Lisa Heathfield: Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield: Hier musst du glücklich sein

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Lisa Heathfield: Hier musst du glücklich sein
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Seed
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783551583383
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Ich hocke hier, neben der Toilette, und habe Angst, das ich sterbe.

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Handlungsort

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Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten …

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Ein bedrückendes Buch über eine Sekte

Inhalt
Die 16-jährige Pearl wurde in Saat geboren und wuchs in einer Glaubensgemeinschaft, die ganz eng mit der Natur lebt, auf. Abgeschottet von der Außenwelt ist sie glücklich. Bis Ellis zusammen mit seiner Mutter und Schwester nach Saat kommt, denn dieser rüttelt an ihren Überzeugungen und ihr ganzes Weltbild gerät in Gefahr.

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass ich erst durch eine Leserunde auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, da es auf mich eher unscheinbar wirkte. Nun bin ich aber froh, dass ich es gelesen habe. Das Buch dreht sich rund um eine Sekte, die in der heutigen Zeit existiert. Es ist eine kleine Sekte und die Kinder wurden in diese hineingeboren und glauben alles, was das Oberhaupt Papa S und seine Paten ihnen erzählen, weil sie es nicht besser wissen. Außer um mal auf den Markt zu gehen, verlassen sie Saat nicht. Kontakt mit Außenstehenden ist verboten.

Dadurch entseht ein bedrückendes und beklemmendes Buch, das eine ganz andere Weltsicht offenbahrt. Alles wirkt auf den ersten Blick friedlich und die Kinder und Menschen in Saat scheinen glücklich zu sein, doch subtil wird auf die Gefahren einer Sekte hingewiesen und es gibt viele Schockmomente, die mich zum Nachdenken angeregt haben.

Pearl wirkt wegen ihrer Erziehung viel jünger als sie eigentlich ist und naiv, sie weiß vieles nicht und glaubt die wildesten Geschichten, weil sie es nicht besser weiß. Erst als Ellis in ihr Leben tritt ändert sich das subtil, aber nach und nach. Ellis säht nicht nur in ihr Zweifel, aber die Entwicklung dauert, was ich sehr authentisch finde. Es geht nicht Schlag auf Schlag, was das Ganze realistisch macht. Die Figuren sind überzeugend ausgearbeitet und man fühlt mit ihnen.

Der Schreibstil passt zum Setting und kann trotz des eher ruhigeren Plots fesseln. Die Autorin schafft es, das unterschwellig Spannung aufgebaut wird und der Leser stets ein ungutes Gefühl hat. Dabei wird der Plot aus Pearls Ich-Perspektive geschildert, was mir sehr gut gefallen hat. Es gibt aber auch einige kurze Zwischenkapitel, die Fragen aufwerfen und Neugierde wecken.

Bis fast zum Ende konnte mich das Buch wirklich in seinen Bann ziehen, doch das Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ich hätte gerne mehr Antworten zu den Hintergründen bekommen und irgendwie hatte ich einen richtigen Showdown erwartet, der nicht kam. Für mich endete alles etwas abrupt und unzufriedenstellend, wenn auch hoffnungsvoll.

Fazit
"Hier musst du glücklich sein" ist ein beeindruckendes Buch über eine Sekte, das mich bis auf den Schluss komplett begeistern konnte. Es ist eher ruhiger, aber bedrückend und regt zum Nachdenken an, so dass ich es auf jeden Fall empfehlen kann.

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Eindringliche, bedrückende Geschichte mit Schockeffekt

Klappentext
„Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten …“

Gestaltung
Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr gut, denn mit der Biene und den Waben wird der Inhalt der Geschichte aufgegriffen. Zudem gefällt es mir, dass manche Waben mit Glanzlack hervorgehoben sind. Das Motiv mit dem Feld und dem Mädchen, das durch dieses hindurchgeht, finde ich auch schön. Vor allem mag ich, dass es so aussieht, als sei das Mädchen gerade aus dem Bild gegangen, da das Covermotiv so sehr stimmig aussieht und die Blicke auf sich zieht. Die Farbwahl finde ich auch sehr interessant, denn sie ist nicht so knallig, sondern farblich sehr schön auf das Motiv abgestimmt.

Meine Meinung
Ich wollte „Hier musst du glücklich sein“ unbedingt lesen, da ich bereits eine andere Buchreihe kannte, die sich mit dem Thema Sekten und dem Leben in einer solchen Gemeinschaft befasst hat. Diese Bücher hatten mir sehr gut gefallen und dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an das Buch von Lisa Heathfield. Zwar wurde ich nicht vollkommen vom Hocker gehauen von diesem Buch, aber es hat mir insgesamt sehr gut gefallen.

