Charlotte Richter-Peill: Magoria: Das Haus der Schatten

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Charlotte Richter-Peill: Magoria: Das Haus der Schatten
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783499200137

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ich erinnere mich genau an die Nacht, in der mir die Schattenfrau zum ersten Mal begegnete.

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Handlungsort

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Die schüchterne Maja verbringt ihre Freizeit am liebsten mit Büchern und Schokolade. Bis sie nach einer total verunglückten Party von einer unheimlichen Schattenfrau mit einem Fratzengesicht bedroht wird. Niemand sonst kann sie sehen. Spinnt Maja jetzt? Wird sie verrückt? Eine Lehrerin erzählt ihr wenige Tage später von Magoria, dem Haus der Schatten, und sie erfährt die Wahrheit über die Schattenmenschen. Auf dem abgelegenen Gut in den Bergen wird Maja in den Ferien zusammen mit fünf anderen Jugendlichen in den Geheimbund der Jäger aufgenommen. Ein hartes Training für Körper, Geist und Seele beginnt. Denn der Kampf gegen die Schatten ist kein gewöhnlicher Kampf. Aber Maja, die graue Maus, verwandelt sich mit jedem Tag mehr. Sie genießt die Freundschaft und den Zusammenhalt auf Magoria, sie verliebt sich und wird zur starken Anführerin ihrer Gruppe. Doch die Nacht, in der sie sich den Schatten stellen muss, rückt unerbittlich näher ...

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Das Spiel "Magoria"


Das Leben der 17jährigen Maja verläuft nicht so, wie sie sich das wünscht. Sie fühlt sich zu dick, wird deswegen auch öfters gehänselt und ist deswegen auch sehr schüchtern und traut sich selber vieles nicht zu. Für sie noch erschreckender wird es, als ihr eines Nachts eine unheimliche Fratze begegnet, die sie zu verfolgen scheint. Als ihre Lehrerin Ada merkt, dass Maja unheimliche Fratzen sehen kann, weiht sie sie ein, dass sie zu denjenigen gehört, die die Schatten sehen können und bietet ihr an, sie zu einem Schattenjäger auszubilden. Trotz ihrer Ängste willigt Maja ein und wird von Ada zusammen mit einigen anderen nach "Magoria" gebracht, um zur Schattenjägern ausgebildet werden zu können und ihrem heimlichen Ziel ihren eigenen Schatten loszuwerden. Auf Magoria blüht Maja auf, aber bald bekommt das neue Paradies auch seine Risse und Maja weiß nicht mehr wem sie vertrauen darf und wem nicht.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und ich finde die Idee mit den "Schatten" und einem Bund von Schattenjägern sehr gelungen. Die Erklärungen zu dieser Schattenwelt werden nach und nach gut eingestreut und gemeinsam mit Maja erfährt man auch als Leser immer mehr Hintergründe und Geheimnisse zu den Schatten. Dabei gelingt es der Autorin sehr gut die jeweilige Welt vor meinem geistigen Auge auferstehen zu lassen und ich hatte immer das Gefühl, dass ich mit Maja gemeinsam unterwegs bin und das sehe, was sie sieht und erlebt.

Maja ist eine sympathische Hauptfigur, die keinen Traummaßen entspricht und dementsprechend unsicher ist. Obwohl sie sich teilweise im Laufe des Buches nicht zu ihrem Besten entwickelt, fand ich es spannend zu lesen, wie sie sich weiter entwickelt und wie sich ein Mensch verändern kann, je nachdem welchen Einflüssen er ausgesetzt ist. Schön ist dabei, dass gut heraus gearbeitet wurde, wie Gruppendynamik funktioniert und wie gerade auch Jugendliche vor allem immer ein Ziel haben: dazu zu gehören und bloß kein Außenseiter sein zu wollen. Aber um erwachsen zu werden, muss man manchmal auch gegen den Strom schwimmen und gerade das ist eine der großen Herausforderungen, der sich Maja stellen muss.
Auch die weiteren Charaktere werden schön dargestellt, obwohl durch die Ich-Erzählweise das Innenleben der Anderen nicht so detailliert geschildert werden kann. Trotzdem haben alle ihre Stärken und Schwächen und schön wird dargestellt, dass gerade auch der äußere Schein oft trügen kann.

