Kai Meyer: Phantasmen

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Kai Meyer: Phantasmen
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783551582928

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Weißt du, wie es ist, jemanden so sehr zu lieben, dass er in jedem Bild auftaucht, das du dir von deiner Zukunft ausmalst?

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Handlungsort

Handlungsorte
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Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

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Spannende und besondere Geschichte

Die ganze Welt ist voller Geister. Eines Tages fingen sie an, aufzutauchen und seitdem werden es immer mehr. Sie stehen bewegungslos an der Stelle, an der ein Mensch ums Leben gekommen ist, drehen sich mit der Sonne und strahlen ein extrem helles Licht aus. Das ist zwar lästig, da es an manchen Orten so überhaupt nicht mehr dunkel wird, aber ansonsten scheinen die Geister ungefährlich und beeinflussen die Lebenden nach dem ersten Schreck nur wenig, man kann durch sie hindurchgehen und hat sich fast schon an sie gewöhnt.

Die beiden Schwester Rain und Emma sind unterwegs zu dem Ort, an dem ihre Eltern gestorben sind. Sie kamen bei einem Flugzeugabsturz in der spanischen Wüste von Tabernas ums Leben. Da der Zeitpunkt des Absturzes bekannt ist, wissen die beiden Mädchen, wann die Geister auftauchen werden.
Doch als sie vor Ort sind, sind sie nicht allein. Und dann verändert sich die Situation dramatisch, auf einmal sind die Geister keine harmlosen Lichter mehr!

Mehr möchte ich zur Handlung gar nicht verraten, um anderen Lesern nicht die Spannung zu nehmen. Denn spannend wird es auf jeden Fall! Gemeinsam mit plötzlich auftauchenden Tyler geraten Rain und Emma in eine gefährliche Situation, machen sich auf die Suche nach Antworten und erfahren unglaubliche Dinge.

Kai Meyer hat hier wieder einmal ein ganz besonderes Jugendfantasy-Buch geschaffen. In einem Genre, in dem oft das Gefühl habe, dass sich immergleiche Geschichten wiederholen, gelingt ihm eine ganz eigene und besondere Story. Besonders beeindruckt war ich von den Vorstellungen, die er im Kopf der Leser zeichnet. Vor meinem inneren Auge entstanden immer wieder geradezu gänsehautmäßige Bilder.

Die drei Protagonisten sind sympathisch und interessant, die Handlung rasant, spannend und abwechslungsreich, aber auch voller tiefschürfender Gedanken, wenn man denn möchte und sich die Zeit dafür nimmt, über den Tod nachzudenken und darüber, was Menschen tun und zu tun bereit sind.

Die Auflösung am Ende ging mir fast ein wenig zu schnell, gut gefallen hat mir hingegen der ausgiebige Abspann.

Ein Buch, das ich mir auch großartig verfilmt vorstellen könnte!

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Bitte nicht lächeln...

Inhalt:

Die Geister erscheinen plötzlich, sie stehen genau da wo sie starben und leuchten hell, so hell dass es blendet. Niemand weiss, warum sie hier sind. Und es werden immer mehr, denn sie erscheinen nach einem Zeitplan. Diesen Plan nutzen die beiden Waisen Rain und Emma, um ihre Eltern, die bei einem Flugzeugabsturz im Süden Spaniens ums Leben gekommen sind, noch ein letztes Mal zu sehen. Sie fahren in die Wüste um am Tag des Erscheinens ihrer Eltern anwesend zu sein. Sie sind nicht allein, auch Tyler ist gekommen, um von seiner grossen Liebe Flavie Abschied zu nehmen. Als es endlich so weit ist und die Geister erscheinen, ist etwas anders: Die sonst teilnahmslos der Sonne zugerichteten Gesichter fangen an zu lächeln. Doch es ist ein böses Lächeln…

Meine Meinung:

Die Geschichte wird von Rain erzählt, der älteren der beiden Schwestern. Gleich zu Beginn werden ein paar Fragen zu Rains bisherigen Leben aufgeworfen, was natürlich sehr zur Spannung beiträgt. Die Figuren sind sehr sympathisch und interessant gezeichnet und ich hab sie auch sogleich ins Herz geschlossen, allen voran Rains jüngere Schwester Emma, die ein besonderer junger Mensch zu sein scheint.

Sehr schnell wurde mir klar, dass ich bei dieser Geschichte zu keiner Atempause kommen würde; gleich von Beginn an nimmt sie so Fahrt auf und hält das Tempo auch bis zum Schluss aufrecht. Kai Meyer hat die Begabung, die Dinge so unglaublich gut zu beschreiben, dass ich bei gewissen Szenen wirklich den Atem anhielt und das Geschehen wie ein Kinofilm vor meinem geistigen Auge ab lief. Ich konnte es nicht nur sehen, sondern auch riechen und fühlen.

