Amy Plum: Von der Nacht verzaubert

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Amy Plum: Von der Nacht verzaubert
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Die for me
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783785570425

Informationen zum Buch

Seiten
400

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Als ich die Statue im Brunnen das ertse Mal gesehen hatte, wusste ich noch nicht, wer - oder besser was - Vincent war.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.

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Vincent und Kate - eine nicht einfache Liebe

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern ziehen die 16jährige Kate und ihre zwei Jahre ältere Schwester von Brooklyn nach Paris zu ihren Großeltern. Da sie bereits vorher gemeinsam mit ihren Eltern viel Zeit in Paris verbracht haben, können sie beide bereits die Sprache und kennen auch einen Großteil der Stadt. Während Kate's Schwester Georgia den Verlust mit viel Party zu verarbeiten versucht, zieht sich Kate noch mehr zurück und vergräbt sich in Büchern und Cafés. Genau in so einem begegnet sie schließlich Vincent zum ersten Mal und ist sofort von ihm fasziniert. Vincent ist jedoch kein normaler Mensch und ihre Liebe steht von Anfang an unter keinen einfachen Bedingungen...

Das Buch ist aus der Sicht von Kate beschrieben und sie war mir sofort sympathisch. Ein stilles Mädchen, das gerne liest und ganze Nachmittage lesen im Café verbringt, kann ich einfach nur sofort ins Herz schließen. Sehr gut wird dargestellt, wie sie tapfer versucht mit dem plötzlichen Verlust ihrer Eltern zurecht zu kommen. Auch ihre Reaktionen auf Vincent und seine Geschichte fand ich sehr gut und glaubwürdig beschrieben.
Mit anderen Charakteren hatte ich dagegen manchmal meine Probleme. Vorne weg die Großeltern, die sich oft sehr merkwürdig verhalten und für mich ihren Enkelkindern Freiheiten gewähren, die mir meine Großeltern nie unter keinen Umständen jemals gewährt hätten. So ganz nachvollziehbar war das für mich nicht, aber wahrscheinlich wollte die Autorin die familiären Umstände nicht zu sehr verkomplizieren.

Sehr gut hat mir gefallen, dass die Handlung in Paris stattfindet und das Flair von Paris sehr gut bei mir als Leser angekommen ist. Nach der Lektüre des Buches hätte ich jetzt so richtig Lust Paris mal wieder einen Besuch abzustatten.

Die Idee, die hinter Vincent und seiner "Familie" steht, gefällt mir sehr gut. Da es sich bei diesem Buch um den ersten Teil einer Trilogie handelt, gehe ich auch davon aus, dass noch weitere Informationen geliefert werden und gebe mich daher damit zufrieden, dass schon ein doch für mich großer Teil aufgeklärt wurde. Dabei sind die Erklärungen auch gut nachvollziehbar und halten zumindest ersten kritischen Nachfragen stand. Sehr erfrischend ist dabei auch, dass es sich auf jeden Fall NICHT um Vampire handelt.

Schwerer habe ich mich mit der "Liebe", die von jetzt auf sofort zwischen Vincent und Kate vorherrschen soll, getan. Vielleicht bin ich einfach kein Teenager mehr und kann mich daher nicht da hinein versetzen, aber ich habe wirklich nicht verstehen können, worauf die "große Liebe" basiert. Wahrscheinlich muss man das Ganze auf Hormone zurück führen, für mich war aber das Verständnis sehr schwer bis unmöglich.

Etwas schnell ging auch die Vertrauensbildung zwischen Kate und Vincent und den restlichen "Familienmitgliedern" von Vincent. Sehr schnell schüttet Vincent Kate gegenüber sein Herz aus, was für mich als Leser zwar sehr gut war, aber gleichzeitig auch so ein bisschen die Spannung genommen hat.
Relativ schnell hatte ich dann eine Ahnung, in welche Richtung die Geschichte sich weiter entwickeln wird und lag damit auch ziemlich richtig. Diese Vorhersagbarkeit kann man zwar vielleicht einem Jugendbuch verzeihen, trotzdem finde ich das schade, da doch gerade Überraschungen so ein Buch auch auszeichnen.

