Wulf Dorn: Mein böses Herz

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Wulf Dorn: Mein böses Herz
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783570160954

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Da war jemand.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Ein abgründiges Verwirrspiel um dunkle Geheimnisse – und die Angst vor dem »Bösen« in der eigenen Seele

Was tust du, wenn du nicht mehr weißt, was Realität ist und was Fantasie? 

Seit dem Tod ihres Bruders wurde Doro von Halluzinationen verfolgt, aber eigentlich dachte sie, das in den Griff gekriegt zu haben. Doch als sie mit ihrer Mutter aufs Land zieht, scheint die neue Umgebung erneut etwas in ihr auszulösen. Stimmen verfolgen sie. Und eines Nachts sieht Doro in ihrem Garten einen Jungen: verstört, abgemagert, verzweifelt. Der Junge bittet sie um Hilfe – und ist dann verschwunden. Wenig später erfährt Doro, dass er schon vor ihrer Begegnung Selbstmord begangen hat. Doro kann nicht glauben, dass sie sich den Jungen nur eingebildet hat. Doch die Suche nach der Wahrheit wird schnell zum Albtraum. Und tief in Doros Seele lauert ein dunkles Geheimnis ...

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Mein böses Herz

Doro ist 15 Jahre alt, als sie auf ihren eineinhalbjährigen Bruder Kai aufpassen muss, weil die Eltern ausgehen wollen. Der Bruder ist ein nervender Schreihals und Doro ist wütend, weil sie lieber auf eine Party gehen wollte. Am nächsten Morgen liegt Kai tot in seinem Bettchen. Doro kann sich nicht an die Nacht erinnern. Was hat sie getan?

Kai verfolgt sie in Halluzinationen, die einen monatelangen Klinikaufenthalt in der Jugendpsychiatrie notwendig machen. Als sie wieder entlassen wird, zieht sie mit ihrer Mutter um. In Ulfingen wollen beide neu anfangen. Doch Doro hat nach wie vor Probleme, zwischen Realität und Halluzination zu unterscheiden. Als sie in der Nacht in der Gartenlaube einen verletzten Jungen entdeckt, der aber wieder verschwindet, während sie Hilfe holt, zweifelt natürlich jeder an ihrem Verstand. Doch dieses Mal ist Doro sich relativ sicher, dass der Junge wirklich da war. Im Dorf hat sich Doros Problem schnell herumgesprochen, und so wird sie von niemandem ernst genommen. Dann stellt sich auch noch heraus, dass der Junge vor kurzem ums Leben gekommen ist. Sieht Doro Gespenster?

Doro erzählt uns ihre Geschichte in der Ich-Form. So ist der Leser hautnah an ihren Gedanken, Gefühlen und vor allem Zweifeln dran. Gekonnt schickt der Autor Doro und den Leser auf eine Gratwanderung zwischen Einbildung und Wirklichkeit. In den wenigsten Situationen lässt sich sicher sagen, ob etwas wirklich geschieht oder ob Doro halluziniert. Das erzeugt einen gewissen Gruseleffekt und Thrill. So kann auch gut auf blutrünstige Szenen verzichtet werden, ohne dass die Spannung darunter leidet.

Doro wird als sehr sympathisch dargestellt und der Leser fiebert gerne mit ihr mit, wenn sich nach und nach Erinnerungsfetzen bei ihr einstellen. Dieser Charakter ist sehr gut und detailliert ausgearbeitet und logisch aufgebaut. Ich hatte an keinem Punkt Probleme, Doros Handlungen oder Gedanken nachzuvollziehen. Andere Figuren bleiben leider etwas blasser, obwohl sie auch eine wichtige Rolle spielen. So war ich am Schluss dann doch etwas überrascht von der Auflösung des einen Handlungsstrangs, da mir zu der einen Person einfach die Informationen fehlten. Auch bin ich mit ihrem Ende nicht ganz glücklich. Für ein Jugendbuch hätte ich mir da eine andere Lösung gewünscht, aber das ist natürlich Ansichtssache.

„Mein böses Herz“ ist ein sehr spannendes Jugendbuch, das aber durchaus auch Erwachsene sehr gut unterhält. Ich habe das Buch geradezu verschlungen und wollte es zwischendurch gar nicht aus der Hand legen.

