Nicole Gozdek: Die Magie der Namen

 
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Nicole Gozdek: Die Magie der Namen
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783492703871
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ich war an diesem Frühlingsmorgen in dem Wissen aufgewacht, dass es der bedeutendste Tag in meinem Leben sein würde.

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Handlungsort

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Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit ...

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Am Ende fehlte mir etwas

Wir befinden uns in einer Welt, in der junge Menschen keine Namen haben. Sie werden durchnummeriert und bis zu ihrem Schulabschluss nur als Zahlen angeredet, erst dann erhalten sie einen Namen und damit eine wirkliche Identität. Nummer 19 ist ein schmächtiger Junge, der es kaum erwarten kann, endlich seinen Namen zu erfahren. Denn bei der Namenszeremonie erfährt man nicht nur, wie man heißt und in welche Familie und Gilde man damit gehört, man verändert sich auch körperlich, wächst zum Beispiel oder wird kräftiger. Doch bei Nummer 19 geschieht nichts davon. Seine Gestalt ändert sich nicht und den Namen, den er erhält, hat noch nie jemand gehört. Das ist umso erstaunlicher, als die Namen eigentlich immer wieder vergeben werden – wie kann es da sein, dass niemand den Namen Tirasan Passario kennt?

Tirasan bleibt nichts anderes übrig, als sich für den Moment damit abzufinden. Nach der Zeremonie müssen alle neuen Namensträger zum Namensarchiv in die Hauptstadt reisen, um sich dort offiziell eintragen zu lassen. Also macht auch Tirasan sich auf den Weg. Zu seinem Glück muss er nicht alleine reisen, der junge Krieger Rustan schließt sich ihm an und bald kommen noch weitere Weggefährten hinzu. Die Reise wird abenteuerlich, aber das ist noch nicht gegen die Überraschungen, die die kleine Gruppe am Ziel erwarten!

Mit diesem Buch hat die Autorin 2015 den ersten #erzaehlesuns Wettbewerb des Piper Verlags gewonnen. Ein tolles Debut!

Die Welt und die ganze Idee mit den Namen gefiel mir sehr gut. Die Handlung beginnt erst recht gemächlich, schnell steigert sich dann aber das Tempo und die Spannung, so liest sich das Buch extrem schnell.
Es gab ein paar Dinge, die ich nicht ganz schlüssig oder zu wenig ausgearbeitet fand, aber am Ende löst sich doch alles ziemlich nachvollziehbar auf. Mein größter Kritikpunkt ist das Ende, die Lösung hier kam mir zu einfach vor und hat mich nicht so ganz begeistern können.

Insgesamt eine schöne Idee mit guter Umsetzung, bei der mir aber dennoch irgendwie ein bisschen etwas gefehlt hat!

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Ein im doppelten Sinne fantastisches Jugendbuch

"Die Magie der Namen" erzählt die Geschichte einer fantastischen Welt, in der Jugendliche mit 16 Jahren von einer Nummer zu einem Namen werden. In einer feierlichen Zeremonie wird ihnen ihr wahrer Name verkündet, der damit Einfluss auf ihre Persönlichkeit nimmt - durch die Namensmagie verwandeln sie sich in den Namensträger und werden damit z.B. zu einem berühmten Krieger, einer großen Magierin oder auch nur einem Schmied oder einer Dienerin. Doch Nummer 19 erhält einen Namen, von dem noch nie jemand gehört hat. Zusammen mit seinen Freunden macht er sich auf den Weg zum Namensarchiv, um dessen Bedeutung zu entschlüsseln.

Nicole Gozdek ist es bereits auf der ersten Seite gelungen, mich in ihren Bann und damit in diese interessante Welt zu ziehen. Am Schreibstil habe ich absolut nichts auszusetzt, im Gegenteil: Das Buch hat mich gefesselt und unterhalten. Man will immer mehr über die Welt und die Gesellschaft dort erfahren und fiebert mit den Charakteren mit.

Die Hauptfigur Nummer 19 ist ein ganz normaler Junge, der in der Klasse eher das Mobbingopfer ist und der insgeheim davon träumt, ein Held zu werden. Umso größer ist seine Enttäuschung als er den Namen Tirasan Passario erhält und sich weder innerlich noch äußerlich verändert. Tirs direkte und gleichzeitig schüchterne Art machen ihn sehr sympathisch und zu einer Identifikationsfigur. Als Leser verfolgt man, wie er langsam Vertrauen zu anderen Menschen und vor allem sich selbst fasst. Seine Mitstreiter wirken zunächst charakterlich weniger interessant, aber nach und nach erfahren Tir und der Leser, was wirklich in ihnen steckt und dass man Menschen nicht vorschnell in Schubladen stecken sollte.

