Nicole C. Vosseler: Mariposa - Bis der Sommer kommt

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Nicole C. Vosseler: Mariposa - Bis der Sommer kommt
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783570155363

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings wirklich einen Tornado am anderen Ende der Welt entfesseln?

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Handlungsort

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Ein Flügelschlag in eine andere Welt

Jake ist auf die schiefe Bahn geraten und muss seinen Community Service in Mariposa antreten, einem gottverlassenen Ort am Rande des Yosemite-Parks in Kalifornien. Dort trifft er auf Nessa, ein sonderbares Mädchen mit roten Haaren, weißer Haut und dunklen Augen. Sie lebt mit ihrer Familie zurückgezogen im Wald, und obwohl sich Jake über sie lustig macht, bekommt er sie nicht mehr aus dem Kopf. Ganz offensichtlich erwidert sie seine Gefühle, doch ihre Familie und die ganze Kommune, der sie angehört, sind strikt dagegen, dass die beiden sich treffen. Denn Nessa ist tatsächlich nicht ganz von dieser Welt …

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Wunderschönes Jugendbuch voller ans Herz gehenden Szenen und glaubwürdigen Figuren

Jake hat einiges angestellt und muss nun eine Art Sozialdienst ableisten. Er hat Glück – auch wenn er das anfangs nicht so sieht – und darf diesen Community Service in Mariposa, einer kleinen Stadt am Rande des Yosemite Nationalparks, erfüllen. Zuerst ist Jake tödlich gelangweilt von dem kleinen, überschaubaren Nest Mariposa und er schaut eher herablassend auf die Einwohner, denen es hier gut gefällt und die anscheinend die Verlockungen einer Großstadt überhaupt nicht vermissen. Jake ist ein wütender junger Mann und lehnt sich gegen seine Arbeit und seinen Betreuer Josh mehr als einmal auf, doch nach und nach erkennt er, dass seine Zeit in Mariposa auch ihr Gutes hat.

Dazu trägt vor allem Nessa bei, dieses sonderbare Mädchen, das Jake zufällig kennenlernt und das ihn vom ersten Moment an irgendwie fasziniert. Nessa lebt mit ihrer Familie in einer zurückgezogenen Kommune. Sie vermeiden eigentlich jeden Kontakt zu den Einwohnern von Mariposa, bleiben untereinander und Nessa hatte bisher nur Hayden als Freund, den Jungen mit dem sie aufgewachsen ist und mit dem sie eine tiefe Freundschaft verbindet. Dennoch kann Nessa es nicht lassen, sich immer wieder mit Jake zu treffen und sich von ihm Dinge zeigen zu lassen, die für Jugendliche eigentlich völlig normal sind: Kaffee, Musik, Schokolade – wie kann es sein, dass sie all das nicht kennt?

Nessa hat ein großes Geheimnis, welches ihre aufkommende Beziehung zu Jake in Frage stellt oder sogar unmöglich macht. Werden die beiden trotzdem einen Weg finden?

Das wunderschöne, verträumte Cover passt bestens zum Inhalt. Die Autorin hat eine Liebesgeschichte mit leicht phantastischem Einschlag geschrieben, die den Leser auf eine ganz besonders zauberhaft Reise mitnimmt. Die eindrucksvolle Umgebung des Nationalparks bietet eine passende Kulisse. Auf der Homepage der Autorin findet man einiges an Bildmaterial.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Jake und Nessa erzählt. Ich mag so einen Perspektivwechsel sehr gerne, so lernt man beide Protagonisten gut kennen und erfährt ihre jeweilige Sicht auf die Dinge. Sehr gut gefallen haben mir aber auch die liebevoll ausgearbeiteten Nebenfiguren, die man beim Lesen unwillkürlich ins Herz schließt. Eine ganz besondere Stärke der Autorin, wie mir immer wieder bei ihren Büchern auffällt.

Nach und nach kommt man als Leser gemeinsam mit Jake hinter Nessas Geheimnis. Wer gar keinen Fantasy-Einschlag in Jugendbüchern mag, der sei gewarnt, nicht alles in der Geschichte ist ganz real und logisch erklärbar. Der phantastische Anteil ist aber meiner Meinung nach eher gering, spielt zwar natürlich eine wichtige Rolle in der Geschichte, aber das Hauptaugenmerk der Handlung liegt auf den beiden Protagonisten und ihrer Entwicklung, sowohl in ihrer gemeinsamen Beziehung als auch jeder der beiden für sich.

Insgesamt ein wunderschönes Jugendbuch, mit vielen ans Herz gehenden Szenen und glaubwürdigen Figuren!

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Ein Buch zum Träumen

Fazit:

Die Geschichte zwischen Nessa und Jake ist wunderschön, so wie ein Schmetterling und auch so leicht. Ich habe den Kopf in diese Buch gesteckt und gehofft, das ich nie wieder aufwache.