Insgesamt ein tolles und vor allem spannendes Jugendbuch, dass gerade wichtige Themen bei Jugendlichen anschneidet und endlich mit einer Hauptfigur aufwartet, die nicht danach strebt Germany's next Topmodel zu werden. Von solchen Figuren und Büchern wünsche ich mir mehr und hoffe sehr, dass auch der geplante nächste Teil bald verfügbar sein wird.

Für ein absoluter Buchtipp!

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Kampf gegen die Schatten

Die 17-jährige Maja fühlt sich als Außenseiterin. Am liebsten taucht sie daher in ihre Bücher ab und lässt die reale Welt hinter sich. Doch plötzlich ereignet sich etwas, das Majas Welt auf den Kopf stellt: sie sieht Schattenwesen. Maja hat Angst, verrückt zu werden, doch dann wird sie von ihrer Lehrerin angesprochen. Diese kann die Schattenwesen auch sehen und lädt Maja ein, in den Ferien mit nach Magoria zu kommen. Dort soll Maja gemeinsam mit fünf anderen Jugendlichen im Kampf gegen die Schatten ausgebildet werden.

Mein Leseeindruck:

Ich bin auf dieses Buch eher zufällig aufmerksam geworden und freue mich nun sehr darüber, da ich sonst eine spannende Geschichte verpasst hätte!
Maja als Hauptprotagonistin war mir von Anfang an sympathisch. Sehr gut werden ihre Selbstzweifel und ihre Unsicherheiten geschildert, und so kann man auch im Laufe der Geschichte sehr schön ihre Entwicklung mitverfolgen.

Zum Teil entwickelt sie sich in eine Richtung, die mir nicht immer gefallen hat, doch blitzt zum Glück auch immer die "alte" Maja wieder durch.
Die Beschreibung von "Magoria", das abgelegene Gut in den Bergen, hat mir sehr gefallen! Ich konnte alles sehr bildhaft vor mir sehen und hatte fast das Gefühl, selbst dort zu sein.
Die Figuren, allen voran Maja und ihre fünf Mitstreiter, sind auch sehr schön ausgearbeitet und wirken echt und lebendig.
Insgesamt hat "Magoria - Das Haus der Schatten" von Charlotte Richter-Peill mir sehr gut gefallen. Es ist ein schöner Jugend-Fantasy-Abenteuer-Roman, den ich gerne weiterempfehlen werde.

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Haus der Schatten

Maja ist eigentlich ein typischer Teenager, unsicher, zurückhaltend, mit sich und ihrer Figur unzufrieden. Sie hat eine beste Freundin, Rhonda, aber ansonsten ist sie eher eine Einzelgängerin, dabeii würde sie so gerne zu den coolen Leuten an der Schule gehören und von ihrem Schwarm beachtet werden. Als sie nach einer Schulfeier, auf der sie leider sehen musste, wie besagter Schwarm eine andere küsst, traurig nach Hause radelt, hat sie eine gruselige Begegnung. Ein unheimliches Schattenwesen stellt sich ihr in den Weg und ruft ihren Namen. Maja erschrickt sich sehr und fürchtet, den Verstand zu verlieren, als diese Begegnung sich wiederholt. Doch eine ihrer Lehrerinnen spricht sie an und beruhigt sie. Sie wird nicht verrückt, sondern verfügt stattdessen über eine besondere Gabe, denn nur wenige Menschen können diese Schattenwesen sehen. Ada ist einer davon und bietet Maja an, sie nach Magoria zu begleiten. Dort treffen sich die Menschen mit dieser Fähigkeit und trainieren den Kampf gegen die Schattenwesen.

Das Buch hat mich wirklich begeistert. Die dahintersteckende Idee der Schattenwesen war einmal etwas ganz Neues. Zu Beginn der Story fühlte ich mich ein wenig an Harry Potter erinnert, aber als Maja und die anderen dann erst einmal auf Magoria angekommen wurden und die Ausbildung losging, entwickelte sich eine ganz andere Story. Sehr gut gefallen hat mir die Tiefgründigkeit der Handlung und auch der Charaktere. Es gibt kein einfaches schwarz-weiß, gut oder böse, sondern Figuren, die mit ihren Gefühlen kämpfen, auch mal falsche Entscheidungen treffen oder sich dumm verhalten – ohne dass dies der grundsätzlichen Sympathie Abbruch tut, denn so waren sie für mich „echt“ in ihren Handlungen und ihr Verhalten blieb auch immer nachvollziehbar, auch wenn man sie als Leser manchmal lieber in eine andere Richtung geschubst hätte.

