Boris Koch: Vier Beutel Asche

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Boris Koch: Vier Beutel Asche
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783453268340

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ich hatte noch nie zuvor einen Molotowcocktail gebaut.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Was würdest du für einen Freund tun?

Christoph ist erst sechzehn, als er stirbt – er prallt nachts mit seinem Fahrrad auf ein entgegenkommendes Auto. Alles, was von ihm bleibt, ist eine Urne Asche. Doch vier seiner besten Freunde wollen nicht akzeptieren, dass mit der Beisetzung einfach alles zu Ende sein soll. Hatte Christoph sich nicht immer gewünscht, die Welt zu entdecken? Die vier graben seine Urne aus und machen sich damit auf eine lange Reise – eine Reise, auf der sie erkennen, was Freundschaft wirklich bedeutet …

Drei Monate nach Christophs Unfalltod geht das Leben scheinbar wieder seinen Gang. Doch Jan, Christophs bester Freund, kann nicht vergessen. In der Nacht, in der Christoph siebzehn geworden wäre, besucht Jan dessen Grab. Und er ist nicht der Einzige: Auf dem Friedhof trifft er Christophs Freundin Selina, den von Schuld und Selbstmordgedanken geplagten Maik, der Christoph das Rad geliehen hatte, mit dem er in den Tod fuhr, und Lena, die heimlich in Christoph verliebt war. Aufgewühlt beschließen sie, Christophs letzten Wunsch zu erfüllen, den ihm seine Eltern wie so vieles verwehrt haben, und seine Asche im Meer zu verstreuen. Sie graben seine Urne aus, verteilen die Asche auf vier Beutel und brechen zum Atlantik auf. Eine abenteuerliche Reise durch den Sommer beginnt, die so manches Geheimnis ans Tageslicht bringt … »Vier Beutel Asche« ist ein tragikomischer, eindringlich erzählter Roman über Freundschaft, Verlust und Liebe – und darüber, jung zu sein und frei sein zu wollen.

Autoren-Bewertungen

3 Bewertungen

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Ein sehr bewegendes Buch

Christoph stirbt bei einem Unfall und Jan verliert von heute auf morgen seinen besten Kumpel. Jan findet nicht mehr in den Alltag zurück und stellt schießlich fest, dass es Mike, Selina und Lena auch so geht. Gemeinsam beschließen sie schließlich Christoph's letzten Wunsch zu erfüllen und seine Asche ans Meer zu bringen und dort zu verstreuen. Dabei wird die Reise nicht nur eine Reise ans Meer, sondern auch eine Fahrt, die sie alle dazu bringt mit ihrer eigenen Trauer umzugehen.

Das Buch ist aus der Sicht von Jan geschrieben und zu Beginn wusste ich wirklich nicht, worauf ich mich bei der Lektüre von diesem Buch einlasse. Das Thema ist nicht leicht: Ein 16jähriger stirbt auf tragische Weise und wie soll das Leben für die Überlebenden weitergehen. Jeder sagt ihnen, dass sie zurück zur "Normalität" müssen, aber was ist "Normalität", wenn dein Leben so aus den Fugen gerissen wird? Auf eine sehr geschickte Art und Weise, hat sich Boris Koch dem Thema Tod, Freundschaft und Liebe angenommen und einen wunderbaren Roman geschrieben, der an Jugendliche gerichtet ist, aber von jedem gelesen werden kann.

Durch die Ich-Erzählweise von Jan, lernt der Leser vor allem sein Innenleben sehr gut kenne und auch wenn meine Pubertät schon länger her ist, denke ich, dass mit Jan wirklich gut ein pubertierender Teenager beschrieben wurde, der mit etwas zurecht kommen muss, worüber man sich in dem Alter noch keine Gedanken macht: Dem Tod. Gleichzeitig wird auch noch die Frage der Freundschaft aufgeworfen und die Frage wie gut man jemanden wirklich kennt bzw. was man glaubt zu kennen. Gerade den letzten Punkt, den ich gar nicht erwartet hatte, hat mich sehr tief berührt und finde ich sehr gut umgesetzt.

In diesem Buch werden gleich einige Themen angeschnitten, die für sich alleine wohl schon oft ein ganzes Buch füllen könnten. Trotzdem wirkt das Buch nicht überfrachtet und stellt auf wunderbare Weise dar, wie Trauer funktionieren kann und was wirklich wichtig ist im Leben.