Bewertung:

Jake und Nessa. Nessa und Jake.
Was soll ich sagen. Ich liebe sie.

Nessa ist ein wunderbares Geschöpf. Sie ist so unverbraucht und neu in der Welt. Sie und ihre Kommune wurden vor den Rest der Welt ferngehalten. Sie ist nicht ganz von dieser Welt. Immer mehr gerate ich in Ihren Strudel. Erfahre Geheimnisse über sie und die Kommune und denke mir meinen Teil dazu. Nessa hat eine sehr gute Beobachtungsgabe und ist so gar nicht zickig. Sie ist wie ein kleines Kind in einer Welt, die sich nicht kennt und erfreut sich an vielen, z. B. Schokolade. Ja wer liebt sie nicht. Ich mochte Nessa einfach unglaublich gerne. Sie wäre sicherlich eine gute Freundin.

Jake ist eher verschlossen und wütend auf die Welt. In vielen Situationen reagiert er falsch aber von Josh und Nessa lernt er, dass es noch was anderes gibt, außer diese Wut. Das man alles neu erlenen kann. Er reagiert am Anfang immer nach seinem alt bekannten Muster und merkt schnell, das er so nicht weiterkommt. Er ist auch eher so der harte Typ oder tut wenigstens so. Durch Nessa wird er unendlich weicher.

Hayden hat mich das ganze Buch total irritiert. Ich fand ihn sympathisch, aber unergründlich. Er war für mich total geheimnisvoll. Josh habe ich gleich von Anfang an ins Herz geschlossen, man merkt gar nicht, dass er noch gar nicht so alt ist. Er wirkt so weise und hilft Jake auf seine Weise.
Und auch die anderen Bewohner waren alle sehr herzlich und haben Jake sehr gut aufgenommen.

Dieses Buch lädt zum Träumen ein. Ich finde es einfach wunderschön geschrieben. Es steckt so viel Gefühl der Autorin in diesem Buch, auch weil sie Mariposa besucht hat.

Das Buch wird jeweils aus der Sicht von Nessa oder Jake erzählt. Es ist so süß was beide so denken. Ich begleite beide so unglaublich gerne. Der Schreibstil ist auch sehr detailliert und verträumt. Ich liebe es wie die Autorin sich ausdrückt, es ist so märchenhaft.

Das Cover ist total liebevoll gestaltet und ich fand es vom ersten Augenblick als ich es in der Hand hielt, einfach total schön. Es lässt mich an Sommer denken. Das Mädchen auf dem Cover lässt mich an Nessa denken, die mich mit ihrer Freude ansteckt.

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Ein wunderschönes Wohlfühlbuch

„Mariposa“ war mein erstes Buch von Nicole C. Vosseler und wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein. Der Klappentext ist perfekt gewählt, denn er beschreibt gerade so viel, dass er neugierig macht, aber nicht zu viel von der Handlung vorneweg nimmt.

„Mariposa“ ist eins dieser seltenen Bücher, die den Leser die meiste Zeit lächeln lassen. Ein echtes Wohlfühlbuch. So grinste ich beim Lesen die meiste Zeit dümmlich vor mich hin und genoss jede einzelne Seite. Der Schreibstil von Nicole C. Vosseler konnte mich schnell begeistern. Er ist sehr bildhaft, teilweise poetisch und leicht wie eine Feder. Die Orte, in welchen die Geschichte spielte, hatte ich, dank des bildhaften Schreibstils und der tollen Beschreibungen, schnell vor Augen. Sobald ich das Buch aufschlug war ich mitten in einem kleinen Städtchen namens Mariposa. Die Geschichte liest sich wie ein wunderschöner Traum, von dem ich hoffte, dass er nie enden würde.

Die Charaktere sind authentisch und liebenswert. Ich hatte zunächst kleinere Schwierigkeiten mit Jake, da er zu Beginn eher und unfreundlich und grummlig ist. Doch schnell schloss ich auch ihn in mein Herz, denn ich erkannte, dass er hinter der harten Fassade einen sehr weichen Kern hat. Nessa hingegen mochte ich von Anfang an. Freundlich und geheimnisvoll nahm sie mich mit in ihre Welt. Die Nebencharaktere sind so gut gelungen, dass ich mir auch für sie ein Happy-End wünschte und nicht genug von ihnen bekommen konnte.