Das Ende ist in sich abgeschlossen, aber offen genug, um mit einer Fortsetzung nahtlos anzuknüpfen, da die Geschichte als Trilogie angedacht ist. Magoria ist eine wirklich tolle Geschichte und daher hoffe ich sehr, dass wir noch mehr über Maja und ihre weiteren Kämpfe zu lesen bekommen werden.

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Das Haus der Schatten

Die 17-jährige Maja kann sich nicht so akzeptieren, wie sie ist: sie findet sich zu dick und hat ein Problem damit, daß sie gerne isst. Außerdem fühlt sie sich als Außenseiterin; ihre Freundin Rhonda, die Maja so sieht, wie sie ist, versucht sie immer wieder davon zu überzeugen, daß sie ein toller Mensch ist, der sehr gut zuhören kann.
Als Maja nach einer verkorksten Party einer unheimlichen Schattenfrau mit einem fratzenartigen Gesicht begegnet, zweifelt sie an ihrem Verstand. Kurz darauf eröffnet ihr die Lehrerin Ada Graumel, daß sie zu den wenigen Menschen gehört, die die Schatten sehen können und weiht sie in das Geheimnis dieser Wesen ein.
Daraufhin verbringt Maja ihre Sommerferien auf Magoria: dem Haus, in dem sie mit anderen Anwärtern trainiert wird, gegen die Schatten zu kämpfen.

Dieses Buch ist der Auftakt einer geplanten Trilogie über Maja, Magoria und die Schattenjäger. Ich hoffe, die folgenden Bände werden veröffentlicht, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Maja weitergeht.

„Magoria“ ist ein Jugendroman mit fantastischen Einlagen, der in sich zwar abgeschlossen ist, aber genügend Spielraum für eine weitere spannende Fortsetzung läßt. Die Umfeldbeschreibungen sind der Autorin sehr gut gelungen, vorallem die surreale Atmosphäre der Dunklen Welt der Schatten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Während der Lektüre werden einige Fragen aufgeworfen, die am Ende jedoch alle schlüssig beantwortet werden; ebenfalls werden noch lose Handlungsenden stimmig miteinander verknüpft.
Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt und an der einen oder anderen Stelle hat mich der Gang der Handlung überrascht, da ich so nicht damit gerechnet hatte und ich mir nicht immer sicher war, wem Maja eigentlich vertrauen kann.

Die Charaktere sind liebevoll und mit Tiefe dargestellt. Die Hauptprotagonisten sind nicht nur schwarz-weiß dargestellt, sondern ihre Stärken und Schwächen werden sehr gut herausgearbeitet. Besonders Maja hat mir gut gefallen, ihre Entwicklung war spannend zu verfolgen und fand sie absolut nachvollziehbar, auch wenn ich mir an der einen oder anderen Stelle gewünscht hätte, daß sie sich anders verhalten hätte.
Aber auch die anderen Anwärter, die mit Maja in Magoria ankommen, haben ihre kleinen Geheimnisse; nicht alle werden aufgeklärt, daher bin ich auch auf deren Entwicklung in der Fortsetzung gespannt.
Eine weitere interessante Figur ist Ada Graumel, deren weitere Entwicklung mich ebenfalls brennend interessiert.

„Magoria: Das Haus der Schatten“ ist für mich eine gelungene Mischung aus Selbstzweifel und Selbstfindung, Freundschaft, Liebe und Mut, versehen mit einer Portion Grusel. Von mir bekommt das Buch die volle Punktzahl und ist für mich ein Buchtipp.

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Magoria – wie wichtig ist es, kein Außenseiter zu sein?