Ein ganz tolles Jugendbuch, dass ich gerade als Schullektüre wirklich empfehlen würde!

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Freundschaft und Trauerbewältigung

Die Geschichte handelt von vier Jugendlichen, die einen Freund verloren haben. Christoph ist nur 16 Jahre alt geworden, als er nachts mit dem Fahrrad von einem Auto erfasst wurde und starb. Sein bester Freund Jan ist unglaublich wütend auf den Fahrer und kann es nicht fassen, als dieser von jeglicher Schuld freigesprochen wird. Beinahe macht er selber eine große Dummheit.

Doch einige Wochen später, in der Nacht, in der Christoph 17 geworden wäre, trifft er auf dem Friedhof auf drei andere Jugendliche, die auf unterschiedliche Weise mit Christoph verbunden waren, wie seine Freundin Selina, sein Kumpel Maik und dann noch Lena, bei der lange nicht klar ist, was zwischen ihr und Christoph gewesen ist. Die vier schmieden einen verrückten Plan: sie graben Christophs Asche aus und wollen sie an Frankreichs Atlantikküste ins Meer streuen – so wie Christoph sich das gewünscht hatte.

Damit beginnt ein spannender Roadtrip, auf dem die vier Jugendlichen einiges erleben. Mit 2 Mopeds quer durch Frankreich ist eine ganz schöne Strecke. Neben den vielen Menschen, die sie unterwegs treffen, steht auch die Entwicklung innerhalb ihrer kleinen Gruppe immer wieder im Fokus der Erzählung. Und alles dreht sich irgendwie immer um Christoph, der sie zu diesem Unternehmen zusammengebracht hat, immer wieder werden Erinnerungen eingestreut, die das Geschehen und Verhalten deutlicher machen. Hauptfigur auf der Reise ist Jan, dessen Trauer der Leser hautnah miterlebt – ebenso wie die Entwicklung, dass er irgendwann zugeben muss, dass er wütend auf seinen toten Freund ist und wie er am Ende seinen Frieden mit dessen Tod macht. Aber auch die drei anderen sind interessante Figuren, mit denen man mitlebt und mitleidet.

Insgesamt eine bewegende Geschichte über Freundschaft und Trauerbewältigung. Meiner Meinung nach wirklich nicht nur für Jugendliche, auch wenn die Protagonisten alle um die 17 sind – auch als Erwachsener kann man hier wirklich einiges für sich mitnehmen!

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(Aktualisiert: 03 Mai 2013)
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Über Freundschaft und Trauer

Inhalt:
Jan kommt mit dem Tod seines 16-jährigen und besten Freundes Christoph, der bei einem Unfall gestorben ist, nicht klar. An Christophs siebzehntem Geburtstag geht er auf den Friedhof zu seinem Grab und trifft dort dessen Freunde Maik, Selina und Lena. Gemeinsam beschließen die Vier, Christophs letzten Willen zu erfüllen und seine Asche ins Meer zu streuen und machen sich auf die Reise an die Atlantikküste.

Meine Meinung:
"Vier Beutel Asche" ist ein wunderbares Buch über Freundschaft, Schuld und Trauer. Das Buch beginnt damit, daß Jan dem Unfallgegner von Christoph unbedingt das Leben zur Hölle machen will, weil er bei ihm eine Alleinschuld an dem Tod seines Freundes sieht. Er ist nicht in der Lage, zur Normalität zurückzukehren, wie sein Umfeld von ihm verlangt. Im Laufe des Buches, und mit Hilfe der gemeinsamen Erlebnisse mit den Freunden, kommt es nicht nur bei ihm zu einer besseren Trauerbewältigung.

Sehr gut gefallen haben mir die Geschichten der Vier, in denen sie erzählen, wie sie jeweils Christoph kennengelernt haben bzw. von ihren gemeinsamen Erlebnissen mit ihm. Diese Geschichten sind teilweise witzig, teilweise traurig und überraschend.

