Ursula Poznanski: Saeculum

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Ursula Poznanski: Saeculum
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783785570289

Informationen zum Buch

Seiten
496

Sonstiges

Erster Satz
Bastian hörte das Klirren der Schwerter schon von Weitem.

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Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?

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Bastian hatte bisher wenig mit Mittelaltermärkten und Rollenspielen zu tun. Das ändert sich, als er Sandra kennen lernt. Und schon findet er sich für fünf Tage mitten im Wald wieder, ohne die Bequemlichkeiten des modernen Lebens. An sich gar nicht so verkehrt, mal ein paar Tage fern ab der Zivilisation. Wäre da nicht der Fluch, der über dem Waldstück liegen soll. Anfangs tun die meisten den noch als Hirngespinst ab. Aber schon in der ersten Nacht verschwinden Teammitglieder spurlos, geheimnisvolle Botschaften tauchen auf. Aus dem Live-Rollenspiel wird schnell bitterer Ernst, es geht um Leben und Tod. Können sie dem Fluch entkommen? Oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter?



Wenn ihr mit „Saeculum“ beginnt, nehmt euch Zeit, es wird euch nicht mehr loslassen. Man merkt deutlich, dass sich die Autorin intensiv mit der Welt des Rollenspiels auseinander gesetzt hat. Aber nicht nur Mittelalter-Freunde und Rollenspieler werden diesen Roman verschlingen. Die Situation wird schnell heikel und die Spannung steigt bis zum Ende immer weiter an. Nie kann man sich sicher sein, ob man nicht vielleicht doch an den Fluch glauben sollte. Er wäre die logischste Erklärung für viele Merkwürdigkeiten.



Wer schon „Erebos“ mochte wird von „Saeculum“ begeistert sein. Man spürt deutlich, dass die Autorin sich noch mal um einiges weiter entwickelt hat, obwohl „Erebos“ schon fantastisch war. Den Figuren wird zwar ein bestimmtes Alter zugeordnet, sie agieren allerdings relativ alterslos, so dass ich immer wieder vergas, wie alt sie eigentlich sein sollen. Das macht dieses Jugendbuch auch für etwas ältere Leser noch attraktiver. Man hat keinerlei Mühe, sich in die Charaktere hinein zu versetzen.



Genau das richtige Buch, um sich an einem stürmischen Herbsttag mal wieder so richtig zu gruseln! Ein Thriller mit hohem Gänsehautniveau.

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Inhaltsangabe:

Um seine neue Freundin Sandra zu beeindrucken, nimmt der Medizinstudent Bastian einiges auf sich – sogar die Teilnahme an einem mittelalterlichen Live-Rollenspiel der Spielergruppe Saeculum. Der dafür ausgesuchte Ort sorgt unter seinen Mitspielern für Unruhe, denn der Wald bzw. die Lichtung darin soll der Sage nach (die natürlich allen genüsslich erzählt wird) mit einem Fluch belegt sein. Für Bastian ist das aber alles nur Teil des Spiels – bis plötzlich Mitspieler spurlos verschwinden, geheimnisvolle Botschaften auftauchen und auch der Kontakt zur Welt „draußen“ abreißt. Während der darauf folgenden Ereignisse schließt Bastian Freundschaft mit der Lautenspielerin Iris, die einen sehr konkreten Verdacht hat, wer das Spiel stören will. Doch einige Mitspieler sind sicher, den Fluch auf sich geladen zu haben und glauben auch zu wissen, wie sie ihn wieder los werden können ...

Der erste Satz:

„Bastian hörte das Klirren der Schwerter schon von Weitem.“

Meine Meinung zum Buch:

Das wird für mich eine schwierige Rezension, denn das Buch hat viele gute Seiten, aber auch starke Schwächen.

Ich bin selbst keine Rollenspielerin, daher war mir die Figur des Bastian am nächsten und seine spontanen Heiterkeitsausbrüche in Bezug auf manche Spielvorgaben konnte ich gut verstehen. Bastian scheint aber merkwürdigerweise einer der wenigen in seiner Gruppe zu sein, der erkennt, dass alle Vorkommnisse für das Spiel inszeniert sein müssen – denn es ist ja ein Spiel! Die teilweise panischen Reaktionen seiner in solchen Rollenspielen wesentlich erfahreneren Mitspieler konnte ich daher überhaupt nicht nachvollziehen – eigentlich müssten sie so reagieren wie Bastian und Bastian müsste der unsichere Spieler sein.

Das war dann auch der Grund, warum die wunderbar gruselig geschilderten Orte und Ereignisse bei mir nicht so richtig für Spannung sorgen konnten – es war doch nur ein Spiel. Nur sehr weit gegen Ende der Geschichte, als sie sich „dreht“ und die echten Gründe für die Störungen im Spiel offen werden, kommt Tempo auf.

Zu lesen ist das Buch sehr schön. Als Leser erhält man einen guten Einblick in die Mittelalter-Szene und in die Welt der Rollenspiele. Bastian als Neuling in diesem Thema darf alles fragen und lernen, und wir Leser machen das mit. Interessant waren auch die kleinen Dialogstücke zwischen Unbekannten, die hin und wieder in die Geschichte eingestreut werden. Diese Teile haben mich sehr neugierig gemacht.

Tief charakterisiert war in meinen Augen aber nur Bastian, ihn lernen wir sehr gut kennen. Die Lautenspielerin Iris bekommt zumindest gegen Ende mehr Kontur, doch die übrigen Charaktere bleiben eher blass und wir erfahren kaum etwas aus ihrer Vergangenheit oder wie sie zu ihrem mittelalterlichen Steckenpferd gekommen sind. Das fand ich teilweise sehr schade, denn einige Figuren wären es durchaus wert gewesen, sie dem Leser noch ein bisschen näher zu bringen.

Am meisten hat mich aber der Schluss geärgert und der ist auch der Grund für einen dicken Abzug bei den Ratten:

Den Grund für die ganze Inszenierung fand ich schon etwas dünn, aber gut, die Geschichte ist schlüssig und ich hätte damit gut leben können. Was dann aber meinen Blutdruck endgültig hoch trieb, war das vorletzte Kapitel, in dem ohne jegliches Unrechtsbewusstsein und mitleidheischend eine traurige Kindheit als Entschuldigung für alles Kriminelle herhalten muss. *schnarch* Klischee hoch drei! Schade, das hat mir die Freude am Buch doch noch vergällt.

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Saeculum

"Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy –, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra. Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?"
(Zitat von amazon.de)

Die amazon-Inhaltsangabe trifft wirklich perfekt auf das Buch zu - sie verrät nicht viel, erst am Ende wird deutlich, warum "Saeculum" ein Thriller ist ;-)
Doch dann legt die Autorin richtig los. Die vereinzelten Hinweise auf das Genre kommen zwar schon bis zu 2/3 des Buches, doch dann steigt die Spannung erst in's Unendliche! Plötzlich überlegt man selbst "Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?", und bevor man "ja" sagen kann, nimmt das Buch seine Wendung und kommt zu herzklopfenden Ende!

Die Story, die für mich selbst auch neu war, wurde von Anfang an strikt durchgezogen - bis kurz vor dem Ende. Dort begann der eigentlich "heftige Thriller" erst, was in meinen Augen die Spannung auch hochgezogen und am Höhepunkt gehalten hat! Ich finde, dass das Buch mal etwas anders aufgebaut ist - was auch gar nicht negativ gemeint ist - und durch das Mitfiebern, wann der Höhepunkt der Story denn endlich kommt, äußerst gelungen ist!

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