Maja hat Probleme mit ihrer Figur, sie wird verspottet, hat Angst in der Öffentlichkeit zu essen und möchte gern cool sein und zu einer der coolen Gruppen gehören.
Ihre Selbstzweifel verhindern jedoch, dass sie von Gleichaltrigen in deren Gruppen aufgenommen wird. Allerdings hat sie eine sehr gute Freundin, die erkannt hat, dass Maja ein interessanter Mensch ist, der gut zuhören und sich in andere hineinversetzen kann, und die außerdem eine zuverlässige Freundin mit starken ehrlichen Gefühlen ist. Sie versucht, Maja von dieser Sicht auf sie zu überzeugen und wir treten in die Geschichte ein, als Maja entschlossen ist, eine andere zu werden, sie wird jetzt cool sein und dazu gehören.
Leider gelingt ihr das nicht. Der Junge, in den sie verliebt ist und der ihrem leidenschaftlichen Tanz auch gefolgt ist, hat sich dann wieder mit einer der schönen schlanken Modelschönheiten eingelassen. Alle ihre mutigen Vorsätze fallen trotz des Zuspruchs der Freundin in sich zusammen.
Plötzlich sieht Maja eine Erscheinung, die nach ihr ruft, zu Tode erschrocken verjagt sie diese und glaubt fast verrückt zu werden.
Als sie am nächsten Tag wieder eine solche Erscheinung hat wird sie „entdeckt“ und informiert über eine Gesellschaft von Menschen mit der gleichen Begabung wie sie, diese Wesen zu sehen.
Maja ist glücklich, endlich ist sie etwas Besonders, endlich gehört sie dazu. Am liebsten würde sie ihr bisheriges Leben hinter sich lassen.

Die zugrunde liegende Idee des Buches mag manchen nicht neu erscheinen, aber hier wird neben der spannenden Geschichte besonders eingegangen auf den Charakter der verschiedenen Gestalten. Es gibt nicht die in der Fantasy üblichen schwarz/weiß Charaktere, auch Maja macht eine Entwicklung durch, die nicht immer das Wohlwollen der Leser findet.
Wer ist hier vertrauenswürdig und wer nicht? Es gibt keine vorhersehbare Linie, der Leser schwankt mit Maja zwischen verschiedenen Annahmen hin und her. Geschickt gelingt es der Autorin für jede Aussage logische Begründungen zu finden, die mal so und mal so überzeugend wirken.Der Leser weiß nicht hundertprozentig sicher, ob Maja am Ende das Richtige getan hat.

Gibt es in diesem Buch das „Böse“? Gibt es böse Menschen? Wann sollte man Regeln einhalten, wem Vertrauen schenken? Warum lieben Außenseiter keine Außenseiter? Jeder hat seine Geschichte, wie gut können wir zuhören? Wie wichtig ist es, miteinander zu reden?

Für mich waren die Entwicklung der Personen und die damit verbundenen Fragestellungen in diesem Buch das Interessanteste.

Eine spannend erzählte Geschichte, die noch nicht zuende erzählt ist und vielleicht, hoffentlich können wir bald wieder etwas über Magoria lesen.


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Margoria

Maja ist 17 Jahre alt und mit sich selbst überhaupt nicht zufrieden. Sie ist eine richtige Außenseiterin, fühlt sich zu dick, hässlich und nicht gemocht. Am liebsten würde sie sich in eine total andere Person verwandeln. Als auf einer Party mal wieder alles sehr schlecht für sie läuft, macht sie sich total frustriert auf den Nachhauseweg. Fast zu Hause angekommen trifft sie auf ein unheimliches Wesen, eine Schattenfrau stellt sich ihr in den Weg. Nun sieht sie also auch noch Gespenster. Maja weiß nicht was sie tun soll. Als sie von einer Lehrerin erfährt, das es noch mehr Menschen gibt, die diese Wesen sehen und sie auch bekämpfen, folgt sie deren Einladung nach Magoria. Dort werden Schattenjäger ausgebildet.

Meine Meinung:
Die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Mit Maja haben wir einmal eine etwas andere Heldin. Nicht die selbstbewusste und gutaussehende übliche Heldin, nein, ein Mädchen das an sich selbst zweifelt und gerne aus ihrer Haut heraus möchte. Und doch ahnt man auch eine gewissen Stärke in Maja, und genau diese gilt es hervorzuholen.