Die Handlung von „Hier musst du glücklich sein“ ist eher ruhig und vor allem eins: bedrückend. Es geschehen viele schockierende, grausame und überraschende Dinge, die mich als Leser stets zum Weiterlesen angetrieben haben. Das Buch zeigt sehr eindringlich den Einfluss, den eine Sekte bzw. ein Sektenanführer auf andere Menschen nehmen kann und welche Ausmaße die Indoktrination eines Einzelnen annehmen kann. So war ich beim Lesen der Geschichte mehr als einmal zutiefst erschüttert und fassungslos, was sehr mitreißend war.

Das Ende fand ich sehr überraschend, auch wenn ich irgendwie das Gefühl hatte, als hätte etwas gefehlt. Insgesamt war „Hier musst du glücklich sein“ super, aber ich hatte die ganze Zeit erwartet, dass irgendwann der Knoten platzt und die Geschichte dann richtig rasant wird. Aber dies ist nach meinem Empfinden nicht so ganz gelungen bzw. passiert. Das Ende war aber dennoch gut, weil es mich erstaunt hat und es unerwartet war. Es passiert einiges schreckliches, was mich sicher nicht so schnell wieder loslassen wird.

Dieses Buch regt somit auch zum Nachdenken über das Leben in einer Sekte und die damit verbundenen Konsequenzen an. Das fand ich sehr spannend, da dies ein Thema ist, das nicht gerade alltäglich ist und daher auch nicht oft aufgegriffen wird. So wird in Lisa Heathfileds Buch gezeigt, wie sich Menschen in die Glaubensgrundsätze einer Sekte einweben lassen und trotz (aus Sicht des Lesers) abstrusen Erklärungen weiter an ihrem Glauben festhalten. Durch die Protagonisten Pearl, ihre Freundin Kate und den neu in die Gemeinschaft gekommenen Ellis werden auch kritischere Sichtweisen auf das Leben in einer Sekte eingeworfen, denn sie hinterfragen die Sekte. So wird auch der Leser dazu angeregt, über dieses Thema zu reflektieren und es von verschiedenen Seiten zu betrachten. Dies gefiel mir sehr gut, da die Thematik sehr allumfassend dargestellt wird und auch jüngere Leser zum Nachdenken angeregt werden.

Das Besondere an Protagonistin Pearl ist, dass sie sich im Handlungsverlauf entwickelt. Sie ist von kleinauf in der Sekte aufgewachsen und glaubt fest an die Erklärungen des Anführers Papa S. Mit dem Auftauchen von Ellis und anderen Entwicklungen beginnt sie ihr Leben mit anderen Augen zu sehen und sich zu verändern. Auch wenn Pearls Entwicklung sehr schleichend vorangeht und erst im letzten Drittel richtig Gestalt annimmt, hat mir dies gut gefallen, da es der Geschichte viel Authentizität gegeben hat. Auch Papa S war eine spannende, wenn auch sehr unheimliche Figur. Er wirkte wie ein kühler Taktiker mit einem Hang zur Verrücktheit. Er hat bei mir jedes Mal ein ungutes Gefühl ausgelöst, was ich super fand, denn Autorin Lisa Heathfield hat es so mit ihren Figuren geschafft, mich tief im Inneren zu berühren. Die Autorin hat mit jeder Figur andere Gefühle in mir ausgelöst. Ellis habe ich beispielsweise stets bewundert, da er ein sehr starker Charakter ist. Die Figuren sind auch alle sehr verschieden, wodurch ich sie alle als sehr individuell empfunden habe. Ich habe es genossen, mehr über sie zu erfahren.

Mich hat „Hier musst du glücklich sein“ sprachlos zurückgelassen und mit manchen Geschehnissen sogar einfach nur entsetzt. Das wiederum ist etwas, das ich dem Buch positiv anrechne, denn das die Leser so schockiert und erschüttert sind, dass sie einfach nur erstaunt und sprachlos dasitzen, passiert auch nicht bei jedem Buch. Lisa Heathfiled schafft dies mit ihrem Buch und erschafft so ein unvergleichliches Leseerlebnis, das ich gerne weiterempfehle.

