bleibt. Die Figuren und deren Reaktionen sind zudem immer noch genauso unnachvollziehbar wie im Vorgängerband.

1 von 5 Sternen!

Reihen-Infos

1. Liebe verletzt
2. Liebe verwundet
3. Liebe verrät

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