Veronica Roth: Tödliche Wahrheit

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Veronica Roth: Tödliche Wahrheit
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Insurgent
ET (Original)
2012
ISBN-13
9783570161562

Informationen zum Buch

Seiten
512

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Als ich aufwache, liegt mir sein Name auf der Zunge.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Der Aufstand hat begonnen ...

In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will… 
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden...

Autoren-Bewertungen

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Teil 3 dringend benötigt

Der Angriff auf die Altruan konnte durch Four und Tris abgebrochen werden. Sie haben gewonnen und die Simulation beendet. Aber nun ist nichts mehr wie vorher. Mit einer kleinen Gruppe flüchten sie zu den Amite, doch dort sind sie nicht sicher. Die Ken sind ihnen weiterhin auf den Fersen. Diese Wissenschaftler-Fraktion verfügt über geheime Informationen, die das ganze System auf den Kopf stellen werden. Und die Unbestimmten spielen dabei eine ganz große Rolle...

Duch den Kinofilm zu Teil 1 habe ich mein Gedächtnis wieder etwas aufgefrischt. Davon recht angetan, schnappte ich mir zu Hause diese Fortsetzung und versank erneut in der Welt von Veronica Roth. Die Fraktionen zerfallen langsam und die wohlbehütete Ordnung geht im Chaos unter. Allerdings hatte sich in Teil 1 bereits ein gewisser Zweifel an dem System angekündigt. Wo alles streng nach Plan verlaufen soll, wird es immer Menschen geben, die sich wehren und mitdenken. Das übernehmen die Unbestimmten... Personen, deren Charaktere man nicht genau zuordnen kann.

Hier treffen wir daher auf die Flüchtlinge verschiedener Fraktionen. Sie wollen kämpfen, wissen aber nicht genau wogegen. Feinde verstecken sich nicht nur mit Waffen in der Hand, sondern auch in den Gedanken und Überlegungen. Als Leser kann man kaum begreifen, welche Ausmaße das alles annimmt. Die Autorin baut alles spannend rund um diese geheime Wahrheit auf und ich hing wirklich an den Seiten. So perfekt wie im Einstiegsband schafft sie es aber nicht. Tris ging mir manchmal ziemlich auf die Nerven. Sie ist so zerstreut, hin- und hergerissen, depressiv. Und dann ihre ständigen Streitereien mit Four. Zum Glück gab es auch immer wieder helle Momente und das Ende entschädigt in Bezug auf die Beziehung der Zwei auch.

Die geheime Information wird erst kurz vor Ende aufgelöst. Leider war es nur halb so spektakulär dargestellt, wie vorher so oft angekündigt. Ich hatte dadurch so extrem hohe Erwartungen, die nur teilweise erfüllt werden konnten. Außerdem endet damit die Geschichte wieder mitten im Geschehen als Cliffhanger. Ok, Vorteil dieses Mal ist natürlich, dass der Abschlussband bereits erschienen ist. Ich werde nun also geduldig auf den Postboten warten und danach wieder abtauchen.

Fazit: Spannender Zwischengang, aber alle Hoffnungen liegen auf Teil 3!

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Langatmiger zweiter Teil

Dieser zweite Teil setzt nur wenige Tage nach den Ereignissen des ersten Bandes ein, als die Fraktion der Ken mithilfe von der ferngesteuerten Ferox unzählige Mitglieder der Altruan-Fraktion umgebracht haben. Die Gründe für das Handeln der Ken liegen immer noch im Dunkeln. Tris und Tobias, sowie einigen anderen, gelingt die Flucht aus der Stadt. Vorerst retten sie sich zu den Amite, die sich aus dem Konflikt heraushalten. Doch das ist für Tris keine Option, schließlich sind auch ihre Eltern in dem Angriff umgekommen und sie selbst musste ebenfalls töten. Doch wer verfolgt welche Ziele und wem kann man überhaupt noch trauen? Die vertraute Welt der Fraktionen ist völlig auf den Kopf gestellt und Tris steht vor schwierigen Entscheidungen.

Selten ist es mir so schwer gefallen, in einen zweiten Teil einzusteigen wie hier. Obwohl die Autorin einige Dinge kurz wiederholt, konnte ich viele Personen einfach nicht mehr einordnen und hatte so das ganze Buch hindurch ein bisschen meine Probleme, gerade mit den Nebenfiguren, von denen einige hier dann doch auch wieder eine wichtige Rolle spielen.

Zu Beginn fand ich die Handlung eher zäh und schleppend. Es passierte recht wenig, man lernte die jetzigen Verhältnisse bei den verschiedenen Fraktionen kennen und die Geschichte dümpelte so vor sich hin.

Als sehr anstrengenden Charakter habe ich leider Tris empfunden. Ihre ständige Verschlossenheit, selbst ihrem Freund Tobias gegenüber, war für mich ab einem gewissen Punkt überhaupt nicht nachvollziehbar. Auch er hat so seine Geheimnisse vor ihr, trotzdem überwog bei ihm immer die Sorge um ihr Wohlergehen, wohingegen ich Tris Handlungen meistens einfach nur als unüberlegt empfunden habe. Das ganze Beziehungsdrama zwischen den beiden hätte für meinen Geschmack ruhig etwas knapper ausfallen dürfen.

Am Ende erwartet den Leser dann wieder ein bisschen mehr Spannung und vor allem ein Rätsel, was die Fortsetzung betrifft. Trotz meiner eher geringen Begeisterung für diesen Band bin ich dadurch dann doch wieder neugierig, wie die Geschichte ausgehen wird und was überhaupt hinter alldem stecken mag.

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Rasanter 2. Teil der Bestimmung

**ACHTUNG SPOILER**
**Wer den 1. Teil noch nicht gelesen hat, das aber noch tun will, sollte nicht weiterlesen!**

Zum Inhalt muss man ja wohl nicht viel sagen. Man sollte unbedingt den ersten Teil der Trilogie gelesen haben, um das Geschehen verfolgen zu können. Die Handlung setzt nahtlos an der Stelle ein, wo sie im letzten Band endete, nämlich im Zug, mit dem Tris, Tobias, Marcus, Peter und Caleb fliehen.

Die Liebesgeschichte nimmt in diesem Band einen größeren Raum ein als im ersten, aber das war ja zu erwarten. Es ist schön, dass es überhaupt nicht kitschig wirkt. Die Beziehung von Tris und Tobias wird auf eine harte Probe gestellt, da jeder seine Geheimnisse vor dem anderen hat und sich die beiden in Sachen Dickkopf ebenbürtig sind.

Ansonsten gibt es wieder viele Kämpfe, die spannend, aber auch sehr brutal und oft sinnlos sind. Tris bringt sich in eine gefährliche Situation nach der anderen. Probleme bereitet ihr ihr Gewissen. Sie kommt einfach nicht darüber hinweg, dass sie ihren Freund Will erschossen hat. Immer wieder macht ihr das zu schaffen. Das lässt sie zwar sympathischer erscheinen, auf Dauer hat es mich aber auch ein bisschen genervt, denn spätestens bei der dritten Erwähnung hatte ich es ja kapiert, es hätten keine zehn oder noch mehr sein müssen.

Der Leser wird ganz nah an der Protagonistin Tris durch das Buch geführt. Fast hat man den Eindruck, als ob man in ihrem Körper stecken würde. In der Ich-Form im Präsens beschreibt Tris ihre Handlungen, aber auch ihre Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle sehr detailliert. Dadurch wird man direkt in die Geschichte hineingesogen.

Das Erzähltempo ist hoch, die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite auf einem hohen Niveau. So manche Figur sorgt für eine überraschende Wendung, indem sich ihr Verhalten plötzlich um 180 Grad dreht, was aber einigermaßen plausibel erklärt wird.

Das Buch endet natürlich wieder mit einem Cliffhanger, aber wenigstens wurde noch halbwegs geklärt, wie diese ungewöhnliche Gesellschaftsform entstand. Auch über die Fraktionen, die Fraktionslosen und die Unbestimmten konnte man in diesem Buch einiges erfahren.

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Direkte atemlose Fortführung von Teil 1

Dieser Teil knüpft nahtlos an Band 1 an und gewährt der Hauptfigur Tris eigentlich gar keine Verschnaufpause. War bereits Teil 1 schon ziemlich brutal, wird es hier für mich gefühlt noch härter und die Autorin kennt gegenüber ihren Figuren kein Pardon. Nie konnte ich mir sicher sein, welcher Charakter das nächste Kapitel überlebt oder nicht.

Dieser Teil ist voll und ganz darauf ausgerichtet, dass nach dem verherrenden Blutbad aus Teil 1 zwischen den Fraktionen eigentlich Krieg herrscht und sich nur die Fraktion der Amity versucht neutral zu verhalten. Die Anführerin der Candor kämpft dabei mit allen Waffen und schreckt vor keinem Blutbad zurück, um ihre Ziele zu erreichen. Da die Geschichte weiterhin aus der Sicht von Tris erzählt wird, habe ich als Leser weiterhin viel über ihr Innenleben erfahren. Sie ist bestimmt keine leichte Figur, jedoch konnte ich ihre Beweggründe und Taten trotz aller Irrsinnigkeit immer gut nachvollziehen und finde auch, dass gut ausgearbeitet wurde, dass sie mittlerweile doch etwas traumatisiert ist. Ich finde das sehr gut nachvollziehbar und finde es klasse, dass Veronica Roth trotz allem keine Superheldin aus ihr gemacht hat. Tris hat Mut und einen ganz schönen sturen Kopf, aber gleichzeitig ist sie doch nur ein Mädchen.

Die Verwicklungen zwischen Tris, ihrer Familie, der Verschwörung und schließlich Jeanine sind sehr spannend und haben mich immer wieder überrascht. Habe ich als Leser noch gedacht, dass nach Teil 1 alles klar wäre, wurde ich in diesem Teil eines besseren belehrt und gerade am Ende gibt es noch einen richtigen Paukenschlag, der einen Hinweis auf die Entstehung der Fraktionen gibt.

