Elisabeth Herrmann: Schattengrund

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Elisabeth Herrmann: Schattengrund
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783570161265

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der letzte Klang der Glocke erstarb.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Wie ein Flüstern im Sturm ...

Schattengrund. Als die 17-jährige Nicola das Haus ihrer verstorbenen Tante erbt, ahnt sie nicht, wie bedeutsam dieser Name für sie wird. Es ist ein einsames Haus in einem abgelegenen Dorf, in dem sie als Kind oft zu Gast war. Ein Haus, in dem die Vergangenheit schlummert. Und ein Haus, das Nicos Eltern auf keinen Fall annehmen wollen. Als die Eltern das Erbe stellvertretend für ihre Tochter ausschlagen, reißt Nico heimlich aus, um Schattengrund wiederzufinden. Und kaum hat sie die Schwelle übertreten, da scheint eine lange verdrängte Wahrheit nach ihr zu greifen. Wie konnte sie das alles bloß vergessen? Die knarrenden Treppen, den staubigen Dachboden – und das Mädchen, mit dem sie hier immer gespielt hat? Fili, ihre allerbeste Freundin. Ihre Seelenschwester. Ihre tote Freundin. Ein grauenhaftes Verbrechen hat die Mädchen damals auseinander gerissen. Aber Nico kann ihren eigenen Erinnerungen nicht trauen. Und der Täter von damals ist noch immer im Dorf.

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(Aktualisiert: 22 März 2013)
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Schattengrund

Die 17-jährige Nicola erbt von ihrer Großtante das Fachwerkhaus "Schattengrund" mitten im Harz. Bevor sie jedoch das Haus tatsächlich ihr Eigen nennen darf, soll sie drei Rätsel lösen. Ihre Eltern sind strikt dagegen, dass Nico das Erbe annimmt, doch Nico hat ihren eigenen Kopf und macht sich heimlich auf den Weg, "Schattengrund" zu sehen. Im Dorf angekommen, schlägt ihr eine Wellte von Hass und Ablehnung entgegen.
Irgendetwas ist damals vor zwölf Jahren, als Nico zuletzt im Dorf war, geschehen. Nico hat keinerlei Erinnerungen mehr daran und versucht, dieses Rätsel zu lösen. Doch es gibt jemanden, der sie um jeden Preis daran hindern will...
* Meine Meinung *
Das Buch ist großartig; ich habe es innerhalb kurzer Zeit gelesen, da ich es gar nicht mehr aus der Hand legen mochte! Es hat mich schon auf der ersten Seite in den Bann ziehen können und dann während der gut 400 Seiten nicht mehr losgelassen! Es ist durchweg spannend, und das Geheimnisvolle ist regelrecht zu spüren.
Nico ist zudem eine sympathische Protagonistin, die glaubhaft denkt und handelt. Obwohl es ein Jugendthriller ist, kommt auch die Romantik nicht zu kurz. Aber hier hat Elisabeth Hermann es geschafft, genau die richtige Dosis zu erwischen! Es bleibt tatsächlich ein Thriller; die zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen Nico und Leon entwickelt, bleibt diskret im Hintergrund. Alles andere wäre auch unglaubwürdig gewesen, aber so passt es einfach!
Hier muss ich nicht lange überlegen - das Buch bekommt glatte fünf Sterne von mir

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Was geschah vor vielen Jahren?

Inhalt:
Die knapp 18-jährige Nico erbt von einer entfernten Großtante ein Häuschen im Harz. Doch ihre Eltern wollen das Erbe ausschlagen. Eine Begründung bekommt Nico dafür nicht. Heimlich macht sie sich auf in das Dörfchen Siebenlehen, wo das Haus „Schattengrund“ steht. Dort angekommen, erinnert sie sich plötzlich daran, dass sie als kleines Kind in den Ferien oft hier war, doch die letzten zwölf Jahre nicht mehr. Was ist vor zwölf Jahren wohl passiert, dass der Kontakt zur Tante abgebrochen ist? Es muss etwas Schlimmes gewesen sein, denn Nico wird von den Dorfbewohnern regelrecht angefeindet.

Meine Meinung:
„Schattengrund“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es liegt so eine mystische, düstere Atmosphäre über allem, was zum Einen mit den ganzen Legenden und Märchen, die sich um den Harz ranken, zusammenhängt, aber auch mit den Schneemassen, die den Ort von der Außenwelt abschneiden. Es gibt, typisch für einen Jugendthriller, keine besonders brutalen oder blutigen Szenen. Trotzdem fand ich einige Szenen recht beängstigend, gerade weil sie so normal wirkten und ich mir in meiner Fantasie alles Mögliche ausmalte. So steht zum Beispiel plötzlich die Haustür offen und Nico fragt sich, ob sie vergessen hat, sie zu schließen. Als geübter Krimileser weiß man natürlich, dass sie es keineswegs vergessen hat.

