Nicole Boyle Rodtnes: Wie das Licht von einem erloschenen Stern

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Nicole Boyle Rodtnes: Wie das Licht von einem erloschenen Stern
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Hul i hovedet
ISBN-13
9783407821041

Informationen zum Buch

Seiten
243

Sonstiges

Originalsprache
dänisch
Übersetzer/in

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Handlungsort

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Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann. Die 17-Jährige kämpft wütend und frustriert mit ihrem Schicksal, das sie immer mehr zu einer sprachlosen Außenseiterin macht. Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben. Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.

Autoren-Bewertungen

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(Aktualisiert: 24 April 2017)
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So schnell kann es gehen ...

Inhalt:
Nach einem Unfall kann sich die 17-jährige Vega nicht mehr daran erinnern, was genau passiert ist. Sie hat eine Verletzung des Gehirns davongetragen mit der Folge, dass sie nicht mehr sprechen kann. Dies muss sie erst mühsam wieder lernen. Doch warum träumt sie, dass sie nicht einfach gestolpert ist, sondern dass jemand sie geschubst hat? Als sie ihrer Familie von ihrem fürchterlichen Verdacht erzählt, wird sie nicht für voll genommen.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch habe ich den „Fehler“ gemacht, den Klappentext zu lesen und dadurch etwas ganz anderes zu erwarten als ich dann bekam. Für mich hörte sich das eher nach einem Krimi an. Tatsächlich geht das Buch aber doch in eine andere Richtung. Zwar will Vega wirklich herausfinden, was passiert ist, doch das ist nicht die Hauptsache in diesem Jugendbuch.

Viel mehr werden Vegas Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen, mit anderen zu kommunzieren und dabei nicht den Mut zu verlieren, wenn ihr Mund nur Kauderwelsch oder „Wörterschlamm“, wie sie es nennt, produziert, thematisiert. Ihre Einsamkeit, ihr Ausgeschlossensein aus ihrem Freundeskreis spielen ebenso eine große Rolle wie das Gefühl, ihrer Familie zur Last zu fallen.

Erst als Vega bei einem Workshop zum Thema Aphasie den ebenfalls betroffenen Theo kennenlernt, geht es für sie aufwärts. Es entspinnt sich eine zarte und ganz wunderbare Liebesgeschichte zwischen den beiden. Theo kennt Vegas Probleme aus eigener Erfahrung und kann sich dadurch gut auf sie einlasen und ihr Mut machen.

Der Schreibstil ist recht einfach, was zwar gut zu Vegas problematischem Umgang mit Sprache passt – sie kann zunächst nur einzelne Wörter aussprechen, später dann sehr einfache Sätze – zum Lesen für mich aber etwas eintönig war.

Jedes Kapitel beginnt mit einem kursiv gedruckten Teil von 1-2 Seiten, in dem Vega sich an die Zeit nach dem Unfall erinnert und sich so langsam bis zur Gegenwart vorarbeitet. Die Rückblenden und die Erzählung in der Gegenwart greifen wie Zahnräder ineinander und ergeben schließlich zusammen die komplette Geschichte. Das ist sehr schön gemacht. Leider ist aber einiges leicht vorhersehbar. Hier hat es die Autorin mit den „versteckten“ Hinweisen einfach zu gut gemeint. ;.)

Trotzdem ist es ein schönes Jugendbuch, das sich mit einigen wichtigen Themen wie Leben mit Handicap, Freundschaft, erste Liebe und Verzeihen befasst.

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Etwas besonderes

Fazit:

Die Autorin hat in diesem Buch versucht mir die Aphasie näher zu bringen und das hat sie damit auch geschafft. Es muss sehr schwierig sein, seine Gedanken und Gefühle nicht mehr mitteilen zu können. Die Wut und Verzweiflung hat sie von beiden Seiten gut widergespiegelt und ich konnte mich sehr gut da hineinversetzen.