Am Ende geht es dann nochmal hoch her, bevor das Buch mit einem für mich sehr kitisch-romantischen Schluss endet. Alles in allem ein Buch, das sich sehr schnell weg lesen lässt, mich gut unterhalten, dabei aber nicht unbedingt mitgerissen hat. Trotz allem werde ich auch die nächsten beiden Teile einfach nur aus Neugier lesen.

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(Aktualisiert: 22 März 2013)
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Die Stadt der Liebe, des Lichts und der Unsterblichen...

Paris, die Stadt der Liebe oder auch die Stadt des Lichts, wie sie in diesem Buch bezeichnet wird, ist Schauplatz dieser Geschichte in der sich alles um das Leben der 16-jährigen Kate Mercier dreht. Aus ihrer Sicht schildert sie uns ihr Leben in dieser Stadt, die für sie nach dem Tod ihrer Eltern zu einer neuen Heimat werden soll. Der Umzug von New York zu den Großeltern nach Paris fällt ihr nicht leicht und anders als ihre Schwester Georgia, die schon bald ganz viele neue Kontakte schließt und Abend für Abend die Stadt unsicher macht, zieht sich Kate mehr und mehr zurück. Sie liest Bücher und hält sich viel lieber in ihrem Zimmer auf, als alles andere. Auch Museen, die sie früher einmal gerne besucht hat, werden von ihr gemieden. Eines Tages aber geht sie auf Drängen ihrer Schwester zumindest wieder vor die Tür und lässt sich mit einem Buch in einem Café nieder. Dort begegnet sie einem gut aussehenden jungen Mann, von dem sie sofort fasziniert ist. Auch Vincent scheint sich zu Kate hingezogen zu fühlen und so kommt es, dass sich die Wege der beiden jungen Menschen fortan häufiger kreuzen.

Vincent lebt in einer Art Wohngemeinschaft und je näher sich Kate und er kommen, je klarer wird, dass er ein Geheimnis hat. Er ist keinesfalls ein ganz gewöhnlicher junger Mann. Vincent ist ein Revenant, ein Retter, ein Untoter, der wieder und wieder Menschenleben rettet und dabei selbst stirbt aber wieder zum Leben erwacht. Kann zwischen Kate und Vincent die Liebe überhaupt eine Chance haben? Kate ist gefangen in einem Wechselbad der Gefühle und weiß oft selbst nicht, was für sie der richtige Weg sein soll, aber ihre Gefühle für Vincent werden immer stärker.

Als Kate dann noch erfährt, dass Vincent und seine Freunde schon seit Jahrhunderten einen Kampf gegen eine andere Gruppe Revenants führen, die nichts Gutes im Schilde führen, werden die Probleme nur noch größer. Hier kommt auch noch Kates Schwester Georgias ins Spiel, die sich gerne in Gegenden Paris aufhält, in denen auch die Numa, die bösen Revenants, sich zu Hause fühlen. Ist Georgia in Gefahr? Wird es zum erneuten Kampf zwischen Gut und Böse kommen?

Amy Plum hat es geschafft mit diesem ersten Teil ihrer geplanten Trilogie eine zauberhafte Geschichte zu Papier zu bringen, der es auch nicht an Spannung fehlt. Zunächst einmal überwiegen jedoch die erklärenden Passagen, die sehr emotional den Gemütszustand der Protagonistin wiedergeben. Dann aber wird es schnell spannend und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Für meinen ganz persönlichen Geschmack ist die Romanze vor allem gegen Ende des Buches etwas zu überzogen und zu kitschig dargestellt und hier wäre etwas weniger sicher mehr gewesen. Insgesamt tut dies aber der grundsätzlichen Idee überhaupt keinen Abbruch. Das Buch überzeugt und die Idee hier Wiedergänger zu Hauptdarstellern zu machen ist wirklich gelungen. Eine schöne Abwechslung zu vielen ähnlichen Fantasybüchern für Jugendliche.

