S. J. Kincaid: Diabolic - Vom Zorn geküsst

S. J. Kincaid: Diabolic - Vom Zorn geküsst

 
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S. J. Kincaid: Diabolic - Vom Zorn geküsst
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Diabolic
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783401602592
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
488

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Alle glaubten sie, Diabolics seien furchtlose Kreaturen, doch in meinen ersten Jahren kannte ich nichts als Angst.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Eine Diabolic ist stark.
Eine Diabolic kennt kein Mitleid.
Eine Diabolic hat eine einzige Aufgabe: Töte, um den einen Menschen zu schützen, für den du erschaffen wurdest.
 
Als Nemesis und Tyrus sich am Imperialen Kaiserhof begegnen, prallen Welten aufeinander. Sie - eine Diabolic, die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Liebe ist ihr völlig fremd. Er - der Thronfolger des Imperiums, der von allen für wahnsinnig gehalten wird. Liebe ist etwas, das ihn nur schwächen würde. Dass ausgerechnet diese beiden zusammenfinden, darf nicht sein. Denn an einem Ort voller Intrigen und Machtspiele ist ein Funke Menschlichkeit eine gefährliche Schwachstelle …
 
Nemesis und Tyrus. Diabolic und Thronerbe. Ein Mädchen zwischen unbändigem Zorn und ergreifender Liebe, und ein Junge, dem Gefühle das Leben kosten könnten. Eine großes Fantasy-Spektakel, das den Lesern den Atem rauben wird!

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Überzeugende Mischung

Diabolics sind künstlich geschaffene, menschenartige Wesen, die nur zu einem Zweck gezüchtet werden: als persönliche Leibwächter hochrangiger Eigentümer. Sie werden auf einen Menschen geprägt und für diesen tun sie dann alles, sie räumen jede Bedrohung aus dem Weg. Gefühle kennen sie nur für diesen einen Menschen, dem sie gehören, ansonsten gehören Emotionen nicht zu ihren genetisch verankerten Eigenschaften.

Nemesis ist eine Diabolic und gehört der jungen Sidonia, der Tochter eines Senators. Sidonia sieht Nemesis jedoch mehr als Freundin an und traut ihr durchaus auch menschliche Gefühle zu. Als eines Tages alle Diabolics zum Tode verurteilt werden, da ihre Eigenschaften sie einfach zu gefährlich für die Allgemeinheit machen, widersetzt Sidonias Familie sich dem Beschluss und lässt Nemesis am Leben. Natürlich darf niemand hiervon wissen, gilt der Senator doch aufgrund seines Interesses an Wissenschaft und Technik sowieso schon als Ketzer und ist dem Kaiser ein Dorn im Auge.

Eines Tages wird Sidonia an den Kaiserhof zitiert. Ihrer Mutter ist klar, dass ihre liebenswerte, freundliche und offene Tochter in dieser Schlangengrube nicht bestehen könnte und so ersinnt sie einen Rollentausch. Sie schickt Nemesis an Sidonias Stelle und unter deren Namen an den Hof. Für Nemesis keine einfache Aufgabe, denn um als Mensch durchzugehen, muss sie Emotionen vortäuschen und sogar Schwäche. Wird sie damit durchkommen oder auffliegen? Und wie wird die Zeit am Hof sie verändern? Steckt doch noch etwas anderes in ihr als die Killerin ohne Herz und Gefühle?

Der Science Fiction Anteil des Buches ist relativ gering. Die Geschichte spielt zwar größtenteils im Weltraum und auf Raumschiffen, aber das merkt man bei der Lektüre kaum. Einige technische Details werden zwar erwähnt und sind auch durchaus wichtig für die Gesamtlogik der Geschichte, aber der Fokus liegt auf den Figuren.
Im Vordergrund steht die Frage, was ein Wesen zum Menschen macht? Sidonia behandelt Nemesis von Anfang an wie eine menschliche Freundin und nicht wie ein künstlich erzeugtes Wesen. Nemesis selbst sieht sich anders, doch sie durchläuft im Verlauf der Handlung hier eine große Veränderung.

Der Klappentext verrät meiner Meinung nach zu viel im Hinblick auf die zweite Hauptfigur des Buches: Tyrus, den Neffen des Kaisers. Schon bei seinem ersten Auftritt hatte ich einen Verdacht, der sich aber erst viel später wirklich bestätigt hat. Der Klappentext nimmt diese Überraschung leider schon vorweg.

Obwohl auch einige andere Wendungen vorhersehbar waren, gab es doch auch genug Überraschungen, um das Buch wirklich spannend zu halten!
Mich hat die Geschichte richtiggehend gefesselt und ich habe das Buch an einem Wochenende verschlungen! Für mich war es genau die richtige Mischung aus gut durchdachter Story, spannenden Wendungen, interessanten und glaubwürdigen Figuren und einer schönen, überzeugenden Lovestory!