Gemeinsam mit fünf weiteren Jugendlichen fährt Maja nach Magoria. Die Beschreibung des Anwesens war richtig gelungen. Es wirkt ziemlich majestätisch. Für Maja fängt eine Zeit an, die völlig anders ist als sie es bisher gewohnt war. Die sechs Schattenjägeranwärter müssen viele Prüfungen und harte Trainingseinheiten bestehen. Denn die Nacht bis zur Schattenjagd rückt unaufhaltsam näher. Und erst ziemlich zum Schluss erfahren wir mehr über die rätselhaften Schatten und was es mit ihnen auf sich hat.

Eine wirklich gut durchdachte Geschichte mit vielen verschiedenen Charakteren. Das Ende war für mich gut gewählt und lässt Raum für eine Fortsetzung. Aber auch ohne diese, ist das Buch in sich abgeschlossen und lässt keine Fragen offen.

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"Magoria: Das Haus der Schatten" muss man lesen!

Nachdem die siebzehnjährige Maja auf einer Schulparty beobachten muss, wie ihr heimlicher Schwarm eine andere küsst, flüchtet sie auf ihrem Fahrrad nach Hause. Kurz vor ihrem Ziel taucht wie aus dem Nichts eine Schattengestalt vor ihr auf, eine Frau mit völlig verzerrten Gesichtzügen die ihren Namen ruft. Panik und Angst macht sich in Maja breit und als sie schon kurze Zeit später in der Schule sieht, wie sich eine Schattengestalt an einen Mitschüler heranmacht, zweifelt sie an ihrem Verstand. Ihr panischer Gesichtsausdruck bleibt allerdings nicht unbeobachtet und eine Lehrerin erzählt ihr, dass auch sie die Schatten sieht und Maja nicht verrückt ist. Frau Graumel, die Lehrerin, bietet ihr an, in den Sommerferien mit nach Magoria zu kommen. Dort werden Schattenjäger ausgebildet und gemeinsam mit fünf anderen Jugendlichen macht sie sich auf den Weg, um ihre Schattenfrau vernichten zu können...

Maja ist zu Beginn der Geschichte ein schüchternes, übergewichtiges Mädchen mit wenig Selbstbewusstsein. Nur ihre einzige und beste Freundin Rhonda nimmt sie so, wie sie ist.
Doch in Magoria begegnet man den Neuankömmlingen freundlich und nimmt sie in ihre Reihen auf. Durch hartes Training und ihren Willen, erntet Maja Anerkennung und wird die Beste in ihrer Gruppe. Und sie verliebt sich.
Die Schattenfrau, von der sie verfolgt wird, verschweigt sie, denn das würde ihr als Schwäche ausgelegt und Schwäche wird in Magoria nicht geduldet. Maja will in der Nacht, in der das Portal in die Schattenwelt öffnet, so gut und stark sein, dass sie die Schattenfrau töten kann.

Maja, die Protagonistin, ist eine unglaublich gut gezeichnete Figur. Zu Beginn schüchtern und voller Selbstzweifel, erlebt man als Leser ihre Entwicklung zum selbstbewussten, ja fast schon überheblichen, erfolgreichen Mädchen, das auf andere herabblickt um letztlich, durch Erfahrungen und bestimmte Ereignisse, zu sich selbst zu finden. Durch die Ich-Form der Geschichte, bekommt man tiefe Einblicke in Majas Gedanken- und Gefühlswelt. Ihr Denken und Verhalten lösten bei mir die unterschiedlichsten Gefühle aus und auch wenn ich Maja nicht zu jedem Zeitpunkt mochte, so waren ihre Beweggründe doch durchweg menschlich und authentisch, denn wir sind nicht immer perfekt. Diese Darstellung von Majas Charakter fand ich sehr interessant und dadurch ist es der Autorin perfekt gelungen, Tiefe zu erzeugen. Das betrifft auch andere Figuren des Romans. Da ist zum Beispiel Carolin, die einem großen Erwartungsdruck unterliegt, weil ihre Eltern bereits erfolgreiche Schattenjäger sind oder Kevin, der zumeist verschlossen und unfreundlich wirkt aber eine große Last und Bürde mit sich trägt. Oder auch Rick, der einzige seiner Familie, der keine Schatten sehen kann, für die Zucht der sensiblen Neumondpferde verantwortlich ist und als eingeweihter Außenstehender einen neutralen Blick auf Magoria hat.
Schon durch das erste Auftauchen der Schattenfrau, gelingt es Charlotte Richter-Peill Spannung aufzubauen und man möchte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. Richtig gruselig fand ich die Schilderung einer Filmvorführung während der Ausbildung der neuen Schattenjäger. Teil der Ausbildung ist auch das Überwinden seiner Angst in einem Labyrinth, in fast vollständiger Dunkelheit und in einem alten, unbekannten Gemäuer. Das ist so spannend beschrieben, dass man sich nie in eine ähnliche Situation wünscht. Auch die Ereignisse in der Schattenwelt selbst sind hochspannend und all diese Begebenheiten erinnern an einen Psycho-Thriller, der uns unsere menschlichen Schwächen aber schlussendlich auch unsere Stärken aufzeigt.
Auf eine kleine Liebesgeschichte darf man sich auch freuen und der Roman hält eine wertvolle Botschaft, vor allem für die jugendlichen Leser, bereit.
Der Schreibstil der Autorin erzeugt unheimlich viel Atmosphäre, ist leicht und flüssig zu lesen aber auch durchaus für erwachsene Leser geeignet.