Nicht vergessen werden sollt die zauberhafte Aufmachung des Buches. Mit und auch ohne Schutzumschlag ist dieses Hardcover ein echter Hingucker im Bücherregal.

Insgesamt hat hier die Stadt der Liebe viel mehr zu bieten als nur ihre Sehenswürdigkeiten.

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Amy Plum – Von der Nacht verzaubert

Seit dem Unfalltod ihrer Eltern lebt die knapp siebzehnjährige Kate mit ihrer Schwester Georgia bei ihren Großeltern in Paris. Durch den Verlust von Kummer erfüllt, igelt sich das introvertierte Mädchen mehr und mehr ein. Erst als sie in einem Straßencafé einen interessanten und umwerfend gut aussehenden Jungen kennenlernt kommt wieder, nunja, Leben in ihr Leben.
Seltsame Dinge scheinen Kate zu passieren, doch was hat der mysteriöse junge Mann damit zu tun?

Bei diesem Buch handelt es sich um eine wirklich romantische Teenagergeschichte, deren Protagonisten, von den Menschen mal abgesehen, Wesen ganz neuer „Machart“ sind. Die Idee ist neu und erfrischend, die Geschichte kurzweilig und wirklich sehr atmosphärisch geschrieben.

Die ganze Zeit, während ich das Buch las, hatte ich große Lust, nach Paris zu fahren und mich in einem Straßencafé in die Sonne zu setzen, zu lesen und alle Stunde eine heiße Schokolade zu trinken … Ich bin sonst eher nicht der typische Romantiker, aber die Stimmung in diesem Buch hat mir wirklich sehr gefallen.

Neben der Liebesgeschichte gibt es eine spannende Handlung, denn auch die Wesen, die Kate kennenlernt sind nicht frei von dunklen Geheimnissen. Am Schluss geht alles sehr schnell, und das Ende ist durchaus befriedigend, doch die meisten Leser werden wissen wollen, wie es mit Kate, Vincent und ihren jeweiligen Anverwandten weitergehen wird.

Auch die Ausstattung des Buches verdient einige Worte. Der Schutzumschlag ist im Typ des Jugendstil gehalten, in Reliefdruck und mit Spotlack, auch die Kapitelanfänge tragen Jugendstilornamente. Sogar das Vorsatzpapier passt zum Rest und auch ein Lesebändchen fehlt nicht.

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Von der Nacht verzaubert

Nach dem Tod ihrer Eltern zieht Kate mit ihrer Schwester zu den Großeltern nach Paris. Dort angekommen, bleibt sie in ihrer Melancholie. Während Georgia sich ablenkt und ins Nachtleben stürzt, ist Kate lieber allein. Sie verbringt die Tage lesend in ihrem Zimmer oder im Lieblingscafé. Bei einem dieser Ausflüge bemerkt sie die Blicke eines Jungen. Vincent ist unheimlich anziehend und geheimnisvoll. Er scheint die Macht zu haben, Kate aus ihrer Traurigkeit zu befreien.

"Er roch nach Eiche und Gras und Lagerfeuer. Er roch nach Erinnerungen. Nach vielen, vielen Jahren voller Erinnerungen."

Das Buch sammelte eine Menge Pluspunkte durch das französische Flair. Ich war selbst schon in Paris und mag diese Stadt. Deshalb konnte ich mich in das Setting richtig gut einfühlen. Die Geschichte hat mich jedoch nicht sofort überzeugt. Sie plätscherte zu sehr dahin, ein paar kleine Actionszenen wirkten fehl am Platz. Einzig zu Kate mit ihrer Liebe zu Büchern empfand ich Sympathie. Als man später Vincent und seine Familie kennenlernt, packte mich die Story doch. Hier gab es Charme, Witz und jede Menge spannende Aufhänger, die zu Spekulationen einladen.

Auch die kleinen Liebesszenen fand ich herzallerliebst, solang sie auf normalem Niveau blieben. Leider steigert sich das für meinen persönlichen Geschmack zu sehr ins kitschige. Auch im Umgang mit den Großeltern waren Details oft nicht nachvollziehbar und einfach übertrieben. Insgesamt für mich kein Wohlfühlbuch. Gute Ansätze waren da, aber diese überspitzte Perfektion hat es zerstört. Auch unter dem Mantel eines Jugendbuches macht das für mich keinen Sinn. Ein wenig mehr Bodenständigkeit hätte dem Buch nicht geschadet.

