Janet Clark: Sei lieb und büße

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Janet Clark: Sei lieb und büße
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783785575734

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Verdammt!"

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Handlungsort

Handlungsorte
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Das Spiel ist aus. Die Maus ist tot. Die Katze hat gewonnen. Sina ist untröstlich. Weshalb musste ihre Familie ausgerechnet von Berlin nach Kranbach ziehen? Der einzige Lichtblick: Die angesagtesten Mädchen der Schule freunden sich mit ihr an und sogar ihr Schwarm Frederik scheint in sie verliebt zu sein. Aber kurz nach ihrem ersten Kuss verunglückt Rik und fällt ins Koma. Sina findet Halt bei ihren neuen Freundinnen doch sie weiß nicht, dass hinter deren strahlender Fassade ein tiefer, grausamer Abgrund lauert. Plötzlich nimmt ein übles Spiel seinen Lauf, das Sinas schlimmste Albträume wahr werden lässt. Und ein Ende ist nicht abzusehen ...

Autoren-Bewertungen

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Ein sehr spannender Jugend-Thriller

Inhaltsangabe:

Noch vor kurzer Zeit lebte Sina mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Ben in Berlin – nun musste die Familie in den kleinen Ort Kranbach ziehen. Für Sina ist das der Anfang einer schlimmen Zeit: ihre beste Freundin Melle bleibt im fernen Berlin, in der neuen Schule findet sie keinen Anschluss und Kranbach erscheint schrecklich langweilig. Das ändert sich jedoch, als Frederik, ihr Basketballtrainer und heimlicher Schwarm, sich für Sina interessiert. Mehr als ein paar wenige Küsse scheint es für die beiden aber nicht zu geben, denn Frederik verunglückt auf dem Weg zu ihr so schwer, dass er ins Koma fällt. Sina gibt die Hoffnung nicht auf, dass Frederik aus dem Koma aufwachen wird – doch war das wirklich nur ein Unfall? Plötzlich wird Sina in einen exklusiven Kreis von Mädchen in der Schule aufgenommen, und bald darauf muss sie lernen, was Mobbing wirklich bedeutet – und dass sie nicht das erste Opfer einer solchen Kampagne ist ...

Der erste Satz:

„Ich werde mit verzerrtem Gesicht sterben.“

Meine Meinung zum Buch:

Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, war die verschachtelte Erzählstruktur. Wir bekommen die Ereignisse einmal aus der Sicht von Sina erzählt und dann auch noch von einer zu Anfang noch nicht identifizierbaren Ich-Erzählerin. Es wird zwar etwa nach der Hälfte des Buches offengelegt, wer hier dahinter steckt, aber für mich war es sehr spannend zu überlegen, wessen Gedanken und Erinnerungen ich hier gerade lesen kann. In einer dritten Ebene erfahren wir in Tagebuchform, welche Dinge sich ein Jahr zuvor in Kranbach zugetragen haben – auch hier habe ich lange gerätselt, wer die Tagebuchschreiberin ist, was dann aber erst gegen Ende des Buches klar wird.

Sina ist sehr gut und tief charakterisiert. Aus den Chats mit ihrer besten Freundin Melle erfahren wir, wie sie Berlin und die Freunde dort vermisst. Da wir die Geschichte zum größten Teil aus Sinas Sicht erleben, bleibt dem Leser natürlich auch nicht verborgen, wie sie sich in Rik verliebt, glücklich ist, und wir erleben hautnah mit, wie ihre Hoffnungen nach Riks Unfall zerbröseln. Für mich wirkt alles sehr authentisch und sympathisch, mich hat nur etwas irritiert, dass Sina den so plötzlich auftauchenden „Freundinnen“ nicht etwas misstrauischer gegenüber steht. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.

Die übrigen Personen sind alle etwas flacher beschrieben. Teilweise war das völlig ausreichend, aber es gab schon ein paar Personen, über die ich gerne etwas mehr erfahren hätte. Manches Motiv und manche Handlung blieben mir etwas unverständlich und ich musste es eben hinnehmen, dass eine Person dies oder jenes tut, ohne zu erfahren, warum. Das kann aber auch genrespezifisch sein, denn es handelt sich bei der Geschichte ja um ein Buch für Jugendliche und Heranwachsende.

