Nicole Gozdek: Die Magie der Namen

 
3.3
 
4.3 (7)
663   1  

Benutzer-Bewertungen

2 Bewertungen mit 4 Sternen

7 Bewertungen

 
(4)
 
(2)
 
(1)
2 Sterne
 
(0)
1 Stern
 
(0)
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.2  (7)
Charaktere 
 
4.3  (7)
Sprache & Stil 
 
4.6  (7)
Zurück zum Beitrag
Ratings
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Kommentare
2 Ergebnisse - zeige 1 - 2
Reihenfolge
Magisch überraschend, jedoch mit abruptem, komplexem Ende
Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0
Klappentext
„Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit ...“

Gestaltung
An der Gestaltung gefällt mir die Kombination aus schwarz und gelb/hellbraun am besten. Vor dem schwarzen Hintergrund wirken die gelblichen, verschlungenen Schriftzüge, die den weißen Titel umranken, sehr elegant. Es sieht so aus als würden sie durch Magie auf dem Cover erscheinen, was sehr passend zum Titel ist. Noch schöner hätte ich es jedoch gefunden wenn diese Schriftzüge golden geglänzt hätten statt nur gelb zu sein.

Meine Meinung
Als ich das Buch aufschlug war ich sofort davon begeistert, dass sich eine Karte im Buch befindet. Diese hilft bei der Orientierung und sie ließ mir die Welt in „Die Magie der Namen“ noch viel realistischer vor Augen erscheinen. Im hinteren Teil des Buches befindet sich auch ein Glossar, das manchen sicher eine Hilfe sein wird. Ich persönlich habe es mir angesehen, es jedoch nicht großartig benötigt, da ich fand, das in der Geschichte alles hinreichend erklärt wurde und ich mir diese Dinge dann auch gut merken konnte.

Zu Beginn lernte ich den Protagonisten Tirasan als Nummer 19 kennen. Er ging noch zur Schule und erhielt erst im Verlauf des Romanbeginns in einer Art Initiationsritus seinen Namen. Jugendliche gehen in der eher mittelalterlichen Welt von „Die Magie der Namen“ nur als Nummern zur Schule. Erst später wird jedem ein Name, der zuvor einer anderen Person gehörte, zugewiesen. Seinen neuen Namen muss man dann registrieren lassen, doch zuvor verändert er die Jugendlichen…

Alleine schon der Titel, „Die Magie der Namen“, hätte es mich eigentlich erahnen lassen müssen, dass es hier um Magie der besonderen Art geht, jedoch war ich dennoch überrascht, um was für eine Magie genau es sich handelt. Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten, denn ich denke, das sollte jeder Leser des Buches selber herausfinden, aber ich kann sagen, dass die Magie in diesem Buch wirklich ziemlich besonders und vor allem auch überraschend ist. Niemals hätte ich mit einer Zauberei dieser Art gerechnet oder gar mit solchen Ausmaßen! Wow!

Tirasan, kurz Tir genannt, bricht zur Reise nach Himmelstor auf, wo die Namen sozusagen registriert werden und wo sie ihr Erbe erhalten. Unseren lieben Tir mochte ich eigentlich recht gerne. Er ist sehr gerecht, aber auch mutig und zudem sehr sehr mächtig (auch wenn ihm dies gar nicht so bewusst ist und er es auch nur schwer kontrollieren kann). Begleitet wird Tir von seinen Freunden, denen er wirklich viel bedeutet. Berührend fand ich, dass Tir in der Schule keine Freunde hatte und sogar gemobbt wurde, auf seiner Reise jedoch wahre Freunde gefunden hat.

Die Handlung war zu Beginn wirklich spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es wurden immer wieder Fragen aufgeworfen: was hat es mit der Namensmagie auf sich? Ist Tir etwas Besonderes? Wer ist das Ziel der Anschläge, die Tir und seine Freunde immer wieder in Gefahren bringen? Jedoch hatte ich in der Mitte manchmal das Gefühl, dass die Handlung etwas zäh wurde, was aber auch gut an mir gelegen haben könnte, da ich so ungeduldig war, zu erfahren, was es mit all den Fragen auf sich hat.