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(Aktualisiert: 22 März 2013)
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Jeder Mensch muss damit leben...

Doro muss im Alter von 15 Jahren einen herben Verlust hinnehmen. Sie findet ihren kleinen Bruder Kai eines Morgens tot in seinem Bettchen. Am Abend zuvor waren ihre Eltern aus. Doro hat auf den Bruder aufgepasst, aber an den Abend und die Nacht kann sie sich nicht erinnern. Am Tod des kleinen Kai zerbricht die Ehe der Eltern und Doro wird in ihrer Verzweiflung immer öfter von Halluzinationen heimgesucht und in einer Klink behandelt. Nach ihrer Entlassung zieht sie gemeinsam mit ihrer Mutter in einen kleinen Ort in ländlicher Umgebung. Was als Neuanfang gedacht ist, wird allerdings zu einem neuerlichen Albtraum für die Familie.

Doros Halluzinationen kehren zurück. Sie sieht ihren Bruder, hört ihn rufen. Sie glaubt ein sonderbares Mädchen zu sehen und entdeckt eines Nachts in der zum Haus gehörenden Gartenlaube einen Jungen, der vom Teufel redet und sich verfolgt fühlt. Die hinzu gerufenen Polizisten aber finden keine Spur eines Jungen. Was ist hier real und was nicht? Doro ist sich sicher, dass im kleinen Ort Ulfingen etwas nicht stimmt und dass sie den Jungen tatsächlich gesehen hat. Dieser Junge hatte Angst, er war auf der Flucht. Aber wer soll ihr glauben?

In “Mein böses Herz” begleitet der Leser die Protagonistin Doro auf eine Reise zurück zu ihren Erinnerungen, zurück in eine Nacht, die alles veränderte. Um das Ziel dieser Reise zu erreichen muss Doro vieles durchleiden und sich schließlich auch mit sich selbst und ihrem Handeln auseinandersetzen.

Aber nicht nur Doro spielt in diesem spannenden Jugendthriller eine große Rolle. Auch Doros neuer Therapeut Frank Nord und sein Sohn Julian sowie David, ein Junge, der neben Julian Gefühle für Doro entwickelt, stellen wichtige Charaktere in diesem Buch dar. Über der gesamten Handlung steht die Frage was ist Einbildung und was real? Und wenn ein Teil von Doros Erlebnissen real ist, wer steckt dann dahinter? Gibt es hier einen Täter und wer ist es? Die Auflösung wird manche Leser verwundern, andere nicht. Ich für meinen Teil kann sagen, dass der Autor mich hier vollkommen überrascht hat. Geschickt wurden hier Fährten gelegt, die den Leser in eine ganz bestimmte Richtung leiten und auch Emotionen auslösen, von denen man sich eventuell wieder lösen muss.

Jeder Mensch trägt ihn in sich, diesen Teil seines Menschseins, der nicht gut sondern böse ist. Nicht immer ist er auf Anhieb erkennbar, nicht immer wirklich greifbar böse. Aber er ist da, er schlummert in jedem von uns und vielleicht kommt er irgendwann ans Licht. Wie wir damit umgehen bestimmen wir selbst.

Dieses Buch ist ein gelungener Thriller für jugendliche Leser mit dem der Autor Wulf Dorn zeigt, dass er nicht nur Bücher für Erwachsene schreiben kann. Mit "Mein böses Herz" wird auch wieder einmal bewiesen, dass Erwachsene viel öfter einmal zu einem Jugendbuch greifen sollten.

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Auch im Jugendbuch ein empfehlenswerter Autor!

Zum Buch:
Mit „Mein böses Herz“ legt Wulf Dorn seinen ersten Thriller für Jugendliche vor.

