Eva Siegmund: LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel

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Eva Siegmund: LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783570163078

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Wir, die Überlebenden des Dritten Weltkrieges, haben uns im Bewusstsein der historischen Bedeutung und der Verantwortung für alle Menschen am heutigen Tage versammelt, um die verbleibenden Staaten aufzulösen und eine neue Gesellschaft zu erschaffen.

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In der Trümmerstadt Adeva entscheidet sich für alle 15-Jährigen in der Nacht der Mantai, welche Gabe sie haben. Ein Mal, das auf dem Handgelenk erscheint, zeigt an, ob man telepathisch kommunizieren, unsichtbar werden oder in die Zukunft sehen kann. Doch bei Meleike, deren Großmutter eine große Seherin war, zeigt sich nach der Mantai – nichts. Erst ein schreckliches Unglück bringt ihre Gabe hervor, die anders und größer ist als alles bisher. Als Meleikes Visionen ihr von einem Inferno in ihrem geliebten Adeva künden, weiß sie: Nur sie kann die Stadt retten. Und dass da jenseits der Wälder, in der technisch-kalten Welt von Lúm, jemand ist, dessen Schicksal mit ihrem untrennbar verknüpft ist …

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Fantasievolles Romandebüt

Inhalt:
Meleike lebt mit ihrer Familie in der Trümmerstadt Adeva. Als sich bei ihr nicht wie erwartet in ihrem fünfzehnten Lebensjahr eine Gabe manifestiert, ist sie sehr enttäuscht. Doch Adeva ist in Gefahr und deshalb überträgt die größte Seherin der Stadt, Meleikes Großmutter, ihre Gabe auf ihre Enkelin.

Flynn hat das Pech, eine Gabe zu entwickeln, denn er lebt in Lúm, wo „Mutanten“ verfolgt werden. Es gelingt ihm, nach Adeva zu fliehen und zusammen mit Meleike versucht er, das Unheil aufzuhalten.

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, die erste Hälfte des Buches fand ich zwar ganz interessant, aber doch ein bisschen langatmig. Ich mag es in der Regel lieber, wenn ein Autor schnell zur Sache kommt und die Geschichte mit einem gewissen Tempo vorantreibt. Doch Eva Siegmund legt erst mal ausführlich ihren Weltentwurf dar, führt wichtige Personen ein und beschreibt ihr Verhältnis zueinander. Dies sind natürlich alles wichtige Dinge, die für das Verständnis notwendig sind. Trotzdem stellten sie für mich eine kleine Durststrecke dar. Weil mir die Idee hinter diesem Buch aber gut gefiel und ich sehr neugierig darauf war, konnte ich mich leicht zum Weiterlesen motivieren.

Und ich wurde absolut dafür belohnt! Ab dem Moment, wo Meleike und Flynn aufeinandertreffen, geht es richtig rasant weiter. Die beiden ergänzen sich toll und sind zusammen mehr als die Summe zweier einzelner Personen. Es wird toll beschrieben, wie sie sich kennenlernen, einander vertrauen lernen – natürlich immer wieder von kleinen Zweifeln unterbrochen – und wie sie sich schließlich ineinander verlieben. Das fand ich alles sehr nachvollziehbar und toll zu lesen. Und die Geschichte wurde nun richtig, richtig spannend. Die beiden müssen etliche gefährliche Situationen bestehen, schwierige Entscheidungen treffen und mit Köpfchen Lösungen finden. Dass um sie herum ein Netz von Intrigen gesponnen wird, macht es für die beiden Jugendlichen nicht gerade einfach, sorgt aber für manche überraschende Wendung und für einen großen Lesespaß.

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Fantasy meets Dystopie

In der Trümmerstadt Adeva steht die Nacht der Mantei kurz bevor. In einem alten Ritual wird sich entscheiden, wer empfänglich für die magischen Gaben ist. Ein kleines Mal erscheint am Handgelenk und weist auf besondere Fähigkeiten hin. Meleike Mey ist eine von den Jugendlichen und niemand zweifelt an ihrer Gabe, in die Zukunft sehen zu können. Es ist ihr vorbestimmt, denn Meleikes Großmutter ist die größte Seherin in Adeva. Doch es passiert nichts! Erst als kurz darauf schreckliche Ereignisse folgen, erscheint das Mal der Seherin. Ab diesem Zeitpunkt wird Meleike von Visionen gequält, die eine Bedrohung für ihre Familie und ganz Adeva zeigen. Sie muss ihre Heimat retten und dafür einen gefährlichen Weg einschlagen: in die unbekannte Stadt Lúm hinter den Wäldern…

"Meleike wusste, dass es kein Paradies war. Aber Adeva war ihr Zuhause. Die Achse, um die sich ihr Leben, ihr ganzes Universum drehte und alles, was sie je gekannt hatte."

