Kerstin Gier: Rubinrot

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Kerstin Gier: Rubinrot
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783401063348

Informationen zum Buch

Seiten
352

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Während sie sich auf die Knie fallen ließ und anfing zu weinen, schaute er sich nach allen Seiten um.

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Handlungsort

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Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Autoren-Bewertungen

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Rubinrot

In einer lockeren Sprache, die der Ausdrucksweise von Jugendlichen angepasst ist, erzählt die Autorin ein spannendes und gut durchdachtes Zeitreiseabenteuer. Vor dem Leser entfaltet sich eine vielseitige Handlung, gespickt mit Geheimnissen, Eifersüchteleien, Liebe, Abenteuer, Bösewichten und Mystik.
In die Hauptgeschichte eingebettet gibt es immer wieder kleinere Geschichten und Einzelschicksale die teilweise sehr ergreifend sind.

Auch die Charaktere des Buches sind der Autorin gut gelungen. Die Protagonistin Gwendolyn ist sehr sympathisch und ein typischer Teenager. Neben ihr gibt es aber auch einige andere interessante Charaktere. Besonders die komplexe Organisation der Wächter ist ein Sammelsurium an skurrilen und geheimnisvollen Menschen, bei denen man sich nicht sicher sein kann, wer nun eigentlich die Guten und wer die Bösen sind.

Bei all den spannenden Ereignissen und Verwicklungen zeichnet sich das Buch durch eine Leichtigkeit aus, zu der vor allem auch die lustigen Gedanken und Sprüche von Gwen beitragen. Ich sage nur „quark edit bisquits“.
Ein Buch zum Versinken und Abtauchen. Ideal für Alle die gerne mal ein spannendes und unterhaltsames Jugend-Fantasy-Abenteuer mit einem Schuss Romantik lesen.

Das Ende des Buches finde ich durch die vielen noch offenen Fragen, eigentlich recht offen und bin froh, dass die Fortsetzung bereits erschienen ist.

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Gwendolyn ist ein 16jähriges Mädchen, mitten in der Pubertät, hat eine beste Freundin mit der sie wirklich alles teilt und wenn in ihrer Familie nicht so eine große Geheimniskrämerei stattfinden würde, könnte man sie als ganz normales Mädchen bezeichnen! :zwinker: Das ändert sich von heute auf morgen, als klar wird, dass nicht ihre Cousine Charlotte, sondern sie das "Zeitreise-Gen" der Familie geerbt hat und von heute auf morgen spontane Sprünge in die Vergangenheit unternehmen kann.

Total unvorbereitet stolpert Gwen in ein sehr großes Abenteuer, das ziemlich schnell sehr spannende Ausmaße annimmt und noch dadurch erschwert wird, dass ihr Gideon als 2. Zeitreisender zur Seite gestellt wird, der sie nicht so kalt lässt, wie sie das gerne hätte.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Gwen geschrieben und Gwen ist zwar teilweise ganz schön naiv, aber ich konnte mich oft köstlich über ihren Sarkasmus und ihre ironischen Gedankengänge amüsieren. Das Mädel hat wirklich Sinn für Humor und das hat sie mir gleich von Anfang an sehr sympathisch gemacht. Dass sie vieles von ihrem Wissen aus Filmen bezieht, die auch immer wieder Erwähnung finden, finde ich eine tolle Idee und sehr passend. Mit 16 habe ich meine Allgemeinbildung auch eher aus Filmen und Büchern, als aus dem Geschichtsunterricht gezogen!

Auch die anderen auftauchenden Charaktere sind - gerade auch aus Sicht von Gwen - teilweise richtig faszinierende Typen, oft mit einem typischen Charaktermerkmal, dass auf köstlich komische Weise von Gwen dann beschrieben wird.

Die Erzählweise ist wirklich sehr einfach gehalten, was mich aber nicht weiter gestört hat. Schließlich handelt es sich um eine Jugendbuch, da habe ich keine schwere Kost erwartet.

Der Prolog macht dabei gleich Lust auf mehr und die Zitate bzw. Auszüge aus "Dem Buch der Wächter" zu Beginn eines Kapitels oder von Shakespeare etc. finde ich ganz toll gemacht.

Einziger Minuspunkt für mich war, dass sich Gwen teilweise doch sehr lange auf der Leitung steht und damit gleich noch naiver wirkt. Andererseits ist sie aber einfach ein 16jähriger Teenager, der sich bis vor kurzem noch mit ganz anderen "Themen" beschäftigt hat, als wie sich die Menschen in den letzten Jahrhunderten gekleidet haben!

Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch und ich werde mir jetzt gleich mal den nächsten Band besorgen! Dafür gibt es von mir 4 Ratten!