Die Welt, die sich die Autorin ausgedacht hat, unterscheidet sich deutlich von der unseren: Kinder werden sehr früh von ihren Familien getrennt, die Namensmagie steht über allem und bestimmt das Leben massiv vorher. Die Geschichte ist gut aufgebaut und durchgängig interessant und spannend. Früh merkt man, dass nicht alles an dieser Gesellschaft so toll ist, wie es scheint. Actionreiche Kampfszenen, emotionale Gespräche und die Entwicklung von Freundschaften sorgen für die nötige Abwechslung.

Leider kam das Ende dann sehr plötzlich und auch wenn es in sich abgeschlossen ist, hätte man die Geschichte ausführlicher erzählen können. Auf einzelne Punkte aus der Handlung wurde leider nicht mehr eingegangen, obwohl da bestimmt noch viel mehr dahinter steckte. Am meisten hat mir persönlich eine überraschende Entwicklung gegen Ende gestört, die man nicht erahnen konnte und die auch irgendwie überhaupt nicht in die Geschichte passte. Doch ich will hier nicht zu viel verraten.

Das Buch selbst wirkt sehr hochwertig, es ist mit einem Lesebändchen und gutem Papier sowie einer Karte der Welt und einem Namensglossar ausgestattet. Dadurch fällt es leicht, bei den Orten und Figuren den Überblick zu behalten.

Ein wunderschönes und im doppelten Sinne fantastisches Jugendbuch über die Magie und die Macht der Freundschaft, das ich jedem Fantasyleser gerne empfehlen möchte. Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil und die Welt, die sich Nicole Gozdek hier ausgedacht hat.

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Magisch überraschend, jedoch mit abruptem, komplexem Ende

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„Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit ...“

Gestaltung
An der Gestaltung gefällt mir die Kombination aus schwarz und gelb/hellbraun am besten. Vor dem schwarzen Hintergrund wirken die gelblichen, verschlungenen Schriftzüge, die den weißen Titel umranken, sehr elegant. Es sieht so aus als würden sie durch Magie auf dem Cover erscheinen, was sehr passend zum Titel ist. Noch schöner hätte ich es jedoch gefunden wenn diese Schriftzüge golden geglänzt hätten statt nur gelb zu sein.

Meine Meinung
Als ich das Buch aufschlug war ich sofort davon begeistert, dass sich eine Karte im Buch befindet. Diese hilft bei der Orientierung und sie ließ mir die Welt in „Die Magie der Namen“ noch viel realistischer vor Augen erscheinen. Im hinteren Teil des Buches befindet sich auch ein Glossar, das manchen sicher eine Hilfe sein wird. Ich persönlich habe es mir angesehen, es jedoch nicht großartig benötigt, da ich fand, das in der Geschichte alles hinreichend erklärt wurde und ich mir diese Dinge dann auch gut merken konnte.

Zu Beginn lernte ich den Protagonisten Tirasan als Nummer 19 kennen. Er ging noch zur Schule und erhielt erst im Verlauf des Romanbeginns in einer Art Initiationsritus seinen Namen. Jugendliche gehen in der eher mittelalterlichen Welt von „Die Magie der Namen“ nur als Nummern zur Schule. Erst später wird jedem ein Name, der zuvor einer anderen Person gehörte, zugewiesen. Seinen neuen Namen muss man dann registrieren lassen, doch zuvor verändert er die Jugendlichen…

Alleine schon der Titel, „Die Magie der Namen“, hätte es mich eigentlich erahnen lassen müssen, dass es hier um Magie der besonderen Art geht, jedoch war ich dennoch überrascht, um was für eine Magie genau es sich handelt. Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten, denn ich denke, das sollte jeder Leser des Buches selber herausfinden, aber ich kann sagen, dass die Magie in diesem Buch wirklich ziemlich besonders und vor allem auch überraschend ist. Niemals hätte ich mit einer Zauberei dieser Art gerechnet oder gar mit solchen Ausmaßen! Wow!

Tirasan, kurz Tir genannt, bricht zur Reise nach Himmelstor auf, wo die Namen sozusagen registriert werden und wo sie ihr Erbe erhalten. Unseren lieben Tir mochte ich eigentlich recht gerne. Er ist sehr gerecht, aber auch mutig und zudem sehr sehr mächtig (auch wenn ihm dies gar nicht so bewusst ist und er es auch nur schwer kontrollieren kann). Begleitet wird Tir von seinen Freunden, denen er wirklich viel bedeutet. Berührend fand ich, dass Tir in der Schule keine Freunde hatte und sogar gemobbt wurde, auf seiner Reise jedoch wahre Freunde gefunden hat.