Fazit
„Hier musst du glücklich sein“ befasst sich mit dem nicht alltäglichen Thema des Lebens in einer Sekte und regt die Leser zum Nachdenken darüber an. Die Handlung ist einerseits ruhig, andererseits aber auch aufgrund der vielen Gefühle, die es im Leser auslöst, sehr mitreißend. Die Geschichte ist bedrückend, eindringlich und gleichzeitig auch überraschend. So war beispielsweise das Ende unerwartet, auch wenn ich das Gefühl hatte, als würde der Geschichte etwas fehlen. Dieses Buch ist allerdings keine leichte Lektüre, denn es gibt einige schlimme Szenen.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
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Die Sekte und ihre Gefahren

Meine Meinung:

Aufmerksam bin ich auf dieses Buch geworden durch eine Leserunde, als ich den Klappentext las in dem es sich sehr wahrscheinlich um eine Sekte dreht wollte ich es unbedingt lesen, dieses Thema Sekte ist doch recht spannend und dann verpackt in eine Geschichte für Jugendliche hat mein Interesse einfach geweckt. Ich war sehr gespannt wie die Autorin mit diesem Thema umgeht und was sie für eine Art von Sekte hier schafft.

Der Schreibstil ist angenehm und auch schnell zu lesen, trotzt das die Handlung weitgehend ehre ruhig bleibt flogen die Seiten nur so dahin. Durch eingebaute kleine Zwischenkapitel hat die Autorin versucht es spannender und mysteriöser zu gestalten,
und ihr Ziel war das eher Laute Finale, was ok war aber insgesamt zu viele Fragen offen gelassen hat.

Wir begleiten in dieser Geschichte die 16jährige Pearl wie sie in einer sehr Natur verbunden Sekte groß wird. Doch in dieser Sekte ist nicht alles so wundervoll wie es Pearl erscheint, es gibt ziemlich viele seltsame und erschreckende Rituale, dann wissen die Kinder der Sekte und die Mütter nicht welches von wem ist und das große Ziel aller Frauen scheint zu sein die Gefährtin von Papa S zu werden.
Pearl ist wie die meisten dort ziemlich Naiv und vertraut auf das was Papa S sagt, zum Glück hat sie eine Freundin Kate die langsam zu hinterfragen beginnt und auch ein neues Mitglied von Außen gibt Pearl langsam den Antrieb immer mehr zu bedenken.

Schade fand ich das die Autorin hier über ein sehr wichtiges und wie ich finde auch interessantes Thema geschrieben hat,
aber nicht wirklich in die tiefe genauen ist, mag vielleicht daran liegen das es sich um ein Jugendbuch handelt.
Ich hätte mir ein wenig mehr Aufklärung und Hintergrund Wissen im Allgemeine über Sekten, und schön wäre auch gewesen im Nachwort mal darüber zu lesen wie genau sie auf das Thema kam, ob sie selbst Erfahrungen gesammelt hat oder ob sie einfach ein spannendes Jugendbuch schreiben.
So oder so regt das Buch zum nachdenken an, und jeder der sich mehr mit den Thema beschäftigen möchte wird es dann von alleine tun.

Fazit:
Ein eher ruhiges Jugendbuch mit dem Interessanten Thema Sekte, das leider ziemlich viele Fragen offen lässt,
und für diese Thematik auch ziemlich kurzweilig.

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Gefahren einer Sekte

Die 16jährige Pearl wächst in einer Sekte auf. Die Anhänger von "Papa S" und seinen "Paten" glauben an die Kraft der Mutter Natur und leben abgeschottet von der bösen "Draußenwelt". Doch als eine neue Familie in die Gemeinschaft aufgenommen wird, deren jugendlicher Sohn Ellis sich nicht bedingungslos anpassen will, beginnt auch Pearl manche Dinge zu hinterfragen..

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und für ein Jugendbuch angemessen. Aber obwohl man das Buch schnell weglesen kann, plätschert die Handlung stellenweise doch eher vor sich hin. Anfangs sind die vielen Figuren etwas verwirrend und für einen Außenstehenden wie den Leser ist es schwer, sich vorzustellen, dass alle Regeln, die Papa S aufstellt, widerstandslos befolgt werden. Doch gerade das macht Pearl, die nie etwas anderes kennengelernt hat, zu einer interessanten Hauptfigur. Anschaulich schildert die Autorin Pearls inneren Kampf zwischen Indoktrination und eigenständigem Denken.

Die Geschichte ist eher ruhig, auch wenn die Autorin durch kurze Zwischenkapitel versucht, eine spannende Nebenhandlung einfließen zu lassen. Teilweise wirkte das Buch auch ziemlich bedrückend und regt zum Nachdenken an. Begründungen gibt es in der Sekte nicht, es ist einfach alles so, wie Papa S es sagt. Die Kinder stellen keine Fragen, Aufklärung findet nicht statt und alle Mädchen hoffen, irgendwann als "Gefährtin" von Papa S auserwählt zu werden, ohne zu wissen, was das bedeutet. Eine schlimme Vorstellung.

Das Ende hat mich schon überrascht, gleichzeitig hätte ich mir aber auch etwas "mehr" erhofft. Es hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Das Buch war nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht besonders genug. "Hier musst du glücklich sein" wird mir wohl nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben.

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