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Gwendolyn Shepherd ist 16 Jahre alt und lebt mit ihrer leicht verschrobenen Sippe in einem weitläufigen alten Haus in London. Am liebsten trifft sie sich mit ihrer Freundin Leslie, um DVDs zu gucken, und sie ist ziemlich genervt von ihrer fast auf den Tag gleichaltrigen Cousine Charlotte, um die alle ein Riesengetue machen, weil sie angeblich das familieneigene "Zeitreise-Gen" geerbt hat und jederzeit ihren ersten spontanen Zeitsprung hinlegen kann.

Und dann wird es Gwendolyn eines Tages plötzlich seltsam schwummerig und sie findet sich zwischen Menschen in seltsamen Kostümen wieder! Sollte sie am Ende dieses merkwürdige Gen in sich tragen? Bald erhärtet sich ihr Verdacht durch erneute kurze Zeitsprünge, und man weiht sie eilends in die wichtigsten Geheimnisse des Zeitreisens ein. Und sie lernt Gideon kennen, der ebenfalls zeitreisen kann und ihr Begleiter sein wird ... wovon sie nicht wirklich begeistert ist, der Typ scheint nämlich ziemlich arrogant zu sein, auch wenn er nicht gerade hässlich ist ...

Die flott erzählte Geschichte um Gwendolyn, ihre verrückte Familie und ihre Zeitreise-Fähigkeit ist ein herrlicher Spaß für einen faulen Nachmittag. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen - einen gelungenen Mix aus schrägen Figuren (ab und zu schleicht sich mal ein Klischeechen ein, aber das gibt nur leichten Abzug), Situationskomik, geheimnisvollen Rätseln, Schulalltag und Zeitreisen, spannend und witzig und nur selten vorhersehbar. Die Alltagsszenen sind sehr lebensecht eingefangen. In den Szenen in der Vergangenheit prallen die verschiedenen Zeiten funkensprühend aufeinander, was für viele witzige Momente sorgt. Und dass das Ganze sich in London abspielt, schadet dem Gesamtbild für mich natürlich nicht im Geringsten.

Hervorzuheben ist die äußerst hübsche Aufmachung des Buches, nicht nur der nett gestaltete Schutzumschlag, der rosa Einband und das rote Vorsatzpapier, sondern auch die rot gedruckten Seitenzahlen. Auch die Kapitelnummern und der kleine Vorspann, der jedem Kapitel vorangestellt ist, spiegeln die titelgebende Farbe wider.

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Gwendolyn steht stets im Schatten ihrer gleichaltrigen Cousine Charlotte – die soll nämlich das so seltene, aber wichtige Zeitreisegen geerbt haben. Charlottes ganze Freizeit ist darauf ausgerichtet gewesen die notwendigen Fähigkeiten, wie Reiten, Fechten, Tanzen und Konversation, zu erlangen, um in der Vergangenheit zu bestehen. Umso größer der Schock in der Familie als dann Gwendolyn sich plötzlich in der Vergangenheit wieder findet.

Ich mag Jugendbücher nicht sonderlich, aber ich liebe Zeitreisen. Die Entscheidung, ob ich dieses Buch lesen wollte oder nicht, viel mir entsprechend schwer. Ich bin mindestens fünfmal bei verschiedenen Gelegenheiten drum herum geschlichen, bis ich es auf dem Flohmarkt zu einem Preis gesehen habe, der mein Geizgen so stark angesprochen hat, dass ich es haben musste. Nach dem Lesen muss ich sagen, ich hätte durchaus ein paar Euro mehr dafür ausgeben können und hätte ich eine halbwüchsige Tochter, würde ich nicht zögern, das Buch direkt einfach so zu kaufen – und die Fortsetzung(en) gleich hinterher.

Der Roman ist teilweise ein echter Teenieroman rund um die erste Liebe - auf mich wirkt Gwendolyn allerdings bestimmt 2-3 Jahre jünger als die 16 Jahre, die sie alt sein soll. Trotzdem ist sie eine ziemlich sympathische Figur, ihrer Umgebung mangelt es allerdings etwas an Profil, sie wirken zum Teil zu schablonenhaft. Die Autorin hat aber noch ein paar Bücher Zeit, das weiter auszuarbeiten und bei Jugendbüchern ist das auch etwas, was ich nicht ganz so eng sehe. Es gibt jedenfalls noch genug offene Punkte und so einige Personen, bei denen noch nicht deutlich ist, ob sie für die „gute“ oder „böse“ Seite arbeiten, da ist die Autorin erfreulich uneindeutig. Die in Zeitreiseromanen immer so schwierigen Klippen rund um die Technik des Zeitsprungs und gefährliche Paradoxe umschifft die Autorin geschickt, in dem sie ihre Figur selbst völlig unwissend in die Situation hineinschlittern lässt.

Alles in allem ist es eine nette Teeniegeschichte und ich bin wider Erwarten tatsächlich ein wenig neugierig darauf, wie die Geschichte wohl weitergehen wird.

