Marie Lu: Schwelender Sturm

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Marie Lu: Schwelender Sturm
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Prodigy
ET (Original)
2012
ISBN-13
978-3785573952

Informationen zum Buch

Seiten
448

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
chinesisch
Erster Satz
Neben mir schreckt Day aus dem Schlaf hoch.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Den einen Menschen loszuwerden, der die Verantwortung für dieses ganze verfluchte System trägt, scheint mir ein ziemlich kleiner Preis dafür zu sein, eine Revolution in Gang zu setzen. Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen.

Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte. Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:

Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt?
Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss?
Was, wenn die Patrioten falsch liegen?

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Ordentlicher Mittelteil

Nachdem June mithilfe der Patrioten Day gerade noch vor der Vollstreckung des Todesurteils retten konnte, sind sie nun auf dem Weg nach Las Vegas. Dort wollen sie die Patrioten erneut um Unterstützung bitten, um Days kleinen Bruder Eden zu finden, außerdem ist er auf der Suche nach seiner Freundin Tess und schließlich ist er auch noch schwerverletzt, so dass sie dringend Hilfe benötigen.

In Las Vegas angekommen, stellen sie erstaunt fest, wie gut organisiert die Patrioten mitten im System der Republik sitzen. Doch Unetrstützung bekommen sie nur unter einer Bedingung: sie müssen beide den Patrioten beitreten und bei einem Mordanschlag auf den neuen Elektor tragende Rollen übernehmen. Obwohl June durchaus positive Erinnerungen an Anden, den Sohn des alten Elektors hat, überlegt sie nicht lange und nimmt das Angebot anm schließlich ist es die einzige Chance um die dringend benötigte medizinische Hilfe für Day zu bekommen.

Der Plan sieht vor, dass June sich gefangennehmen lässt und das Vertrauen des Elektors gewinnen muss. Als ehemaliges Wunderkind der Republik und hübsche junge Frau sollte ihr dies nicht allzu schwer fallen. Day als Liebling des Volkes hingegen muss das Attentat verüben, damit sich die Massen den Patrioten anschließen.

Doch werden die beiden diesen Anforderungen gerecht werden können? Vor allem von June ist es viel verlangt, sich nun so offen gegen das System zu stellen, in dessen Grundsätzen sie erzogen wurde und an das sie jahrelang geglaubt hat. Ist ihre Überzeugung durch den Tod ihres Bruders und allem, was sie dadurch erfahren hat, ausreichend erschüttert, um einen Mordanschlag zu unterstützen? Und ist Anden überhaupt das richtige Ziel, um die Republik zu stürzen?

Selten gefallen mir zweite Bände aus Trilogien und auch hier hatte ich am Anfang so meine Probleme. Ich bin zwar schnell wieder in die Story hineingekommen, aber die Geschichte verlief zu Beginn recht unspektakulär und nicht wirklich spannend. Erst nach und nach steigerte sich dies dann und wurde doch noch recht unterhaltsam.

Gut dargestellt fand ich die Gewissenskonflikte und die Frage, wer hier eigentlich welche Ziele verfolgt und wem Day und June überhaupt trauen können und sollen.

Gegen Ende nimmt das Tempo der Story dann rapide zu und gipfelt in einem filmreifen Showdown. Der Ausklang danach war mir allerdings zu kitschig und nicht wirklich nach meinem Geschmack. Ich bin gespannt, wie die Autorin im dritten Teil aus dieser Nummer wieder herauskommen will!

Insgesamt also keine totale Begeisterung, aber durchaus gespanntes Warten auf Band 3!

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Gelungene Fortsetzung

INHALT
Nach ihrer gelungenen Flucht aus der Batalla-Zentrale in Los Angelos sind Day und June auf dem Weg nach Las Vegas. Sie erhoffen sich dort Unterstützung von den Patrioten, die als eine Untergrundorganisation gegen die Republik kämpfen. Diese haben sie dringend nötig, denn Day ist ernsthaft verletzt und wünscht sich nichts sehnlicher, als seinen kleinen Bruder Eden aus den Fängen der Republik zu retten.
Der Anführer der Patrioten Razor ist bereit, Day und June aufzunehmen, allerdings nur unter der Bedingung, dass die beiden sich bereit erklären, sich an einem Attentat auf Anden, den neuen Elektor des Landes, zu beteiligen, um den Weg für eine Revolution zu ebnen.
Doch schon bald kommen June Zweifel an der Richtigkeit dieses Plans.