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Der Zorn der Tigerin

S.J. Kincaid - Diabolic: Vom Zorn geküsst - Arena

"Eine Diabolic ist stark.
Eine Diabolic kennt kein Mitleid.
Eine Diabolic hat eine einzige Aufgabe: Töte, um den einen Menschen zu schützen, für den du erschaffen wurdest."

Nemesis ist wie ein wildes Tier, das aussieht wie ein Mensch, sich aber, seinem Ursprung nach, allein nach seinen Instinkten richtet.
Sie ist eine Tigerin, eine Tötungsmaschine.

Trainiert auf mitleidloses und sekundenschnelles Töten, ist sie der beste Schutzwall gegen Feinde. Ist eine Diabolic erst auf einen Menschen geprägt,
lernt sie einer zu werden. Seit der Verbindung mit ihrer Schutzbefohlenen, der jungen Sidonie, hegt sie keinen größeren Wunsch, als alles Unheil von ihr fernzuhalten.
Sämtliche Verteidigungsmechanismen, stehen dem Mädchen zur Verfügung.
Schnelligkeit, Reaktion, Muskelkraft und kompromissloses Handeln legen sich wie ein zarter Mantel um Sidonie, selten merkt sie, wie sehr sie beschützt wird.
Sidonie liebt Nemesis wie eine Schwester, eine Freundin, eine Gefährtin.

Ihr Vater hat den Imperator mit seinen rebellischen Ansichten verärgert. Der Senator hat eine kleine Wissensbibliothek aus alten verbotenen Datenträgern gerettet.
Naturwissenschaften stehen auf dem Index und das Imperium verhängt drakonische Strafen.

Ein Inquisitor soll Sidonie an den Kaiserhof bringen, sie soll für ihres Vaters Taten "bezahlen".
Die Matriarchin hat einen Plan, sie schickt Nemesis anstatt ihrer Tochter an den Hof.
Eine Gouvernante verpasst Nemesis den letzten Schliff.

Die Täuschung gelingt, doch ausgerechnet der exzentrische Thronfolger Tyrus, fühlt sich zu ihr hingezogen.
Nemesis ist zwar die tödlichste Waffe des Universum, doch Liebe ist ein Fremdwort für sie.

"Der Kaiser verlangt von mir, mein unschuldiges Lämmchen zur Schlachtbank zu schicken. Ohne mich. Stattdessen bekommt er meine Anaconda."
Die Matriarchin

Spannende Murder-Mystery, Fantasy von fernen Planeten. Erfrischend und flüssig geschrieben, Abenteuer mit einer sehr ungewöhnlichen Heldin.
Dieses "Doppelte Lottchen" hat scharfe Zähne..

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Ein Buch nach meinem Geschmack

Inhalt
Nemesis ist kein Mensch. Sie wurde im Labor gezüchtet und hat nur eine Lebensaufgabe. Als Diabolic muss sie ihre Eigentümerin Sidonia beschützen. Sie wurde so auf Sidonia geprägt, dass diese Nemesis alles bedeutet und sie für sie sterben würde. Als eigentlich Sidonia an den Kaiserhof kommen soll, geht Nemesis für sie und gibt sich als Sidonia aus, was ihr alles andere als leicht fällt. Als sie auf den Thronfolger Tyrus trifft, der für wahnsinnig gehalten wird, gerät sie noch mehr in die Intrigen des Kaiserhofes.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, wollte ich es unbedingt lesen. Denn es klang vielversprechend und ich muss sagen, es hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Zu Beginn wird man etwas ins kalte Wasser geschmissen, da man weder weiß, was Diabolics sind, noch in was für einer Welt Nemesis lebt. Man muss sich erst in dieser unbekannten Welt zurechtfinden, in der es auch einige unbekannte Begriffe gibt. Doch nachdem mir der Einstieg gelungen war, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Idee der Diabolics, die eigentlich keine Gefühle haben dürfen, außer die für ihre Eigentümer und eine tödliche Waffe sind, finde ich faszinierend und originell. Dadurch, dass alles aus der Ich-Perspektive von Nemesis erzählt wird, erfährt man hautnah, wie die Diabolics erschaffen werden und wie es möglich ist, dass sie so werden, wie sie sind. Diese Darstellung fand ich erschreckend, aber auch gelungen.

Hier hat mich besonders die Beziehung zwischen Nemesis und Sidonia fasziniert, da ich sie mir zu Beginn ganz anders vorgestellt hätte. Denn Sidonia liebt Nemesis und möchte nicht, dass diese sich für sie opfert. Sie sieht sie nicht als Diabolic an, sondern eher als Mensch.
Aber auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Nemesis und dem Thronfolger Tyrus mochte ich, auch wenn diese vorhersehbar war.
Die Darstellung der Protagonisten fand ich durchweg überzeugend und gut und vor allem Nemesis' Entwicklung konnte mich überzeugen.