Spannend und auch manchmal beängstigend wirkten auf mich die Beschreibungen der diversen Mobbingangriffe in Sinas sozialem Netzwerk. Das ist zwar ein Thema, von dem man immer wieder hört, aber die Autorin beschreibt in dieser Geschichte diese Aktivitäten über einen längeren Zeitraum hinweg, und die Konsequenzen für die Betroffenen wurden so sehr deutlich und nachfühlbar.

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Tolle Idee, stellenweise aber zu langweilig

Die Handlung:
Sina ist erst seit kurzem von Berlin nach Kranbach gezogen. Darüber ist sie mehr als unglücklich. Doch nachdem sie ihrem Schwarm Frederik (auch Rik genannt) näher kommt, ist es auf einmal gar nicht mehr so schlimm. Kurz danach verunglückt Frederik und fällt ins Koma. Sina freundet sich anschließend mit drei Mädchen an, die ihr Halt geben. Diese haben aber einiges zu verstecken und so nimmt Sinas Schicksal ihren Lauf. Schnell fragt sie sich, ob Frederiks Unfall wirklich ein Unfall war und was sie damit zu tun hat. Immer schlimmere Dinge geschehen und es ist kein Ende in Sicht.

Meine Meinung:
Da ich von Janet Clarks Werken schon viel gutes gehört habe, aber selbst noch nichts von ihr gelesen habe, war ich sehr neugierig auf ihr neuestes Werk.
Hier wird vor allem das Thema Mobbing in der Schule und fiese Intrigen behandelt. Das ist heutzutage ein hochaktuelles Thema und die Umsetzung ist gut gelungen. Dabei gefallen mir vor allem die psychologischen Aspekte, da sehr gut gezeigt wird, was Mobbing, Lügen und Intrigen dem Opfer antun können und zu was das alles führen kann.
Das Medium Facebook hat in dem Buch einen hohen Anteil, was sehr gut zu den heutigen Schülern passt.
Die Idee hinter dem Buch und die aktuelle Thematik, finde ich also sehr gelungen.

Zu Beginn konnte mich das Buch noch sehr stark fesseln, nur leider hat das nicht lange angehalten.
Als Leser erfährt man meiner Meinung nach viel zu schnell, wer hinter allem steckt und die Fäden in der Hand hält. Ich mag viel lieber Thriller, bei denen man erst ganz am Ende erfährt, wer der Täter ist oder was dahinter steckt. Hier wird einfach vieles vorweg genommen, so dass mich "Sei lieb und büße" zwischendurch gelangweilt hat.
Zwar gibt es auch die eine oder andere Überraschung, aber diese konnte meinen stellenweise fehlenden Lesegenuss nur bedingt verbessern.

Das Ende dagegen finde ich wieder sehr gelungen, da es relativ tiefgründig ist und einen insgesamt stimmigen Abschluss bietet. Dazu gibt es die eine oder andere Entwicklung, die mir sehr zugesagt hat.

Die Protagonisten:
Sina ist für ihre siebzehn Jahre relativ naiv, hat es aber bisher auch nicht leicht gehabt. Ihre Mutter ist psychisch sehr labil, ihr Vater lässt sich kaum noch blicken und sie muss sich um ihren kleinen Bruder kümmern. Insgesamt ist sie sehr sympathisch und wirkt sehr lieb und unschuldig.
Dabei ist sie sehr tiefgehend und realistisch ausgearbeitet und man kann ihre Handlungen und Gedankengänge gut nachvollziehen.
Alle anderen Protagonisten bleiben dagegen eher flach beschrieben, was ich sehr schade finde, weil ich so die eine oder andere Handlung der Protagonisten nicht nachvollziehen konnte.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil von Janet Clark ist sehr ansprechend, dabei leicht und locker zu lesen. Sie schreibt sehr jugendlich, was gut zu der Handlung passt.
Stellenweise ist das Buch sehr emotional und fesselnd geschrieben.