Die Geschichte selbst hat mich sehr angesprochen, auch weil die Geister hier ein wenig anders dargestellt sind, als wie man sie sonst kennt. Die Stimmung im Buch ist trotz des eher düsteren Themas niemals erdrückend oder schwermütig, im Gegenteil, die Protagonisten sorgen, zumindest bei mir, für gute Laune. Auch wenn nicht alles restlos aufgeklärt wird, fand ich das Ende doch sehr gelungen. Bei einem Jugendbuch, das auch Elemente des Genres Fantasy enthält, darf auch das eine oder andere offen bleiben, finde ich.

Für mich ein klarer Buchtipp!

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Apokalyptische Geistergeschichte

Inhalt:
Rain und Emma sind Waisen. Ihre Eltern kamen vor drei Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Seitdem ist ihr Leben etwas durcheinander. Seit eineinhalb Jahren tritt auf der Erde ein seltsames Phänomen auf. Die Geister der Toten erscheinen an der Stelle, wo die Menschen gestorben sind. Hier stehen sie unverrückbar und erstrahlen in einem hellen Licht. Das Auftauchen der Geister folgt einem zeitlichen Plan, es tauchen nicht alle auf einmal auf. Als der Tag gekommen ist, an dem Rains und Emmas Eltern als Geister erscheinen sollen, fahren die beiden aus Wales quer durch Europa bis zu der Absturzstelle in der Wüste in Spanien, um sich von ihren Eltern zu verabschieden, einen Schlussstrich zu ziehen und ihr Leben neu zu beginnen. Hier lernen sie Tyler kennen, einen Norweger, der wegen seiner Freundin Flavie gekommen ist.

Die Geister erscheinen. Doch plötzlich passiert etwas ganz Unerwartetes. Sie lächeln, und es ist ein böses Lächeln. Rain und Emma flüchten zum Glück, denn es stellt sich heraus, dass das Lächeln der Geister tödlich ist. Das Lächeln verebbt, doch es wird wiederkommen, und wer zu nah dran ist, wird sterben. So wird es schnell immer mehr Geister geben und es wird schwierig sein, ihnen auszuweichen. Damit nicht genug, bekommen es Rain, Emma und Tyler auch noch mit einer Söldnergruppe zu tun, von denen sie fortan gejagt werden.

Meine Meinung:
Ich mag Kai Meyers Schreibstil. Er versteht es, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Bildhafte Beschreibungen, sodass auch direkt das Kopfkino in Gang gesetzt wird, interessante Charaktere und eine weitgehend durchdachte Handlung machen das Lesen zu einem wahren Vergnügen. Dabei punktet der Autor mit einem fantasievollen Geschehen, das außerdem höchst spannend abläuft.

Wir erleben die Handlung aus der Sicht der 19-jährigen Rain, die liebevoll um ihre jüngere Schwester Emma bemüht ist. Rain ist ein ziemlich kantiger Charakter, der mir über weite Strecken erst einmal suspekt blieb, obwohl sie als Ich-Erzählerin fungiert. Sie hat schon einiges mitgemacht in ihrem kurzen Leben und wenig Nähe erfahren. Doch nach und nach wird dieser Charakter immer mehr enthüllt.

Emma fand ich dagegen von Anfang an sehr interessant und schillernd. Ein äußerst intelligentes Mädchen mit einer enormen Auffassungsgabe und quasi ohne jede Angst, da es mit Gefühlen jeglicher Art bei ihr hapert. Sie trägt mit ihren unerwarteten klugen Sprüchen viel zur Handlung bei und war meine heimliche Heldin in dieser Geschichte.

Tyler fand ich zuerst gar nicht so sympathisch, wirkt er doch anfangs recht abweisend. Aber natürlich kann er die Mädchen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. So schließen sich die drei notgedrungen zusammen. Dabei entwickeln sich dann auch sachte Gefühle, doch spielen sie keine vordergründige Rolle, sondern runden die Charaktere einfach ab.

Die Beschreibung der Geister hat mich sehr fasziniert. Hier hatte ich direkt Bilder vor Augen, das strahlende Leuchten, das boshafte Lächeln, ganze Gruppen von Geistern, die neben- und übereinander stehen. Das wechselt von gruselig über wunderschön bis zu unvorstellbar.

Das Buch liest sich spannend wie ein Thriller. Man kann es kaum aus der Hand legen. Dabei ist alles so geheimnisvoll, dass man lange nicht weiß, wohin das alles führt und woher diese Geister plötzlich kommen. Kai Meyer hat so manche Überraschung eingebaut, die ich so nicht erwartet hätte.

Ich war beim Lesen wirklich total begeistert von diesem Buch und auch lange Zeit davon überzeugt, dass ich es mit 5 Sternen bewerten würde. Doch der Schluss, die Auflösung des Geisterrätsels, hat mich dann sehr unzufrieden zurückgelassen. Hier werden leider die genauen Zusammenhänge nicht erklärt. Es ist einfach so. Punkt. Das war mir dann einfach zu wenig. Aber das ist mein persönlicher Eindruck und sollte niemanden vom Lesen abhalten. Manchen Leuten wird die Ausführung so reichen.

Fazit:
Ein fantasievoller, gruseliger, spannender, apokalyptischer Jugendroman, den ich gerne weiterempfehle.