Am Ende des Buches wartet zwar kein böser Cliffhanger und alle wichtigen Fragen wurden schlüssig beantwortet, dennoch ist da viel Potential für eine Fortsetzung. Diese Geschichte ist von der Autorin als Trilogie angedacht und ich hoffe sehr, dass es auf Magoria für uns Leser weitergeht!

„Magoria: Das Haus der Schatten“ hat mich mit seiner spannenden Story, den hervorragend ausgearbeiteten Charakteren und dieser unheimlichen, teilweise gruseligen Atmosphäre in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.
Ein absolutes Buch-Highlight mit der Botschaft des sich selbst Annehmens, mit allen Stärken und Schwächen, denn das macht die Persönlichkeit eines Menschen aus. Dieses Buch muss man einfach lesen!

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Begegnung mit einer nicht alltäglichen Heldin

Der Einband erscheint in einem schönem Mattschwarz, unterbrochen von einem hervorstechendem Rotorange und dem gelbrötlichen Schriftzug Magoria.
Auch das Innere des Buches ist schön gestaltet. Die schnörkelige Schrift und die Schatten zu Beginn eines jeden Kapitels sind sehr ansehnlich und gefallen mir gut.
Das Buch ist in der Ich-Form erzählt. Eine nicht allzu gebräuchliche Variante, die ich immer wieder sehr interessant finde und die es dem Leser noch schneller ermöglicht, sich in die Geschichte mit eingebunden zu fühlen.

Maja ist ein Mädchen wie viele in ihrem Alter: zu pummelig, zu groß, zu schüchtern und intelligent. Sie hat nur eine wirklich gute Freundin. Maja macht sich viel zu viele Gedanken über die Gedanken anderer und übersieht dabei ihr eigentliches Potential.

Im Laufe der Geschichte zeigt sich, dass das Mädchen eine nicht alltägliche Heldin ist, die weit über sich hinaus wachsen kann.
Seltsame Gestalten begegnen ihr. Einzig ihre Lehrerin Ada erfährt dies im näheren Umfeld und berichtet der verängstigten Maja von Magoria. Einem Ort in den Bergen an dem sonderbare Dinge geschehen. Dorthin reist die junge Frau mit einer Gruppe Teenager und soll dort in kürzester Zeit zum Schattenjäger ausgebildet werden.
Der Leser begleitet die Gruppe während dieser Zeit und erfährt Stück für Stück mehr über die sonderbaren Wesen, die auf Magoria Schatten genannt werden.
Höhepunkt des Aufenthaltes bildet eine ganz besondere Nacht die das Leben vieler Jäger verändert.

Der Autorin ist es gelungen, die Protagonisten sehr lebendig und bildlich erscheinen zu lassen. Das Setting ist fantasievoll und enorm detailreich beschrieben. Die teilweise düstere Atmosphäre nimmt den Leser sofort gefangen und lässt ihn nicht wieder los. Von Anfang an ist der Spannungsbogen straff gespannt und bleibt dies bis zum unerwarteten Ende.
Magoria ist ein in sich abgeschlossener Roman für Jugendliche, der aber viel Potential für die beiden geplante Fortsetzungen bietet. Absolut lesenswert!

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