Nico muss mit vielen Widrigkeiten zurechtkommen und sehr viel Aggressivität seitens der Dorfbewohner aushalten. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen, sondern wächst im Gegenteil an dieser ganzen Situation über sich hinaus. Diese Entwicklung fand ich sehr beeindruckend dargestellt. Zum Glück hat ihr die Autorin aber auch einen jungen Helden, Leon, an die Hand gegeben, der ihr bei der Suche nach den Puzzlestücken der Vergangenheit tatkräftig hilft. Natürlich entwickeln sich auch romantische Gefühle, diese nehmen aber zu keinem Zeitpunkt Überhand.

Die Protagonistin Nico wird sehr sympathisch dargestellt, anfangs recht zurückhaltend und unsicher, mit kleinen Ecken und Kanten, eine junge Frau, die sich auch mal gerne selbstironisch auf die Schippe nimmt. Auch die Dorfbewohner wirken sehr authentisch, sie halten zusammen und bilden eine Mauer des Schweigens gegenüber Nico.

Elisabeth Herrmann führt den Leser immer wieder in die Irre und legt neue Fährten, sodass ich wirklich erst kurz vor Schluss wusste, wer der Täter ist.

Von ein paar kleinen Logikfehlern und einigen ungeklärten Handlungen abgesehen, fand ich das Buch wirklich gut und äußerst spannend.

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Spannend und mit gruseliger Atmosphäre

Inhalt
Die 17-jährige Nico erbt überraschend das Haus ihrer verstorbenen Tante, zu der sie seit ihrer Kindheit keinen Kontakt mehr gehabt hatte und an die sie sich kaum noch erinnern kann. Verknüpft an den Erhalt des Hauses sind aber drei Rätsel, die sie vorher lösen muss und die sie in den Wohnort der Tante führen würde. Dies verhindern die Eltern, die für ihre noch nicht volljährige Tochter das Erbe ausschlagen, ihr aber sonst keine weiteren Erklärungen dazu geben, außer einer stark erkennbaren Abneigung gegen alles, was mit der Tante, dem Haus und dem Ort zu tun hat. Nico lässt es keine Ruhe, dass sie sich kaum an früher erinnern kann und macht sich auf eigene Faust auf den Weg nach Schattengrund, um die Rätsel ihrer Tante zu lösen. Vor Ort stößt sie auf heftige Abneigung einiger Dorfbewohner und je mehr sie in der Vergangenheit bohrt, desto bedrohlicher werden einige Reaktionen, so dass sie sich bald nicht mehr sicher fühlt. Gleichzeitig kommen aber ihre eigenen Erinnerungen nach und nach wieder hoch und sie erkennt, dass damals etwas Schreckliches passiert ist, das sie aufklären muss, auch um selbst wieder mit sich ins Reine zu kommen. Wenigstens Leon, der Neffe des Gasthofbetreibers, hält zu ihr sonst wäre sie längst verloren gewesen...

Meine Meinung
Dieser Jugendthriller hat mir sehr gut gefallen. Schon der nur zweiseitige Prolog hat mir eine Gänsehaut beschert, so intensiv und beängstigend wird die Atmosphäre einer drohenden Gefahr beschrieben. Und auch im weiteren Verlauf verstand es die Autorin, eine oft unheimliche und bedrohliche Stimmung beizubehalten, verstärkt natürlich durch den aufkommenden Schnee und die Kälte. Gerade Nicos Aufenthalt in Schattengrund, dem Haus ihrer Tante, bot einige beängstigende und fast gruselige Szenen, obwohl ich als Erwachsene schon einiges gewöhnt bin. Ich bin mir nicht sicher, ob die Geschichte nicht teilweise für sensiblere 14-jährige Kinder sogar etwas zu unheimlich sein könnte (angegebenes Lesealter 14 - 17 Jahre), gerade durch die unterschwellig spürbare Bedrohung und die Ahnung darum, dass das schreckliche Geheimnis das Schicksal eine Kindes betrifft.

Auf jeden Fall spielt die Autorin sehr gut mit den Gruselängsten der Leser und bietet mit einem alten verlassenen Haus, Gedächtnisverlust, Hass und Abwehr der Dorfbewohner, Abgeschnittenheit durch Schnee, einigen Warn-Anschlägen, düsteren Stollen und eisiger lebensgefährlicher Kälte, Aberglauben und Angst, und einem schrecklichen Geheimnis, das offensichtlich von mehreren Leuten vertuscht wird, eine atmosphärisch perfekte und emotional intensiv beschriebene Kulisse für einige spannende Lesestunden.