Die Geschichte spielt nach dem 3. Weltkrieg und überzeugte mich sofort durch ihren dystopischen Charakter. Meleikes Volk lebt in Adeva – einer Stadt aus Schutt und Asche – in armen Verhältnissen, aber glücklich in der Gemeinschaft. Dieser Zusammenhalt ist der Autorin gut gelungen, so kann auch die Hauptprotagonistin Meleike in schwierigen Situationen immer wieder davon zehren.

Im totalen Gegensatz dazu stehen die hochtechnologisierte Stadt Lúm und ihre Bewohner. Alles verläuft nach starren Regeln ohne viel Gefühl. Es regiert die Wissenschaft und unmenschliche Forschungen werden betrieben, während in Adeva die mystischen Geheimnisse der Mantei unerklärlich bleiben. Sie sind einfach da! Dort aus Lúm stammt ein weiterer wichtiger Protagonist der Geschichte: Flynn. Sein Schicksal ist mit dem von Meleike fest verbunden und schnell wird klar, dass sie es nur gemeinsam schaffen können.

Während der Geschichte konnte ich als Leser so einige Gefühle ausleben. Es trafen Wut und Hass auf Mitgefühl und Verständnis. Auch Schockmomente blieben nicht aus. Die Autorin bedient sich altbewährter Klischees, lässt Gut gegen Böse antreten. Ich empfand es bei dem ansprechenden Schreibstil jedoch dauerhaft spannend und konsequent bis zum Schluss. Auch die kleine Liebesgeschichte beansprucht nicht viel Platz, was ich durchaus positiv sehe. Zum Ende hin gab es ein paar Reaktionen der Charaktere, die ich etwas befremdlich empfand. Und ich hätte mir insgesamt mehr Hintergründe gewünscht, aber die Story funktioniert auch so.

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(Aktualisiert: 12 November 2014)
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Interessantes Erstlingswerk

Inhalt
Die Handlung spielt in einer Welt, etliche Zeit nach dem 3. Weltkrieg. In ganz unterschiedlichen Städten, die wie zwei verschiedene Welten sind, leben Flynn und Meleike.

Meleike lebt in Adeva, einer Stadt aus Trümmern, in welcher die Menschen ein einfaches Leben führen. Doch ein Teil von ihnen hat besondere Gaben, wie z.B. Hellsehen oder Telepathie. Diese Welt wird durch einen Angriff aus Lum, der Stadt des Lichtes, bedroht. Als Meleike dies in einer Vision sieht, macht sie es sich zur Aufgabe das zu verhindern und die Menschen in Adeva zu beschützen.

Verbunden ist Meleikes Schicksal mit Flynn, der in Lum lebt. Dort ist alles modern und fortschrittlich und die Menschen dort haben keine besonderen Gaben. Doch bei Flynn zeigt sich eine Gabe, was ihn zu einem Verfolgten macht.
Ihm ist es bestimmt sich gemeinsam mit Meleike in das Abenteuer zur Rettung Adevas zu stürzen.

Meine Eindrücke
Besonders am Anfang hat mir das Buch gut gefallen. Die Idee mit den Gaben hat mich fasziniert und ich war gespannt, wie Meleike Adeva retten will und wann sie Flynn das erste Mal begegnet. Voller Phantasie und Gefühl beschreibt die Autorin wie die 15-jährigen in Adeva ihrer Gaben erhalten, wie verzweifelt Meleike war als sie leer ausging und was sich danach ereignete.

Sobald sich Flynn und Meleike jedoch auf den Weg nach Lum machten, tauchten Umgereimtheiten auf, die sich bis zum Ende hin immer mehr anhäuften. Das hat leider meine Lesefreude getrübt und meinen Lesefluss etwas gehemmt.