Bewertung:

Vega hat Aphasie. Sie kann nicht mehr die "richtigen" Worte bilden. Sie kann daher nicht sprechen und auch nicht schreiben. Sie versucht wieder zu sprechen, was unheimlich schwer fällt. Und wenn einfach spricht, kommen Wörter aus ihrem Mund, die nicht passen. Sie nimmt Unterricht um alles wieder zu lernen und auch versinkt sie zeitweise in einem Loch.

Die einzelnen Kapitel sind untergliedert in direkt nachdem Unfall und jetzt. So erfahre ich aus Vegas Sicht, wie sie das alles nachdem Unfall miterlebt hat und auch, wie sich die Gefühle auf den anderen Gesichtern widergespiegelt hat. Auch wie sich die Personen um sie herum im späteren Stadien verhalten. Sehr gut bekomme ich auch die Probleme mit, die andere Personen mit Vega haben.

In die einzelnen Personen konnte ich mich super einfühlen. Allen voran Vega, aber auch ihre Schwester, Eltern und Freunde werden so gut dargestellt, dass ich sie sehr gut nachvollziehen kann und auch ihren Schmerz fühle. Es kommt immer wieder zu Missverständnissen, Rückfälle in normale Verhaltensmuster die jetzt nicht mehr tragbar sind und auch überfürsorgliche Mütter.

Das Cover spricht für mich lautlos, genauso wie Vega nachher mit Theo kommuniziert. Und genau das, was sie nicht will, zieht sie endlich vorwärts. Da will ich aber nicht zu viel erzählen.

Und spannend war das Buch auch für mich, nicht spannend im herkömmlichen Sinne, sondern eher ungewöhnlich. Denn ich mochte gerne an Vegas Leben teilnehmen und von ihr erfahren.

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eine sehr berührende Geschichte

Buchrücken: Seit Vega bei einer Party gestürzt ist, kann sie weder sprechen, lesen noch schreiben. Diagnose: Aphasie. Doch war es wirklich ihr eigenes Verschulden? Oder wurde sie absichtlich geschubst? Als Vega diesen Verdacht gegenüber ihrer besten Freundin Ida und ihrer Schwester Alma andeutet, wenden sich beide vor den Kopf gestoßen von ihr ab. Vega ist frustriert und fühlt sich völlig unverstanden und entsetzlich einsam. Bis sie Theo trifft und sie gemeinsam die fehlenden Puzzlestücke in Vegas Erinnerung zusammensetzen...

Jedes Kapitel beginnt mit Rückblicken, erst auf den Unfall, dann auf die Zeit danach...
Durch eine andere Schriftart werden die verschiedenen Blickpunkte unterschieden...

Das Buch beginnt mit Vegas Erinnerungen an den Unfall. Ihr fällt es schwer, normal weiterzuleben - verständlich mit einer Aphasie. Wie soll man sich äußern, wenn man nicht lesen, nicht schreiben und nicht sprechen kann?
Also muss Vega von vorn beginnen und alles neu erlernen, Schritt für Schritt! Auf einem Workshop lernt sie Theo kennen. Auf den ersten Blick sind sie sich sympathisch und freunden sich an.
Während sich frühere Freunde abwenden ist Theo da und steht in allem hinter ihr. Zusammen versuchen sie herauszufinden, was es mit Vegas Vermutung auf sich hat... Theo ermuntert Vega wenn sie deprimiert ist, trocknet ihre Tränen, wenn sie weint... Schnell wird er zu einem wichtigen Bestandteil in ihrem Leben...

Eine sehr schöne, rührende Geschichte. Rund um Vegas Krankheit, aber auch um Familie, Freundschaft und Liebe. Ein ganz, ganz tolles Buch, einfühlsam, emotional und poetisch!

Mein Fazit des Buches: Nichts im Leben ist sicher! Nichts selbstverständlich! Auch Dinge, die immer da sind, können plötzlich verschwinden! Erst dann begreift man, welchen Stellenwert sie eigentlich haben ...

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