Die Handlung war zu Beginn wirklich spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es wurden immer wieder Fragen aufgeworfen: was hat es mit der Namensmagie auf sich? Ist Tir etwas Besonderes? Wer ist das Ziel der Anschläge, die Tir und seine Freunde immer wieder in Gefahren bringen? Jedoch hatte ich in der Mitte manchmal das Gefühl, dass die Handlung etwas zäh wurde, was aber auch gut an mir gelegen haben könnte, da ich so ungeduldig war, zu erfahren, was es mit all den Fragen auf sich hat.

Das Ende ging mir persönlich zu glatt und schnell. Wir haben eine Welt kennen gelernt, die ungerecht und uns Lesern unter anderem auch grausam erscheint (Babys/Kinder wachsen nicht bei ihren Eltern auf, sondern werden weggegeben). Am Romanende gibt es dann ein sehr abruptes Happy End, welches alles zuvor Erfahrene auf den Kopf stellt. Ich verrate nichts genaueres, aber für mich wurde alles zu einfach gelöst. Dennoch muss ich sagen, dass ich es mochte, das Ende nicht offen war, sondern die Geschichte abgeschlossen hat. Auch ist noch Raum für die eigene Fantasie offen. Ich mochte es, dass es glücklich ausging, auch wenn für mich vieles nicht verständlich war und ich das, was am Ende genau geschehen ist, trotz mehrmaligem Lesen der letzten Seiten, nicht ganz fassen konnte.

Fazit
Zunächst konnte ich „Die Magie der Namen“ nicht aus der Hand legen, ich wurde überrascht und in eine Welt geworfen, die einerseits faszinierend, andererseits aber auch sehr erschütternd ist. Dieses Buch bietet viel Stoff und Raum für Diskussionen, da es seine Spannung dadurch aufbaut, dass es dem Leser immer neue Fragen vorwirft. Insgesamt ist „Die Magie der Namen“ ein klasse Roman, auch wenn mir das Ende etwas zu schnell ging und es mich vor einige Herausforderungen gestellt hat.
Gute 3 von 5 Sternen!

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Heiteres, spannendes, mutiges Werk über die Magie der Namen

Hallo,

ich hab mich dann auch mal an die "kleine" Rezension gemacht. Vielen Dank für diese tolle erste Leserunde & den tollen support von Nicole. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht mit euch allen & hoffentlich trifft man sich bald wieder.

Klappentext
[i]Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit ... [/i]

[b]Meine Meinung[/b]
Mich hat diese Geschichte von Anfang an begeistert. Man konnte sich sofort in den Helden Nr. 19 alias Tirasan einfühlen und fühlte dann bis zum Schluss auch mit ihm mit. Viele spannende Wendungen sollte man nicht erwarten, aber die Geschichte ist einfach herrlich geschrieben und bringt viele Coming-of-Age-Momente mit sich, die man vielleicht in seiner Jugend auch erlebt hat. Selbstverständlich hat man auch ein paar Überraschungen eingebaut, die einen wirklich verblüffen! Das bringt Spaß beim Leben.

Zudem bietet es auch in einer Fantasy-Mittelalter-Welt viel Spielraum für spannende Diskussionen und Gedanken über die eigene Identität, das Erinnern und Älter werden. Ein leichter und doch spannender Lesestoff wartet hier auf den interessierten Fantasy-Leser. Das Ende kommt zwar abrupt, wird aber gut erzählt und beendet das Buch auch vollkommen, sodass wohl ein 2. Band nicht so bald in Diskussion geraten wird. Aber auch da würde ich auf jeden Fall wieder zugreifen, falls es eine Erweiterung oder Ähnliches gibt.

Von mir gibt es für dieses heitere, spannende, mutige Werk über die Magie der Namen 5 von 5 Sternen.

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Im Bann der Namensmagie…

Fantastische Geschichten lese ich eher selten, aber hier fühlte ich mich von der Inhaltsangabe sofort angesprochen, dass meine Neugierde einfach befriedigt werden wollte. Mit großem Interesse begann ich zu lesen, um dann völlig überrascht zu werden.

In der Geschichte selbst geht es um einen 16 jährigen Jungen, der Nummer 19 genannt wird. Er wartet auf den großen Tag der Namensgebung, denn dann wird sich alles für ihn zum Positiven ändern, so hofft er. Doch dann ist der Tag der Wahrheit da und nichts kommt so wie erwartet. Von seinem echten Namen hat noch nie jemand etwas gehört. Nummer 19 begibt sich auf Spurensuche und entdeckt Unglaubliches. Was hat das Schicksal für ihn vorgesehen?

Ich habe oft das Problem, dass mir bei Fantasy die Vorstellungskraft fehlt und ich mich nicht zu Recht finde. Das ist hier absolut nicht der Fall. Die Autorin gibt einem die nötigen Informationen an die Hand und beschreibt sehr ansprechend, so dass ich mich direkt orientieren konnte und keinerlei Verständnisprobleme hatte. Die erdachte Welt ist mal etwas ganz anderes als das was wir kennen, aber hoch spannend und detailreich erfunden.