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Von der Nacht verzaubert

Nach dem Tod ihrer Eltern ziehen Kate und Georgia nach Paris zu ihren Großeltern. Da sie schon immer ihre Ferien dort verbracht haben, ist die Sprache kein Problem. Während Georgia wie auch in Amerika ihr Leben als Partygirl weiterführt, verkriecht sich Kate in ihre Bücher und hat kein großes Bedürfnis, sich neue Freunde zu suchen. Doch eines Tages lernt sie Vincent kennen und obwohl ihre ersten Begegnungen nicht so toll verlaufen, ist sie von ihm fasziniert und bald entwickelt sich mehr zwischen ihnen. Doch Vincent hat einige Geheimnisse…

Zu Beginn war ich sehr angetan von dem Buch. Kate als Bücherwurm sammelt natürlich sofort Sympathie-Punkte, das Pariser Flair kommt gut rüber, die Geschichte liest sich wirklich sehr schön an. Mit dem Auftauchen von Vincent hingegen beginnt das Buch, recht kitschig zu werden. Die Liebesgeschichte zwischen unglaublich gut aussehenden geheimnisvollen jungen Mann und (in ihren eigenen Augen) eher durchschnittlichem Mädchen gab es in den letzten Jahren in Jugendbüchern einfach zu oft. Und obwohl die hier gewählte Variante, was Vincent eigentlich ist, durchaus etwas Neues und Interessantes ist, konnte mich die Handlung nicht so recht überzeugen. Zu viele kleine Logikfehler stören den Lesefluss (von den relativ häufigen Tippfehlern gar nicht zu reden) und insbesondere der Liebesgeschichte zwischen Kate und Vincent fehlte einfach die Tiefe.

Am Ende blieben mir zu viele Fragen offen. Auch wenn es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt, hätte ich mir gewünscht, dass die begonnenen Handlungsstränge zu einem halbwegs befriedigenden Ende geführt hätten oder die Autorin wenigstens einen spannenden Cliffhanger gesetzt hätte. So bleibt einiges irgendwie in der Luft hängen, was ich persönlich unbefriedigend finde.

Leser, die sonst noch nichts aus diesem Genre gelesen haben, können sich vielleicht bezaubern lassen, mir waren es einfach zu viel Parallelen zu Twilight und ähnlichen. Wen das nicht stört, der findet hier sicher ein hübsches Buch, was für mich leider mehr auf die schöne Aufmachung bezogen ist und weniger auf den Inhalt

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Von Paris verzaubert

Inhalt:
Kate ist 16, als ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Mit ihrer etwas älteren Schwester Georgia zieht sie von Brooklyn nach Paris zu ihren Großeltern. Während sich Georgia in das bunte Großstadtleben stürzt, hat Kate stark mit ihrer Trauer zu kämpfen. Erst als sie Vincent, einen überirdisch schönen jungen Mann kennenlernt, blüht sie wieder auf. Doch die Beziehung ist alles andere als normal und einfach.

Meine Meinung:
Nach anfänglichem leichtem Unbehagen, weil mir das Handlungsmuster von vielen anderen Büchern doch sehr bekannt schien, konnte mich das Buch im Endeffekt doch überzeugen. Die Autorin hat hier eine zumindest für mich neue Spezies Übernatürlicher entworfen, die mir sehr gut gefallen hat und auch gut durchdacht ist. Vor dem Hintergrund der Stadt der Liebe, Paris, hat sie eine romantische und zugleich äußerst spannende Geschichte entworfen.

Kate war mir gleich sympathisch und so habe ich mich gerne an ihrer Seite von der wundervollen Stadt Paris mit ihren Museen, alten Villen und Einwohnern verzaubern lassen. Vincent mochte ich zuerst gar nicht. Es macht ihm anfangs unendlich viel Spaß, Kate zu verunsichern und zu ärgern, nicht besonders nett. Ich an ihrer Stelle hätte ihn sofort zum Teufel gejagt. Aber zum Glück bekommt er bei Kate eine Chance, sonst wäre das Buch nach wenigen Seiten zu Ende gewesen.