Doro ist 17. Vor einiger Zeit ist ihr kleiner Bruder Kai ums Leben gekommen. Seitdem wird sie von Halluzinationen verfolgt, in denen ihr Kai auf schreckliche Weise erscheint. Nach dem Todesfall ist die Ehe ihrer Eltern zerbrochen und Doro musste mit ihrer Mutter umziehen. Inzwischen geht es ihr besser, ihre Therapie scheint anzuschlagen und sie hat die Hoffnung, an einem anderen Ort und einer anderen Schule neu anfangen zu können.
Doch schon nach kürzester Zeit wird sie wieder von Stimmen und Alpträumen verfolgt. Eines Nachts meint sie, im Gartenschuppen einen verletzten Jungen zu sehen. Doch niemand glaubt ihr, denn kein anderer hat ihn gesehen. Doro ist jedoch fest davon überzeugt, dass es diesmal keine Einbildung, sondern der Junge wirklich da war, und sie beginnt nachzuforschen, um ihre Überzeugung beweisen zu können.

Gleichzeitig muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen, um endlich herauszufinden, was in der Nacht, in der Kai starb, geschehen ist.

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn die „Erwachsenen-Thriller“ von Wulf Dorn habe ich alle verschlungen.

Die Darstellung von Doro fand ich sehr gelungen, man leidet und fiebert wirklich mit ihr mit, man nimmt ihr ihre Gefühle und Gedanken ab.
Als Leser weiß man selber nicht, was man glauben soll, sehr geschickt spielt der Autor hier mit Trugbildern und falschen Fährten.
Sehr positiv fand ich, dass auf blutige Gewalttaten größtenteils verzichtet wird. Die Geschichte lebt von unterschwelliger Spannung und dezentem Grusel.
Einzig der Showdown hat mir persönlich nicht ganz so gut gefallen, hier hätte ich mir ein bisschen ein anderes Ende gewünscht.
Trotzdem fand ich das Buch sehr gelungen und Wulf Dorn hat für mich bewiesen, dass er auch für Jugendliche schreiben kann. Gerade für diese bietet das Buch meiner Meinung nach einige wichtige Botschaften und viel Raum zum Nachdenken und Diskutieren. Aber auch Erwachsene werden sich hier sicherlich nicht langweilen!

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Nicht nur für Jugendliche!

"Mein böses Herz" ist ein Jugendbuch, ja, und es ist sogar ein Pageturner, aber - und das ist ein fettes ABER - : dieses Buch hinterlässt Spuren! Denn es macht nachdenklich - über das eigene Leben und die Verantwortung, die man trägt, jeden Tag, immer. Und es beschäftigt sich auch mit der Ernsthaftigkeit, mit der man anderen begegnen sollte...
Doro ist gerade mal 17 Jahre und hat schon einiges durchgemacht. Nach dem plötzlichen Tod ihres kleinen Bruders erlitt sie einen Schock, der sie auf die Jugendstation einer Psychiatrie gebracht hat. Nun, nach ihrer Entlassung, zieht sie mit ihrer Mutter, die mittlerweile von Doros Vater für eine andere Frau verlassen wurde, in eine Kleinstadt. Doch Doro hat immer noch Wahnvorstellungen - sie sieht ihren kleinen Bruder Kai und hört Stimmen, obwohl sie sich selbst an die Nacht vor Kais Tod nicht erinnern kann. Schon in ihrer letzten Schule wurde sie nach ihrer Wiederkehr wie ein Freak behandelt und nun ist ihre Mutter in Sorge, dass es wieder so geschehen könnte... Doch Doro weiß, dass sie kein Freak ist, auch wenn ihr in ihrem neuen Zuhause bald schon keiner mehr so richtig glauben will - nicht einmal ihre Mum.

Mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, da es einerseits wirklich super spannend ist und zum Miträtseln einlädt, andererseits aber deutlich gehaltvoller ist, als man auf den ersten Blick vielleicht meint. Wulf Dorn erzählt eine Geschichte um einen Teenager, deren Welt im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht aus den Fugen gerät. Die Gefühle des Mädchens, die der Autor beschreibt, die Geräusche in ihrem Kopf, aber auch die Erlebnisse in den ersten Tagen, sind so atmosphärisch geschildert und teilweise auch düster, dass ich so manches Mal schlucken musste. Ich habe mich wirklich 'im Buch' befunden, war mit Doro auf der Suche nach ihrem Ich, aber auch nach dem Jungen aus dem Gartenhäuschen, und habe nicht nur einmal dem Mädel auf die Schulter klopfen möchten um dabei laut zu rufen, dass sie weitermachen, weitersuchen soll. Kurzum, ich habe Doro vom ersten Moment gemocht und sie auch gerne in ihren dunklen Momenten begleitet, auch wenn es manchmal richtig gruselig wurde...
Naja, und zu guter letzt gibt es ein Ende, das mich zwar nicht im wahrsten Sinne des Wortes glücklich gemacht hat, aber sehr zufrieden, weil es rund und stimmig ist.