Doch natürlich gehört in einen Jugendthriller auch ein bisschen Romantik und Heldentum hinein und dies bietet der Junge Leon, dem Nico gleich von Anfang an sehr zugetan ist und der für sie ein Anker in dieser sonst so feindlichen Umgebung ist. Recht schnell, aber nach meinem Empfinden gut auf die Zielgruppe zugeschnitten, entwickeln sich Gefühle zueinander. Dies aber auf unaufdringliche Weise und mit zarten und glaubwürdigen Gesten und Handlungen. Ich empfand es nicht übertrieben, sondern sympathisch, auch weil es nicht immer nur harmonisch war, da auch Leon mit den Entwicklungen, die das Aufdecken der damaligen Ereignisse nach sich ziehen, persönlich zu kämpfen hat. Aber jede junge Leserin wird beim Lesen froh über diese Figur sein, die dafür sorgt, dass Nico nicht alleine ist, und jeder junge Leser wird Nico helfen wollen.

Die Aufdeckung des Geheimnisses, indem Nico nach und nach ihre Erinnerungen wieder und auch einige Indizien neu entdeckt, war spannend beschrieben. Dazu hatte man ab und zu auch kurze Passagen aus Sicht einiger weniger Dorfbewohner, die noch verstärkten, dass jemand oder mehrere Leute große Schuld auf sich gezogen haben und die dazu beitrugen, dass man die Lösung nicht ganz so schnell festmachen konnte.

Das Ende war ein bisschen zuckrig, aber ich finde, das darf es für einen Jugendroman sein. Insgesamt war der Thriller nach meinem Empfinden durchweg spannend und fesselnd geschrieben, besonders durch die so gut dargestellte, oft unheimliche Atmosphäre, und bot mit Nico und Leon zwei sympathische und starke Charaktere, die in gefährlichen Situationen durchhielten, kämpften und viel Mut zeigten. Ich habe das Buch als Erwachsene sehr gerne gelesen und kann mir sehr gut vorstellen, dass ich dies auch als Jugendliche gerne getan hätte.

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Gruseln im Harz

Nico erbt ein Haus von ihrer verstorbenen Großtante Kiana ein Haus in einem kleinen Ort im Harz. Allerdings ist Nico noch nicht volljährig und ihre Eltern schlagen das Erbe aus. Sie wollen nicht erklären, warum seit Jahren kein Kontakt mehr zu der Tante bestanden hat und möchten am liebsten überhaupt nicht mehr über das ganze Thema reden. Dadurch wird Nico nun erst recht neugierig und bricht heimlich nach Siebenlehen, um sich das Haus mit dem düsteren Namen Schattengrund wenigstens einmal anzusehen.

Kaum dort angekommen, bricht ein fürchterlicher Schneesturm los und das Dorf ist vorerst von der Außenwelt abgeschnitten. Natürlich hat Nico auch ihr Ladekabel vergessen, so dass, abgesehen vom schlechten Empfang im tiefen Harz, auch keine Kommunikation über Handy in die Außenwelt möglich ist. Klassische Voraussetzungen für jede Gruselgeschichte.

Und gruselig wird es schnell. Die Dorfbewohner scheinen einen Groll gegenüber Nico und ihrer Großtante zu hegen, den sich das Mädchen nicht erklären kann. Einzig Leon, der ebenfalls nur zu Besuch bei seinen Verwandten in Siebenlehen ist, scheint auf ihrer Seite zu sein. Erst nach und nach erinnert sich Nico wieder an ihre Kindheit, in der sie oft und gerne bei Kiana gewesen ist – bis eines Tages etwas Schreckliches geschehen ist.

Elisabeth Herrmann hat hier einen absolut spannenden Jugendthriller geschrieben, den man kaum aus der Hand legen möchte. Allerdings wird der Spannungsbogen meiner Meinung nach an einigen Stellen übertrieben, da werden Andeutungen gemacht, die den Leser in die Irre führen sollen, dabei aber leider unaufgeklärt ins Leere münden. Hier entsteht der Eindruck, dass um jeden Preis Spannung erzeugt werden sollte, leider in meinen Augen teilweise auf Kosten der Glaubwürdigkeit.

Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse geradezu und die Auflösung kommt erst ganz zum Schluss. Als Leser hat man reichlich Verdächtige zur Auswahl und obwohl der Täter eigentlich naheliegt, kann lange Zeit keiner wirklich ausgeschlossen werden, wodurch es bis zum Schluss sehr spannend bleibt.