Das ganze Buch wird aus drei Perpektiven geschildert. Einmal aus der Sicht von Sina (personaler Erzähler), dann aus der Sicht des Täters als Ich-Erzähler und als Tagebucheinträge von Mia, einem toten Mädchen. So bekommt man als Leser einen guten Eindruck in Sinas Gefühls- und Gedankenwelt, aber auch in die des Täters. Die Tagebucheinträge ergänzen dazu die Handung sehr gut, da sie dem Ganzen noch etwas Geheimnisvolles geben.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover erinnert an "Schweig still, süßer Mund", ebenfalls ein Jugendthriller von Janet Clark, der beim Loewe-Verlag erschienen ist. So bringt man das Cover schnell mit der Autorin in Verbindung, auch wenn es nicht ganz nach meinem Geschmack ist. Für einen Thriller ist es aber sehr originell.
Der Titel macht sehr neugierig und passt auf jedenfall zu dem Buch.

Fazit:
"Sei lieb und büße" konnte mich trotz der wirklich guten und aktuellen Idee nicht völlig überzeugen. Für meinen Geschmack weiß man als Leser zu schnell, worauf das ganze Buch hinausläuft und wer der Täter ist. Dadurch hat es mich stellenweise sehr gelangweilt.
Dennoch gibt es die eine odere andere Entwicklung, die mir sehr gut gefallen hat.
Fans von Janet Clarks Büchern dürften aber Gefallen an dem Buch finden.

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Wenn ein kleiner losgetretener Stein eine riesige Lawine auslöst.

zum Inhalt:
Sina zieht von Berlin nach kranbach, ein etwas versnopptes Dorf wo jeder alles weiß.
Sie hat es schwer Freunde zu finden.
Beim Basketball kommt sie ihrem Trainer Frederik (Rik) näher. Beide verabreden sich, doch Rik verunglückt auf dem Weg zu ihr, auf einer Strecke, die seit Jahren seine Trainingsstrecke ist.Rik liegt seitdem im Koma.
Sina glaubt nicht an einen bloßen Unfall und beginnt nachzufragen.

meine Meinung:
Das Buch kommt in einem freundlichen, eher verspielt anmutenden Outfit daher und wirkt mit dem kleinen Blümchenmuster beinahe brav. Der Inhalt hingegen ist das genaue Gegenteil. Es ist ein böses Intrigenspiel, bei dem die Beteiligten erschreckend kaltschnäuzig und abgebrüht agieren.
Der flüssige, sehr lebendige Schreibstil der Autorin hat mich sofort gepackt und mit ins Geschehen genommen.
Die Story ist sehr spannend und authentisch aufgebaut. Die Handlungen und Erlebnisse der Jugendlichen scheinen direkt aus dem Leben gegriffen zu sein und wirken immer glaubhaft. Der Leser verfolgt das aktuelle Geschehen meist aus Sinas, zwischendurch auch aus Tabeas Sicht und erhält nebenher immer wieder kurze Einblicke in die Vergangenheit durch Mias Tagebucheinträge. Dadurch werden nach und nach die aufgekommenden Fragen beantwortet und die Geschichte Stück für Stück zusammengefügt wie bei einem Puzzle.
Wer hinter der Tat steckt, bleibt nicht lang im dunkeln, dennoch ist es spannend nach und nach die Hintergründe dafür, sowie das Zusammenspiel der einzelnen Beteiligten durchleuchtet zu bekommen.
Sina war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist trotz ihrer jungen Jahre eine starke Persönlichkeit. Liebevoll und ohne zu klagen kümmert sie sich um ihren kleinen Bruder, ersetzt ihm Vater und Mutter gleichermaßen, da der Vater beruflich sehr viel unterwegs ist und die Mutter an dieser schlimmen Krankheit leidet.
Tabeas Wandlung zum Ende hin hat mir sehr gut gefallen und lässt auch sie doch noch recht sympathisch werden.

Fazit:
Ein spannender Jugendthriller, der sich eingehend dem Thema Mobbing und dessen Folgen widmet und dieses wirklich gelungen verarbeitet. Auch Erwachsene werden sich mit diesem Buch gut unterhalten fühlen.

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