Kerstin Gier: Saphirblau

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Kerstin Gier: Saphirblau
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783401063478

Informationen zum Buch

Seiten
400

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Es war dunkel in den Gassen von Southwark, dunkel und einsam.
Verfilmungen

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Handlungsort

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Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

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Bei ihren ersten Zeitreiseabenteuern mit dem grünäugigen Gideon (bei dem sie sich immer noch nicht so sicher ist, ob er ein arroganter Blödmann oder doch ein Prachtkerl ist) hat Gwendolyn erfahren, dass der ursprüngliche Chronograph, der die Reisen in die Vergangenheit ermöglicht und steuert, von Lucy und Paul, zwei weiteren Zeitreisenden, gestohlen wurde, was ziemlich gefährlich für sie werden kann, denn die Diebe wollen den Kreis der Zwölf schließen - was eigentlich ihre und Gideons Aufgabe wäre.

Heimlich versucht sie, in der Vergangenheit Anhaltspunkte herauszufinden, was Lucy und Paul vorhaben, um mit diesem Wissen Schlimmeres verhindern zu können. Fragt sich nur, ob das so einfach ist, das alleine durchzuziehen, denn ob sie Gideon ins Vertrauen ziehen kann und soll, weiß sie auch nicht so recht, schließlich ist er ein de Villiers ...

Der zweite Teil der Zeitreise-Trilogie hat mir auch wieder großen Spaß gemacht. Gwendolyns Abenteuer in der Vergangenheit sind witzig und charmant geschildert, und dass sie ziemlich unbedarft an die alten Zeiten herangeht, weil ja ihre (ätzende) Cousine Charlotte an ihrer Stelle den Vorbereitungsunterricht genossen hat, führt immer wieder zu lustigen Situationen. Und natürlich ihr Bauchkribbeln, wenn der hübsche und leider undurchschaubare Gideon in der Nähe ist.

Auch über Gwendolyns Alltag habe ich wieder gerne gelesen, ihre große und skurrile Familie, den Schulalltag und ihre pfiffige Freundin Leslie. Ich mag auch die vielen Verweise auf diverse Filme, die sich die beiden Mädels so gerne zusammen angucken.

Das Personal wird in diesem Band um einen ulkigen Protagonisten erweitert, einen vorlauten Wasserspeierdämon namens Xemerius, den nur Gwendolyn sehen kann (was zusätzlich Stoff für schräge Vorfälle bietet). Ein bisschen kommt er mir mit seiner großen Klappe und dem sarkastischen Humor vor wie Jonathan Strouds Bartimäus.

Insgesamt plätschert die Geschichte hier sanft und locker vor sich hin, was ja häufig ein kleines Manko von Trilogie-Mittelteilen ist, jedoch nicht ohne Spannung und ganz sicher nicht ohne Humor und Gefühl, also auch hier wieder ein sehr nettes Leseerlebnis und Grund zur Vorfreude auf den Abschlussband.

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