Kate macht eine tolle Entwicklung durch. Zuerst steht sie ziemlich im Schatten ihrer extrovertierten Schwester und sträubt sich, sich zu verlieben, da sie fürchtet, nach ihren Eltern noch eine geliebte Person verlieren zu können. Doch scheint es ein besonderes Band zwischen Kate und Vincent zu geben, so dass sie beide nicht gegen ihre Gefühle ankommen. Die Liebesgeschichte ist wunderschön, wenn auch manchmal etwas kitschig. Im Verlauf des Buches wird Kate immer selbstsicherer und wächst über sich selbst hinaus.

Ein riesiges Plus ist, dass auch die Nebenfiguren hier gut zur Geltung kommen und eine ausreichende Tiefe aufweisen. Einige davon habe ich auch sofort ins Herz geschlossen.

Es gibt leider einige unlogische Szenen und Handlungsweisen, die mich gestört haben. Z.B. will jemand unbedingt verhindern, dass Fremde ins Haus kommen, lässt dann aber schließlich Kate hinein und lässt sie allein in einem Zimmer zurück, damit sie auch schön rumstöbern kann. Oder die Großeltern glauben es einfach, wenn sie von Kate eine SMS bekommen, dass sie bei Freunden übernachtet, obwohl sie genau wissen, dass Kate in Paris noch keine Freunde hat.

Leider wurden in diesem Band viele Fragen noch nicht geklärt und ich hoffe in dieser Hinsicht auf die nächsten Bände, denn "Von der Nacht verzaubert" ist ja der Auftakt einer Trilogie. Das Buch endet zwar nicht mit einem wirklich fiesen Cliffhanger, aber doch relativ offen.

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Amy Plum - Von der Nacht verzaubert

Da ich im Moment zu viele Bücher sehe, wo Vampire die Hauptrolle spielen, war es schön, ein Buch zu lesen, wo andere Wesen eine Rolle spielen!

Die Geschichte beginnt damit, dass Kate und ihre Schwester nach dem Tod ihrer Eltern nach Paris kommen, um dort bei ihren Großeltern zu leben. Während Kates Schwester Georgia ihre Trauer durch nächtliche Streifzüge durch das Pariser Nachtleben verdrängt, verbringt Kate viel Zeit mit ihren Büchern in Cafés. Dort trifft sie dann auf den unglaublich schönen Vincent, der es ihr - trotz seiner anfänglich nicht ganz so charmanten Art - angetan hat.
Nach und nach entdeckt Kate, dass Vincent nicht nur schön ist, sondern auch ein sehr großes Geheimnis hat - er und seine Familie sind Wiedergänger.

Meine Meinung:

Ein sehr schönes Buch! Es lässt sich gut lesen und gefesselt durch den Schreibstil möchte man sofort alles an einem Stück lesen.
Die Charaktere fand ich glaubwürdig, aber nicht zu übertrieben dargestellt. So wurde die Trauer von Kate um ihre Eltern immer wieder thematisiert ohne dass es unglaubwürdig wird.
Die Geschichte um Vincent und seine Familie erfährt man langsam, wodurch viel Platz für Spekulationen gelassen wird. Und natürlich gibt es zu den Guten auch einen bösen Gegenpart.
Die Geschichte ist spannend und unglaublich romantisch - passend dazu spielt sie auch in Paris. :zwinker:

Angesichts der Tatsache, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, finde ich es durchaus in Ordnung, dass diese Thematik in der Weise behandelt wird, so etwas erwartet man schließlich auch!
Und wieder einmal bin ich sehr dankbar, an der Leserunde teilgenommen zu haben - wer weiß ob und wann ich das Buch ansonsten gelesen hätte. :smile:

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Amy Plum - Von der Nacht verzaubert

Erster Satz:

Als ich die Statue im Brunnen das erste Mal gesehen hatte, wusste ich noch nicht, wer - oder besser was - Vincent war.

Zum Inhalt:

Nachdem plötzlichen Tod ihrer Eltern ziehen die Geschwister Kate und Georgia von New York City nach Paris. Während Georgia versucht in der Ablenkung die Bewältigung der Trauer sucht, zieht sich Kate in die Welt von Büchern und Museen zurück. Eines Tages begegnet ihr in einem Café Vincent. Obwohl sie es zunächst nicht zulassen möchte, schafft es Vincent ihr näher zu kommen. Jedoch umgibt ihn ein Geheimnis, das Kate vor eine Herausforderung stellt.

Meine Meinung:

Amy Plum entführt uns in die romantischste Stadt der Welt - nach Paris. Hier findet zunächst das eher trostlose Leben von Kate statt. Der Autorin beschreibt auf eine schöne Art und Weise wie man sich das Pariser Leben vorzustellen hat. Ich hatte sehr bald ein gutes Bild von der Gegend in der sich Kate aufhielt. Dies stand in einem starken Kontrast zu dem wie es der Protagonistin ging.

Nichts destotrotz konnte ich mich dennoch bald in Kate hineinversetzen. Sie ist ein 16-jähriges Mädchen, das viel zu früh ihre Eltern verloren hat und versucht damit fertig zu werden. Vor diesem Hintergrund konnte ich gut ihre Reaktionen und Entscheidungen verstehen. Dennoch steckt in ihr mehr Kraft als sie selbst wahrscheinlich vermutet.

Vincent war für mich am Anfang nur schwer zu durchschauen. Dies änderte sich aber bald. Die Geschichte zwischen ihm und Kate gefiel mir sehr. Sie ist eine mehr oder weniger typische Jugendliebe. Sie ähnelt zwar ein wenig der Geschichte von Bella und Edward, dennoch hat sie ihren ganz eigenen Charme.

Im Verlaufe des Buches erfährt man mehr peu à peu mehr von Vincent und seiner Familie. Dadurch und den immer neuen Geschehnissen nimmt die Geschichte zusehends an Fahrt auf und wird zu einer spannenden Lektüre.

Mir hat die Geschichte sehr gefallen und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand nehmen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es ein Jugendbuch ist und für die Zielgruppe fand ich das Buch sehr gelungen. Da dieses Buch der Auftakt einer Trilogie ist, warte ich gespannt auf das Erscheinen der Folgebände!

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Tolle Geschichte mit kleinen Anlaufschwierigkeiten

Der allererste Eindruck von diesem Buch war erstmal: WOW!
Beim Auspacken des Buches war ich hin und weg vom schön gestalteten Einband. Ein wirklicher Augenschmaus.

Nach den ersten Seiten war ich allerdings ziemlich ernüchtert.
Eine Liebesgeschichte bahnt sich an: Auf der einen Seite ein schüchternes Mädchen, von einem Schicksalsschlag gebeutelt, anmutig und schön, unterschätzt ihre Wirkung aber völlig.
Auf der anderen Seite ein unglaublich wunderschöner Junge, scheint unnahbar, ihn umgibt etwas Geheimnisvolles.
Tausendmal gehört und strotzend vor Klischees.

Da ich aber vom Schauplatz der Geschichte ziemlich angetan war und ich nicht wahrhaben wollte, daß ein Buch mit einem so wunderbaren Einband eine miese Geschichte enthält, habe ich mich überwunden und weitergelesen.

Und dann war ich plötzlich so dermaßen von der Geschichte gefesselt, daß ich schon den zweiten Band ein wenig sehnsüchtig erwarte.
Ein großer Pluspunkt sind die von der Autorin gestalteten Figuren der Revenants und der Numa. Eine neue Spezies, mit neuen, äußerst interessanten Eigenschaften und Fähigkeiten. Es hat Spaß gemacht, die Ereignisse rund um Vincent und die Revenants zu verfolgen.

