Sanja Schwarz: Schnee Elfen Herz

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Sanja Schwarz: Schnee Elfen Herz
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783733502362
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
208

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Schlagworte

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Handlungsort

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Weiß wie Schnee, rot wie Blut: Mitten in der Nacht wird Sira von einer wispernden Stimme in den Wald gelockt. Dort trifft sie auf Turak, den Sohn des Schneeelfenkönigs, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Von ihm erfährt sie, dass sie selbst halb Mensch, halb Elfe ist. Noch ahnt Sira nicht, dass sie die Einzige ist, die Turak vor dem sicheren Tod retten kann, denn im Elfenreich herrscht Krieg. Und Turaks erbittertster Feind hat bereits einen teuflischen Plan geschmiedet.

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Eine Geschichte mit viel Potential

Schimmernde Vampire, vor Kraft strotzende Werwölfe, bildschöne Elfen, Gestaltwandler oder Engel. Das Genre der sogenannten "Romantasy" boomt ganz besonders im Jugendbuchbereich. In "Schnee Elfen Herz" trifft die junge Menschenfrau Sira auf den Elfenprinzen Turak, dessen Leben nur sie retten kann. Sie verliebt sich auf den ersten Blick und begibt sich mit ihm ins Elfenreich, um sich in einen blutigen Krieg einzumischen.

Zu Beginn lernen wir Sira kennen. Eine sympathische, in sich gekehrte junge Frau, die keine Freunde hat und seit dem Tod ihrer Eltern bei Onkel und Tante lebt. Sie ist ein "Freak", von ihren Mitschülern wird sie gemieden. Über Turak erfahren wir weniger. Er ist ein Elfenprinz, sieht gut aus und kämpft in einem jahrelang währenden Krieg im Reich der Schnee- und Eiselfen. In diesem Stoff von gewöhnlicher Romantasy überrascht die Autorin mit faszinierenden Ideen. Sie beschreibt ihre Fantasy-Welt als ein kaltes Reich, in dem Elfen leben, deren Körpertemperatur im Minusbereich liegt, deren Küsse den Atem gefrieren lassen und die in warmer Kleidung zu verbrennen drohen.

Die Motive der beiden Hauptfiguren sind offensichtlich: Sira wird von ihrer Liebe getrieben, Turak vom unbändigen Willen, den Krieg zu beenden und dabei seine Geliebte nicht zu gefährden. Sprachlich mag "SchneeElfenHerz" ausbaufähig sein, aber für ein Jugendbuch übertrifft es etwa vorhandene Anforderungen sogar, denn sie überzeugt mit einer kristallenen Klarheit. Inzwischen stolpern Leser kaum noch über Anglizismen, über die sich Bastian Sick vor Jahren im Zwiebelfisch mokierte. Ausdrücke wie "geschockt" bringen längst nicht mehr diese Dissonanz mit sich, obwohl das Wort "schockiert" nach wie vor schöner klingt.

"SchneeElfenHerz" ist das Debüt der 1991 in Regensburg geborenen Sanja Schwarz. Mit etwas mehr als 200 Seiten, großem Schriftsatz und einem breitem Rand hat sie schöne Ideen eher zu einer Kurzgeschichte als zu einem Roman verarbeitet. Obwohl die Geschichte viel Potential bietet, ist ihr größtes Manko diese Kürze. Die Figuren werden von der Handlung durch das Buch gepeitscht, die Atmosphäre kann sich nicht in vollem Umfang entfalten.

Ich wünsche mir weitere Bücher dieser vielversprechenden Autorin. Doch für ihr nächstes Buch wünsche ich mir vor allem mehr Seiten, auf denen sie der Entwicklung der Handlung ebenso viel Zeit lässt, wie den Figuren. Mehr Umfang, um Tiefe und Atmosphäre zu erschaffen, während sie an ihrer Sprache kaum noch feilen muss. Dann werde ich nicht durch das Buch rasen, sondern darin versinken und ich werde mich am Ende sicher weigern, wieder daraus aufzutauchen.

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Fantasy, wie es sie bisher nicht gab
Beunruhigend ehrlich


Dieses Buch schwätzt und sülzt nicht herum; es erzählt poetisch, aber sehr präzise und fast schmerzhaft klar. Das Buch sei zu kurz, haben einige Kritikerinnen geschrieben. Welch ein Irrtum. Es ist so lang, wie es sein muss. Aber: In der Tat ist dieses Buch anders als viele andere Fantasy-Bücher. Aber dieses Andere ist gerade das Besondere. Das Buch ist kein Zuckerwattebuch; es handelt, im Gewande von Fantasy, von den Grundfragen des Lebens. Das Mädchen Sira, die Hauptfigur, ist keine Puppe, sondern eine sehr reale junge Frau, zerbrechlich und stark zugleich; sie ist voller Zweifel, voller Fragen. Sanja Schwarz schreibt in der Ich-Form. Das gibt ihrer Fantasy-Geschichte eine fast beunruhigende Ehrlichkeit. Es ist dies ein sehr bemerkenswertes und unbedingt lesenswertes Erstlingswerk; es ist Fantasy, wie es sie bisher nicht gibt.

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Kraftvolle Sprache und lebendige Phantasie

Vier Stunden Lesen liegen hinter mir, und noch fühle ich mich ganz im Bann der Geschichte „Schneeelfenherz“, einer Geschichte, die im Elfenreich spielt, genauer gesagt, im Reich der Schnee- und Eiselfen. Sie handelt von Liebe und Hass, von Krieg und Frieden, von Gut und Böse. Das mag zunächst nach abgedroschenen Themen klingen, doch nichts in diesem Buch hat sich für mich abgenutzt oder fad gelesen.