MEINE MEINUNG
„Schwelender Sturm“ knüpft unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängerbands an. Da die Geschichte mit ihrer Flucht ziemlich nahtlos weitergeführt wird, kann es also nicht schaden, die wichtigsten Geschehnisse aus „Fallender Himmel“ noch einmal aufzufrischen. Durch den absolut mitreißenden Schreibstil Marie Lus dauert es aber nicht lange, bis man voll in die atemberaubende Geschichte abtauchen kann.
Die einzelnen Kapitel sind wieder jeweils abwechselnd in der Ich-Perspektive der Protagonisten
im Präsens geschrieben. Dies schafft von Anfang an eine besondere Nähe zu Day und June, gibt uns einen besonders tiefen, intensiven Einblick in ihr Gefühlsleben und steigert durch die unterschiedlichen Sichtweisen enorm die Spannung.
Die einfühlsame, sehr differenzierte Figurenzeichnung der beiden so unterschiedlichen Protagonisten macht das Buch zu einem besonders emotionalen Leseerlebnis. Ihre charakterliche Weiterentwicklung, das Auf und Ab ihrer Emotionen und ihr verzweifelter Kampf um ihre besondere Beziehung zueinander sind sehr authentisch und äußerst überzeugend dargestellt. Auch die vielschichtige, lebendige Ausarbeitung der vielen Nebenfiguren, hat mir sehr gut gefallen. Bei einigen von ihnen müssen wir uns auch auf Überraschungen in ihrem Verhalten gefasst machen.
Sehr vielschichtig und stimmig sind auch die dystopischen Elemente dieser Welt aus Unterdrückung und Intrigen ausgearbeitet, und die zusätzlichen Informationen zur Geschichte der Republik und der Kolonien und den Naturkatastrophen runden das recht bedrückende Gesamtbild des aktuellen totalitären Systems ab. So kann man sich gut in die derzeitige angespannte Lebenssituation für die einzelnen Figuren hineinversetzen, und den daraus resultierenden Wunsch nach Veränderung und einem Umsturz nachvollziehen.
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, uns immer wieder mit unvorhersehbaren Wendungen zu überraschen und uns mit vielen sehr actionreichen Szenen in Atem zu halten. Da viele Figuren nicht immer auf den ersten Blick ihre wahren Intentionen in diesem undurchsichtigen Spiel um die Macht offenbaren, ist spannend mit zu rätseln, auf welcher Seite sie wohl stehen mögen. Zum finalen Showdown ist die Spannung und Dramatik kaum noch zu überbieten, so dass man mit den Helden regelrecht mitfiebern muss. Insgesamt ist die mitreißende, temporeiche Handlung in diesem Band wesentlich komplexer und vielschichtiger aufgebaut, als im ersten Band, bei dem die Unterscheidung zwischen Gut und Böse noch recht leicht gefallen ist. Diesmal geraten Day und June immer wieder in schwerwiegende Gewissenskonflikte bei ihrem Kampf gegen das Unrechtsregime und der Unterscheidung von Freund und Feind. So stellt sich ihnen immer häufiger die Frage, wem sie noch vertrauen können und auf welcher Seite sie wirklich stehen wollen. Denn die sie umgebenden Personen versuchen Day und June mit Neid, Missgunst, Manipulation und Intrigen zu verunsichern, gegeneinander auszuspielen und in ihren Entscheidungen zu beeinflussen.
Sehr aufwühlend ist auch das offene Ende des Buchs gestaltet, bei dem die Autorin uns mit einer überraschenden Nachricht aufschreckt und uns voller Ungeduld auf den abschließenden Band ihrer genialen Trilogie warten lässt.

FAZIT
Für alle Dystopie-Fans ist die Legend-Trilogie ein absolutes Muss!
Mit einem mitreißenden Erzählstil, unerwarteten Wendungen und den überzeugenden Protagonisten Day und June kann auch der gelungene zweite Band seine Leser begeistern!

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