Nina Blazon: FAYRA - Das Herz der Phönixtochter

Nina Blazon: FAYRA - Das Herz der Phönixtochter

 
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Nina Blazon: FAYRA - Das Herz der Phönixtochter
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783570164938
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
464

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Diesmal war es nicht ihr überlicher Albtrau, nein, in dieser Nacht wurde Fee von Gespenstern heimgesucht.

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Handlungsort

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Die 12-jährige Anna-Fee hat mit ihren Eltern vor Kurzem eine schicke Wohnung in einem alten Herrenhaus bezogen. Im verwunschenen Garten des Anwesens begegnet sie nach einer Sturmnacht einem rätselhaften Mädchen. Fayra wurde von einem durchtriebenen Jäger aus einer Parallelwelt hierher gelockt, denn als Tochter eines von Phönixdrachen abstammenden Königs besitzt sie begehrte magische Kräfte. In einem Wettlauf gegen die Zeit suchen die Mädchen nach einem Feuertor, das Fayra wieder nach Hause und in Sicherheit bringt …

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Viel mehr als ein Kinderbuch

Viel mehr als ein Kinderbuch!
Anna-Fee ist 12 Jahre alt und gerade mit ihren Eltern in eine Wohnung in einem alten Herrenhaus gezogen. Fee ist zunächst wenig begeistert von dem Umzug. Ihre Mutter verhält sich komisch, der Hausmeister des Anwesens ist ein unfreundlicher Kauz und überhaupt ist irgendetwas an diesem Haus merkwürdig! Ist es nur ein Alptraum oder sieht Fee wirklich, wie eine der Marmorstatuen von der Front des Hauses sich bewegt?
Zum Glück ist da noch Fees Freundin Nelly, die im Gegensatz zu Fee kein bisschen ängstlich ist, ihrer Freundin aber auch bedingungslos glaubt, als diese ihr erzählt, was sie nachts gesehen hat. Die beiden beschließen, sich das genauer anzusehen. Im verbotenen Park hinter dem Herrenhaus stoßen sie auf ein verstörtes Mädchen. Obwohl die Fremde zunächst sehr abweisend ist und ihre Geschichte eher rätselhaft klingt, nehmen Fee und Nelly sie unter ihre Fittiche, verstecken und versorgen sie und kommen so nach und nach dahinter, was es mit ihr auf sich hat. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht mehr verraten, um das Miträtseln bei der Lektüre nicht zu verderben.

Ich liebe die Bücher von Nina Blazon und freue mich über jede Neuerscheinung. Die angegebene Altersempfehlung „ab 10 Jahren“ kann mich da auch nicht schrecken, obwohl ich dieser Zielgruppe natürlich längst entwachsen bin und auch keine Kinder im passenden Alter habe. Aber das ist bei diesem Buch völlig egal, denn es passt wirklich nicht nur in die Schublade „Kinderbuch“, sondern ist meiner Meinung nach ein echtes All-age-Buch!

Viele unerwartete Wendungen halten Tempo und Spannung hoch – ich könnte mir vorstellen, dass die Handlung an mancher Stelle für Kinder ab 10 sogar zu komplex und vielschichtig ist, aber da ich keine Kinder habe, unterschätze ich diese vielleicht auch.

Wunderschön ausgearbeitet sind wie immer die Figuren und ihre Entwicklung und vor allem das Thema Freundschaft in ganz verschiedenen Facetten.
Wer vielschichtige, zauberhafte Phantastik-Bücher mag, sollte hier unbedingt zugreifen!

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Phantastisches Lesevergnüngen - aber eher ab 12 Jahren!

Die 12-jährige Anna-Fee, die von den meisten aber nur Fee gerufen wird, zieht mit ihren Eltern in ein altes Herrenhaus. Das Haus ist voller fremdartiger Steinskulpturen und hat einen geheimnisvollen Garten, in dem es schon in ihrer ersten Nacht dort gebrannt hat. Doch der Garten ist für Fremde - und so auch für Fee - tabu. Ihre beste und neugierige Freundin Nelly will es dabei aber nicht belassen und wagt es zusammen mit Fee, den Garten auszukundschaften. Die Entdeckung, die sie dort machen, stellt innerhalb von Minuten ihr Leben auf den Kopf...

Fee und Nelly sind zwei junge Mädchen, die ihre Phantasie noch nicht verloren haben und gehen gemeinsam durch dick und dick. Ihre Freundschaft und das starke Band zwischen ihnen wird im Laufe des Romans immer wieder angesprochen. So dass das Buch in allererster Linie für mich, um Freundschaft handelt. Aber nicht nur um Freundschaft zwischen zwei Mädchen, sondern auch um die Freundschaft und Beziehung von Eltern und Kind. Die Autorin schafft es, mit wenigen intensiven Worten zwischenmenschliche Gefühle anhand von Gesten zu beschreiben, dass es mir oft ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat.

