Ellen Alpsten: Sommernachtszauber

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Ellen Alpsten: Sommernachtszauber
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783649610564

Informationen zum Buch

Seiten
411

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Bis zur Aufführung blieb Johannes noch eine halbe Stunde.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Seit ihrer ersten Begegnung mit dem jungen Schauspieler Johannes ist das Leben für Caroline wie ein Rausch. Tagsüber gibt sie auf der Bühne alles, um ihre erste große Rolle als Julia perfekt zu spielen. Nachts trifft sie sich heimlich mit ihm für weitere Proben im dunklen Theater. Johannes holt aus ihr und der Rolle das Beste heraus und die beiden verlieben sich haltlos ineinander. Doch Caroline wagt nicht, irgendjemandem von ihrem Glück zu erzählen. Denn Johannes dürfte gar nicht existieren. Er wurde während einer Romeo und Julia -Inszenierung in den 30er-Jahren grausam auf der Bühne erstochen und mit einem Fluch belegt. Und langsam erkennt Caroline, dass ihre Liebe zu Johannes sie vor eine unmögliche Wahl stellt ...

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Sommernachtszauber

Im Jahr 1935 kommt Johannes Steiner bei der Premiere des Stücks Romeo und Julia auf tragische Weise ums Leben. Seine Welt war das Theater und dort lässt er auch sein junges Leben. Über 70 Jahre später soll das damalige Theater unter dem Namen „Bimah“ wiederbelebt werden. Auch diesmal soll das Theaterstück Romeo und Julia aufgeführt werden. Der aufstrebende Regisseur Carlos vergibt die Rolle der Julia an die noch unbekannte und junge Schauspielschülerin Caroline. Diese kann ihr Glück kaum fassen, ist aber Feuer und Flamme. Der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Ben van Behrens wird als Romeo ausgewählt.

Caroline ist mit viel Engagement bei den Proben dabei, aber die Theaterwelt zeigt ihr auch die Schattenseiten der Schauspielerei, denn nicht immer läuft alles glatt. Niederlagen treffen Caroline umso härter, da sie es auch privat nicht leicht hat. Doch dann tritt Johannes Steiner in ihr Leben. Dieser ist der Geist des Theaters und fristet dort seit den Ereignissen im Jahre 1935 ein einsames Dasein. Mit der Wiederbelebung des alten Theaters und dem Auftauchen von Caroline erwacht in ihm die alte Theaterleidenschaft zum Leben und mit dieser eine tiefe, innige Liebe zu Caroline, die durch die junge Frau auch erwidert wird. Caroline und Johannes proben fortan gemeinsam spätabends und nachts und verschmelzen mit ihren Rollen und Gefühlen. Aber wie soll diese Liebe fortbestehen können, wenn Johannes das Theater nicht verlassen.

Neben der zauberhaften Liebesgeschichte gewährt die Autorin Ellen Alpsten den Lesern ihres Buches auch einen Einblick in die Welt des Theaters, in den Tagesablauf der Schauspieler und die internen Machtspiele und Rangeleien. Man will erfolgreich sein, gemeinsam, aber auch jeder für sich. Da kommt es auch zu Eifersüchteleien. Speziell Carolines beste Freundin Mia ist neidisch auf ihre Freundin, denn auch sie wollte die Rolle der Julia ergattern, hat aber nur einen Job als Kostümbildnerin erhalten. Hierdurch fühlt sie sich zurückgesetzt und als dann auch noch der umschwärmte Ben van Behrens ein Auge auf Caroline wirft, ist Mia völlig verzweifelt.

Dieses Jugendbuch besticht durch seine Optik, denn das Cover ist wirklich wundervoll gestaltet. Der zauberhafte Inhalt der Geschichte wird hier bereits optisch deutlich.
In der Geschichte selbst zeichnet die Autorin ihre Charaktere sehr klar und detailliert. Hier ist keine Figur einfach nur schwarz oder weiß, sondern jede einzelne sehr facettenreich gezeichnet. Der Leser kann ihr Verhalten stets nachvollziehen, auch wenn er manche Handlung als falsch ansehen wird.

„Sommernachtszauber“, das ist die Geschichte von Romeo und Julia im Original und in abgewandelter Form. Zwei Liebesgeschichten, die verzaubern, jede auf ihre ganz eigene Art.

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Zarte Liebesgeschichte mit einem Hauch Mystik im aufregenden Milieu der Theaterwelt

Nach einem nicht so gut gelaufenen Vorspielen freut sich die junge Schauspielerin Caroline umso mehr, als sie zum Vorsprechen für die Julia in einer Neuinszenierung an einem kleinen Berliner Theater eingeladen wird und die begehrte Hauptrolle dann auch erhält. Doch was sie nicht weiß, ist, dass dieses Theater, das jahrelang leerstand, eine ganz besondere Geschichte hat.

Das letzte Mal wurde auf dieser Bühne 1935 gespielt, auch damals "Romeo und Julia", doch mit tragischem Ausgang. Und seit diesem Tag ist Johannes als Geist an das Haus gebunden, hat dessen wechselvolle Geschichte als stiller Beobachter miterlebt.

Als er Caroline das erste Mal sieht, flammt in ihm Bewunderung für die junge Frau auf, und er entschließt sich, sich ihr zu zeigen und ihr zu helfen, in die Rolle hineinzuwachsen und auf der Bühne alles zu geben.

Ich bin kein großer Theaterkenner, aber der Autorin Ellen Alpsten ist es gelungen, mich hier völlig zu fesseln und zu überzeugen. Eine zarte Liebesgeschichte mit einem Hauch Mystik, angesiedelt im aufregenden Milieu der Theaterwelt. Gerade die Darstellung dieses Umfelds wirkte auf mich sehr authentisch und realistisch, ebenso wie die Hauptfigur Caroline, deren Entwicklung im Laufe der Geschichte eine ganz besondere ist!

Neben Caroline und Johannes sind aber auch die Nebenfiguren absolut gelungen. Allen voran Carolines beste Freundin Mia, eine verwöhnte Tochter aus wohlhabendem Elternhaus, die sich ebenfalls um die Rolle beworben hat und nun zum ersten Mal in ihrem Leben erkennen muss, dass man nicht immer alles bekommt, was man gerne haben möchte. Lange fiebert man als Leser mit, ob die Freundschaft der beiden jungen Frauen diese Belastungsprobe überstehen wird. Verschärft wird der Konflikt noch durch den Romeo-Darsteller Ben, einen gefeierten Schauspieler, der sich offensichtlich mehr für Caroline als für Mia interessiert, obwohl Caro ihn von Anfang an auf Distanz zu halten versucht.

Aber auch die kleineren Rollen wie Regisseur Carlos oder dessen Assistentin oder, nicht zu vergessen, der Penner auf den Stufen des Theatereingangs, spielen ihre wichtigen Rollen und von dem einen oder anderen hätte ich sogar gerne noch etwas mehr gelesen.

Die Geschichte um Johannes gibt lange Zeit Rätsel auf. Was genau ist 1935 passiert, so dass es zu der Tragödie kam? Und gibt es eine Lösung für ihn und Caroline in der Gegenwart oder ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt?

Ein wunderschönes Jugendbuch, welches auch erwachsene Leser in die geheimnisvolle Welt des Theaters entführt!

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Shakespeare'sche Liebe

Caroline träumt von einer großen Karriere als Theaterschauspielerin, doch sie weiß, dass der Weg dorthin weit und hart ist - vor allem, wenn man sich nebenbei auch noch um den kleinen Bruder und die alkoholkranke Mutter kümmern muss. Nun hat die Schauspiel-Schülerin die Chance ihres Lebens: sie hat beim Vorsprechen die Rolle der Julia ergattert und soll nun gemeinsam mit dem Ensemble und einer großartigen Vorstellung einem alten Theater, dem Bimah, zur Wiederauferstehung verhelfen. Dann begegnet ihr Johannes, ein äußerst begabter junger Schauspieler, der 1935 bei der Premiere zu Romeo und Julia auf der Bühne ermordet wurde… Ein Mann, den es eigentlich nicht geben dürfte, und der dennoch mit Caroline jeden Abend - nach der offiziellen Probe - ihre Rolle übt und versucht, alles aus der jungen Frau herauszuholen. Dabei verlieben sich die beiden sich unsterblich ineinander…

Auch wenn das Theater nicht unbedingt meine Baustelle ist, so muss ich gestehen, dass es die Autorin geschafft hat, den alten Shakespeare'schen Stoff vor meinem Auge erblühen zu lassen: die Theaterproben, die harte Arbeit, die bedingungslose Öffnung der einzelnen Schauspieler, die sich selbst zurückstellen und dafür die Rolle komplett einatmen müssen - all das war sehr plastisch beschrieben und hat mich erahnen lassen, dass für einige Menschen die Bretter wirklich die Welt bedeuten! Auch die Figuren - allen voran Caroline - sind toll gezeichnet: sie haben ihre Ecken und Kanten und haben allesamt eine Reaktion in mir hervorgerufen. Aber auch die Veränderungen, die eine solche Arbeit mit sich bringt, sei es nun Zuhause oder im Umgang mit der besten Freundin, werden nachvollziehbar geschildert. Aber eines sticht besonders hervor: die Liebesgeschichte zwischen Caroline und Johannes, die mich schlichtweg ein wenig verzaubert hat! Die Hoffnung Johannes' nach der Beendigung des Fluches und gleichzeitig die Angst Carolines, in dadurch für immer zu verlieren, sind wirklich sehr berührend! Denn eines schwebt über allem: kann eine Geistergeschichte gut enden? Zu der beinahe liebevollen Erzählweise von Ellen Alpsten passt das emotionale, unkitschige Ende dann perfekt!

Fazit: Ein tolles, gefühlvolles Jugendbuch, das mich in die große Theaterwelt hat eintauchen lassen, so dass die Seiten nur so dahin geflogen sind!

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Eine klassische Liebesgeschichte

1935: Im Berliner Fasanentheater steht die Premiere von „Romeo und Julia“ bevor. Die Hauptrollen werden von den beiden Schauspielern Johannes Steiner und Judith Goldmann gespielt, die auch privat ein Paar sind und in Kürze heiraten wollen. Johannes bekommt in den letzten Minuten vor dem Auftritt Besuch von seinem Onkel, einem SS-Offizier. Das Gespräch zwischen den beiden Männern hat eine dramatische Tat zur Folge.
Über 70 Jahre später: die jungen Schauspielstudentinnen und engen Freundinnen Caroline und Mia bewerben sich im Bimah, dem ehemaligen Fasanentheater, das 70 Jahre leer stand, um die Rolle der Julia für die Neuauflage des Shakespeare-Dramas. Caroline erhält die Rolle und bekommt bei den Proben unerwartete Hilfe. Aber nicht jeder ist über die Neuinszenierung erfreut, und es bahnt sich durch Neid und Rachsucht ein neuerliches Drama an.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an verzaubert. Bereits das Cover ist wunderschön und passt hervorragend zu dem Buch. Die Sprache ist leicht, gefühlvoll und lebendig und entführt den Leser in die Welt des Theaters. Die Atmosphäre innerhalb des Theaters, z.B. beim Vorsprechen, hat die Autorin sehr schön eingefangen.

Ich habe einiges aus der Theaterwelt erfahren, was mir bis dahin nicht bewußt war: wie der Regisseur seine Spieler dazu bringt, sich ihrer Rolle vollständig zu öffnen oder wie die Schauspieler selbst ihre Rolle interpretieren, um sie zu leben.

Der Prolog, der in der Vergangenheit spielt, beginnt bereits mit einer Tragödie: Johannes Steiner wird auf der Bühne erstochen und verflucht – er darf nicht sterben, sondern muß als Geist im Berliner Fasanentheater sein Dasein fristen. Über die Gründe, warum er erstochen wurde, bleibt der Leser lange im Unklaren und man kann nur spekulieren, warum es zu der Tat kam.

Ganz im Sinne Shakespeares beherrschen große und allzu menschliche Gefühle die Bühne, wie bedingungslose Liebe, Eifersucht, Neid, Rachsucht und Enttäuschung. Lange wußte ich nicht, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird, da ich die Charaktere und ihr Tun teilweise schwer einschätzen konnte. Im letzten Drittel war dann absehbar, in welche Richtung es gehen
könnte, da bis dahin die meisten Personen ihr wahres Gesicht gezeigt haben.

Die Charaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen: sie sind liebevoll gezeichnet und beinahe jede Figur durchläuft eine Entwicklung und ist am Ende des Buches ein Anderer als zu Anfang.
Caroline Siebert, die es nicht glauben kann, daß sie tatsächlich die Rolle der Julia bekommt und mit der Angst zu kämpfen hat, den Anforderungen des Regisseurs nicht gewachsen zu sein. Außerdem ist ihre häusliche Situation alles andere als leicht.
Ben van Behrens, der den Romeo mimt – ein Frauenschwarm, der dem Publikum aus dem Fernsehen bekannt ist.
Mia Weiss, die beste Freundin von Caro, die enttäuscht darüber ist, daß sie die Rolle der Julia nicht bekommen hat, aber ihrer Freundin den Erfolg gönnt. Ihre Eltern und auch ihr Großvater sind bzw. waren im Schauspielgeschäft erfolgreich.
Carlos, der das Bimah neu aufbauen möchte und das Publikum sowie den Senat von Berlin mit seiner Inszenierung von „Romeo und Julia“ überzeugen möchte.
Mickey Hansen, Kritikerin, die einen persönlichen Kleinkrieg mit Carlos führt.
Karl Graf, Lebensgefährte von Mickey Hansen, wird der Agent von Mia, um ihre weitere Karriere zu fördern.
Und natürlich Johannes Steiner, der als Geist die letzten Jahrzehnte im ehemaligen Fasanentheater verbracht hat und sich zu Caroline hingezogen fühlt.

Aber auch bei den Nebenfiguren gibt es tolle Charaktere: Michi, der 8-jährige Bruder von Caroline, der seit dem Tod des Vaters sehr an seiner Schwester hängt. Simone, die rechte Hand von Carlos, und der Obdachlose, der vor dem Theater lebt. Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn gerade die letzteren Beiden noch etwas mehr Raum in dem Buch bekommen hätten.

Manche Figuren handeln mir etwas zu drastisch, aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.

Das Ende hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, ich fand es stimmig und passend, ohne kitschig zu wirken.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der in die Welt des Theaters mit großen Gefühlen eintauchen möchte – die Seiten fliegen nur so dahin.

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Ellen Alpsten - Sommernachtszauber

Inhaltsangabe:

Berlin 1935: Es ist kurz vor der Premiere von Shakespeares „Romeo und Julia“ im renommierten Fasanentheater. Für den Schauspiel-Neuling Johannes Steiner ist es die erste Hauptrolle. Judith Goldmann, welche die Julia spielen wird, ist seine große Liebe, und das nicht nur auf der Bühne. Doch die Zeiten werden für jüdische Schauspieler schwierig und Judith lässt sich zu einer tragischen Tat hinreißen ...

Berlin, in der heutigen Zeit: Die junge Caroline Siebert ergattert ihre erste Hauptrolle, es ist die Julia in Shakespeares „Romeo und Julia“. Reich wird sie damit nicht werden, denn die Produktion erhält nur wenig Mittel und findet in einem heruntergekommenen Theater statt – der „Bimah“, dem früheren Fasanentheater, in dem seit fast 70 Jahren keine Aufführung mehr stattgefunden haben. Aber für Caroline ist es die erste große Chance und sie hat fest vor, das Beste daraus zu machen. Der Anfang gestaltet sich schwierig, doch ein überraschend erscheinender, weiterer Romeo, der mit ihr die Rolle einstudiert, hilft ihr, sich in die Julia einzufühlen. Was Caroline aber nicht weiß: eine andere Seite will das gesamte „Bimah“-Projekt zum Scheitern bringen und ihre Karriere ruinieren ...

Der erste Satz:

„Bis zur Aufführung blieb Johannes noch eine halbe Stunde.“

Meine Meinung zum Buch:

Ich mochte das Buch beim Lesen sehr, denn für Bühnengeschichten habe ich eine Schwäche.