Über Lum, seine Einwohner und wie das Leben dort ist hätte ich gerne mehr erfahren. Auch bleibt vollkommen im Dunkeln wie es in der restlichen Welt aussieht, welche Städte und Länder noch besiedelt sind und wie es den Menschen dort geht.
Vielleicht holt das Eva nach, falls es eine Fortsetzung gibt, denn sie hat meine Neugier geweckt. Stoff genug würde es geben.

Meleike und Flynn sind die jugendlichen Protagonisten, deren Gefühle und Beweggründe glaubwürdig beschrieben werden. Teilweise stolpern sie allerdings etwas planlos durch die Geschichte, sodass der Zufall ihnen ab und zu helfen muss.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es hier nicht immer eine Rettung in letzter Sekunde gibt und nicht jedes schlimme Ereignis verhindert wird. Sicher gibt es auch positive Entwicklungen, sonst würde das Lesen ja keinen Spaß machen, aber die Autorin hat hier ein gutes Gleichgewicht gefunden.

Evas schöner Schreibstil und ihre Einfälle haben dafür gesorgt, dass ich das Buch gerne zu Ende gelesen habe.

Fazit: Ein Erstlingswerk mit interessanten Ideen und einer wendungsreichen Handlung, die leider nicht immer ganz logisch ist

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Gelungener Debutroman!

Eva Siegmund entführt uns in eine Welt nach dem dritten Weltkrieg, als die Menschen alles besser machen wollen. Aber nur scheinbar, denn alles geht dort nicht mit rechten Dingen zu.
Einige Menschen besitzen Gaben, die zum Teil heißbegehrt, zum Teil aber auch verhasst sind.
Und mittendrin Meleike, eine Jugendliche, deren Welt mit einem Mal auf den Kopf gestellt und bedroht wird.

Das Buch ist sehr gut geschrieben, es liest sich spannend, flüssig und auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Die Geschichte ist sehr phantasievoll und dennoch bodenständig, ich konnte so ziemlich alles nachvollziehen, was geschehen ist.
Auch bietet Eva uns keine heile Welt mit Elfen und Feen, die die bösen Orks bekämpfen, sondern Probleme, wie sie auch bei uns in der Realität aufkreuzen: Machthunger, Eifersucht, Brutalität, Passivität und Verzweiflung.
Dennoch wird einem das Lesen versüßt durch Freundschaft, Loyalität, bis hin zur Liebe.

Eine sehr interessante Lektüre und ein beeindruckender Debutroman! Gerne mehr davon :)

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Lum-Zwei wie Licht und Dunkel

Lum-Zwei wie Licht und Dunkel von Eva Siegmund
Zum Inhalt:
Meleike ist 15 Jahre alt und eine Pekuu. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in Adeva, einer Trümmerstadt, die im dritten Weltkrieg sehr zerstört wurde. Die Pekuu sind ein Volk, bei denen sich mit 15 Jahren in der Nacht der Mantai zeigt, ob man eine Gabe empfängt und wenn ja welche. Durch ein Zeichen, das am Handgelenk erscheint, wird auch äußerlich sichtbar über welche Gabe man verfügt. Meleike ist sehr enttäuscht als sie in dieser besonderen Nacht leer ausgeht. Noch ahnt sie nicht was wirklich für Herausforderungen auf sie warten.
Meine Meinung:
Lum ist der Debütroman der Autorin. Eva Siegmund zeigt, wie die Welt nach einem dritten Weltkrieg aussehen könnte. Bereits das Vorwort ist ihr ausgesprochen gut gelungen. Kann man daran glauben das es keine Unterschiede mehr gibt? Nur noch ein Volk, mit einer Sprache und einem Ziel? Das von nun an die Vernunft siegen wird?
Und dann wird man in zwei völlig verschiedene Szenarien geschickt. Meleike lebt in Adeva. Einen Stadt die in Trümmern liegt. Die Menschen begnügen sich mit dem allerwenigsten. Sammeln in den Wäldern wieder Beeren und Wurzeln um sich zu ernähren. Meleike ist eine gut gelungene Hauptcharaktere. Sie hat Werte, liebt ihre Familie und steht für sie ein.
Flynn lebt in Lum, der Stadt des Lichts. Hochmodern mit viel Technologie. Sein Vater hat ihn allerdings in eine Zelle sperren lassen, als bei Flynn das Zeichen einer Gabe am Handgelenk erscheint. In Lum ist es nicht erwünscht mit einer Gabe versehen zu sein. Flynn gelingt die Flucht und so gelangt er nach Adeva, wo er auf Meleike trifft und gemeinsam mit ihr beginnt ein spannendes Abenteuer.
Das Buch hat mir einige spannende Lesestunden verschafft und ich würde gerne weitere Bücher der Autorin lesen. Ein flüssiger Schreibstil, interessante Charaktere und alle Fragen, die im Laufe der Geschichte auftauchen, wurde zum Schluss beantwortet. Was will man mehr!

