Petra Schwarz: Schwanengrab

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Petra Schwarz: Schwanengrab
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783423715393

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Friedhof lag still und die feinen Nebelschleier, zart wie Geister, verzogen sich allmählich.

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Samantha ist neu an der Schule und wird vom ersten Tag an total abweisend behandelt. Warum bloß? Sie forscht nach und findet schließlich heraus, dass sie einer ehemaligen Mitschülerin zum Verwechseln ähnlich sieht: einem Mädchen, das vor einigen Monaten unter mysteriösen Umständen ums Leben kam ...

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Jugendliche werden das Buch lieben

Samantha, von ihren Freunden nur Sam genannt, musste in den vergangenen Monaten vieles verarbeiten. Erst starb ihre Mutter bei einem Autounfall, dann entschied sich ihr Vater, vom kalifornischen Berkeley ins deutsche Trier zu ziehen. Obwohl dieser aus Deutschland stammt und die 15-jährige die Sprache perfekt beherrscht, war sie noch hier. Und als wäre der erste Tag an einer neuen Schule nicht schlimm genug, wird sie von allen Mitschülern von Anfang an angefeindet. Sogar die Bedienung im Café reagiert unerwartet beim Anblick von Sam und nach und nach findet sie den Grund heraus: Samantha sieht der verstorbenen Mitschülerin Veronika zum Verwechseln ähnlich. Es dauert nicht lange, bis Sam Drohbriefe erhält und ihr merkwürdige Dinge geschehen.

"Schwanengrab" ist das Debüt der Münchner Autorin Petra Schwarz. Es richtet sich vor allem an die Leserschaft der 14 bis 17-jährigen und so war ich ein bisschen weit jenseits der eigentlichen Zielgruppe. Der Einstieg fällt leicht und so wird der Leser mitten ins Geschehen und Sams ersten Schultag geworfen. Die Seiten fliegen nur so dahin, was zu einem hohen Maß dem gängigen Schreibstil geschuldet ist. So gut die Handlung beginnt, so nervtötend entwickelt sie sich leider. Samantha ist eine Protagonistin, die sich unglaublich dämlich und naiv verhält (was ihr auch wiederholt von Freunden vorgeworfen wird). Eine Dummheit kann man begehen, aber spätestens nach dem ersten Reinfall, hat man etwas daraus gelernt. Nicht so Samantha, die sich immer wieder in Fallen locken lässt und sich damit in gefährliche Situationen manövriert. Die einzige, für mich angemessene Reaktion als Leserin darauf: Facepalm.

Die Handlung wirkt manchmal für meinen Geschmack etwas zu konstruiert und auch hier stellt sich Sam wieder unsagbar dumm an. Weiß der Leser schon längst, worauf dieses oder jenes hinauslaufen wird, tappt die 15-jährige völlig ahnungslos in der Weltgeschichte herum. Wohl jeder von uns kennt das Gefühl in Krimis oder Horrorfilmen, wenn die ahnungslose Frau bei Gewitter und Dunkelheit die Kellertreppe betritt und geheimnisvolle Musik eingespielt wird. Alles in uns schreit auf: Geh' da nicht runter! Nun ist die Gefahr, im eigenen Keller von Zombies überfallen zu werden deutlich geringer als die, in die Sam sich begibt, wenn sie sich so offensichtlich von einem anonymen Typen aus dem Chat manipulieren lässt.

Besonders schade ist auch um eine Idee, die nicht weiterverfolgt wurde: Die (platonische?) Beziehung von Lehrer Simon zu seinen Schülerinnen. Für mich war dieser Lehrer eine der interessantesten Figuren. Er legt den Arm um Samantha, sie fühlt sich unwohl - aber das war es auch schon. Gerne hätte ich gerade dieses Thema vertieft gesehen. Oder auch Streber Christoph, der anfangs fortwährend in altmodischen Pullundern gekleidet beschrieben wird, irgendwann dann aber seinen Kleidungsstil völlig ändert und Coolness ausstrahlt. Warum? Die Antwort bleibt die Autorin schuldig.

Doch genug der Kritik: Trotz all' dieser Punkte habe ich das Buch gerne gelesen und obwohl sich mit der Zeit ein konkreter Verdacht erhärtet, wird das große Geheimnis erst kurz vor Schluß geklärt. Petra Schwarz würzt das Buch mit einem kleinen Schuß Romantik und Freundschaft und gerade die Zielgruppe wird sich davon stark angesprochen fühlen. Zum Ende noch ein dickes Lob für die Gestaltung. Sowohl Titel als auch Titelbild (welches mir besonders gut gefällt) spiegeln perfekt den Inhalt der Handlung wieder.

Fazit: Für geübte (erwachsene) Krimileser etwas enttäuschend, aber Jugendliche werden das Buch lieben.

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