Ich fand den Aufbau der Geschichte sehr spannend. Gleich am Anfang passiert die „große Tragödie“, mit deren Nachwirkungen die Romanfiguren sich die ganze restliche Zeit auseinandersetzen müssen. Als Leserin weiß ich nicht viel mehr als die Figuren und ich habe lange gerätselt, warum was wie passieren konnte. Verraten kann ich natürlich hier nichts, nur so viel: die Lösung gefiel mir gut.

Ebenfalls gut hat mir die emotionale Seite der Geschichte gefallen. Ich bin zwar bei einigen Punkten der Meinung, dass die Motivation der Figuren nicht für so drastische Handlungen ausreichen, aber das störte mich nur geringfügig. Sehr schön und berührend fand ich die sich entspinnende Liebesgeschichte, hier konnte ich mich richtig mitfreuen oder musste mitleiden. Ein Buch, das mich auf dieser Ebene so anspricht, ist immer ein Gewinn.

Die Hauptpersonen sind sehr fein gezeichnet. Wir erfahren viel von ihrem Umfeld und ihrer Vergangenheit, das brachte mir die Personen nahe. Auch Figuren in kleineren Rollen habe ich gerne immer wieder gesehen, sie brachten viel Würze in die Geschichte. Zum Beispiel Carolines Bruder Michi, der damit zurechtkommen muss, dass seine große Schwester nicht mehr so viel Zeit für ihn hat. Oder die Produktionsassistentin Simone mit ihrer extravaganten Kleidung. Oder der Obdachlose vor dem Theatereingang. Oder, oder, oder. Ein paar von diesen Nebenfiguren waren mir so sympathisch, dass ich richtig enttäuscht war, nicht mehr von ihnen lesen zu können.

Zu lesen ist das Buch sehr leicht, die Seiten flogen nur so dahin. Die Kapitel sind von der Länge her sehr angenehm – lang genug, um nicht dauern aus einer Handlung herausgerissen zu werden und kurz genug, dass ich mir immer am Kapitelende dachte: Ach, eines geht noch.

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Ellen Alpsten: Sommernachtszauber

Inhalt:
Johannes wurde 1935 umgebracht und verflucht. Seitdem fristet er sein dasein im Theater, ohne je wieder mit jemanden gesprochen zu haben.
Caroline`s größter Wunsch ist es, eine berühmte Schauspielerin zu werden. Da trifft es sich gut, dass sie für die Besetzung der Julia ausgewählt wurde.
Caroline und Johannes begegnen sich im dunklen Theater und sofort verlieben die beiden sich heftig ineinander.
Doch der Beginn ihrer Liebe ist Johannes Untergang.....

Meine Meinung:
Dies ist mein erster Roman aus dem Theatermilieu und es hat mich sofort gepackt, da Ellen Alpsten den Klassiker Romeo und Julia wieder hat auferstehen lassen.
Ich war von dem mitreißenden Schreibstil der Autorin wie gefangen und hing beim Lesen förmlich an jeder Zeile.
Die ganzen Eindrücke der Theaterwelt konnte ich spüren. Sei es das Lampenfieber, der Neid untereinander, wie Caroline dank Johannes Hilfe immer besser in die Rolle der Julia hineinwächst und sie mit ihr eins wurde.
Die Charaktere sind allesamt authentisch. Besonders Carolines Entwicklung vom schüchternen, jungen Mädchen in eine selbstbewußte junge Frau hat mir sehr gut gefallen.
Aber auch den Nebencharakteren wurde sehr viel Leben eingehaucht.
Die Protagonisten sind nicht nur schwarz/weiß, für mich haben alle unterschiedliche Wandlungen durchgemacht, wodurch die Geschichte sehr lebendig und fesselnd auf mich wirkte.
Der Schluß ist ebenfalls absolut stimmig und glaubwürdig gewählt.
Ebenso schön wie die Geschichte, ist auch die edle Covergestaltung mit den erhabenen goldenen Ornamenten. Wirklich ein Schmuckstück fürs Bücherregal.
Das Buch ist für Theaterliebhaber absolut empfehlenswert, aber auch für diejenigen, die diese Welt erst noch entdecken wollen.

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