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Spannungsgeladene Geister-Dystopie

Kai Meyer - "Phantasmen"

Auf der ganzen Erde verteilt sieht man sie, 100000de von sich nach Westen wiegende Geister, sie starren, als könnten sie die Sonne noch sehen, dabei leuchten sie selber wie hellstes Tageslicht.
Doch eines Tages drehen sie die Köpfe und lächeln sehr boshaft,
jeder im Umkreis von 20 Metern, der in diese "Smilewave" gerät, ist des Todes gewiss, ein Herzschlag und dann keiner mehr..
Den Schwestern Emma und Rain hat ein Flugzeugcrash die Eltern genommen, Vollwaisen aus ihnen gemacht.
Da ihre Eltern sich mehr für die hungernden Kinder in der 3.Welt, als für ihre eigenen Töchter verantwortlich fühlten, lernten die beiden Geschwister schon bald mit wenig Elternliebe auszukommen, trotz alledem, war ihr Tod ein großer Schock, ein Trauma begleitet die beiden Teenager seit dem.
Um es verarbeiten zu können, machen die beiden hartgesottenen Mädchen eine Tour durch die Wüste, zur vermeintlichen Unglücksstelle, eine hellerleuchtete Masse aus Geistern blendet sie fast, aber Emma, die alles auf ihre eigene Art wahrnehmen kann, sieht sie und zählt nebenbei, das da 12 zu wenig stehen..
Sie treffen auf Tyler, der seine blinde Freundin Flavie sucht, sie ist nicht unter den 82 Übrigen dabei, Flavie ist nahezu süchtig nach Nahtoderfahrungen, sie lassen sie Farben sehen..
Sie decken ein sehr böses Spiel auf, Söldnergruppen, Prediger, Sekten, Hypnotiseure, Wissenschaftler und Testpersonen haben alle etwas mit dem geöffneten Geisterportal zu tun, die drei neuen Verbündeten müssen fliehen und zusammen kämpfen und einen Weg finden, die Welt zu retten.
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Kai Meyer schafft es doch immer wieder erneut, mich zu überraschen, jede Reihe, jede Story scheint irgendwie anders,
aber immer spannungsgenialtypisch, ob Fantasy oder Thriller, er beherrscht seine Lesegemeinde und bedankt sich mit Herzblut
und Leidenschaft, ein wesentliches Merkmal seiner Geschichten.
Liebe Grüße, SABO

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Geister überall .....

Der Tag an dem die ersten Geister auf der Erde erschienen sind, wird „Tag Null“ genannt. Niemand weiß warum sie erscheinen, die Geister der Verstorbenen, aber sie erscheinen in einem bestimmten mathematischen Muster.

Genau an den Stellen an denen die Menschen der Tod ereilt hat erscheint ihr Geist. Und diese Geister tun nichts anderes als sich über Tag mit dem Lauf der Sonne zu drehen., sie stehen einfach in der Gegend herum.

Die Eltern von Rain und Emma Mazursky sind bei einem Flugzeugabsturz in der einzigen Wüste Europas, der Desierto de Tabernas in der Provinz Almeria, im Süden Spaniens ums Leben gekommen und anhand des mathematischen Musters können sich Rain und Emma ausrechnen wann genau die Geister ihrer Eltern in der Wüste erscheinen werden. Also machen sie sich mit ihrem klapperigen Mini Cooper auf den Weg zu den Geistern ihrer Eltern – um sich zu verabschieden.

An der Absturzstelle angekommen stellen sie fest, daß noch jemand den gleichen Gedanken hatte wie sie. Da steht ein Typ mit einem Wohnmobil und wartet. Pünktlich zum errechneten Zeitpunkt erscheinen die Geister der Absturzopfer und dann passieren 2 Dinge: Emma stellt fest, daß von den 94 Geistern 12 fehlen und die Geister verändern sich – sie fangen an zu lächeln ..... und es ist ein böses Lächeln.

Rain und Emma können sich aus der Gefahrenzone retten, denn jeder im Umkreis von einigen Metern um die Geister stirbt während dieser „Smilewave“, so auch der Typ mit dem Wohnmobil.

Als die Geister aufhören zu lächeln erscheint Taylor, ein Norweger, an der Absturzsstelle. Er möchte noch einmal seine große Liebe Flavie sehen. Aber ihr Geist gehört zu den 12 die nicht erschienen sind .........

Mein Fazit:

Kai Meyer hat hier ein überaus spannendes Buch geschrieben, das man gar nicht aus der Hand legen mag um zu erfahren wie es denn weitergeht – wer sind die Geister, warum stehen sie überhaupt da und warum lächeln sie in bestimmten Abständen?? Warum fehlen an der Absturzstelle 12 Geister? Und was hat der Typ mit dem Wohnmobil mit der Sache zu tun?

Rain, Emma und Tyler bekommen es mit Söldnern zu tun die über Leichen gehen, mit einem Magier und dessen Frau und es geht um skrupellose Versuche an Menschen.

Hoffen wir, daß so etwas in unserer realen Welt niemals möglich sein wird.

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