Das Ende ging mir persönlich zu glatt und schnell. Wir haben eine Welt kennen gelernt, die ungerecht und uns Lesern unter anderem auch grausam erscheint (Babys/Kinder wachsen nicht bei ihren Eltern auf, sondern werden weggegeben). Am Romanende gibt es dann ein sehr abruptes Happy End, welches alles zuvor Erfahrene auf den Kopf stellt. Ich verrate nichts genaueres, aber für mich wurde alles zu einfach gelöst. Dennoch muss ich sagen, dass ich es mochte, das Ende nicht offen war, sondern die Geschichte abgeschlossen hat. Auch ist noch Raum für die eigene Fantasie offen. Ich mochte es, dass es glücklich ausging, auch wenn für mich vieles nicht verständlich war und ich das, was am Ende genau geschehen ist, trotz mehrmaligem Lesen der letzten Seiten, nicht ganz fassen konnte.

Fazit
Zunächst konnte ich „Die Magie der Namen“ nicht aus der Hand legen, ich wurde überrascht und in eine Welt geworfen, die einerseits faszinierend, andererseits aber auch sehr erschütternd ist. Dieses Buch bietet viel Stoff und Raum für Diskussionen, da es seine Spannung dadurch aufbaut, dass es dem Leser immer neue Fragen vorwirft. Insgesamt ist „Die Magie der Namen“ ein klasse Roman, auch wenn mir das Ende etwas zu schnell ging und es mich vor einige Herausforderungen gestellt hat.
Gute 3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband
War dieser Kommentar hilfreich für Sie? 1 0
EIne tolle Grundidee, die für mich nur mittelmäßig umgesetzt wurde
Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0
Ich finde das Cover wirklich toll. Es passt wahnsinnig gut zum Inhalt. Das weiß man natürlich erst nach dem Lesen. Farblich finde ich es gut gewählt und kann hier wirklich nicht meckern. Man ist als Leser gespannt was einen erwartet.

Nummer 19 wartet - ebenso wie die vielen anderen Nummern - ungeduldig auf seine Namensgebung. Er hofft darauf, den Namen einer reichen oder berühmten Person zu bekommen. Einen Namen, der ihn aus seinem "Nichts" heraus holt. Dann erhält er den Namen und ist enttäuscht und unsicher, denn niemand kennt den Namen Tirasan Passario. So muss Tirasan sich auf den Weg machen zum Himmelstor um herauszufinden, was sein Name bedeutet, wer er wirklich ist.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Mit einfachen und flüssigen Worten beschreibt sie die Welt um Tirasan herum. Am Anfang haben mich die neuen Informationen etwas stolpern lassen, weil ich erst das System und den Hintergrund der Geschichte verstehen musste. Mit jeder Seite kam ich aber besser in die Geschichte.

Tirasan ist am Anfang eher zurückhaltend und hat kaum Selbstvertrauen. Auch mit seinem Namen ändert sich das leider gar nicht. Im Gegenteil, für mich bleibt er immer sehr im Hintergrund und ein Wandel in seinem Charakter ist aus meiner Sicht auch nicht gegeben. Ich habe während des Lesens eher Charaktere wie den Rustan als Protagonisten gesehen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn Tirasan im Verlauf der Geschichte gewachsen wäre. Das Ende war für mich daher wirklich nicht soooo realistisch. Zumindest nicht, wenn man den Verlauf der Geschichte betrachtet.

Ich fand die Grundidee toll und neu. Daran gibt es überhaupt nichts zu rütteln. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit der Umsetzung nur mäßig glücklich war und am Ende hat die Geschichte mehr Fragen aufgeworfen als sie beantworten konnte. Ich war am Ende unbefriedigt, das trifft es wohl am besten.

Ich habe leider keinen Zugang zu den Charakteren und der Geschichte bekommen. Ich hätte mir eine Aufteilung in zwei Bände gewünscht um manches einfach noch ausführlicher zu behandeln und die Charaktere wachsen zu lassen. Für mich war diese Geschichte leider nur mäßige Unterhaltung. Das Potenzial dieser Grundidee wurde leider nicht ausgeschöpft.


Fazit

Eine tolle Grundidee, die in meinen Augen leider nur mittelmäßig umgesetzt wurde.


J
War dieser Kommentar hilfreich für Sie? 0 0
2 Ergebnisse - zeige 1 - 2

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue