Ann Brashares: Wer weiß, was morgen mit uns ist

Ann Brashares: Wer weiß, was morgen mit uns ist

Hot
 
2.9 (5)
 
2.4 (8)
1646   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Ann Brashares: Wer weiß, was morgen mit uns ist
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Here and Now
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783570159477

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Sein Vater musste arbeiten und so ging Ethan allein zum Fischen.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Die 17-jährige Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York, seit sie zwölf ist. Doch was vorher war und wo sie herkommt, darf sie niemandem erzählen. Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert, und zusammen mit wenigen anderen ist es Prenna gelungen, in unsere Gegenwart zu entkommen. Jetzt tun sie alles, um ihre Herkunft geheim zu halten. Deshalb gelten strenge Regeln für Prenna: möglichst kein Kontakt zu den Mitschülern, nicht mehr Worte als nötig. Sich mit einem Jungen aus der Schule zu verabreden, ist selbstverständlich ausgeschlossen. Prenna hält sich daran. Bis zu dem Tag, an dem ihr Ethan Jarves begegnet und sie sich Hals über Kopf verliebt …

Autoren-Bewertungen

5 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
2.9
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.6  (5)
Charaktere 
 
2.8  (5)
Sprache & Stil 
 
3.4  (5)
Gesamtbewertung 
 
2.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Enttäuschend für mich

Mit 12 Jahren kam Prenna mit ihrer Mutter nach New York. Hier leben sie abgeschottet nach strengen Vorschriften. Ihre Vergangenheit muss sie geheim halten. Niemand darf erfahren, was damals passierte und woher sie kommt. Lange Gespräche und Verabredungen mit normalen Mitschülern sind verboten. Kontakte sollen innerhalb der Gemeinschaft bleiben. Das alles ist nötig, da die Zeit eigene Regeln hat, die nicht verletzt werden dürfen. Denn Prenna kommt aus der Zukunft... einer Zukunft, in der ein Virus viele Millionen Opfer gefordert hat. Eines Tages trifft sie etwas in der Gegenwart, wogegen Prenna nicht ankämpfen kann. Die Liebe zu Ethan!

"Wir verpflichten uns zu Loyalität und Gehorsam gegenüber der Gemeinschaft, ihrem Überleben und ihrer Sicherheit, und akzeptieren ohne Fragen oder Diskussionen die Führerschaft durch unsere Anführer und Betreuer."

Ich liebe solche Geschichten. Für mich gibt es nichts spannenderes als Weltuntergangsszenarien, Dystopien, zukunftsorientierte Gesellschaftssysteme mit Menschen, die aus ihrer Starre erwachen, hinterfragen und kämpfen. Das Buch passte daher genau in mein Beuteschema, allerdings habe ich so etwas noch nie in Verbindung mit Zeitreisen gelesen. Im Gegenteil! Dieses Thema habe ich gemieden, sind doch alle bisherigen Versuche gescheitert. Wie soll man auch etwas begreifen, was so unreal ist und sich nicht mit Gesetzen erklären lässt. Aber es war zu reizvoll...

Die Geschichte beginnt unheimlich spannend und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Schnell verstrickte ich mich in Überlegungen, wie das große Ziel erreicht werden soll. Sie sind doch nicht umsonst in die Vergangenheit gereist, sondern müssen die Zukunft ändern. Bei den starren Regeln der Gemeinschaft war es unheimlich schwierig, für mich brauchen sie doch Zugang zu den Ursachen und zu Forschungen. Das wäre die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Die Autorin streut immer wieder interessante Details in die Story, an denen man zwar rätselt, aber deren Verbindung für das Gesamtbild nicht greifbar sind. Leider zieht sich das so durch das Buch, man erwartet Lösungen, verknotet das Hirn aber immer mehr. Trotzdem war die Geschichte um Prenna & Ethan so ansprechend geschrieben, dass ich zum ersten Mal bei einem Zeitreisebuch nicht das Bedürfnis hatte, es in die Ecke zu werfen, weil alles erklärt wird und ich nichts kapiere. Ich machte mir einfach ein paar eigene komische Gedanken und las weiter.

