Ruta Sepetys: Salz für die See

 
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Ruta Sepetys: Salz für die See
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Salt to the Sea
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783551560230

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Die Schuld ist ein Jäger.

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Handlungsort

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Die letzten Kriegstage des Jahres 1945: Tausende Menschen flüchten aus Angst vor der Roten Armee nach Westen. Darunter Florian, ein deutscher Deserteur, Emilia, eine junge Polin, und Joana, eine litauische Krankenschwester. Eine Notgemeinschaft, in der jeder ein Geheimnis hat, das er nicht preisgeben will. Denn der Krieg hat sie Misstrauen gelehrt. Im eiskalten Winter wählt der kleine Flüchtlingstrek den lebensgefährlichen Weg über das zugefrorene Haff. In Gotenhafen, so heißt es, warte die Wilhelm Gustloff, um sie nach Westen zu bringen. Doch auch dort sind sie noch lange nicht in Sicherheit.

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Salz für die See

Die letzten Kriegstage des Jahres 1945: Die russische Rote Armee ist auf dem Vormarsch und alle Deutschen und deutschstämmigen Menschen flüchten vor Tod, Vergewaltigung und Vernichtung. Kälte und Hunger fordern ebenso ihre Opfer wie die Luftangriffe und die Soldaten am Boden. Viele Kinder verlieren auf der Flucht ihre Eltern, Familien werden auseinander gerissen. Viele Menschen taumeln allein durch das Land oder schließen sich zu Notgemeinschaften zusammen. So auch der deutsche Deserteur Florian, die litauische Krankenschwester Joana, und die junge Polin Emilia.

Bald ist ihr Ziel der Hafen von Gotenhafen, wo sie hoffen auf Schiffen in Sicherheit gebracht zu werden. Wie Hunderttausende andere Menschen auch. Nach vielen Entbehrungen und gefährlichen Situationen gelingt es ihnen auch bis dorthin zukommen und mit Hilfe des Matrosen Alfred schaffen sie es auch auf ein Schiff. Die Wilhelm Gustloff.

Mehr möchte ich nicht verraten. Dass die Gustloff abgeschossen wurde, ist interessierten Lesern sicher bekannt. Ein dramatisches Finale ist also absehbar.

Das Buch ist ab 14 Jahren empfohlen und ich denke, daran sollte man sich bei diesem Thema und den deutlichen Worten, die die Autorin im Buch für Krieg und Kampf findet, auch halten. Es wird abwechselnd aus den Blickwinkeln der drei Flüchtenden und des regimetreuen Alfred erzählt. Die Kapitel sind mit eineinhalb bis drei Seiten meistens sehr kurz gehalten und da sie in der Ich-Perspektive geschrieben sind, muss man auf die Überschriften Acht geben, wer jeweils der Erzählende ist.

Die Sprache ist klar, auf das Notwendige reduziert, arbeitet manchmal mit stakkatoartigen Sätzen und Worten. Die Gefühle und die Dramatik kommen intensiv beim Leser an. Die Geschehnisse werden teilweise aus mehreren Blickwinkeln geschildert, wodurch der Leser so etwas wie einen Rundum-Blick bekommt. Auch wenn Marinesoldat Alfred durch seine Parteiblindheit und seinen Glauben an die Nazi-Parolen ein eher unsympathischer Charakter ist, sind seine Abschnitte für das Buch sehr wichtig und ermöglichen auch hier eine Perspektive, die nicht eindimensional und vereinfacht wirkt, sondern durchaus nach Erklärungen und Details zu den Geschehnissen sucht, die für so viele Menschen Leid und Unglück aber auch Rettung bedeuten konnten.

Ein anspruchsvolles Jugendbuch, welches für jugendliche Leser aber unbedingt auch für Erwachsene zu empfehlen ist. Mir persönlich waren die Kapitel etwas zu kurz. Es fiel mir anfangs schwer, mein Leseempfinden auf diese abrupten Wechsel einzustellen. Dies wurde aber im Laufe des Buches besser und ist mein einziger Kritikpunkt an „Salz für die See“.

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Überleben, nur wie?

Die russische Rote Armee ist auf dem Vormarsch und wir sind in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945. Die Deutschen und alle deutschstämmigen Menschen sind auf der Flucht, doch sie werden von Tod, Vergewaltigung und Vernichtung eingeholt und kämpfen mit Hunger und Kälte.
Familien werden entzweit und Kinder gehen auf der Flucht verloren, manche haben das Glück und bilden eine Notgemeinschaft um nicht alleine zu sein. Der deutsche Deserteur Florian und Joana, die litauische Krankenschwester und das polnische Mädchen Emilia. Der Schuhpoet und ein kleiner Streuner, alle sind sie auf den Weg zum Hafen von Gotenhafen und hoffen auf ihre Rettung.

Ab 14 Jahren ist das Buch empfohlen, aber ich würde dennoch raten, das Eltern mit Kindern über den Inhalt des Buches sprechen, denn das Buch handelt von einer wirklich schrecklichen Zeit und die Autorin hat das Geschehen wirklich gut beschrieben, ohne etwas schön zu reden.

Der einzige Kritikpunkt ist für mich, das mir die Kapitel zu kurz waren. Teilweise nicht mal 2 Seiten und jedes Kapitel abwechselnd aus der Sicht von drei Flüchtlingen und Alfred, einen Matrosen geschildert wird. Man muss also unbedingt immer die Überschrift beachten, damit man weiß, wer jetzt erzählt und dann wird man abrupt wieder zum nächsten Erzähler gestoßen. Ich fand es stellenweise wirklich sehr ermüdend, da auch noch manches nur auf das Notwendigste reduziert war. Dennoch ist bei mir das Grauen, und die Dramatik der ganzen Flucht, sehr intensiv angekommen, auch wenn ich gestehen muss, das durch die kurzen Kapitel für mich kein zu tiefer Kontakt, zu einer bestimmten Person aufgebaut werden konnte. Auch wenn ich mit den Protagonisten mitgezittert habe, konnte mich keiner so richtig erreichen und war mir wirklich nah.

Ein tolles Buch, das einen ein Stück Geschichte ungeschönt näher bringt.

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