Patrycja Spychalski: Auf eine wie dich habe ich lange gewartet

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Patrycja Spychalski: Auf eine wie dich habe ich lange gewartet
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783570309735

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ich sitze auf der Rückbank unseres alten Ford Fiesta und halte meine Hand aus dem halb geöffneten Fenster.

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Ein Sommer voller Erdbeerküsse

Ab ans Ende der Welt, heißt es für Großstadtmädchen Laura – dort, wo sich höchstens die Wildgänse und Mamas neue Hühner gute Nacht sagen. Wie soll sie es da nur aushalten? Aber das piefige Kaff hat dann doch etwas zu bieten: Enzo, den süßen Neffen des Pizzeriabesitzers, und Irina, das hübsche, durchgeknallte Mädchen, mit dem Laura sich auf Anhieb versteht, Musik hört, am Bach herumliegt und … dann passiert es: Auf einer Party küsst Irina Laura – und Laura küsst Irina. Doch so unerwartet schön, so schrecklich verwirrend sind ihre Küsse auch. Bin ich lesbisch?, googelt Laura. Und wenn ja, warum dann dieses irre Kribbeln, wenn sie Enzo sieht?

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Im Gefühlschaos der ersten Liebe

Die junge Laura zieht mit ihren Eltern aus der Großstadt auf das Land – und ist genervt, weil sie ihre Freundinnen zurücklassen muß, außerdem graut es ihr schon vor ihrer neuen Schulklasse. Kaum angekommen, findet Laura auch die meisten Vorbehalte bestätigt: wie soll sie es hier bloß aushalten! Aber als ihr Enzo, der Neffe des italienischen Pizzabäckers über den Weg läuft, sieht die Welt schon anders aus. Außerdem gibt es da noch Irina, eine Klassenkameradin, die Laura unter ihre Fittiche nimmt. Auf einer Party kommt es zwischen Irina und Laura zu einen innigen Kuß, der keine einmalige Sache bleibt. Laura ist verunsichert: liebt sie nun Irina und Frauen im allgemeinen? Aber warum kribbelt es dann auch, wenn sie mit Enzo zusammen ist?

Diesmal entführt die Autorin ihre Leser in eine idyllische Kleinstadt mit Hühnern und Wildgänsen und an Mofas schraubenden Jungs. Beim Lesen sind bei mir viele Erinnerungen an meine eigene Jugendzeit hochgekommen und da ich damals in Lauras Alter ebenfalls einen unfreiwilligen Umzug mitgemacht habe, konnte ich ihren Frust und Ablehnung sehr gut verstehen.

Der Schreibstil ist wieder sehr lebendig und ich hatte immer das Gefühl, direkt neben den Jugendlichen zu stehen. Lauras Gefühlschaos ist ebenfalls sehr gut beschrieben und das Ende des Buches hat mich überrascht, weil ich damit in der Art nicht gerechnet hatte.

Laura war mir direkt sehr sympathisch - wie gesagt, ich konnte ihre Bockigkeit allzu gut verstehen -, aber sie ist dennoch nicht so verbohrt, daß sie sich nicht auch Neuem öffnet. Sie ist zwar vernünftig, aber doch nicht perfekt, was für ein Mädchen in ihrem Alter normal ist – und damit realistisch. Schön finde ich, daß sie sich nicht vom Mainstream ihrer neuen Klasse einfangen läßt, sondern klare Position für Irina bezieht. Das ist sicherlich auch ein Verdienst ihrer wirklich tollen Eltern.

Irina ist ein wenig der Paradiesvogel, die mit ihrem guten Aussehen auffällt und mit ihrem Benehmen aus der Norm fällt, jedenfalls, wenn man die meisten ihrer Klassenkameraden fragen würde. Mir hat sie gut gefallen, weil sie ehrlich ist und zu ihrer Meinung steht.

Und Enzo hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, da er auch eher der Außenseiter in der Klasse ist. Er ist tolerant und offen und gibt auf die Meinung der Anderen nicht viel. Eigentlich müßten er und Irina gute Freunde sein, aber seltsamerweise ist das Gegenteil der Fall, was Laura natürlich neugierig macht.

Ein wirklich schönes Buch über das Gefühlschaos der ersten Liebe und den Versuch eines jungen Mädchens, sich nicht nur in einer neuen und unbekannten Umgebung zurecht zu finden.

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Der Sommer der Entscheidungen...

Nachdem mir von der Autorin bereits das Buch "Bevor die Nacht geht" sehr gut gefiel, habe ich bei ihrem neuen Jugendbuch gar nicht lange überlegt, sondern wollte es einfach nur lesen. Und ich wurde wieder einmal verzaubert.

In der Geschichte geht es um Laura, die aufs Land ziehen muss, was ihr so gar nicht passt. In der Stadt lässt sie nicht nur ihre Freunde zurück, sondern jede Menge Vergnügungen, die es auf dem Land einfach nicht gibt. Doch dann lernt sie Enzo und Irina kennen und freundet sich mit beiden an. Doch ist das wirklich nur Freundschaft zwischen ihnen? Schnell ist sich Laura nicht mehr sicher, was sie eigentlich fühlt und es gilt Entscheidungen zu treffen. Wird sie die richtige Wahl treffen?

Durch die Ereignisse führt uns Laura als Ich- Erzählerin. Diese Perspektivwahl hat mir hier sehr gut gefallen, da man Laura samt ihrer Gefühlswelt intensiv erleben kann.

Laura ist als Protagonistin ein Mädel wie du und ich. Auch wenn ich sie nicht sofort mochte, konnte ich ihren Zorn sehr gut nachvollziehen, denn jeder muss sich irgendwann mal im Leben den Entscheidungen der Eltern beugen, egal ob es einem passt oder nicht. Doch auch die Nebencharaktere wussten zu überzeugen. Mein persönliches Highlight dabei Lauras Mutter, die mich durch ihre verständnisvolle Art sofort für sich einnahm.

Das Gefühlschaos von Laura war wirklich sehr glaubhaft dargestellt und damit gelang es der Autorin mich in meine eigene Jugend zurück zu versetzen. Man fühlt und leidet mit Laura und ist einfach nochmal gemeinsam mit ihr jung.

Der Schreibstil der Autorin reißt einen direkt mit. Man wird regelrecht in die Geschichte gesogen.

Das Thema Selbstfindung und auf welches Geschlecht stehe ich eigentlich, ist sehr gekonnt und liebevoll umgesetzt. Es gibt keinen erhobenen Zeigefinger und keine Lenkung in die eine oder andere Richtung, den der junge Leser soll sich selbst seine Gedanken machen.

Das offene Ende hat mich überrascht, aber irgendwie verstehe ich die Autorin, dass sie diesen Weg geschaffen hat, denn so kann sich jeder sein eigenes Ende spinnen.

Fazit: Eine zarte Liebesgeschichte so leicht wie Erdbeerküsse, die mich vollends überzeugen konnte. Nicht nur etwas für die Sommerferien. Lesenswert, ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!

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