Von dem Ende war ich ziemlich enttäuscht, auch wenn ich das fast erwartet hatte. Die Auflösung half mir nicht, ich war planlos. Ich kann mir also im Nachhinein nur die netten Dinge herauslösen, an denen ich wirklich Freude hatte. Die Grundidee war gut!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Gute Idee - lahme Umsetzung

Die 17jährige Prenna muss nach strengen Regeln leben: Sie darf quasi keinen Kontakt zu Mitschülern außerhalb "ihrer Gruppe" haben und muss ihre gesamte Freizeit im Kreise ihrer eigenen Leute verbringen. Sie und ihre Leute sind aus einer desaströsen Zukunft in die Vergangenheit geflohen und wollen vor allem nicht auffallen. Prenna befolgt die Regeln soweit sie kann, nur Ethan lässt sich nicht abschrecken und besteht auf einer Freundschaft, die Prenna bald die Augen öffnen soll.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Prenna geschrieben und zog mich zu Beginn in seinen Bann. Der Klappentext hörte sich nach einem spannenden Zeitreise-Roman an und die ersten Seiten war ich auch sehr fasziniert von Prenna's Welt mit ihren Regeln und Vorschriften und neugierig darauf, was die Gruppe veranlasst hatte in die Vergangenheit zu fliehen.

Mittlerweile frage ich mich oft, warum so viele Autoren derzeit die Ich-Perspektive als Erzählform wählen und sich somit die Möglichkeit nehmen auch andere Charaktere im Detail zu beschreiben und die Handlungen besser verständlich zu machen. So passiert das auch in diesem Buch wieder, dass ich als Leser zwar die Perspektive von Prenna die gesamte Zeit miterleben durfte, aber mir die Beweggründe vieler anderer Figuren einfach unklar blieben. Dabei kam dann noch erschwerend hinzu, dass auch das Verhalten von Prenna zum Teil eher rätselhaft war und ich viele ihrer Entscheidungen nicht verstehen konnte.

Versprach das Buch zu Beginn zudem eine spannende Zeitreise-Geschichte zu werden, verlor sich die Autorin im Laufe der Geschichte dann fast eher in einem Roadmovie und ließ viele Fragen einfach unbeantwortet. Warum gewisse Teile der Gruppe so agierten, wie sie es taten, ist mir auch nach Ende der Lektüre immer noch ein Rätsel und ich finde es schade, dass das Potenzial dieser Idee nicht wirklich genutzt wurde. Viele Dinge wurden dann für mich gefühlt viel zu schnell und zu einfach abgehandelt und auch die Erklärungen blieben auf der Strecke. Dafür war der Fokus dann zu stark auf der Liebesgeschichte zwischen Prenna und Ethan, der für mich nicht wirklich gepasst hat.

Alles in allem ein trotzdem leicht zu lesendes Buch, dass mich jedoch nicht bis zum Schluss überzeugen konnte und in dem für mich eine wirklich gute Idee leider nicht genutzt wurde.

Alles in allem trotzdem noch knapp 3 Sterne, da das Buch irgendwie so ein Wohlfühl-Gefühl bei mir ausgelöst hat.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
2.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Gute Grundidee, aber viele Schwächen in der Umsetzung

 Inhalt:
Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York in einer Gemeinschaft, die im weitesten Sinne an eine Sekte erinnert, wobei es hier aber nicht um Religion geht. Nein, diese Leute sind Immigranten, nicht aus einem anderen Land, sondern aus einer anderen Zeit, aus der Zukunft. Dort war ihr Leben auf Grund einer Epidemie bedroht, der schon ein Großteil der Bevölkerung zum Opfer gefallen ist. Die Gemeinschaft muss sich strengen Regeln unterwerfen, um die „Jetztgeborenen“ nicht zu gefährden. Enger Kontakt ist nicht erlaubt. Doch was, wenn man sich wie Prenna in einen Mitschüler verliebt?

Meine Meinung:
Das Buch fängt stark an, fällt dann aber ganz schnell ab und wird auch nicht mehr wirklich besser.

Während der Schreibstil zwar recht einfach, aber doch lebendig wirkt und dadurch gut zu lesen ist, konnte ich mich mit der Handlung im Detail nicht anfreunden. Prennas Verhalten ist zuweilen so hirnrissig, dass ich nur noch mit den Augen rollen konnte. Insgesamt erschien mir die Handlung an vielen Stellen unlogisch (und nicht nur, was die Zeitreise betrifft) bzw. absolut realitätsfern. Vieles ging einfach viel zu leicht, da mussten sich die Protagonisten zu wenig anstrengen, um ihr Ziel zu erreichen. Und manchmal hatte ich das Gefühl, die Autorin hat sich in der Zeitschleife verheddert, weswegen sie wichtige Dinge einfach totgeschwiegen hat.

Insgesamt war es also eher eine Enttäuschung, empfehlen werde ich das Buch sicher nicht.

Doch es war nicht nur schlecht! Ich fand die Mischung aus Dystopie, Krimi, Zeitreiseroman und Liebesgeschichte sehr ausgewogen. Das hat mir gut gefallen. Es gab auch durchaus gut geschriebene spannende Szenen, ebenso wie gefühlvolle romantische.

Das Beste aber ist, dass das Grundproblem der Dystopie sehr realistisch ist. Es ist durchaus vorstellbar, dass es auf Grund unserer Umweltsünden bald so weit mit unserer Erde kommen könnte. Insofern regt das Buch zum Nachdenken an und bringt vielleicht den ein oder anderen Leser dazu, sein eigenes Verhalten zu ändern.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
2.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Potential nicht ausgeschöpft

Ethan ist eines Tages am Fluss beim Angeln, als wie aus dem Nichts ein unbekleidetes Mädchen auftaucht. Er spricht sie an, aber sie will keine Hilfe, also gibt er ihr nur sein Sweat-Shirt, damit sie etwas überziehen kann. Es ist nur eine kurze Begegnung, doch Ethan vergisst sie nie. Jahre später kommt ausgerechnet dieses Mädchen als neue Mitschülerin in seine Klasse. Die beiden freunden sich an, doch Ethan merkt schnell, dass Prenna Geheimnisse hat und vieles vor ihm zurückhält. Er bedrängt sie nicht und irgendwann offenbart sie ihm ihr Geheimnis: Prenna und eine Gruppe anderer kommen aus der Zukunft. Dort ist die Erde durch Klimakatastrophen und Seuchen unbewohnbar geworden und so haben sie sich in die Vergangenheit gerettet. Doch hier gelten strenge Regeln für sie, vor allem müssen sie ihr Geheimnis für sich behalten und dürfen keine engen Beziehungen zu Menschen aus der jetzigen Gegenwart haben. Prenna und Ethan verstoßen mit ihrer Freundschaft somit schon gegen die Regeln, doch bald finden sie noch mehr heraus und müssen noch viel weitergehen.

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen, auch wenn ich bald einige Fragen hatte, die leider bis zum Schluss nicht logisch beantwortet wurden.
Zeitreiseromane sorgen bei mir fast immer irgendwann für einen Knoten im Kopf, das war aber gar nicht mein größtes Problem mit dem Buch.
Die Autorin verliert sich für meinen Geschmack zu sehr in nebensächlichen Details, sehr unverhofft tauchen teilweise Personen und Erklärungen auf und das Miträtseln wird dem Leser dadurch sehr erschwert bis unmöglich gemacht, denn auf die meisten Zusammenhänge kann man einfach nicht kommen, die werden plötzlich präsentiert und sind dann da und fertig.

Die Grundidee, dass Menschen aus der Zukunft in die Vergangenheit bzw. unsere heutige Gegenwart reisen, um sich vor einer zukünftigen Katastrophe zu retten oder den Lauf der Welt zu ändern, gefällt mir gut. Die Umsetzung hier hat mir leider weniger gefallen und konnte mich einfach nicht überzeugen. Zu viele Logiklücken in der Story, zu viele Nebensächlichkeiten und zu wenig Erklärungen für so manche offene Frage – schade, hier wurde leider einiges an Potential verschenkt, das die Story an sich meiner Meinung nach gehabt hätte!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Eine Zeitreise in die Gegenwart

Die 17-jährige Prenna James lebt seit 4 Jahren mit ihrer Mutter in New York – davor hat sie allerdings in der Zukunft gelebt. Sie und weitere Zeitreisende flüchteten damals vor einer tödlichen Blutpestepidemie in das Jahr 2010. In der Jetzt-Zeit sind sie strengen Regeln unterworfen: sie dürfen mit niemandem über ihre Herkunft reden und keinen tieferen Kontakt zu Mitschülern haben.
Als sich Prenna in ihrem Mitschüler Ethan verliebt, gerät sie in einen emotionalen Zwiespalt. Dazu kommt noch die mysteriöse Botschaft eines mit Ethan befreundeten Obdachlosen, daß am 17. Mai 2014 ein Mord geschehen wird, der für die Epidemie in der Zukunft verantwortlich sein wird – er bittet Prenna um ihre Hilfe, da der entscheidende Tag kurz bevorsteht.

Dieser Jugendroman greift ein spannendes und unheimliches Thema auf: die Flucht vor einer tödlichen Pandemie mithilfe einer Reise in die Vergangenheit. Allerdings können die Flüchtlinge ihr neues Leben im Jahre 2014 nicht wirklich geniessen, weil sie strengen Regeln und rigoroser Kontrolle unterstellt sind, bei Nichtbeachtung warten harte Strafen auf sie. Dementsprechend bedrückend ist der Schreibstil der ersten Kapitel, die aus Prennas Sicht erzählt werden. Sie hat sich in ihren Mitschüler Ethan verliebt, weiß aber, daß sie kaum Zeit mit ihm verbringen darf, ohne sich in Gefahr zu bringen. Was sie nicht weiß: Ethan wurde damals Zeuge ihrer Ankunft im Jahre 2010, an die sich Prenna nicht mehr erinnern kann.

Die Passagen mit der unsicheren Prenna traten für mich manchmal auf der Stelle, aber glücklicherweise nimmt die Handlung kurz danach an Fahrt auf. Die Suche nach den bevorstehenden Ereignissen vom 17.05.2014 bringt eine gewisse Spannung rein.
Teilweise wird sehr viel Handlung in wenige Tage reingepackt, daß man das Gefühl hatte, sie wie einem Zeitraffer zu erleben. Dafür werden Prennas Gedanken und Gefühle sehr ausführlich beschrieben, was mir persönlich gut gefallen hat.

Die Charaktere finde ich gelungen: die unsichere Prenna kam bei mir glaubhaft an, ebenso ihre anschließende Entwicklung, am Ende habe ich sie beinahe nicht mehr wiedererkannt. Ethan ist ein ruhiger und intelligenter junger Mann, der sich hartnäckig um Prenna kümmert und sich von ihr nicht abweisen läßt. Ahnt er womöglich mehr über die Zeitreisen als Prenna ahnt – immerhin hat er ihre Ankunft damals miterlebt?
Prennas Mutter konnte mich nicht sehr für sich einnehmen, ich fand es enttäuschend, daß sie ihrer Tochter so wenig Liebe schenken kann, nach alldem, was sie in der Zukunft zusammen durchgemacht haben.

Der Obdachlose, Ben Kenobi genannt, ist sehr mysteriös, woher weiß er so gut über die damaligen Zustände Bescheid? Kommt er ebenfalls aus der Zukunft, wenn ja, warum steht er nicht unter der Kontrolle der Gemeinde?

Nach und nach erfährt der Leser immer mehr Einzelheiten über Prennas Vergangenheit, die in der Zukunft liegt: eine traurige und erschütternde Aussicht in eine Zukunft, die umso erschreckender ist, da dieses Szenario Wirklichkeit werden könnte.

Die verschiedenen Ereignisketten in der Zukunft fand ich teilweise etwas verwirrend und nicht immer logisch, aber am Ende wird der Zusammenhang doch relativ gut aufgelöst. Wer allerdings auf Erklärungen hofft, was die Zeitreisen betrifft, wird enttäuscht, was aber auch kein Wunder ist, da man nicht etwas erklären kann, was nicht möglich ist.

Das Ende hat mir gut gefallen, weil es zum einen nicht kitschig ist und zum anderen Platz für eigene Überlegungen läßt.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

8 Bewertungen

5 Sterne
 
(0)
 
(1)
 
(2)
 
(5)
1 Stern
 
(0)
Gesamtbewertung 
 
2.4
 
2.1  (8)
 
2.6  (8)
Zeige alle Einträge Zeige die hilfreichsten
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Liebe oder Zukunft?

Ann Brashares - "Wer weiß, was morgen mit uns ist" CBT

New York, 2010-2014
Ethan ging fischen, aber anstatt eines Fisches, fand er ein scheues nacktes Mädchen,
Er war sich nicht sicher, ob es ein Tagtraum war und beschaute sie sich ungeniert..
"Schließlich hatte er den Verdacht, das sie echt war und er sie nicht länger so anglotzen durfte"
Er bot ihr sofort sein Sweat-Shirt an.. Die Luft flirrte - danach verschwand sie..
Ethan wurde Zeuge eines Zeitsprungs.

Sie kommen aus der Zukunft, eine kleine Gemeinde von Flüchtlingen, sehen keinen anderen Ausweg mehr, um den harten Lebensbedingungen ihrer Welt zu entkommen.
Pandemien zwingen ihre Gesundheit nieder, alle Familien haben Mitglieder verloren, geliebte Menschen mussten sie gehen lassen, ein Alltag mit der Blutpest lässt sie die Fähigkeit zu lieben fast vergessen, Erwachsene,Kinder wie Babys sterben, vor Keinem macht die Seuche halt, die von einem Moskito übertragen wird, ein kleiner Stich überträgt ein grausames Virus, das innerhalb von Tagen zum Tode führt - es gibt Gärten für Sterbende..Prenna scheint immun zu sein..

Sie leben sehr zurückgezogen, da sie sich trotzdem ins öffentliche Leben einfügen müssen, haben die Anführer strenge Regeln für sie erstellt, eine davon lautet, keine Beziehungen zu "Jetzgeborenen" zu führen, doch Ethan und Prenna treffen sich wieder und verlieben sich..
Eines Tages treffen sie auf einen verwahrlosten und scheinbar verwirrten Mann, er fleht sie an, einen Mord zu verhindern, die Zukunft hinge davon ab..
Prenna rebelliert, zusammen mit Ethan begibt sie sich auf eine bizarre Expedition.
Können die Beiden die Weiche für eine bessere Zukunft stellen, oder hat diese, einen eigenen Willen?
Wieviele alternative Wege gibt es, die Welt samt ihrer Zukunft zu ruinieren, es müssen unendlich viele sein, die Menschheit ist da sehr erfinderisch und beratungsresistent.
Liebe oder Zukunft? - Zukunft oder Liebe? Können wir uns auf Prenna und Ethan verlassen??
---
Mir gefiel dieses Jugendbuch sehr gut, es ist nicht so schrecklich quietschbunt, aber trotzdem sehr gefühlvoll und romantisch, Freundschaft und füreinander einstehen, spielt eine große Rolle, genauso, wie die Verantwortung für eine bessere Welt.
---
Der Begriff "Logik" sollte nicht zu sehr im Mittelpunkt stehen, der "Knoten" im Leser-Hirn, der bei einem Zeitreiseroman entsteht, ist eh nie befriedigend zu lösen, auf ein Paradoxon, folgt das Nächste..
(Danke, "Spatzi", für die Anregung mit dem "Knoten", ist ein guter Vergleich!)
"Wer weiß, was morgen mit uns ist" wird nicht mein letzter Roman von Ann Brashares bleiben, danke für die kleine "Zeitreise"!
4 Sterne
P.S. Deutschland,3.10.2014 - Eine Stunde von mir entfernt, liegt ein Ebola-Patient in der Uniklinik, ich mache mir irgendwie Sorgen - die "Zukunft" kommt immer näher..
--

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Wo ist die im Klappentext versprochene „atemlose Spannung“?

Klappentext

„Die 17-jährige Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York, seit sie zwölf ist. Doch was vorher war und wo sie herkommt, darf sie niemandem erzählen. Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert, und zusammen mit wenigen anderen ist es Prenna gelungen, in unsere Gegenwart zu entkommen. Jetzt tun sie alles, um ihre Herkunft geheim zu halten. Deshalb gelten strenge Regeln für Prenna: möglichst kein Kontakt zu den Mitschülern, nicht mehr Worte als nötig. Sich mit einem Jungen aus der Schule zu verabreden, ist selbstverständlich ausgeschlossen. Prenna hält sich daran. Bis zu dem Tag, an dem ihr Ethan Jarves begegnet und sie sich Hals über Kopf verliebt …“

Gestaltung

Das Cover finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht so berauschend. Einerseits passt es irgendwie nicht so ganz zu dem Klappentext, der ja Spannung und Action verspricht, aber andererseits passt es einfach zur Autorin Ann Brashares. Das Cover könnte einen deswegen schon erahnen lassen, dass es sich hauptsächlich um die Liebesgeschichte dreht…obwohl das wiederum auch nicht ausschließlich der Fall ist. Generell finde ich aber, dass die Farben gut zueinander passen, auch wenn mir der Stil des Covers ansonsten nicht so zusagt, da ich es etwas langweilig finde, dass dort nur diese beiden Köpfe zu sehen sind.

Meine Meinung

Dieser Roman hat mich wirklich anfangs zwiegespalten. Die Idee finde ich nämlich grundsätzlich wirklich sehr gut, aber die Umsetzung…daran hapert es wirklich. Mir wurde viel zu viel geredet und nachgedacht, wobei man so manches wirklich überhaupt nicht richtig nachvollziehen kann.

Die Protagonistin Prenna denkt wirklich viel nach und schweift dabei oftmals von der Handlung ab. Wenn in der Handlung etwas Entscheidendes passiert (wie beispielsweise irgendein wichtiger Schritt in der Handlung oder eine neue bahnbrechende Erkenntnis), wird dies nur ganz kurz angeschnitten. Dann kommen Prennas Gedanken, die wirklich ausführlich, detailliert und über alles Mögliche sind, egal ob sie gerade für die Handlung wichtig sind oder nicht. Das lenkt sehr von der Geschichte und den Handlungsaspekten an sich ab.

Durch Prennas ausschweifende Gedankengänge verliert die Geschichte das Augenmerk, das Wichtige rutscht in den Hintergrund und Prennas Nachdenken wird oftmals in den Fokus gesetzt, so bleiben viel zu viele Fragen offen und es ist viel zu schwer, alles angenehm nachvollziehen zu können.

Dies schlägt sich vor allem in den Zeitreise- sowie Zukunftsaspekten wieder. Manche Dinge werden überhaupt nicht erklärt oder aufgeklärt, sodass man als Leser manche Handlungsaspekte einfach nicht nachvollziehen kann. Dramatisch wird dies vor allem bei den Zeitreisefakten, die äußerst verwirrend dargestellt werden (wenn sie denn dargestellt werden), mit Logikfehlern versehen sind und einfach überhaupt nicht logisch sind. Wenn es mal eine kleine Erklärung gab, warf diese gleich sofort neue Fragen und Unschlüssigkeiten auf. Ann Brashares hätte hier wirklich nicht nur über die Gedanken und Gefühle der Protagonistin berichten sollen, sondern vor allem die Zeitreiseidee genauer erklären und beleuchten sollen.