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LÙM - Zwei wie Licht und Dunkel

Nach dem dritten Weltkrieg sind nur wenige Gebiete noch besiedelbar, in denen sich die letzten lebenden Menschen gerettet haben. Im neugegründeten Unionsstaat des Lichts soll es nie wieder so weit kommen und so ist fortan alles streng wissenschaftlich.

Fernab davon leben Menschen in einem zerstörten Gebiet. An ihrem 15. Geburtstag bilden die meisten von ihnen Gaben aus und auch Meleike steht kurz vor der sogenannten Mantai. Ihre Großmutter ist die größte Seherin von Adeva und der Druck auf ihr ist hoch. Doch aller Hoffnung zum Trotz geht sie an ihrem großen Tag leer aus, nichtsahnend, dass die Aufgabe, die ihr stattdessen zugedacht ist, sie in jedwedem Sinne an ihre Grenzen bringen wird und damit ist sie nicht die einzige, denn auch in Lúm gibt es jemanden, der so besonders ist wie Meleike.

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen, ebenso wie die schöne Idee, die hinter ihrem Roman steht. Ich fand es sehr außergewöhnlich, dass Eva Siegmund eine Dystopie in nur einem Band geschrieben hat, denn meist nimmt die Erklärung des Weltenbildes soviel Raum ein, dass doch zumindest eine Dilogie daraus entsteht.

Der Anfang ist sofort spannend und ich konnte gleich Sympathien für die Protagonistin Meleike aufbauen. Ein wichtiger Tag steht für sie an und der Druck der damit auf ihr lastet, war direkt spürbar. Ich fühlte und litt mit Meleike. Das junge Mädchen, dem man zu Beginn noch anmerkte, dass sie zum Teil immer noch ein Kind ist, macht im Laufe der Handlung eine Wandlung durch, in der sie sehr viel gefestigter wirkt. In dieser Zeit ist ihr kleiner Kosmos sehr viel größer geworden und sie händelt die Verantwortung, die auf ihr lastet ausgeprochen gut.

Die Beschreibungen der Handlungsorte fand ich sehr detailliert und gut gelungen. Die Bilder von Adeva und Lúm waren sofort da bei mir und ich konnte die Umgebung, in der Meleike aufgewachsen ist, fast sehen. Ich liebe es, wenn Autoren es schaffen, bei mir während des Lesens Bilder entstehen zu lassen.

Auch der starke Unterschied zwischen den beiden Orten fand ich schön transportiert. Auf der einen Seite ist da Adeva, mit seinem Schutt, seinem Dreck, den kargen Lebensumständen, aber gleichzeitig auch mit der Wärme der Menschen untereinander und ihren Gaben. Auf der anderen Seite fühlt man die Kälte in Lúm an jeder Ecke. Alles sauber, nahezu hygienisch und streng wissenschaftlich. Die Menschen, die dort leben, wirken sehr automatisiert.

Gut gefallen hat mir auch, wie die Autorin die Handlungsstränge zusammengeführt hat. Stets hatte ich das Bedürfnis weiterlesen zu müssen, denn an vielen Ecken warteten unvorhergesehene Wendungen auf mich, die den Spannungspegel nach oben schnellen ließen.

Trotz des abgeschlossenen Endes blieben für mich leider einige interessante Fragen offen. Gerne hätte ich mehr erfahren, doch alles weitere Geschehen ist der Fantasie des Lesers überlassen.

Fazit:

Mit ihrer gut umgesetzten Idee in "LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel" konnte mich Eva Siegmund schnell überzeugen. Sympathische Charaktere und stets präsente Spannung sorgten für ein fesselndes Leseerlebnis, das ich gerne ausgehnt und fortgesetzt hätte.