In sprachlich kraftvollen Bildern, aber auch durchzogen von einer witzigen, erfindungsreichen Jugendsprache, erzählt die Autorin in ihrem ersten Fantasy-Roman von Anderssein und Einsamkeit, von der ersten Begegnung mit der Liebe, von kaltem Hass, von Wut, Leidenschaft und Friedenssehnsucht.

„Schneeelfenherz“ ist ein Märchen, das ich mit Begeisterung gelesen habe und das Mut macht, sich seiner eigenen Fähigkeiten und Begabungen bewusst zu werden und sie zu nutzen, für sich selbst und eine friedliche Welt.

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Wundervoll!

Es hat mir großen Spaß gemacht, diesen Fantasy  Roman zu lesen. Ich habe das Buch angefangen und nicht mehr aufhören können, weil die Autorin, Sanja Schwarz, eine solche fantasievolle Bildsprache hat, die mich unaufhörlich in den Bann der Handlung gezogen hat.
Sira, halb Mensch, halb Elfe, verliebt sich in den Elfenprinz Turak. Wunderbar leicht und geschmeidig entfaltet sich die Liebesgeschichte der beiden. Doch Turak ist in Lebensgefahr. Wird Sira ihn retten?
Als ich das Buch fertig gelesen hatte, hab ich mir noch einmal zwei Exemplare zum Verschenken bestellt.
Schnee Elfen Herz ist wundervoll!

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Elfensuperkraft und Sternenstaub

Whow ist das ein schönes Buch! Sanja Schwarz hat eine fabelhaftes Debüt geschrieben, das zwischen unserer Menschenwelt und einer Elfenwelt, unter Wasser und weit weg, spielt. Sie erzählt in einer klaren und starken, sehr bildhaften Sprache vom Aufbruch einer jungen Frau, Sira mit Namen, auf der Suche nach Sinn und Bestimmung, nach dem eigenen Weg. Dabei ist sie sich für nichts zu schade: verfasst bedacht einen kurzen Abschiedsbrief an die geliebten Ersatzeltern - Ersatzeltern, das allein ist ein spannendes Thema, denn die Eltern der Ich-Erzählerin sind gestorben - geht los, bricht prompt durch's Eis, glaubt, sie stirbt, stirbt nicht, wird von einem Wolf gebissen, überlebt - und kommt weiter. Entdeckt ihr Geheimnis, das Geheimnis ihrer Existenz..
Es ist auch die Geschichte einer existenziellen Erschütterung, im Wort-Sinn eines Einbruchs "durchs Eis".
Und sicher, es gibt traurige und verzweifelte Stellen in dem Buch, die von Schmerzen und Verlorenheit erzählen, die Autorin spart nichts aus - diese werden aber so atemlos-kräftig und unsentimenal geschildert, dass sie schön sind, schön zu lesen. Zornig und atemlos! Das ganze Buch ist "mit einem Atemzug" erzählt, nimmt den Leser, die Leserin, mit hinein, hält sie fest, nimmt uns mit in die Tiefen des Daseins..

Man darf beim Lesen, auch schmunzeln und sich freuen: Sich freuen über schnelle Sätze wie "..Meine normal denkende Hirnhälfte war ein Highway mitten durchs Nirwana, während die, die für unlösbare Aufgaben zuständig war, einer viel befahrenen Autobahn glich..". Oder wenn's romantisch wird: "Er sagte die Wahrheit. Eindeutig. Und ich war mir nicht sicher, was ich davon zu halten hatte: ein Elf - schön und gut. Aber musste er unbedingt gleich noch ein Prinz sein? Ging es nicht vielleicht auch eine Nummer kleiner?". Da bleibt die Autorin bodenständig-realistisch, erwachsen und hellwach.
Sanja Schwarz nimmt uns in Phantasiewelten mit und erzählt zugleich von hier und jetzt. Das ist Kunst.
Sanja Schwarz ist mit ihrem ersten Buch eine kleine, große Geschichte gelungen. Herzlichen Glückwunsch! Ich wünsche der Autorin alles Gute und viel Schreib Elfen Glück**
P.S. Ich finde überhaupt nicht, dass das Buch zu kurz ist, wie hier und manche im Netz, sagen! Knapp, dennoch erzählerische weit - so ist's genauso richtig und stimmig. Sanja Schwarz knappe und direkte Sprache holt den Leser ab, springt ihn an, erzählt ohne Weitschweifigkeit und Schnörkel auf den Punkt. Dankeschön!

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(Aktualisiert: 29 Februar 2016)
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Schnee Elfen Herz: Ein schöner Titel - eine bezaubernde und zugleich packende Geschichte. Es ist eine sprachmächtig geschriebene Geschichte, die auf raffinierte Weise zwischen den Welten spielt. Das Buch ist so eine Art Real-Fantasy: Die Nöte eines Mädchens, die Verzweiflung einer jungen Frau wird hier transferiert in eine Welt, in der solche Nöte leichter zu lösen ist und die Verzweiflung leichter zu lindern. Das Buch hat daher durchaus psychologische Raffinesse. Es nimmt einen beim Lesen seelisch mit, weil es so sehr in die Seele der Hauptfigur hineinschauen läßt. Das ist ein Erlebnis, das ist ein Abenteuer eigener Art. Man wünscht sich bald ein zweites Buch dieser jungen, vielversprechenden Autorin. Toll! Hat mir gefallen und auch meinem Sohn.

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