Ruth Olshan: All die schönen Dinge

Ruth Olshan: All die schönen Dinge

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Ruth Olshan: All die schönen Dinge
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783789103711
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Illustrator

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Handlungsort

Handlungsorte
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Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiß, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Es hat sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie. "All die schönen Dinge" von Ruth Olshan ist die ideale Lektüre für alle, die John Green & Co lieben.

Autoren-Bewertungen

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Ein schönes Jugendbuch

Inhalt:
Tammie war zehn Jahre alt, als die Ärzte ein Aneurysma in ihrem Kopf gefunden haben. Es kann jederzeit platzen - oder auch nicht. Eine tickende Zeitbombe. Seit der Diagnose dreht sich Tammies Leben und das ihrer Familie praktisch nur noch um diese potentiell tödliche Krankheit. Tammie treibt sich gerne auf dem Friedhof herum, wo sie nach dem ultimativen Spruch für ihr eigenes Grab sucht. Dabei lernt die inzwischen Sechzehnjährige Fynn kennen, der auf dem Friedhof jobbt. Als sie sich in ihn verliebt, muss die Liste der verbotenen Dinge, noch einmal überdacht werden, denn da stehen auch solche schönen Dinge wie starke Emotionen oder Sex drauf …

Meine Meinung:
„All die schönen Dinge“ ist der Debütroman von Ruth Olshan und überaus gelungen. Er lässt sich locker lesen, die Dialoge sind spritzig und zum Teil witzig - trotz dieses ernsten Themas.

Die Protagonisten sind (fast) alle supersympathisch. Man fühlt sich von Anfang an mit Tammie verbunden und möchte mehr über sie erfahren und ihr helfen. Ihr Umgang mit ihrer Krankheit ist recht pragmatisch, was mir gut gefallen hat. Nichtsdestotrotz fürchtet sie sich natürlich vor dem Tod, aber deshalb auf all die schönen Dinge verzichten und damit praktisch gar nicht richtig leben? Das kann es doch auch nicht sein. In Fynn findet sie einen Partner, der sie nimmt, wie sie ist und der ihr viel Lebensfreude gibt.

Auch die Eltern der beiden sind supersympathisch - davon kann man als Jugendlicher nur träumen. Fast war mir ihr Riesenverständnis für alles schon etwas zu viel des Guten. Lediglich Tammies Bruder Ben ist ein Griesgram, dem man anmerkt, dass er sich hinter Tammie zurückgesetzt fühlt, weil er immer auf sie Rücksicht nehmen muss. Allerdings finde ich dieses Verhalten sehr authentisch.

Der Roman ist berührend und fesselnd, aber es war mir fast zu viel heile Welt. Ich hatte bei diesem Thema etwa Dramatischeres erwartet. Aber andere Leser werden das Buch genau so lieben, wie es ist. Es steht ja nicht jeder so auf Drama ;)

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Sag ja zum Leben

Inhalt
Wie fühlt sich Leben an - mit einer tickenden Zeitbombe im Kopf?
Um Diese Frage dreht sich ziemlich viel im Leben der 16jährigen Tammie. Ein Aneurysma hat sich in ihrem Gehirn breitgemacht und bestimmt ihren Alltag und den ihrer Familie, denn schließlich kann das Aneurysma jeden Moment platzen. Oder eben auch nicht.
Auf der Suche nach dem einen perfekten Grabspruch, verbringt Tammie sehr viel Zeit auf dem Friedhof und lernt dort eines Tages Fynn kennen. Doch hat diese Liebe eine Zukunft?

Meine Eindrücke
Das Buch hat mich von der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Ich habe es zwar nicht atemlos verschlungen, dafür aber in Ruhe genossen.

Mit viel Humor beschreibt die Autorin Tammies Leben, ihre Gedanken und wie sich die Liebe zwischen Tammie und Fynn nach und nach entwickelt. Mit den beiden sind ihr zwei liebenswerte Protagonisten gelungen. Vor allem Fynn hat mir gefallen. Er ist so einfühlsam und verständnisvoll und ihn verbindet eine wunderbare Freundschaft mit seinem Hund Okay. Durch ihn kommt Tammie zu dem Schluss, dass es so viele schöne Dinge im Leben gibt, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Sie fängt an sich nicht länger nur mit sich und ihren Ängsten zu beschäftigen, sondern mit anderen gemeinsam durchs Leben zu gehen.

Auch das Leben von Tammies Familie wird von der Angst vor dem Aneurysma und dem Verlust der Tochter bzw. Schwester bestimmt. Aufregungen sollen vermieden werden, Normalität soll trotzdem gelebt werden, was aber nicht immer einfach ist. Mit diesem Thema geht die Autorin sehr umsichtig um. Es wird spürbar, dass die Angst allgegenwärtig ist, doch in einem Maß, dass ich für das Alter der Zielgruppe passend fand.

Um diese Geschichte herum hat sich die Autorin noch ein paar schöne, manchmal witzige, manchmal nachdenklich stimmende Nebenhandlungen ausgedacht.