Die Geschichte um Jake und Nessa konnte mich schnell fesseln. Was ich an „Mariposa“ besonders gerne mochte, war die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Jake und Nessa, aber auch die Entwicklung, die beide Charaktere während der gesamten Geschichte durchmachten. Beides war sehr authentisch. Ein paar wenige fantastische Elemente gibt es, dennoch ist das Buch für mich kein Fantasy-Roman. Nicole C. Vosseler überraschte mich hier mit einer vollkommen neuen und ausgereiften Idee, die ich in dieser Form noch nie gelesen habe. Nach und nach kommt man hinter die Vergangenheit von Jake und hinter Nessa's Geheimnis.

Das Ende lies mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Mit einem lachenden, weil ich diese Geschichte wirklich liebte und das Ende rundum gelungen finde. Mit einem weinenden, weil ich nicht wollte, dass es schon vorbei ist.

Fazit: „Mariposa“ begeisterte mich vor allem, durch das wunderschöne Gefühl, dass ich beim Lesen hatte. Ein absolutes Wohlfühlbuch, dass Schmetterlinge im Bauch flattern lässt.


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Avoir des papillons dans le ventre (Schmetterlinge im Bauch)...

Ich liebe besondere Jugendbücher und von diesem hier vorliegenden Schatz hatte ich so viel Gutes gehört, dass ich es einfach lesen musste. Zudem habe ich bisher kein Buch von Nicole C. Vosseler gelesen, was mir nach dem Buch ein absolutes Rätsel ist.

In der Geschichte geht es um Jake, der zur Strafarbeit (Community Service) in die Pampa geschickt wird, um wieder auf die richtige Bahn des Lebens zu gelangen. In der gottverlassenen Gegend des Yosemite-Parks trifft er auf Nessa. Sie ist eigentlich nicht sein Typ mit ihren roten Haaren, ihrer drahtigen Erscheinung und den zahlreichen Sommersprossen im Gesicht, aber ihre Art zieht ihn magisch an. Doch die Beziehung darf nicht sein, nur wieso? Ist sie etwa nicht von dieser Welt?

Die Handlung wird uns aus zwei Perspektiven näher gebracht, denn mal begleiten wir Nessa als Ich- Erzählerin und mal Jake. Durch diese Erzählweise bekommen wir von beiden Charakteren die Gedanken und Gefühle mit, was unglaublich fesselt.

Der Ideenreichtum der Autorin ist faszinierend, den es geht mal nicht um Vampire, sondern etwas völlig Neues. Ich will euch nicht zu viel verraten, lasst euch einfach positiv überraschen so wie ich.

Besonders hervorheben möchte ich den unglaublich bildhaften Schreibstil der Autorin. Sie benutzt Worte, die einem wie Musik in den Ohren klingen, wie Honig auf der Zunge. Je mehr ich las, desto mehr nahm mich die Geschichte vollends gefangen. Die Schreibe der Autorin schafft einem Bilder im Kopf, die hängen bleiben.

Ich würde sogar fast behaupten, dass dieses Buch glücklich macht, denn mit einem guten Gefühl und jeder Menge Seufzern las ich dieses Buch.

Jake ist als Protagonist jemand mit Ecken und Kanten, den man erst auf den zweiten Blick und bei näherem Kennenlernen lieben lernt. Nessa hingegen zieht einen sofort in ihren Bann, möchte man doch zu gern ihr Geheimnis ergründen. Aber auch die Nebencharaktere wissen zu überzeugen.

Die Auflösung des Geheimnisses und das Ende sind schlüssig und nachvollziehbar. Das Ende hat mich emotional berührt. Für mich das perfekte Sommerbuch.

Fazit: Sehr lesenswerte Geschichte für jede Altersklasse. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Für mich im Lesejahr 2015 ein klares Highlight!

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In Mariposa eintauchen und alles andere vergessen

Mariposa. Bis der Sommer kommt von Nicole Vosseler
Zum Inhalt:
Jake Keane ist 17 Jahre alt und muss wegen einer Verfehlung für 6 Monate nach Mariposa und dort mit Josh Woodgate, einem Ranger, im Yosemite Nationalpark arbeiten. In Mariposa lernt Jake ein seltsames Mädchen kennen, Nessa. Sie ist zart und zurückhaltend und ganz anders als die Mädchen, die Jake sonst so mag.
Meine Meinung:
Nicole Vosseler hat einen ganz tollen Schreibstil und ich hoffe, das sie noch viele Bücher schreibt, die ich auf jeden Fall alle lesen werde. Sie schreibt oft so schöne Sätze und hat eine Gabe mit Wörtern umzugehen. Ich war traurig als das Buch zu Ende war.
Die beiden Hauptcharaktere in dieser Geschichte, Jake und Nessa, sind sehr gut gelungen. Jake ist ein cooler Jugendlicher, der nach außen so ein bisschen Badboy ausstrahlt, bei dem man aber sofort merkt, das das Herz auf dem rechten Fleck sitzt. Ich hätte mich an Nessas Stelle auch in ihn verliebt.
Nessa ist zart und zurückhaltend und nach und nach erfährt man als Leser mehr über Nessa und ihr Volk. Nessa strahlt so etwas reines aus und sie ist von vielem, was für uns normal ist, total überrascht und neugierig darauf, neues kennen zu lernen. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich zart und langsam und war soooo schön.
Aber auch die anderen Charktere waren super durchdacht und nachvollziehbar dargestellt. Die Geschichte war wirklich rundum perfekt. Nicole Vosseler versteht es meisterhaft eine in einer bildhaften Sprache zu schreiben. Mariposa ist eine super schöne Liebesgeschichte mit einer fantastischen Note, die nicht nur jugendlichen Lesern gefallen wird.