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Ein sehr gutes Jugendbuch, das auch Erwachsene getrost lesen können!

Erst einmal: Ich liebe dieses Buch. Es war allerdings keine Liebe auf den ersten Blick. Gut, anhand der vorhergehenden Rezensionen lag die Messlatte entsprechend hoch. Z.B. der Prolog…wirkt aufgesetzt. Dann die ersten paar Seiten. Es sind immens viele interessante Aspekte/ Bedenken und Ideen bezüglich Zeitreise vorhanden, die den Leser Seite um Seite verschlingen lassen, die Kommentare wandeln sich von aufgesetzt zu witzig in nicht mal 50 Seiten. Gut…man stelle sich vor: Ein Mädchen springt ungeplant und unvorbereitet in der Zeit. Panik. Soweit ist das ja nachvollziehbar. Sie weiß jedoch, beim ersten Mal wird’s nicht schlimm. Beim zweiten Mal könnte es jedoch sein, dass das erste Mal dagegen wie ein Kindergeburtstag erscheint. Da könnte es passieren, dass sie so weit in der Zeit springt, dass sie nicht mehr im dritten Stock des Hauses zu einer anderen Zeit, sondern am Ort des Hauses zu so einer Zeit landet, in der das Haus nicht mehr steht und sie stattdessen nach einem potentiell tödlichem Sturz im Sumpf versinkt. Also, was macht man, besonders, da man eine Familie hat, die sich in punkto Zeitreisen auskennt und somit das eigene Überleben sichern kann: Genau, man schweigt. Schließlich hat der Wunsch der Schwester, ein Haustier zu haben, diesbezüglich Vorrang. Na ja. Aber wenn man über diesen Fauxpas hinwegsieht, haben wir ein extrem packendes Buch vor uns.
Nun zu dem – für mich – allergrößten Pluspunkt: Die Ausgestaltung der Zeitthematik. Nicht nur, dass die Details einen Seite für Seite nach mehr gieren (GIERen, sehe ich gerade) lassen, sie machen den Ausgang des Buches auch unvorhersehbar. Nur ein Beispiel: Die beiden Zeitreisenden (mehr kann es nicht geben) aus der Gegenwart tappen in der Vergangenheit immer wieder in eine Falle, die in der Vergangenheit logischerweise niemand planen kann, da die Vergangenheit ja schlecht wissen kann, wann Besuch aus der Zukunft kommt. Die einzig mögliche Erklärung ist, dass einer der beiden Protagonisten selbst in der Zukunft in die Vergangenheit gereist ist, um diese vorzuwarnen und sich somit selbst eine Falle zu stellen. Was die Protagonisten jetzt selbst ja noch nicht wissen können, da auch sie ihre eigene Zukunft nicht kennen… Was hier so furchtbar kompliziert klingt, ist sehr verständlich – idiotensicher, wie man so schön sagt – im Buch dargestellt. Und genau das ist der Pluspunkt. Die Verständlichkeit von so wahnsinnig interessanten, eigentlich doch komplexen Verwicklungen. Dafür sieht man gerne darüber hinweg, dass die Liebesgeschichte etwas schnell eingeschoben wird.
In der Filmausgabe gibt es ein Zusatzkapitel aus der Sicht Gideons. Irgendwie habe ich ihn mir aus der Beschreibung Gwens anders vorgestellt, als er sich dann aus seiner Sicht angehört hat…egal. Das führt mich nur zu einem weiteren Pluspunkt. Da alles aus Gwens Perspektive geschildert wird – die übrigens sehr rund und sympathisch ist – „fehlt“ einem der Einblick in die Motive und Intrigen der anderen. Man kann nur rätseln, was andere erreichen möchten oder ob sie bestimmte Winke verstanden haben. Das macht – anders als bei anderen Romanen – das Ganze geheimnisvoll und noch spanneneder.
Die Sprache ist vielleicht nichts stilistisch Besonderes, aber absolut perfekt an den Jugendbuchstil angepasst, sodass sich das Buch sehr flüssig lesen lässt. Auch die Gestaltung mit den Stammbäumen, Grafiken und rot gedruckten Zusätzen ist sehr gut gelungen und hebt den Roman über andere hinaus. Kleine etwaige Mängel, die durchaus vorhanden sind (in der ein oder anderen Charakterisierung oder der etwas raschen Liebesgeschichte oder der Logik am Anfang, der Prolog), werden einfach von der Genialität der Idee übertrumpft. Falls man DAS Jugendbuch zum Verschenken sucht, mit dem man möglichst nichts falsch machen kann, dann wäre das hier ein Volltreffer. Auf jeden Fall: Lesen!

Ein Pageturner mit einer mehr als einer brillanten Idee, der nach mehr GIERen lässt.

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