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Schattengrund

Nico ist siebzehn Jahre alt und soll von ihrer Tante Kiana ein Haus erben. "Schattengrund" Nico hat so gut wie keine Erinnerung an ihre Tante oder das Haus. Als kleines Mädchen war sie wohl oft dort, aber dann brach der Kontakt ab. Ihre Eltern schlagen das Erbe für sie aus. Nico ist damit nicht einverstanden und möchte sie Schattengrund wenigstens einmal ansehen. Sie täuscht ein Wochenende bei ihrer Freundin vor und fährt ganz alleine nach Siebenlehen, einem kleinen Dorf im Harz. Der Empfang dort ist alles andere als freundlich. Teilweise wird ihr mit großer Abneigung und sogar Hass begegnet. Nico, die langsam anfängt sich zu erinnern, lässt allerdings nicht nach. Nun will sie das Geheimnis lüften. Was ist vor zwölf Jahren passiert?

Das war ein Jugendthriller so richtig nach meinem Geschmack. Gleich von Anfang an war ich von der Geschichte gefesselt. Schon mit der Testmentseröffnung war die Neugier geweckt. Warum wollen Nicos Eltern mit aller Macht diese Erbschaft verhindern? Was verheimlichen sie Nico?

Nico ist eine taffe junge Frau. Ganz alleine macht sie sich auf nach Siebenlehen. Obwohl sie dort mit Abneigung und Hass empfangen wird, lässt sie sich nicht unterkriegen. Erbarmungslos treibt sie ihre Erinnerungen voran. Manchmal was sie erlebt hat, war ganz schön gruselig.

Hilfe bekommt sie dabei von Leon. Schon auf dem Weg nach Siebenlehen gabelt Leon Nico auf und bringt sie bis nach Schattengrund. Er steht ihr bei, bis ihm die Geschichte über den Kopf zu wachsen droht.

Das Thema war eigentlich ein sehr trauriges und doch habe ich das Buch mit großer Faszination gelesen.

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tiefsinnig - beklemmend - hochspannend

zum Inhalt:
Die 17jährige Nico erbt von ihrer Großtante Kiana einen Stein, einen Besen und eine halbe Postkarte. Als Nico entgegen dem Rat ihrer Eltern die 3 Erbstücke annimmt, erfährt sie, dass dies nur ein Test war, der zum eigentlichen Erbe, dem Haus Schattengrund in einem verschlafenen Dörfchen im Harz führt.
Das Haus bekommt Nico allerdings erst, wenn sie 3 Rätsel löst. ihre Eltern lehnen in ihrem Namen das Erbe ab und da Nico noch nicht 18 ist, kann sie nichts dagegen tun. Dennoch bricht sie nach Siebenlehen auf um Sich das Haus anzuschauen und herauszufinden, was es mit den Rätseln auf sich hat ....

meine Meinung:
Nico wird in dem kleinen Dorf nicht gerade Willkommen geheißen, beim Bäcker will man ihr nicht einmal ein Brot verkaufen. Am liebsten sähe man es in Siebenlehen, dass Nico schleunigst wieder verschwindet und die Vergangenheit weiter ruhen läßt. Ich musste unbedingt wissen, warum Nico von den Dorfbewohnern so abweisend behandelt wird. Als Nico 6 war, ist etwas schlimmes geschehen, woran alle Nico die Schuld geben. Was, das bleibt vorerst ein großes Rätsel und das macht es so richtig spannend.
Erst später erfährt man überhaupt, was dahintersteckt, aber immer nur häppchenweise. Bis dahin geschehen noch so einige merkwürdige Dinge. Und die Stimmung wird immer finsterer und bedrückender.
Die kurzen Kapitel und die vielen Fragen die sich dem Leser stellen, sorgen dafür, dass es so richtig schwer fällt das Buch mal beiseite zu legen. Dadurch ist es schnell gelesen.
Die Story ist sehr intensiv und tiefgehend, die Charaktere vielschichtig und sehr authentisch. Nico ist ein wirklich erstaunliches Mädchen. Ihr Mut und ihre Hartnäckigkeit haben mir gut gefallen. Für mich war ihr handeln absolut nachvollziehbar. Aber auch das ablehnende Verhalten der Dorfbewohner auf Nicos auftauchen und Leons Reaktion als sie beide der Ursache endlich auf die Spur kommen sind verständlich und nachvollziehbar, umso mehr wenn man die gesamte Geschichte dann kennt.

Der temporeiche Schreibstil mit der lockeren aber dennoch nicht allzu jugendlichen Sprache gefällt mir sehr gut. Dieses Buch bietet alles, was ein guter Thriller braucht.

Fazit:
Sympathische, authentische Charaktere, eine geheimnisvolle, durchweg spannende realitätsnahe Handlung kombiniert mit einem temporeichen und flüssigen Schreibstil machen diesen tiefgründigen Jugend-Thriller zu einer absoluten Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche.

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