Francesc Miralles: Retrum

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Francesc Miralles: Retrum
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Retrum
ET (Original)
2010
ISBN-13
9783785570388

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
spanisch
Übersetzer/in

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Handlungsort

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Nach dem Tod seines Zwillingsbruders ist Christian zum Einzelgänger geworden. Am liebsten verbringt er seine Zeit auf dem Friedhof. So lernt er Alexia, Robert und Lorena kennen. Sie nennen sich Retrum und übernachten regelmäßig auf Friedhöfen, um mit Toten in Kontakt zu treten. Christian ist von Alexia völlig fasziniert und schließt sich der Clique an. Doch er weiß nicht, dass er damit das Tor zu einer Welt voller dunkler Schatten und düsterer Offenbarungen öffnet. Denn was als Spaß beginnt, wird zur tödlichen Gefahr ..

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Retrum

Der Autor:

Francesc Miralles, 1968 in Barcelona geboren, ist ein grosser Fan düsterer und unheimlicher Schauplätze, wie sie sich auch in Retrum wiederfinden. Inspiriert wurde er zu der Geschichte durch den Song "When we were dead" seiner Band Nikosia. Musik ist neben seiner Arbeit als Drehbuchautor und Schriftsteller Francescs grosse Leidenschaft. Seine Romane für Jugendliche und Erwachsene wurden in Spanien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Retrum, in dem sich viele Parallelen zu Francescs eigener Jugend finden, löste in Spanien einen regelrechten Hype aus.

Meine Meinung:

Ich liebe dieses Buch! Es ist wunderschön melancholisch, düster und voll von Songs und Zitaten, die wundervoll dazu passen. Die Aufmachung ist genauso düster und macht aus dem Buch etwas ganz spezielles. Die Handlung verläuft sehr ruhig, langsame, leise Passagen führen einem durch die Geschichte. Ob ich das Buch jetzt als Jugend-Thriller einordnen würde, weiss ich nicht. Durch das langsame Herantasten mag für viele die Spannung verloren gehen, denn eigentlich verspricht ein Thriller Spannung und ein gewisses Tempo. Dieses sucht man in der Geschichte aber umsonst. Für mich jedoch war das auch nur das Beiwerk, denn das Buch hat so viel mehr zu bieten. Es zeigt einen Einblick in die Gothic-Szene, eine Jugendkultur der 80-Jahre, die in der Geschichte mit passender Literatur und Songzitaten untermalt wird. Dementsprechend gibt es auch sehr viele wunderschöne Szenen auf Friedhöfen, die mein dunkles Herz höher schlagen liessen. Eigentlich wird die ganze Geschichte von Gefühlen getragen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite durch das Buch begleiteten.

Die Figuren sind und bleiben geheimnisvoll, genau so wie ihre Handlungen manchmal ein wenig rätselhaft sind. Doch das passt für mich sehr gut, denn es sind jugendliche Aussenseiter, die ein vertracktes Innenleben führen und selbst noch nicht so recht wissen, was sie vom Leben wollen. Ausserdem passt es zu der geheimnisvollen Atmosphäre der Geschichte sehr gut. Man kann die Charaktere nicht richtig einordnen, weiss eigentlich nie, woran man bei ihnen ist. Das ändert sich auch am Ende der Geschichte nicht, die andeutet, dass noch ein weiteres Buch folgen wird. Mit dem Ende kann ich leben, so lange es nur eine Fortsetzung gibt.

Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Die Zitate und Songtexte haben mich zum träumen und nachdenken angeregt. Das Buch war für mich eine echte Bereicherung, weil es etwas tief in mir angesprochen hat. Meine Seele jubilierte und genoss die düstere Atmosphäre, sog sie in sich auf und tankte dabei Kraft.

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(Aktualisiert: 22 Februar 2012)
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Düsteres Jugendbuch

Zum Buch:
Schon die Aufmachung ist ungewöhnlich, der Seitenschnitt ist schwarz gefärbt, zusammen mit dem in dunklen Farben gehaltenen Cover macht das Buch von außen bereits einen düsteren Eindruck.