Der Plot an sich in voller Intrigen, Gefühle und spannende Wendungen. Ich wollte das Buch am liebsten gar nicht zur Seite legen. Allerdings dachte ich vorher, dass es ein Fantasybuch ist, das passt hier meiner Meinung nach allerdings nicht. Es geht stark in den Science-Fiction-Bereich, was ich aber gelungen finde.

Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen, passt ins Setting und schaffte es bei mir ein wahres Kopfkino entstehen zu lassen.

Das Ende war für mich abgeschlossen und ich empfand es als gelungen. Bisher dachte ich auch, dass es ein Einzelband ist, aber nun habe ich gesehen, dass noch zwei weitere Bände erscheinen werden, was ich etwas überflüssig finde. Dennoch bin ich neugierig, ob mich die Fortsetzungen auch so überzeugen können, wie dieser erste Band, der auch gut als Einzelband durchgehen könnte.

Fazit
"Diabolic- Vom Zorn geküsst" bekommt von mir sehr gute vier Sterne. Ich mag die Idee dahinter und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Nur am Anfang brauchte ich etwas um in die Geschichte hineinzufinden. Ich kann es auf jeden Fall jedem empfehlen, der nach einem Buch mit einer originellen Idee sucht und gerne etwas aus dem Science-Fiction-Bereich liest.

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spannendes Buch mit einem großartigen World-Building

Erster Satz:
"Alle glaubten sie, Diabolics seien furchtlose Kreaturen, doch in meinen ersten Jahren kannte ich nichts als Angst."

Meine Meinung zum Buch:
Oh mein Gott!
Dieses Buch war einfach nur wow. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite wie gebannt von der Story und deren Verlauf. Es lässt sich eigentlich kaum in Worte fassen wie gut mir das Buch gefallen hat.

Normalerweise lese ich nicht gerne Bücher aus dem Genre Science Fiction, denn oft komme ich mit der Welt, in der die Charaktere leben, überhaupt nicht zurecht. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich mir ein Leben im All nur schwer vorstellen kann. Obwohl ich hin und wieder Probleme hatte, und mir nicht immer alles genauestens vorzustellen konnte, so fand ich das World-Building einfach großes Kino.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Diabolic Nemesis.
Gerade am Anfang der Story erhält man einige Einblicke in das Leben einer Diabolic, wie sie heran gezüchtet werden und für was sie ursprünglich erschaffen wurden. Im Laufe der Story macht Nemesis eine unglaubliche Entwicklung durch. Sie bleibt zwar immer noch die kühle, distanzierte und vor allem gefährliche Diabolic, nichtsdestotrotz fängt sie an Sachen zu hinterfragen, schmiedet Pläne und wälzt Entscheidungen und deren evtl. Konsequenzen im Kopf hin und her.

Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, denn dieser ist genauso wie Nemesis. Einnehmend, nüchtern, kühl und vor allem berechnend. Die Autorin überlässt nichts dem Zufall und die Story ist wunderbar ausgearbeitet. Der rote Faden zieht sich durch das komplette Buch, ohne, dass dieser einmal unterbrochen wird. Intrigen werden aufgedeckt, Bündnisse geschmiedet und unerwartete Gefühle entdeckt.

Wie ich gehört habe, soll Diabolic: Vom Zorn geküsst der Auftakt einer neuen Trilogie sein. Ich bin mir nicht sicher wie viel Wahrheit dahintersteckt, denn die Story ist abgeschlossen und würde daher keinen zweiten bzw. dritten Band benötigen. Vielleicht geht es im 2. Band aber auch mit anderen Charakteren weiter. Ich lasse mich einfach überraschen.

Fazit:
"Diabolic: Vom Zorn geküsst" von S.J. Kincaid ist ein spannendes Buch mit einem großartigen World-Building und unglaublich tollen Charakteren. Für mich eines der besten Bücher aus dem Genre Science Fiction

Das Buch erhält von mir 5 von 5 Federn

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Erfrischend

Klappentext:
Eine Diabolic ist stark.
Eine Diabolic kennt kein Mitleid.
Eine Diabolic hat eine einzige Aufgabe: Töte, um den einen Menschen zu schützen, für den du erschaffen wurdest.

Als Nemesis und Tyrus sich am Imperialen Kaiserhof begegnen, prallen Welten aufeinander. Sie - eine Diabolic, die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Liebe ist ihr völlig fremd. Er - der Thronfolger des Imperiums, der von allen für wahnsinnig gehalten wird. Liebe ist etwas, das ihn nur schwächen würde. Dass ausgerechnet diese beiden zusammenfinden, darf nicht sein. Denn an einem Ort voller Intrigen und Machtspiele ist ein Funke Menschlichkeit eine gefährliche Schwachstelle...