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Zwei wie Licht und Dunkel

Eva Siegmund - LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel

60 Jahre nach dem 3 Weltkrieg:

Die Menschen haben beschlossen, auf den restlichen lebenswerten Gebieten, einer gemeinsamen friedlichen Zukunft entgegenleben zu können, ein Volk, eine Sprache, nie mehr Krieg, das Streben nach Wissen soll an erster Stelle stehen..
Doch fernab vom Unionstaats des Lichts, existiert ein Reservat namens Adeva,
einfachste Lebensbedingungen ohne Maschinen und Fortschritt, die Menschen von Adeva haben wenig und müssen mit noch weniger auskommen, für sie geht ihre Stadt bis zum Wald und dahinter ist nichts mehr..
Ab dem 15. Lebensjahr erscheint ein geheimnisvolles Zeichen auf ihrem Handgelenk,
es bestimmt die "Gabe", die sie von da an leitet und ihr Leben für sich und die anderen bestimmt.
Es gibt Heiler, Telepathen, Obskuranten und Seher.
Meleike erbt diese seltene Gabe von ihrer Großmutter und ist dabei, eine große Seherin zu werden..Trotz all dieser Gaben, hat das Volk von Adeva keine Ahnung, vom Unionsstaat des Lichts, diese halten sie unter strenger Beobachtung und nennen sie abschätzig Mutanten, schon lange untersuchen sie deren Geheimnis.
Als Dr Connors Sohn Flynn eines Tages ein Seher-Symbol bekommt, will sein Vater - ein grausames Monster im Dienste der Wissenschaft, ihm mit dem Skalpell auf dem Pelz rücken, Flynn muss fliehen und verirrt sich im Wald.
Meleike und ihre Freunde finden und retten ihn und von da an, ist nichts mehr wie vorher..
----
Mutanten, Rebellen, grausame Doktoren und dunkle Gestalten, ein totalitäres System, dazwischen zwei Teenager, die zarte Gefühle füreinander hegen und lernen, was gegenseitige Verantwortung bedeutet - also alles, was eine Dystopie so braucht..

Spannende Unterhaltung! Szenen wie in einem Actionfilm!

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Nettes Debut mit Luft nach oben

Der dritte Weltkrieg zerstört große Teile unseres Planeten. Der kärgliche Rest der Menschheit hat sich auf den noch bewohnbaren amerikanischen Kontinent zurückgezogen und träumt davon, eine neue bessere Gesellschaft aufzubauen - ohne Grenzen, Vorurteile oder hierarchischen Systemen und einzig der Wissenschaft verpflichtet.

Meleike Mey wächst in der Trümmerstadt Adeva auf. Ihre Zeit ist zwischen Schule und dem verpflichtendem Suchen nach Glas im Schutt aufgeteilt. Der große Höhepunkt ihres bisherigen Lebens wird die Nacht der Mantai darstellen. In dieser Nacht versammeln sich alle fünfzehnjährigen ihrer Stadt, in der Hoffnung zu den Auserwählten zu gehören, die eine besondere Gabe erhalten. Wer keine erhält, gilt als Kema, als leer. Obwohl ihre Großmutter Maela als die größte Seherin Adevas gilt und Meleikes andere Angehörigen ebenfalls mit den unterschiedlichsten Kräften ausgestattet sind, geht sie leer aus.

Ohne davon zu wissen, ist sie auf geheimnisvolle Weise mit dem Jungen Flynn aus der Stadt Lúm verbunden. Lúm, welches ihre Vorstellungskraft bei weitem übersteigt und das absolute Gegenteil von Adeva darstellt. Gemeinsam mit Flynn muss sie sich einer Aufgabe stellen, die von beiden alles abverlangen wird und ihre Kräfte fast übersteigt.

Eva Siegmunds Debutroman ist eine ambitionierte Dystopie, die leider nicht ganz hält, was sie verspricht. Das Buch strotzt nur so vor vielen guten Ideen, die im Gesamten kein rundes Ganzes ergeben. Spannende Szenen wechseln sich teilweise mit langatmigen Ausführungen ab und gröbere Logikfehler versalzen mitunter das Lesevergnügen. Positiv anzumerken ist, dass es der Autorin gelingt, größtenteils ein vielschichtiges Bild ihrer handelnden Personen zu zeichnen. Die wenigsten sind nur gut oder nur böse, viele Protagonisten weisen facettenreiche Charaktereigenschaften auf.

Fazit: Eine nicht optimale Umsetzung einer guten Grundidee. Wer nicht unbedingt einen durchgehend schlüssigen Plot braucht, kann sich allerdings durchaus gut unterhalten fühlen.

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