Mechthild Gläser: Stadt aus Trug und Schatten

Mechthild Gläser: Stadt aus Trug und Schatten

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Mechthild Gläser: Stadt aus Trug und Schatten
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783785574027

Informationen zum Buch

Seiten
416

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

Handlungsorte
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Flora fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihre Seele seit jeher ein nächtliches Doppelleben in der geheimnisvollen Stadt Eisenheim führt. Von nun an wird sie nie wieder schlafen, ohne dass ihr Bewusstsein in die farblose Welt der Schatten wandert. Als wäre das nicht unerfreulich genug, hat ihre Seele offenbar den Weißen Löwen gestohlen, einen mächtigen alchemistischen Stein, nach dem sich nicht nur die Herrscher der Schattenwelt verzehren. Bald ist Flora selbst in der realen Welt vor den Gefahren Eisenheims nicht mehr sicher und eines ist klar: Sie kann niemandem trauen, nicht einmal Marian, der plötzlich in beiden Welten auftaucht und dessen Küsse vertrauter schmecken, als ihr lieb ist.

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(Aktualisiert: 02 Januar 2015)
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Sprache & Stil 
 
5.0

eine ausgewogene Mischung aus Spannung, Überraschungen und Liebe

Zitat:
"Mein Geist hing in einem schwarzen Nichts,
das weder die Schattenwelt war noch ein Traum.
Ich schlief nicht und ich wachte nicht.
Wie ein Schleier lag die Dunkelheit über mir und
bedeckte mein Gesicht."
(S. 246)

Inhalt:
Flora ist in Essen zu Hause. Sie lebt hier gemeinsam mit ihrem Vater und der Haushälterin Christabel. Ihre Eltern haben sich vor zehn Jahren getrennt. Wiebke ist Floras beste Freundin. Mit Wiebkes Zwillingsbruder Linus war sie bis vor kurzem zusammen.
In der letzten Nacht hatte Flora einen seltsamen Traum. Obwohl sie sonst eigentlich niemals träumt. Und plötzlich sieht sie auch noch die Schatten.
Floras Vater nimmt einen Austauschschüler aus Finnland auf. Sein Name ist Marian. Flora findet das sehr ungewöhnlich, weil sie selbst bisher noch nicht einmal ihre beste Freundin mit nach Hause bringen durfte. Und jetzt wohnt sogar ein völlig Fremder mit in der Wohnung.
In der folgenden Nacht wiederholt sich ihr Traum. Flora befindet sich plötzlich in einer düsteren Stadt, in der die Zeitzonen zusammenfließen zu scheinen. Hier begegnet sie Marian erneut. Seine Hilfe jedoch schlägt sie aus.
Am nächsten Tag eröffnet ihr Marian, dass sie nun Nacht für Nacht in diese Stadt namens Eisenheim zurückkehren wird. Flora ist nun eine Wandernde. Nachts kommen alle Seelen nach Eisenheim. Doch nur die Wandernden tun dies auch bewusst und können sich am nächsten Tag daran erinnern. Nur sie sehen die Schatten auch am Tag und können jederzeit von diesen verletzt werden...

Meinung:
Ich habe im Vorfeld sehr viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Buch gehört. Deshalb dachte ich, es wäre nun an der Zeit, selbst einmal in dieses Buch hineinzuschauen.
Die Grundidee dieses Buches ist fantastisch! Man stelle sich vor, unsere Seelen schuften jede Nacht in den Minen und Fabriken Eisenheims. Und am nächsten Tag wissen wir nichts mehr davon. Nur die wenigen Wandernden unter uns sind sich der Existenz Eisenheims überhaupt bewusst. Ein gruseliger Gedanke, dass ich nachts in dieser Art und Weise ausgebeutet werde...

Erzählt wird die Geschichte durchgängig aus der Sicht der Hauptprotagonistin Flora. Anfangs hatte ich zwar ein Problem, so richtig in die Geschichte hineinzukommen. Mit steigender Seitenzahl jedoch hat sich dieses dann vollends aufgelöst und ich bin in meinen erhofften Lesegenuss gekommen! Die Liebesgeschichte steht natürlich eindeutig im Vordergund, allerdings kommen auch die Freunde dunkler Geheimnisse, anderer Welten und überraschenden Wendungen auf ihren Geschmack. Für mein Empfinden ist die düstere Atmosphäre Eisenheims sehr, sehr gut beschrieben. Interessant fand ich auch die Idee, viele berühmte Gebäude großer Metropolen der realen Welt einzubauen. Am besten hat mir an Eisenheim das Künstlerviertel gefallen. Insgesamt war Eisenheim sehr bildlich beschrieben. Super gemacht!