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Mariposa: span. Schmetterling / Stadt in Kalifornien (USA)

Jake Keane, 17 Jahre alt, wohnhaft in L.A. wird zu einer Jugendstrafe verurteilt. Er muss über einen Zeitraum von 6 Monaten an einem Modellprojekt teilnehmen. Das Projekt findet jedoch nicht in L. A. statt sondern im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien.

In der Kleinstadt Mariposa trifft Jake auf Nessa. Sie ist so ganz anders als die Mädchen die Jake bisher kennengelernt hat. Eigentlich ist sie optisch überhaupt nicht sein Typ mit ihren roten Haaren und ihrem merkwürdigen Kleidungsstil – aber er bekommt sie einfach nicht aus seinem Kopf. Und dann beginnen sie sich zu treffen: Jeden Sonntag um die gleiche Zeit am gleichen Ort.

Zwischen Jake und Nessa entwickelt sich ganz langsam eine Beziehung die nicht sein darf, die keine Zukunft haben kann, die gefährlich ist.


Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.
(Ludwig Feuerbach)

„Mariposa - Bis der Sommer kommt“ ist definitiv auf meine „Freundesliste“ gewandert.

Wer meine Rezension von „Zeit der wilden Orchideen“ kennt, der weiß, dass ich mich in diesem Buch anfangs mit dem Schreibstil von Nicole C. Vosseler sehr schwer getan habe. Er war mir zu blumig und zu voluminös, was sich aber im Laufe des Buches deutlich gelegt hat. Am Ende angekommen hatte ich dann doch einige schöne Lesestunden hinter mir, was mich dazu bewogen hat ein weiteres Buch der Autorin zu lesen. Manchmal sollte man genau das tun – jemandem noch eine Chance geben.

In „Mariposa“ wurde ich schon auf den ersten Seiten positiv überrascht, denn genau hier gehört dieser Schreibstil hin. Er passt perfekt um all das zu beschreiben, was der Leser sich in seiner Phantasie vorstellen kann.

Jake wurde zu 6 Monaten Community Service verurteilt und als er in Mariposa eintrifft, versteckt er sich hinter einer Fassade. Er lehnt sich gegen alles und jedes auf, lässt niemanden an sich heran, gibt den großen Macker und nichts und niemand interessiert ihn. Er möchte seine 6 Monate absitzen und dem gottverlassenen Nest den Rücken kehren. All das ändert sich als er Nessa trifft.

Nessa und ihre Familie leben zurückgezogen in einer Gemeinde die mit den Einheimischen von Mariposa nichts zu tun haben möchte. Auffallend ist, dass alle Menschen dieser Gemeinde rote Haare haben. Wie kann das sein?

Nessa scheint nichts von dem zu kennen was für Jake selbstverständlich ist. Kaffee? Schokolade? Burger mit Pommes? Fehlanzeige. Durch Jake lernt sie jeden Sonntag etwas neues kennen. Aber wieso kennt sie das nicht, sie ist ein junges Mädchen.

Dem Leser drängt sich der Gedanke auf bei Nessas Volk könne sich um eine Sekte handeln wie z. B. die Amish People.

Alle Charaktere in diesem Buch sind überaus liebevoll ausgearbeitet.
Neben Nessa und Jake spielen einige andere Personen eine wichtige Rolle wie z. B. Nessas Mutter, Jakes Bewährungshelfer Josh, Travis, Hayden und alle sind realistisch dargestellt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Nessa und Jake erzählt. Durch diese Perspektivwechsel ist der Leser minimal besser informiert aber als Nessa ihr Geheimnis lüftet, hat mich das genau so umgehauen wie Jake. Ich muss gestehen, das war so schön, dass ich ein paar Tränchen vergossen habe.

Wer es gerne absolut realistisch haben möchte, der ist mit diesem Buch nicht gut beraten. Aber wer sich darauf einlassen kann, dass man im Leben nicht immer alles (be)greifen kann, der ist hier definitiv richtig.

„Mariposa - Bis der Sommer kommt“ – eines meiner Lese-Highlights für 2015.

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