Fazit: Ein richtig tolles Buch, das zum Nachdenken anregt und eine ordentliche Portion Spannung bereithält, so dass ich behaupten mag, dass auch die größten Ratefüchse so manches Mal ins Grübeln kommen... Ein Jugendthriller nicht nur für Jugendliche!

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Nicht nur für Jugendliche!

Reicht es, wenn ich sage, dass ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte? Dass ich von der ersten Zeile an so richtig in der Geschichte drinsteckte? Nein? Ok…

In diesem Thriller geht es um die 16-jährige Doro, die seit dem Tod ihres Bruders von anderen, aber auch von sich selbst zum Freak gestempelt wird. Ein neuer Wohnort ist gleichzeitig ein neuer Anfang, so hofft jedenfalls Doros Mutter, und auch Doro ist froh, endlich ganz unbelastet neue Leute kennenzulernen.
Doch schon in der ersten Nacht kommt alles ganz anders. Doro findet im Gartenschuppen einen verstörten und verletzten Jungen, der sie verzweifelt um Hilfe bittet – und verschwindet.
Hat Doro den Jungen wirklich gesehen oder wird sie von den vergangenen Monaten eingeholt? Einmal Freak – immer Freak? Ist das wirklich so einfach?
Doro will die Wahrheit herausfinden, die Wahrheit über sich, und über den mysteriösen Jungen im Gartenschuppen.


Jugendbuch hin oder her, „Mein böses Herz“ ist ein wirklich spannender Thriller, der seine Leser in die Welt der Trugbilder entführt. Was ist wirklich wahr? Wem kann ich glauben? Fragen, die nicht nur Doro verunsichern.
Natürlich hat der erfahrene Thriller-Leser schnell seine Verdächtigen, aber – kann er seinen Erfahrungen trauen? Oder kommt alles doch ganz anders?

Nur hartgesottene LeserInnen werden den absoluten Nervenkitzel vermissen, für alle anderen reicht die hier gebotene Spannung ganz bestimmt!

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Nicht nur für Jugendliche

Reicht es, wenn ich sage, dass ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte? Dass ich von der ersten Zeile an so richtig in der Geschichte drinsteckte? Nein? Ok…

In diesem Thriller geht es um die 16-jährige Doro, die seit dem Tod ihres Bruders von anderen, aber auch von sich selbst zum Freak gestempelt wird. Ein neuer Wohnort ist gleichzeitig ein neuer Anfang, so hofft jedenfalls Doros Mutter, und auch Doro ist froh, endlich ganz unbelastet neue Leute kennenzulernen.
Doch schon in der ersten Nacht kommt alles ganz anders. Doro findet im Gartenschuppen einen verstörten und verletzten Jungen, der sie verzweifelt um Hilfe bittet – und verschwindet.
Hat Doro den Jungen wirklich gesehen oder wird sie von den vergangenen Monaten eingeholt? Einmal Freak – immer Freak? Ist das wirklich so einfach?
Doro will die Wahrheit herausfinden, die Wahrheit über sich, und über den mysteriösen Jungen im Gartenschuppen.


Jugendbuch hin oder her, „Mein böses Herz“ ist ein wirklich spannender Thriller, der seine Leser in die Welt der Trugbilder entführt. Was ist wirklich wahr? Wem kann ich glauben? Fragen, die nicht nur Doro verunsichern.
Natürlich hat der erfahrene Thriller-Leser schnell seine Verdächtigen, aber – kann er seinen Erfahrungen trauen? Oder kommt alles doch ganz anders?