Um nochmal auf die Liebesgeschichte zurückzukommen. Ich möchte da eigentlich nur soviel verraten, dass man diese unter dem Gesichtspunkt "so nah und doch so fern" erfährt und fortschreitend natürlich viele Hintergründe bekommt, weshalb einige anfangs scheinbar unlogische Verhaltensweisen nun abgerundet werden.

Die Protagonisten selbst sind durchweg gut getroffen und man kann sie sich gut vorstellen.
Flora ist, nachdem sie plötzlich Schattengestalten sieht, völlig verwirrt. Bis jetzt hatte sie ein mehr oder weniger geregeltes Leben geführt. Doch nun wird sie sprichwörtlich über Nacht in eine völlig fremde Welt hineingerissen. Nach anfänglichen Problemen findet sie sich immer besser in der Parallelgesellschaft zurecht und wirkt selbstbewusster.

Marian, der vermeintliche finnische Austauschschüler, scheint auf den ersten Blick unnahbar und jeder Situation überlegen. Mit fortschreitender Geschichte bekommen wir auch von ihm tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt und werden manchmal sogar noch überrascht. Für sein mitunter eigentümliches Verhalten gibt es allerdings auch mehr als nur eine Erklärung...

Linus tat mir ehrlichgesagt leid. Jeder weiß wahrscheinlich, wie es ist, wenn Gefühle nicht erwidert werden. Oder schafft es Linus doch noch, Flora zurückzugewinnen? Diesen Charakter fand ich sehr sympathisch.

Insgesamt war das Buch gut zu lesen und ich war von einigen Wendungen überrascht.

Fazit
"Stadt aus Trug und Schatten" ist ein wirklich tolles Buch mit einer sehr guten Idee. Das Buch wird alle begeistern, für die eine ausgewogene Mischung aus Spannung, Überraschungen und Liebe den optimalen Lesegenuss bietet. Für die spannenderen Szenen hätte vielleicht ein bisschen mehr Raum sein können. Diesem Buch kann ich aber guten Gewissens 4 Bücher geben. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der "Schattenwelt-Trilogie".

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Gelungener Debüt-Roman

Inhalt:
Was treibst du nachts in deinen Träumen? Die 17-jährige Flora muss erfahren, dass die Nacht nicht nur zum Schlafen da ist. Ihre Seele kehrt jede Nacht in die Schattenstadt Eisenheim zurück, wo sie ein Doppelleben führt. Flora ist in Gefahr, denn verschiedene Leute wollen etwas von ihr, notfalls mit Gewalt. Doch Flora weiß nicht, wem sie vertrauen kann. Als die Grenzen zwischen der realen und der Schattenwelt verwischen, ist Flora auch tagsüber nicht mehr sicher.

Meine Meinung:
Die Idee, die diesem Buch zugrunde liegt, ist einfach toll. Die Vorstellung, dass sich unsere Seele während des Schlafs vom Körper löst und ein eigenes Leben in einer anderen Welt führt, finde ich total faszinierend. Und diese andere Welt, wie sie hier beschrieben wird, ist sehr interessant, aber auch gefährlich.

Mechthild Gläser versteht es, durch detaillierte, bildhafte Beschreibungen, viel Gefühl und auch eine Prise Humor zu fesseln. Die Handlung schreitet flott voran, erzählt von Flora in der Ich-Form.

Flora, die im richtigen Leben ein mehr oder weniger normales Teenagerleben führt, wird in Eisenheim zu einer Person, hinter der alle her sind. Jeder versucht, sie auf seine Seite zu ziehen, und von ihr den Aufenthaltsort des "weißen Löwen", eines magischen Steins, zu erfahren. Dabei verschweigen alle Flora zumindest einen Teil der Wahrheit, und sie kann niemandem wirklich trauen. In den falschen Händen ist der "weiße Löwe" jedoch auch für die reale Welt gefährlich. So trägt Flora eine große Verantwortung. Auch als Leser tappt man bis zum Schluss im Dunkeln, aus welchen Gründen alle den magischen Stein begehren und wem man Glauben schenken kann und wem nicht. Dabei kommt es immer wieder zu überraschenden Wendungen.

Die Protagonistin Flora wirkt sehr authentisch. Besonders junge Mädchen werden sich problemlos mit ihr identifizieren können. Aber auch ich als Erwachsene konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen und Gefühle nachvollziehen. Es hat mir gut gefallen, dass Flora sich zwar im Verlauf der Geschichte weiter entwickelt, aber nicht zu einer unglaubwürdigen Superheldin mutiert. Auch einige Nebenfiguren fand ich sehr interessant, allen voran Marian, der Floras Seele liebt, aber nicht die wirkliche Flora.

"Stadt aus Trug und Schatten" ist der erste Teil einer geplanten Trilogie und endet glücklicherweise ohne Cliffhanger. Trotzdem freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Band.