Obwohl ausschließlich Schwarzweißmalerei verwendet wird, sind die Nebenfiguren, also Kates Familie, Vincents Gefährten und der Anführer der Numa gut dargestellt. Sie werden allein durch ihr Verhalten gut charakterisiert, so daß sie leicht einzuordnen sind.

Die Liebesgeschichte dagegen war mir zu oberflächlich und wie schon gesagt zu klischeebeladen.
Kleinere Logikfehler (Stichwort: Bestechung) zogen sich durch die Handlung, die an manchen Stellen nach meinem Empfinden recht konstruiert erschien (jetzt muß X passieren, damit die Handlung Wendung Y nehmen kann). Das machte die Handlung auch ein wenig vorhersehbar.
Angesichts der Revenants / Numa -Geschichte, die mich sehr fasziniert hat, konnte ich jedoch darüber hinwegsehen.

Am Ende hat mich die Geschichte doch überzeugt, ich bin froh, daß ich mich nicht vom zähen und klischeebeladenen Anfang abschrecken ließ.

Ein paar Fragezeichen hinterläßt jedoch der deutsche Titel: "Von der Nacht verzaubert". Ich kann da beim besten Willen keinen Bezug zur Handlung herstellen. Der Originaltitel "Die For Me" ist auf jeden Fall treffender.

Ich bin gespannt auf Teil 2!

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Von der Nacht verzaubert - Eine unsterbliche Liebesgeschichte

"Von der Nacht verzaubert" erzählt die Geschichte von Kate Mercier, die nach dem Tod ihrer Eltern zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu ihren Großeltern nach Paris zieht und dort die große Liebe entdeckt. Es gibt nur ein Problem: Vincent Delacroix ist kein gewöhnlicher Junge, sondern birgt ein übersinnliches Geheimnis, welches alle Beteiligten schnell in Gefahr bringt.

Amy Plum präsentiert uns hier eine flüssig zu lesende Liebesgeschichte zwischen einem normalen Mädchen und einem übernatürlichen, wunderschönen Jungen. Klingt vertraut? Ja, man kommt leider oft nicht umhin die Parallelen zur Grundidee von Stephenie Meyers Twilight-Reihe zu bemerken, auf welche die Autorin selbst in einigen Anspielungen auf Werwölfe und Vampire hinzudeuten scheint. Das tut dem Buch jedoch keinen Abbruch: Meine Lesererwartungen wurden hier erfüllt und ich durfte ein äußerst spannendes, kurzweiliges Buch lesen, das zum Mitfühlen und Mitfürchten einlädt. Kate, Vincent und sogar die zahlreichen Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet und haben jeweils ihre Eigenarten, so dass der Leser nicht durcheinander kommt und man sie alle schnell lieben lernt.

Als Manko habe ich anzumerken, dass mir das Buch zwischenzeitlich doch etwas zu kitschig war. Während man anfangs noch die Verlegenheiten und Unsicherheiten von Vincent und Kate spüren konnte, hingen sie irgendwann nur noch wie Kletten zusammen und haben sich beim Schlafen beobachtet. Diese Szenen waren ein wenig klischéegeladen und teils hatte ich das Gefühl, das Buch in Frischhaltefolie packen zu müssen, da es vor Liebeleien triefte.

Außerdem ist anzumerken, dass das Ende in meinen Augen ein wenig enttäuschte. Die Geschichte ist scheinbar als Trilogie angelegt, weshalb ich mir einen guten Cliffhanger erwartet hätte. Das Buch hätte auch jede Menge Stoff für interessante Entdeckungen und Enthüllungen auf den letzten Seiten geboten. So bleiben diese Erzählstränge lose in der Luft hängen, was sehr schade ist. Das Ende kam mir auch etwas zu plötzlich und gerne hätte ich noch ein paar Gespräche der Charaktere über das Geschehene belauscht, was ihnen zusätzlich Tiefe verliehen hätte.

Fazit: Spannende Grundidee, triefende Liebesgeschichte, und einige Ungereimtheiten zum Schluss. Ich wurde zwar insgesamt gut unterhalten, fiebere aber nicht auf den nächsten Band hin, was wohl das Ziel der Autorin hätte sein sollen.

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