Insgesamt ist es eine schöne, ruhige Geschichte, die manchmal humorvoll, dann aber auch wieder nachdenklich ist. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und finde, dass es ein gelungener Jugendroman ist, mit der Botschaft sich nicht von Ängsten bestimmen zu lassen, sondern ja zum Leben zu sagen.

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Für junge Mädchen absolut NICHT empfehlenswert!

Tammie hat ein Aneurysma im Kopf, lebt vorsichtig, ohne Risiko und im Grunde so, als wäre sie schon tot. Sie sammelt Grabsteinsprüche und ist regelmäßig auf dem Friedhof, um Fotos zu machen. Eines Tages lernt sie dort Fynn kennen, der auf dem Friedhof arbeitet und immer in Begleitung seines Hundes Okay ist. Sie verlieben sich ineinander und versuchen gemeinsam, manches Rätsel des Friedhofes und die mit Tammies Aneurysma einhergehenden Einschränkungen zu lösen.

Ich habe mir das Buch aufgrund einer positiven Rezension gekauft, aber auch wegen des Covers, das mich an All the bright Places von Jenniver Niven erinnerte, das ich unglaublich gut fand.
Leider konnte All die schönen Dinge mit den Erwartungen nicht ansatzweise mithalten. Die Charaktere wirkten größtenteils Schablonenhaft, und Tammie sollte fast krampfhaft außergewöhnlich sein. Also hatte sie eine Vorliebe für Pistazieneis und Friedhöfe. Die Charaktere wirkten einfach nicht rund.
Zudem wurden in die nicht einmal 300 Seiten zu viele Erzählstränge und nicht mit der Hauptstory verwobene Episoden eingebaut. Bestes Beispiel hierfür ist Tammies Klassenkamerad Jens, Schwarm aller Mädels, der durchaus übergriffig wird – was Tammie aber einfach so wegsteckt und nicht weiter darüber nachdenkt. Es ist ein Jugendbuch, ich unterstelle mal, für Mädchen geschrieben. Was ist das für eine Botschaft, wenn ein Junge ein Mädchen einfach auf’s Bett drückt, das Mädchen dann sagt „Ich hatte nicht ja gesagt“, als Antwort „Du hast aber auch nicht nein gesagt“ bekommt – und das unkommentiert stehen bleibt?
Auch das Rätsel um Frau Blumentopf schien mir sehr konstruiert. Zum Schluss war ich mir nicht mehr sicher, ob es um Tammie und ihr Aneurysma, um Tammie und Fynn, um Fynn und Okay, oder um etwas ganz anderes geht. Auch die Problematik mit Tammies Aneurysma wird nach ca. einem Drittel des Buches nur noch einmal kurz aufgegriffen und recht schnell aus der Welt geschafft.
Die Autorin wollte meiner Meinung nach zu viel in die Geschichte packen, heraus kam aber nur eine Oberflächlichkeit nach der nächsten, eine Geschichte bar jeglicher Struktur, die nicht weiß, ob sie Drama, Liebesgeschichte, Familienroman oder doch etwas ganz anderes sein will.

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Pistazieneis und andere schöne Dinge

Zum Inhalt:

Tammies Lieblingsbeschäftigung ist es, auf Friedhöfen nach schönen Grabsprüchen zu suchen. Dort trifft sie auf Fynn, in den sie sich verliebt und er verliebt sich auch in sie. Es könnte alles so einfach sein, aber Tammie hat eine tickende Zeitbombe in ihrem Kopf: ein Aneurysma. Obwohl sie eigentlich keinen so nah an sich heranlassen möchte, weil sie jeden Moment sterben könnte oder aber auch nicht, schafft Fynn es durch ihre Mauer hindurch zu kommen.

Erster Satz:

Pistazieneis stirbt aus.

Meine Meinung:

Der Debütroman von Ruth Olshan ist ein wahrer Wohlfühlroman. Obwohl die Protagonistin nach eigenen Angaben eine tickende Zeitbombe in ihrem Kopf hat und ihre ganze Familie damit zu kämpfen hat, hat die Autorin es geschafft, mit diesem Buch einen schönen Jugendroman über die erste Liebe zu schreiben.

Ungeachtet der Krankheit, die sich eher nach schwerer Kost anhört, schafft die Autorin es, das Thema leicht aufzuarbeiten. Der Leser erfährt recht früh, dass Tammies Leben recht eingeschränkt ist und ihre Eltern sich wahnsinnige Sorgen machen. All dies ändert sich, nachdem Tammie Fynn kennengelernt hat. Kurz danach stehen die normalen Themen eines Teenagers im Vordergrund: Wie komme ich mit meinem Schwarm ins Gespräch? Wie verhalte ich mich ihm und seiner Familie gegenüber und wie schaffe ich es, dass meine Eltern sich nicht völlig uncool benehmen? Schon sehr bald lernt man eine unbeschwerte Tammie kennen, die das Leben außerhalb ihrer Krankheit erlebt. Es ist nicht immer leicht, jedoch ist es aufregend und mit ihrer Veränderung verändert sich auch bald das Verhalten ihrer ganzen Familie.