Alles in allem für mich ein sehr gelungener 2. Teil einer Trilogie, was ja nicht immer so einfach ist. Die Welt von Veronica Roth ist sehr komplex, aber auch sehr brutal und ich bin schon sehr gespannt, wie sie diese Trilogie beenden möchte.

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Benutzerkommentare

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So bildgewaltig wie ein Film!

Inhalt:
Nicola, genannt Nico, soll von ihrer Tante ein Haus in einem kleinen Dörfchen mitten im Harz erben, zumindest wird das bei der Testamentseröffnung verkündet. Nicos Eltern sind schockiert, doch Nicos Neugierde wird geweckt, als ihr der Notar einige Gegenstände in die Hand drückt, die sie an bestimmte Orte bringen soll, um so ihrem Erbe näher zu kommen. Nicos Eltern setzen ab dem Zeitpunkt alles in Bewegung, um sie davon abzuhalten, ihr Erbe anzutreten, aber wie Mädchen in dem Alter sind, störrisch und eigensinnig, will Nico die Geheimnisse dieses Erbes ergründen und vor allem, warum ihre Eltern auf Biegen und Brechen nicht wollen, dass sie das Erbe antritt.

Und so macht sie sich auf, heimlich, mit Hilfe ihrer Freundin Valerie, die ihr angeboten hat, ihr ein Alibi zu liefern, auf in den verschneiten Harz und findet sich prompt in einer wie verzaubert wirkenden Welt wieder. Der Schnee hat alles zugedeckt sie verläuft sich und findet sich nach einigen Wirrungen in Gesellschaft eines überaus attraktiven jungen Mannes wieder und mit ihm gemeinsam glaubt sie, sich den Geheimnissen rund um Schattengrund und Siebenlehen, ihre Tante und die merkwürdige Feindseligkeit, die die Dorfbewohner Nico gegenüber an den Tag legen, ja bis zu enthaupteten Krähen im Kamin von Schattengrund führen, stellen und ergründen zu können.

Doch war sie wirklich darauf gefasst, was sich hinter allem verbirgt? Denn als Siebenlehen durch den Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten ist, scheint Nico sich durch ihre Neugierde und Anwesenheit in Lebensgefahr zu bringen. Irgendjemand möchte mit allen Mitteln verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Die Wahrheit über eine Schandtat, die auch das Leben Nicos entscheidend geprägt hat.

Meine Meinung:

So bildgewaltig wie ein Film!

Gleich vorweg, „Schattengrund“ ist für mich eins der Highlights dieses Jahres! Bisher habe ich von Elisabeth Herrmann nur gehört, aber nichts gelesen. Und so war es eine echte Freude für mich, dass mir von Lovelybooks im Rahmen einer Leserunde die Möglichkeit geboten wurde, mich auf dieses Buch einzulassen und mich fesseln zu lassen.

Wieder mal ist es ein Jugendbuch, was ich mir da vorgenommen habe. Und wieder mal muss ich sagen, für ein Jugendbuch war das aber doch schon harter Tobak. Schon nach ganz kurzer Zeit war für mich klar, dass hier eine Autorin mit einer Gabe für eine sehr bildhafte, eindrückliche Sprache am Werk ist. So sehr hat es mich gepackt, das Dörfchen Siebenlehen, verwunschen, irgendwo im Harz, eingeschneit, duster, mit einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft, die Leute von außerhalb misstrauisch beäugen und wahrscheinlich auch gar nicht da haben wollen. Es sei denn, es sind Touristen, die Geld da lassen. So richtig schön klischeebehaftet, aber eben auch sehr eindrucksvoll. Teilweise meint man, die Kälte zu spüren, Atemwölkchen vor dem eigenen Mund stehen zu sehen, Schneekristalle auf der Nase schmilzen zu fühlen. Und eben dieses Unheimliche auch zu spüren, was in dem Haus, was Schattengrund heißt, ganz besonders zur Geltung kommt. Wenn alte Balken knarzen, man Schritte zu hören glaubt, eine Katze sich anschleicht… Die Spannung ist teilweise wirklich greifbar.

Und dann entwickelt sich ein anfangs interessantes Erbschaftsspielchen mit ein paar lustigen Geheimnissen zu einem Drama, ja, wirklich zu einem Thriller. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber ein ganzes Dorf ist scheinbar beteiligt an einer grausamen Geschichte, die ein kleines Mädchen das Leben kostete und die Hauptfigur, Nico, war deren beste Freundin. Schrecklich, was sich alles so peu á peu herauskristallisiert und man kann sich dem Sog der Geschichte wirklich nicht entziehen und wundert sich teilweise, wo die Seiten hin sind, wenn man wieder einen Abschnitt gelesen hat.

Fazit:

Mein Fazit fällt deswegen auch sehr sehr positiv aus, ein Jugendbuch, mit ganz viel Thrill und Grauen, ein wenig Mystik, ein bisschen was fürs Herz aber alles zusammen super verpackt. Und ganz bestimmt nicht nur für Jugendliche gedacht!

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