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(Aktualisiert: 22 Februar 2012)
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Wohin gehen wir in unseren Träumen?

Zum Inhalt:

Flora lebt in Essen und ist eigentlich ein ganz normales 17jähriges Mädchen. Nur ihre Familie ist ein wenig sonderbar, ihre abgeschottete Wohnung darf niemand betreten, Besuch bekommen ist verboten. Umso erstaunlicher, als ihr Vater ihr eines Tages verkündet, sie hätten nun einen finnischen Austauschschüler aufgenommen. Flora lehnt Marian vom ersten Moment an ab. Doch dann erfährt sie eines Nachts von einer parallelen Welt, in der sich die Seelen aller Menschen nachts aufhalten. Niemand weiß etwas davon, bis auf die Gruppe der Wanderer, die sich an beide Welten erinnern können. Und nun ist auch Flora eine von ihnen. Sie erinnert sich nicht mehr daran, was ihre Seele vor ihrer Verwandlung getan und erlebt hat, aber offensichtlich waren ihre Taten von immenser Bedeutung für die Bewohner Eisenheims – und nun sind alle hinter Flora her!

Meine Meinung:

Die Idee, dass unsere Seelen nachts in einer parallelen Welt ein völlig unabhängiges Eigenleben führen, hat etwas. Allerdings ist diese ganze Sache an vielen Stellen etwas unklar. Ich konnte das Buch in einer autorenbegleiteten Leserunde lesen, in der Mechthild Gläser vieles noch genauer erläutert hat. Ich glaube, wenn ich das Buch für mich allein gelesen hätte, wären die Fragezeichen noch zahlreicher gewesen.
Wenn man sich von kleinen Unlogiken und Verständnisschwierigkeiten aber nicht den Spaß nehmen lässt, ist es eine schöne Unterhaltung.

Allerdings habe ich öfter an die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier denken müssen, wenn es um die beiden Hauptdarsteller Flora und Marian ging.

Cover und Farben passen meiner Meinung nach überhaupt nicht zur Geschichte. Von Pink ist in diesem Buch wirklich wenig zu spüren, eine Farbgebung mit viel Grau hätte viel besser zur schwarzweißen Eisenheim-Welt gepasst.

Ärgerlicherweise war, als ich es gelesen habe, noch nirgendwo erwähnt, dass es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt. Das Buch endete daher etwas unbefriedigend, nicht direkt mit einem fiesen Cliffhanger, aber es bleiben doch einige Fragen offen.

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Flora ist siebzehn Jahre jung und erlebt in letzter Zeit unheimliche Dinge. Ein immer wiederkehrender Traum beschäftigt sie Nacht für Nacht. Sie befindet sich in einer Stadt, die völlig in Dunkelheit versunken scheint. Aber auch tagsüber sieht Flora merkwürdige Schatten. Etwas stimmt nicht mit ihr, ist sie krank? Jedoch fühlt sich alles viel zu echt an. Als Floras sonst so gesellschaftsscheuer Vater den finnischen Austauschschüler Marian aufnimmt, glaubt sie nicht mehr an Zufälle. Die Wahrheit lauert in den Träumen....

"Willkommen im Reich der Schatten, in Eisenheim, der Stadt der wandernden Seelen."

Das Debut von Mechthild Gläser ist ein neuer Stern unter den Romanen, welche mit Parallelwelten versuchen, die Leser zu begeistern. Ich fand die Handlung sehr ansprechend und wunderbar düster. Realität und Traumwelt werden spannend ausgebaut und harmonisieren später als eine Einheit. Der Autorin gelingt es mit kleinen Details beide Orte mit Überraschungen zu versorgen und somit für den Leser lebendig zu halten. Auch wenn die Realität dazu gehört, blieben die Geschehnisse in Eisenheim mein Favorit. Diese altertümliche Stadt voller Asche und Staub, umringt vom Nichts und aller Naturgesetze trotzend, zog mich einfach magisch an. Den Seelen wird hier eine eigene Geschichte gegönnt und die Möglichkeit zu einem zweiten Leben außerhalb ihres Körpers gegeben.

Diesen Wohlfühleffekt bei den Handlungsorten hätte ich mir für die Charaktere auch gewünscht. Leider mangelt es hier etwas an Tiefe und Entwicklung. Für ein Jugendbuch fällt das jedoch kaum ins Gewicht und in Folgebänden könnte sich daran noch einiges verbessern. Die Geschichte ist voller Phantasie, die Handlung abgeschlossen und alle offenen Fragen sind am Ende beantwortet.

Fazit: Super Debut mit Potenzial. Vielleicht lesen wir uns bald wieder, in Eisenheim?

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