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Auch für Erwachsene empfehlenswert

Das Buch handelt von einer Jugendlichen, die nach dem überraschenden Tod ihres kleinen Bruders unter psychischen Problemen leidet. Als wenn es nicht schlimm genug wäre, dass sie sich nicht erinnern kann, was in der Nacht passiert ist, als ihr Bruder starb, hört sie jetzt auch noch Stimmen und sieht Dinge, von denen sie nicht weiß, ob sie real sind oder nicht. Als sie dann noch einen Jungen sieht, der eigentlich schon tot ist (So viel spoilern muss erlaubt sein, denn der tote Junge wird im Klappentext erwähnt.), spitzt sich die Situation dramatisch zu.
Das spannende und zum Teil auch gruselige an dem Buch ist, dass man als Leser nicht weiß, worum es eigentlich geht. Ist es eine Geschichte über eine psychische Störung? Geht es vielleicht um etwas Übernatürliches wie Geister oder Dämonen?
Das Buch liest sich sehr gut. Es ist komplett aus der Sicht der Jugendlichen Protagonistin geschrieben und sehr glaubhaft.
Allerdings fand ich das Ende relativ enttäuschend, da die Auflösung ziemlich genau 1:1 das war, was ich nach etwa einem Drittel des Buches erwartet hatte. Allerdings weiß ich auch, dass es vielen anderen Lesern nicht so ging.
Ein absolut fesselndes und lesenswertes Buch.

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Wo steckt das Böse?

In diesem Jugendbuch macht sich der Leser aus der Sicht der 16 jährigen Doro auf die Suche nach ihren Erinnerungen, die sie schwer belasten und erlebt mit, wie sie damit fertig wird.

Mit dem Tod ihres Bruders ist für Doro das Leben aus den Fugen geraten. Sie musste ihren kleinen Babybruder babysitten, während ihre Eltern ausgegangen sind. Am Morgen ist ihr Bruder tot und Doro kann sich überhaupt nicht mehr an die Nacht erinnern. Sie wird von Schuldgefühlen geplagt und leidet unter Halluzinationen, was dazu führt, dass Doro in einer Jugendpsychiatrischen Klinik behandelt werden muss. Da in der Folge des tragischen Todesfalls auch die Ehe ihrer Eltern in die Brüche geht, wagt die Mutter mit Doro einen Neustart. Sie ziehen in ein kleines Haus im ländlichen Ulfingen. Das bildet die Ausgangslage dieses Buches.

Wir erleben wir, wie Doro Stück für Stück ihre Erinnerung an die schreckliche Nacht wieder findet und verarbeitet. Da sie noch immer unter Halluzinationen leidet, traut sich oft ihrer Wahrnehmung nicht, beziehungsweise sie hat Probleme damit, von ihrer Umgebung ernst genommen zu werden. Das Vorurteil, ein Freak zu sein, verfolgt sie Tag für Tag. Als sie in einer Nacht in ihrer Gartenlaube einen Jungen trifft, von dem sie später erfährt, dass er zu diesem Zeitpunkt bereits hätte tot sein sollen, begibt sie sich auf die Suche nach dem Jungen, um sich und ihrer Umwelt zu beweisen, dass sie nicht verrückt ist.

Der Leser wird sehr lange im Unklaren gelassen, ob sich Doro nicht doch einiges „einbildet“, aber spätestens als ihr Freund und Begleiter niedergeschlagen wird, ist klar, dass mehr hinter der Geschichte steckt, als die Flausen eines Freaks.

Dieser Thriller ist sehr angenehm geschrieben und lässt sich von Jugendlichen sicher leicht lesen. Allerdings ist es inhaltlich nicht gerade leichte Kost. Es ist an keiner Stelle so richtig gruselig, dass man es weglegen muss. Aber die Bilder und Geräusche, die Doro in ihrem Kopf sieht und hört, sind nicht immer ganz leicht verdaulich. Durch den Ich-Erzählstil wird dieses Gefühl noch verstärkt. Das Buch zeigt in meinen Augen gut, wie man sich Halluzinationen vorstellen kann und bewegt sich geschickt an der Grenze, wo man unsicher ist, ob das Erlebte in der Realität geschieht oder ob diese Grenze überschritten ist und es sich um innere Bilder handelt oder gar tatsächlich um Magie oder Geister?

Eine sensible, leise Geschichte mit angenehmem Spannungsfaktor.

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