Doch nicht nur Gefühle, auch verwunsche Parklandschaften, geheimnisvolle Herrenhäuser und magische Welten vermag die Autorin präzise und wundervoll bildhaft zu beschreiben, dass man sich als Leser schnell wohl fühlt in ihrer fantastischen Welt. Doch wer hier auf einen Fantasy-Roman hofft, der in einer fremden Welt spielt, ist fehl am Platz. Der größte Teil der Handlung spielt in unserer heutigen Gegenwart - und das ziemlich eindrücklich mit vielen modischen Erscheinungen begonnen bei Computer- und Rollenspielen bis hin zur Musik.

Die Personen sind dabei so unterschiedlich und liebevoll gezeichnet, dass selbst die Randcharaktere eine Farbkraft haben, wie man es nicht häufig bei Jugendromanen vorfindet. Und das ist dieses Buch - im Gegensatz zur Altersangabe von 10 Jahren - eher: ein Jugendroman. Vielleicht für etwas jüngere Jugendliche, aber als Kinderbuch würde ich das Buch nicht einstufen, auch wenn die Protagonistin noch relativ jung ist. Es beinhaltet einen vielschichtigen Plot und eine feine Ausdifferenzierung von gut und böse, dass hier schon ein bisschen Klarsicht und Phantasie gefragt sind. Das macht das Buch aber für Erwachsene absolut lesenswert.

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Märchenhaft und spannend – einfach schön

Inhalt:
Die zwölfjährige Anna-Fee, genannt Fee, musste in ein altes Herrenhaus am anderen Ende der Stadt ziehen. Dieses wirkt anfangs recht gruselig und mysteriös, und Fee fühlt sich gar nicht wohl dort. Doch zum Glück hat sie eine allerbeste Freundin, Nelly, die ihr in allen Lebenslagen beisteht – auch als die beiden nach einer Sturmnacht im verbotenen Park des Hauses ein fremdes Mädchen finden, das auf der Flucht ist …

Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan von Nina Blazon und habe zwar nicht alle, aber doch sehr viele ihrer Werke gelesen. Ein richtiger Flop war nie dabei, dafür aber sehr viele Highlights. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um Bücher für Erwachsene, Jugendliche oder Kinder handelt. Die Autorin kann einfach toll schreiben. Schon mit der ersten gelesenen Seite kommt das Kopfkino in Gang und es entsteht ein leuchtend bunter Film vor dem geistigen Auge. Man kann ganz tief in ihre fantasievollen Geschichten eintauchen – so auch hier.

Da es sich bei „Fayra“ um ein Kinderbuch handelt, ist der Schreibstil von der Wortwahl und Satzlänge her entsprechend einfacher als bei Romanen für ältere Leser, aber keinesfalls so einfach, dass es für Erwachsene öde wäre. Ebenso verhält es sich mit der Komplexität der Handlung. Wenn man sich also nicht daran stört, dass die Protagonisten Kinder/Jugendliche sind, kann man „Fayra“ durchaus als Roman für jedes Alter ab ca. zehn Jahren ansehen, wobei gerade die jüngeren Kinder geübte Leser sein sollten, da die Handlung eben nicht ganz geradlinig ist und Lesemuffel sich sicher auch von der Seitenzahl abschrecken lassen.

Nina Blazon führt die Lesenden an der Seite von Fee durch die spannende Handlung. Das Mädchen macht dabei eine enorme Entwicklung durch. Wirkt sie anfangs noch sehr ängstlich und zurückgezogen, wird sie im Lauf der Zeit immer mutiger und forscher. Sie muss sich nämlich für ihre neue Freundin Fayra einsetzen, die aus einer Parallelwelt kommt, in unserer Welt aber nicht überleben kann. Ihr sind zudem auch noch Jäger auf den Fersen, die es auf ihr Phöniaherz abgesehen haben. Auf der Suche nach dem Portal, durch das Fayra nach Hause gelangen kann, muss Fee die Unterstützung von verschiedenen Leuten annehmen, allen voran natürlich die ihrer besten Freundin Nelly, die immer weiß, was zu tun ist und scheinbar vor nichts Angst hat.

Die beiden Mädchen haben mir super gut gefallen, jede auf ihre Art – und am besten im Zusammenspiel. Denn es wird schnell klar, dass dieses Problem nicht von einem Einzelnen gelöst werden kann, sondern nur von einem Team. Echte Freundschaft erweist sich als das höchste Gut. Und die Freundschaft zwischen Fee und Nelly ist schon klasse. Zwar streiten sie sich auch ab und an, aber sie versöhnen sich auch schnell wieder, und wenn es drauf ankommt, können sie sich hundertprozentig aufeinander verlassen.

