Michael Römling: Schattenspieler

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Michael Römling: Schattenspieler
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783815753071

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Er soll uns bleiben, was er uns ist und immer war", schnarrte die Stimme aus dem Radio.

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April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche, und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Nazizeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger SS-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald finden die Freunde eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt.

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Eine wunderbare Vermischung von Historie und Fiktion

Im April 1945 bäumt der Zweite Weltkrieg zu seinen letzten Atemzügen auf. Vor den Toren Berlins stehen die Alliierten, allen voran die Rote Armee der Sowjetunion. Die deutsche Hauptstadt, nein das ganze Land versinkt in Chaos. Während einzelne Villenviertel nahezu unversehrt bleien, zeigen sich ganze Stadtbezirke in durch Bomben zerstörten Ruinen. In dieser Welt des Chaos und der menschlichen Abgründe lebt der fünfzehnjährige Jude Leo bei Wilhelm, einem Deutschen, der sich seit dem Tod dessen Eltern durch den Holocaus um ihn kümmert und ihn versteckt. Doch eine Bombe zerstört die vermeintliche sicherheit. Wilhelm verschwindet spurlos und Leo ist ab sofort auf sich alleine gestellt.

Bei seiner Flucht durch die Trümmerstadt lernt er dein gleichaltrigen Friedrich kennen und schnell werden aus den beiden Jungen in der Zeit der Not beste Freunde. Gemeinsam machen sie sich auf, ein Geheimnis von Friedrichs Vater zu erkunden, welches dieser mit in sein Grab genommen hat. Doch dabei kommen sie einem mächtigen Gegner gefährlich nahe.

"Schattenspieler" ist alleine von der Gestaltung her ein wahrer Augenschmaus. Der Umschlag des gebundenen Buches ist milchig-transparent und so scheint die direkt auf dem Einband aufgedruckte Karte Berlins leicht durch. Die Lektüre des Buches ist nicht immer ganz einfach, denn die geschilderten wahren Ereignisse sind zu schrecklich und schwer zu verdauen. Es handelt sich hier aber eher um psychische Grausamkeit, die der Krieg und der Holocaust mit sich brachten, und weniger um übermäßig grausam geschilderte Szenen von Folter oder Vergewaltigung (was in einem Jugendbuch meiner Meinung nach auch nichts zu suchen hätte).

Im Mittelpunkt steht die Freundschaft zwischen Friedrich und Leo und natürlich die abenteuerliche Schatzsuche der beiden Jungen. Begleitet werden sie ab und zu von Friedrichs Schwester Marlene, einem blinden Mädchen, das wunderbar Klavier spielen kann. Die tiefsinnigen und doch oft so einfachen Gedankenspiele der Kinder faszinierten mich immer wieder.

Von Micheal Römling kannte ich bisher noch kein Buch, aber nach der Lektüre von "Schattenspieler" wird sich das definitiv ändern. Er versteht es Geschichtsstoff spannend aufzubereiten und ein Füllhorn an historischen Begebenheiten als Vier-Sterne-Menü zu servieren. Obwohl ich zu einer Generation gehöre, die diesen Stoff mehrfach in der Schule durchkauen mussten, waren einige Informationen für mich neu und so wurde auch für mich "Der Schattenspieler" zu einem kleinen Abenteuer. Sprachlich und thematisch sehe ich das Buch eher bei etwas älteren Jugendlichen und so erscheint mir das vom Verlag empfohlene Alter der Zielgruppe von 14 bis 17 Jahren plausibel.

Eine wunderbare Vermischung von Historie und Fiktion, die ich auch erwachsenen Lesern gerne ans Herz legen möchte.

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