Dieser setzt sich dann auch gleich zu Beginn der Geschichte fort. Christian ist ein spanischer Teenager, der vor kurzem seinen Zwillingsbruder bei einem tragischen Unfall verloren hat, an dem er nicht unschuldig war. Die Familie ist über diesem Schicksalsschlag auseinandergebrochen, die Mutter ist in die USA gezogen, Vater und Chris sind nun allein. Chris wird ein Einzelgänger, gibt nicht viel auf soziale Kontakte und bleibt für sich. Doch eines Tages lernt er auf dem kleinen Friedhof des Ortes drei merkwürdige Jugendliche kennen. Sie nennen sich die „Blassen“, ihre Gruppe heißt Retrum und ihr Zeitvertreib hat ziemlich viel mit dem Tod zu tun. Chris ist von ihnen fasziniert und will sich ihnen anschließen. Vor allem eins der Mädchen, Alexia, hat es ihm angetan.


Meine Meinung:

Ich bin unschlüssig, was ich von dem Buch halten soll. Dass in Spanien um diese Reihe (der zweite Band ist auf Spanisch bereits erschienen) ein regelrechter Hype ausgebrochen sein soll, hat mich natürlich mit recht hohen Erwartungen an das Buch herangehen lassen. Die Geschichte übt auch durchaus einen gewissen morbiden Reiz aus, aber für mich fehlte manchmal die Tiefe der Charaktere und vor allem die Logik der Handlung. Auch etwas störend fand ich die vielen Songs, die erwähnt wurden und die sicher die Stimmung der Handlung unterstreichen sollen. Wenn man aber nicht neben dem Computer liest und somit parallel in youtube sucht, verfehlt das ein bisschen seine Wirkung und störte mich dann eher. Sehr schön fand ich, dass jedes der kurzen Kapitel mit einem kurzen Zitat beginnt, die passten auch alle wunderbar.

Das Ende ist relativ offen, aber kein Cliffhanger und das Buch könnte auch gut für sich alleine stehen, ohne weitere Nachfolger. Ich bin aber natürlich gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird!

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Christian hat eine entsetzliche Schuld auf sich geladen. Bei einem Motorradunfall stirbt sein Zwillingsbruder, die Familie zerbricht. Christian lebt fortan mit seinem Vater allein. Tod und Trauer werden verdrängt und Einsamkeit bestimmt ihr Leben. In den Augen seiner Mitschüler wird Christian zum Freak. Er sitzt auf Friedhöfen, liest seltsame Geschichten und sammelt Zitate aus Büchern und Songtexten. Bei einem seiner Ausflüge trifft er auf eine schwarz gekleidete Gruppe Jugendlicher, die sich Retrum nennt. Besonders zu Alexia fühlt Christian sich hingezogen. Doch was steckt hinter ihrer undurchdringlichen Maske? Verbirgt Retrum noch weitere Geheimnisse außer den fest ritualisierten Verbindungen zu den Toten?

Eine Meinung zum Buch fällt mir schwer, da es mich nicht überzeugen konnte. Lange Zeit fand ich es einfach nur langweilig, eine richtige Spannung wollte sich nicht aufbauen. Zum Ende hin überschlagen sich dann die Ereignisse, so dass man kaum die Chance hat, diese zu begreifen. Die einzigen Details welche mich konsequent erreicht haben, waren die Zitate an jedem Kapitelanfang und die Erwähnung von Geschichten / Gedichten, die Christian beschäftigen. Worte von Kafka, Machiavelli oder Edgar Allan Poe erzeugen die düstere Stimmung, die mir im Verlauf der Handlung einfach fehlte. Natürlich könnte man jetzt behaupten, ich vergleiche Äpfel mit Birnen, aber wenn mich die Charaktere völlig kalt lassen, hat die Macht der Worte bei mir nicht funktioniert.

Zu schade aber auch. Das Thema und die Aufmachung des Buches hatten mich sehr angesprochen. Der versprochene Jugendthriller entwickelt sich langsam während der Handlung, aber das Gefühl blieb extrem auf der Strecke. Auch wenn es hauptsächlich nicht um schöne Dinge wie die Liebe geht, sollte der Umgang mit dem Tod, Trauer und dunkler Sehnsucht doch ebenfalls den Leser erreichen und für gewisse Eindrücke sorgen.

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