Die gezeichneten Charaktere sind sehr unterschiedlich, so dass jeder Leser seinen speziellen Liebling finden wird. Mir hatte es außer Tirasan noch Rustan angetan, weil ich ganz einfach seinen Mut bewundert habe und dass ihm Freundschaft und Vertrauen über alles gehen. An Tirasan, unserer ehemaligen Nummer 19, hat mir vor allem gefallen, dass es sich um einen Außenseiter handelt, der sich nach und nach zu einem Liebling des Lesers und seiner Mitprotagonisten entwickelt. Es war schön zu sehen wie sehr die Namensmagie Tirasan verändert.

Zudem mochte ich unglaublich gern die ausgedachten Vor- und Nachnamen, sowie Bezeichnungen für bestimmte Berufsgruppen und ähnliches. Schon allein das strahlte etwas Magisches aus.

Die Handlung wird uns über Nummer 19 als Ich- Erzähler übermittelt, so dass wir dessen Gedanken- und Gefühlswelt sehr intensiv mitbekommen, was wirklich gelungen war, denn so konnte man sich in die Figur ganz besonders hineinversetzen.

Das Buch wartet noch mit einigen Boni auf. So gibt es zum Beispiel eine sehr hübsch gezeichnete Übersichtskarte der geschilderten Welt, die die Orientierung enorm erleichtert. Ein Personenregister findet man ebenfalls, sowie Erklärungen zu ausgedachten Begrifflichkeiten, so dass keine Frage offen bleibt.

Das Ende kam für mich total überraschend, war aber absolut schlüssig und nachvollziehbar.

Ich habe zu keinem Zeitpunkt gespürt, dass es sich um ein Debüt handelt, vielmehr war ich vom Ideenreichtum der Autorin angetan. Ich kann nur hoffen, dass sie die Schreibfeder nie wieder aus der Hand legt und uns noch mit jeder Menge Geschichten solcher Art beglückt.

Fazit: Eine fantastische Geschichte für jung und alt, die mich vollends fesseln konnte. Selten war ich so traurig wie hier, den Buchdeckel schließen zu müssen. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Definitiv ein Highlight im Lesejahr 2016.

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Lesezauber

Nicole Gozdek - Die Magie der Namen - IVI

Was bedeuten Zahlen in einer Welt, wo kein Kind einen Namen tragen darf, bis es erwachsen ist und sein Niemandsland verlässt.
Der Tag der Namensgebung wird mit Freude, Aufregung und auch mit Bangen erwartet.
Was werde ich sein? Ein Krieger, Gelehrter, Künstler, Arbeiter oder gar ein Magier? Werde ich Freunde haben, die sich um mich sorgen, wenn ich schon keine Eltern habe, die dies tun? Habe ich eine schöne Stimme, Muskeln wie ein Bär, oder bereits ein dickes "Polster", was für mehrere Leben reicht? Was, wenn ich flüchten muss, weil ich zuviel oder gar nichts habe? Und was, wenn ich einer dieser Verfolger, jener armen Seelen bin?
Fragen, die Nummer 19 schon lange durch den Kopf gehen, zitternd steht er vor seiner Namensgeberin, die mit Magie in seine Seele blickt und seinen Namen zögernd offenbart.
"Du bist Tirasan Passario!" Ungläubiges Gemurmel, denn nichts passiert, wie bei Rustan, der als Krieger 20 cm gewachsen ist und an Muskelmasse zugelegt hat. Die Namensmagie verändert jeden, warum nicht Tirasan?
Kleingeblieben wie er ist, macht er sich auf Wanderschaft ins Herzogtum "Himmelstor", um sich im Namensarchiv registrieren zu lassen. Erst dann ist der Name gültig und Tirasan darf sich Passario nennen lassen.
Da es sicherer ist, in einer Gruppe zu reisen, sind sie bald zu fünft. Es dauert nicht lange, bis Rustan sein Schwert ziehen muss und Tirasan seine Wurfmesser ausprobieren darf.
Strapazen, Ängste und lauernde Gefahren, sind ihre Wegbegleiter, das Abenteuer ihres Lebens schweisst sie zusammen.

Die Magie dieses Buches besteht darin, es ab der ersten Seite nicht mehr weglegen zu können. Spannend, abenteuerlich und kurzweilig.
Man ist fast traurig, dass der Roman schon zu Ende ist, der "Hype" ist gerechtfertigt.
Das Buch ist ein "Stand-Alone", aber man hofft auf eine Fortsetzung.
Ein Buch für´s Lieblingsregal. Viel Spaß!

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