Die Autorin beschreibt all dies aus Tammies Perspektive. Ihr gelingt der Spagat aus guter Alltagsbeobachtung und dennoch die Eigenarten eines Teenagers mit einfließen zu lassen. Daher wirkt alles authentisch. Auch die Unsicherheiten, die mit der ersten Liebe und den Umgang mit dem Aneuyrsma aka Ypsilon-Ding einhergehen, beschreibt sie sehr einfühlsam und nachvollziehbar. Die Charaktere Tammie und Fynn werden sehr gut gezeichnet, sodass man sehr bald ein sehr genaues Bild von beiden erhält. Die anderen Personen bleiben eher im Hintergrund, sodass nicht all ihrer Motive erkennbar werden. Jedoch hat mich das an keiner Stelle gestört, da es gut zu der Geschichte gepasst hat.

Insgesamt war es ein Buch, das ich, sobald ich es in die Hand genommen habe, nicht mehr weglegen konnte - ein wahrer Page-Turner.

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Vom Leben ausgebremst .....

Wenn man 16 Jahre alt ist, dann sollte man auf Partys gehen, sich mit Freunden treffen, jede Menge Spaß und vielleicht auch den ersten Sex haben, auf jeden Fall nicht seine kostbare (Lebens-)Zeit auf Friedhöfen verbringen, um nach dem perfekten Spruch für den eigenen Grabstein zu suchen.

Tammie tut jedoch genau das: Sie verbringt jeden Tag Zeit auf dem Friedhof, sichtet die Grabsteine nach darauf verewigten Sprüchen und wenn sie einen guten Spruch gefunden hat, fotografiert sie diesen und "belohnt" sich mit einem Pistazieneis. Den perfekten Spruch - für ihren eigenen Grabstein- hat sie jedoch noch nicht gefunden, weswegen ihre Suche täglich weiter geht.

Bei ihren Aufenthalten auf dem Friedhof lernt sie Fynn kennen, der auf dem Friedhof arbeitet.

Während sie, zusammen mit Fynns Hund "Okay", weiter nach dem perfekten Grabsteinspruch suchen, passiert das, was man Leben nennt: Tammie und Fynn verlieben sich ineinander.

Das Leben könnte so schön sein - wäre da nicht die tickende Zeitbombe in Tammies Kopf.

Mit "All die schönen Dinge" hat Ruth Olshan ein Jugendbuch geschrieben, das sich mit einem ernsten Thema auseinandersetzt.

Tammie und ihre Eltern wissen seit 6 Jahren, dass sich in Tammies Gehirn ein Aneurysma befindet, das jederzeit und ohne vorherige Ankündigung platzen kann. Tammies Eltern befinden sich deswegen seit Jahren in einer Art Schockstarre und behandeln ihre Tochter wie ein rohes Ei. Diese Ängste übertragen sie natürlich auf Tammie und deswegen lebt auch sie ihr Leben mit stark gedrosseltem Schub.

Nach Aussage des Arztes ist es jedoch egal was Tammie tut. Niemand kann vorhersagen, wann und warum "es" platzen wird und es gibt keinen Grund, sein Leben im Schongang zu leben.

Mit Fynn und "Okey" an ihrer Seite lernt sie, nicht permanent an den Tod zu denken (obwohl sie durchaus mit ihm konfrontiert wird) und sich den schönen Dingen des Lebens zu öffnen.

Die Charaktere Tammie und Fynn werden sehr realistisch und glaubhaft beschrieben. Ihre Ängste, ihre Gedanken und die Konfrontation mit dem "Ypsilon" in Tammies Kopf konnten von mir nachvollzogen werden. Auch "Okey" ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Mit den Eltern von Tammie kann ich mich leider über die ganze Geschichte hinweg nicht anfreunden. Nicht nur, dass sie ihre Tochter behüten wie ein rohes Ei, sondern sie sind permanent etwas am entrümpeln. Wahrscheinlich wollen sie im übertragenen Sinne ihr eigenes Leben entrümpeln aber irgendwie scheinen sie das nicht auf die Reihe zu bekommen.

"Auch meine Eltern wissen nicht immer, was zu tun ist. Ihre verwirrten Gedanken haben sie in großen Haufen in der Wohnung verteilt und sortieren sie jetzt neu. Das Schlechte kommt in den Müll, das Gute wieder zurück in den Schrank. Es ist eigentlich ganz einfach, und ich frage mich, warum wir nicht alle schon viel früher darauf gekommen sind. Bin gespannt, was übrig bleibt".

Etwas weniger Entrümpelung hätte mir persönlich besser gefallen. Für mich las es sich so, als ob Tammies Eltern in der ganzen Zeit nichts anderes getan hätten als Schlafzimmer, Keller und Küche zu durchforsten nach "gutem und schlechtem" und dabei ebenfalls vergessen, wie es sich anfühlt zu leben.

Alles in allem ist "All die schönen Dinge" ein ruhiges Buch, das sich mit einem Thema beschäftigt, dass wir alle - egal ob jung oder alt - gerne von uns schieben. Altersgerecht verpackt wird hier die Botschaft übermittelt, dass man sein Leben genießen soll .... wir haben schließlich nur das Eine.

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