Cover:
Das Cover hat mein Interesse geweckt. Schon allein dieser silberne Schimmer, machte mich neugierig. Dazu kommt noch, dass der Titel schnell ins Auge springt. Aus diesem Grund wollte ich wissen, worum es in dem Buch geht. Und somit hatte ich dann mein erstes Reziexemplar 2017 gefunden (und auch bekommen?).

Schreibstil:
Puh... Das sind ein paar ziemlich schwierige Namen, die man da vorgesetzt bekommt... Ansonsten ist an dem Schreibstil aber nichts auszusetzen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und auch die Kapitel haben eine angenehme Länge.

Meine Meinung:
Der Klappentext lässt eine klassische Jugendroman-Romanze erwarten. Und dafür bin ich ja immer zu haben. Nicht nur, weil die meisten Bücher dieser Art sich wunderbar dazu eignen komplett abzuschalten, sondern auch, weil ich ab und zu diese etwas leichtere Lektüre sehr gerne mag. Außerdem laden Jugendromane dazu ein sich an einem Sonntag gemütlich auf die Couch zu kuscheln und einfach mal ein Buch am Stück durchzulesen.
Dazu kommt noch, dass dieses Buch eines derjenigen ist, die einfach richtig schick im Regal aussehen.

Es hat mich tatsächlich überrascht, dass die Geschichte im Weltraum spielt, aber in das Setting habe ich mich schnell reingelesen.
Ohne große Vorerklärungen steigt man in die Geschichte ein und lernt die Hauptperson Nemesis kennen.
Die Entwicklung ist überraschend und eher weniger vorhersehbar, auch wenn man diese eine Storyline mit der Liebesgeschichte ja schon im Klappentext erfährt, ist das Buch spannend und bietet genug neue Charaktere und andere Verläufe.

Alles in Allem kann ich das Buch nur empfehlen. Endlich mal wieder kein 08/15 Jugendroman. Oder vielleicht doch? ?)

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Viel mehr als erwartet!

Diabolic - Vom Zorn geküsst

Diabolic ist so viel mehr, als man nach dem Klappentext erwarten würde. Es ist eine Geschichte über den Sinn des eigenen Lebens, die eigene Menschlichkeit, das Lechzen nach Macht und den damit verbundenen Intrigen, sowie dem Konflikt von Religion und Wissenschaft.

Trotz eines eher holprigen Anfangs findet sich der Leser schnell in Nemesis Welt ein. Die Autorin erschafft wortgewaltige Bilder und eine ganze Welt, von der ich gerne sehr viel mehr lesen würde.
Natürlich dauert es seine Zeit, bis man die ganze Welt in sich verstanden hat und da es einige Worte gibt, die es eben in unserer Welt nicht gibt, war es teilweise ein wenig verwirrend. Dies legt sich aber nach der Zeit des Einlesens.

Nemesis ist die Protagonistin des Buches und kein Mensch. Sie ist eine Diabolic, mehr Raubtier, als Mensch, genetisch zu übernatürlicher Stärke verändert. Als Protagonistin hat sich unheimlich gut funktioniert, ihre Handlungen und Gedankengänge waren nachvollziehbar – obwohl sie sich in manchen Momenten nicht menschlich verhalten hat.
Mein Lieblingscharakter ist dennoch Tyrus, der wahnsinnige Thronerbe am kaiserlichen Hof. Da ich nicht spoilern will, sage ich zu ihm nur, dass er selbst noch am Ende undurchschaubar bleibt.

Der Spannungsbogen kann eigentlich die ganze Zeit aufrecht erhalten werden. Gerade gegen Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und trotz der Dicke des Buches war ich viel zu schnell durch. Dies wird vor Allem noch durch den ansprechenden und wie bereits erwähnten wortgewaltigen Schreibstil von S.J. Kincaid unterstützt.

Leider wurde es mir gegen Ende zwischen Tyrus und Nemesis etwas zu stereotypisch Jugendbuchartig. Da ich immer noch nicht nicht spoilern will, formuliere ich es mal so, dass wieder einmal ein Hin-und-Her entsteht, dass ich persönlich in jedem zweiten Buch genau so lese.

Aufgrund dieser Sache und dem Ende, das viel zu abrupt und zu schnell von dannen gegangen ist müsste ich leider einen Stern abziehen. Gerade gegen Ende habe ich noch einmal irgendetwas Schockierendes erwartet, das mich komplett von den Socken haut, aber es war mir leider viel zu trivial und abgehakt.

Dennoch kann ich dieses Buch all denen empfehlen, die auf der Suche nach einer fantastischen und außergewöhnlichen Geschichte sind.

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