Jan, Maik, Selina und Lena waren mir sehr sympathisch und ihre Entwicklung auf ihrer gemeinsamen Reise nach Frankreich hat mir sehr gut gefallen und konnte ich gut nachvollziehen. Trotz anfängilcher Animositäten zwischen Lena und Selina wachsen sie alle während der Fahrt zusammen. Ich denke, diese Reise war auch nur möglich in der Gemeinschaft, jeder Einzelne von ihnen wäre wohl eher nicht auf die Idee gekommen.

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Sprache & Stil 
 
5.0

Bewegendes Jugend-Buch

Inhalt:
"Vier Beutel Asche" erzählt die Geschichte von 5 Jugendlichen. Christoph stirbt mit 16 bei einem tragischen Verkehrsunfall.
Jan kommt mit dem Verlust seines besten Freundes nicht klar. In der Nacht von Christophs 17 Geburtstag besucht er sein Grab und trifft dort mit Maik, Lena und Selina zusammen. Die vier beschließen Christophs letzten Willen zu erfüllen und seine Asche im Meer zu verteilen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zur Atlantikküste.

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist etwas schwierig, da der Leser direkt in die extreme Schuldzuweisung auf den Autofahrer welcher an dem Unfall beteiligt war und somit in Jans Gefühlswelt katapultiert wird. Jan ist voller Wut und Hass auf den Unfallgegner und versucht ihm das Leben schwer zu machen. Da man den Protagonisten nicht kennt ist es Anfangs schwer sein Verhalten zu verstehen. Er kann seine Trauer nicht bewältigen. Im laufe des Buches jedoch kann man Jans Verhalten doch auch nachvollziehen. Durch das Zusammentreffen der vier und der reise an die Atlantikküste lernt er mit seiner Trauer umzugehen.

Das Buch ist eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Schuld und Trauer. Die vier Jugendliche, welche alle ein Päckchen zu tragen haben, sind sehr lebendig beschrieben und durch ihre Erzählungen lernt man auch Christoph kennen.

Sehr gut gefallen hat mir, dass alles so wirklich beschrieben haben. Es sind ganz normale Jugendlichen mit normalen Problemen. durch die Reise lernen sie alle mit ihrer Trauer umzugehen und werden auch ein Stückchen erwachsener. Auch wenn sie sich Anfangs noch nicht gut kannten und gerade Lena und Selina immer wieder aneinander geraten, wächst eine Freundschaft heran.

Für mich ist "Vier Beutel Asche" ein wirklich lesenswertes und bewegendes Buch zum Thema Trauer!
(Für mich übrigens ein sehr wichtiges Thema, welches leider viel zu oft Verdrängt wird. Ich sag nur "zurück zur Normalität")

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4.0
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5.0

Freundschaft versetzt Berge

Zum Inhalt:

Christoph, ein 16jähriger Junge stirbt auf tragische Weise durch einen Unfall. Seine Freunde Jan, Maik, Lena und seine Freundin Selina beschließen, seine Urne auszugraben und sie am Meer zu verstreuen. Auf ihrer Reise wird ihre Freundschaft untereinander und ihre Beziehungen zu Christoph auf die Probe gestellt.

Zum Buch:

Die Geschichte aus der Sicht Jans zu erzählen hat mir sehr gut gefallen, denn er verkraftet den Tod seines besten Freundes am schlechtesten. Dadurch ist der Leser auch mittem im Geschehen und die Figuren werden dadurch greifbarer, weil sie nicht von oben herab durch einen unbeteiligten Erzähler beschrieben werden. Und wir erleben seine innere Zerrissenheit, die wir so sicher nicht erlebt hätten. Man kann die Entwicklung der Charaktere so auch hautnah miterleben, die gut gelungen ist, ihre Freundschaft wird tiefer und auch die Verarbeitung der Trauer ist gut getroffen.

Mir haben die Abschnitte besonders gut gefallen, in denen die Protagonisten in die Vergangenheit zurückblicken, so erfahren wir genaueres über ihre Beziehung zu Christopher. Es wurde nicht nur nebenbei erwähnt, sondern Boris Koch bot diesen Geschichten Platz in separaten Kapiteln, die gut in den Handlungsverlauf eingestreut worden, so dass sie immer gut reingepasst haben.

Mein Fazit:

"Vier Beutel Asche" ist alles in allem ein stimmiger Jugendroman über Trauer und Freundschaft, der einem zeigt, zu was Freundschaft alles fähig ist.

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