In der Geschichte gibt es etliche Mysterien zu entwirren und Geheimnisse aufzudecken. Nicht immer ist alles so, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Blazon hat einige Überraschungen auf Lager. Am Ende lösen sich aber alle Knoten und alle im Verlauf der Buches erwähnten Details finden ihren logischen Platz.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Lesevergnügen für Jung und Alt. Eine spannende und fantasievolle, ja märchenhafte Geschichte, die sich für ein friedliches Miteinander starkmacht.

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(Aktualisiert: 24 November 2017)
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Der Zauber der Anderwelt

Ein ganz gewöhnliches Mädchen ist Fee nicht! Eher zurückhaltend, wird sie von allerlei Unsicherheiten und Ängsten geplagt und gerät schnell in Panik, was sich verstärkt, nachdem sie, gegen ihren Willen, mit ihren Eltern in ein weitläufiges altes Herrenhaus zieht, dessen düsterer, unheimlicher Park nicht betreten werden darf.
Während Fees Mutter sich mit dem Umzug einen lange gehegten Traum erfüllt und förmlich aufblüht, sieht Fee sich bald in einem Albtraum gefangen, der damit beginnt, dass Marmorstatuen die Hauswand hinaufklettern und sie immer wieder Bilder einer anderen Wirklichkeit sieht und eine ganz bestimmte Melodie hört.
Als Fee nach einer Sturmnacht zusammen mit ihrer furchtlosen Freundin Nelly, die so ganz anders als sie geartet ist als sie selbst und dennoch treu und zuverlässig an ihrer Seite steht, im Park ein Mädchen findet, das offensichtlich nicht von dieser Welt ist, und beschließt, ihm zu helfen, ist dies der Anfang eines gefahrvollen und spannenden Abenteuers, das sie nicht nur in eine Parallelwelt voller Zauber und Magie führt, sondern das gleichzeitig eine Art Bewährung für sie ist!
Sie lernt dabei, über sich selbst hinauszuwachsen, um ihre neugewonnene Freundin Fayra sicher in ihre Welt zurückzubringen, bevor, wie schon der Titel ahnen lässt, deren Herz von den nach Macht über Fayras Volk strebenden Feinden der Anderwelt geraubt wird....

Nina Blazon führt den Leser mit ihrem spannenden Fantasyroman in der Tat heraus aus der Welt der Wirklichkeit und hinein in andere Welten, so fremdartig, unheimlich und bezaubernd zugleich, dass man immer weiter und weiter lesen und immer tiefer in die Anderwelt, in Fayras Welt, eintauchen möchte.
Es geht eine magische Anziehungskraft von diesem Roman aus, dem sich, obwohl er sich an junge Leser richtet, auch die älteren Semester nicht entziehen können, sofern sie sich denn ihre Phantasie und ihre Träume bewahrt haben.

Nicht nur ist die Handlung spannend und komplex, auch die Protagonisten sind es!
Zum einen sind da die Kinder und Jugendlichen aus der realen Welt, die sich mit Mut und Einfallsreichtum daran machen, das sonderbare Mädchen aus der Parallelwelt, das Feuer braucht, um am Leben bleiben zu können, zu retten und wieder dorthin zurückzubringen, wohin es gehört.
Zum anderen begegnet man den so schillernden, fremdartigen aber auch unheimlichen, angsteinflößenden Wesen aus Fayras Welt, deren Misstrauen den Menschen gegenüber die Rettung erschwert.
Und schließlich sind da die Feinde der Anderwelt, die sich unter den Menschen bewegen und deren Identität und dunklen Absichten lange im Dunkeln bleiben und erst allmählich, in aufsehenerregenden Szenen enthüllt werden.

Überzeugend schildert dabei die Autorin vor allem die erstaunliche Entwicklung des Mädchens Fee, das sich selbst Hasenherz nennt und doch im Laufe ihrer gefahrvollen Abenteuer, in denen sie nicht nur für Fayra sondern auch gegen sich selbst kämpft, erkennt, dass sie in Wirklichkeit ein wahres Löwenherz ist.
Rätselhafte Fragen, die mit ihrer Vergangenheit zu tun haben, werden während dieses Prozesses beantwortet, und Fee kann endlich ihre Handlungsweisen verstehen und sich annehmen.

Nina Blazons klare, doch auch poetische Sprache, die zusammen mit den großartigen, von Farben explodierenden Bildern, die sie den jungen und nicht mehr so jungen Lesern zu vermitteln weiß, schenkt in der Tat ein Leseerlebnis der besonderen Art, das man nur allzu gern wiederholen möchte!

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