Unverständlich war auch die Gemeinschaft, die mit Prenna aus der Zukunft kam und mit der sie gelebt hat. Es gab sehr viele Regeln, Gesetze, Unterdrückung und sogar Morde, aber was die Intentionen waren und wie die Menschen dieser Gemeinschaft nun genau organisiert waren, wurde überhaupt nicht thematisiert. Sie waren einfach da und gut. Genauso erging es eben auch den anderen (eigentlich für die Handlung wichtigen) Erklärungen. Vieles wurde als einfach existent angenommen und ohne Erklärung hingestellt. Dass dies zu Verwirrung beim Leser führt, ist anscheinend egal.

Störend war auch, dass vieles von der vorher so spannend klingenden Zeitreise-Dystopie-Handlung so vorhersehbar war. Und dabei wurden die spannenden Aspekte dann auch noch wirklich viel zu schnell und auch teilweise viel zu einfach aufgelöst. Manches wurde von Anfang an einfach so dahin gestellt nach dem Motto „Das ist jetzt so“ und dann war das auch wirklich so, obwohl man sich als Leser eine Wendung dieser Dinge gewünscht hätte, einfach um dann vielleicht doch noch überrascht zu werden.

Die Autorin ist oft nicht nur durch ausführliche Gedankengänge vom Thema abgewichen, sondern über große Teile des Buches auch durch banales „Liebesgedöns“, das dann in den Mittelpunkt gestellt wurde. Natürlich ist dies das übliche Metier der Autorin, aber der Klappentext kündigt doch eigentlich auch Action und Spannung an, die wirklich einfach fehlen. Beispielsweise sind Prenna und Ethan (ihr Geliebter) auf der Flucht und sie wollen die Zukunft verändern (und somit retten), aber was tun sie statt zu fliehen? Sie gehen an den Strand, schwimmen, gehen shoppen, lernen Kartenspiele… Da konnte Ann Brashares wohl nicht aus ihrer Haut und hat die Grundidee, die ja durchaus viel Potenzial hat, mit ihrem typischen "Liebesromangedusel" untergehen lassen.

Auch das Ende war eher enttäuschend. Es wird alles Dramatische, was zur Schiene „atemlose Spannung“ gehört, rasend schnell aufgelöst und dann wird die letzten gut 60 Seiten einfach nur noch geredet. Darüber, wie nun Prennas Gemeinschaft zu führen sei, darüber ob sie mit Ehtan zusammen bleiben kann oder nicht und so weiter und so weiter. Das hätte man auch alles auf 3 Seiten kürzen können. Wirklich ein unspektakuläres Ende.
Fazit

Die ganzen Informationen um die Zeitreiseaspekte waren nicht sehr durchdacht, wurden kaum thematisiert oder nur angeschnitten, sodass man als Leser kaum verstehen oder nachvollziehen konnte, wie nun alles funktioniert. Diese Zeitreisefakten waren somit aufgrund des Mangels an Erklärungen äußerst verwirrend. Hinzukommt dass das Augenmerk auf der Protagonistin, ihren Gefühlen und vor allem ihren Flirts mit dem männlichen Protagonisten Ethan liegen. So kommt der Zeitreise-Zukunfts-Handlungsstrang viel zu kurz, wobei diese Grundidee viel Potenzial gehabt hätte. „Wer weiß, was morgen mit uns ist“ ist eine kurzweilige Unterhaltung, die aufgrund des Schreibstils und der Schriftgröße angenehm sowie schnell zu lesen ist, aber leider größtenteils auch verwirrt.

Knappe 3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos

Einzelband

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
(Aktualisiert: 11 November 2014)
Gesamtbewertung 
 
2.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Wer weiß, was morgen mit uns ist

Über das Buch

Die 17-jährige Prenna stammt, ebenso wie ihre Mutter und mehrere hundert andere Menschen, aus der Zukunft. Ihre Gemeinschaft versteckt sich in den Menschenmassen New Yorks, wo sie versuchen, nicht aufzufallen. Das Leben der Zeitreisenden ist dabei geprägt von Regeln und absoluter Überwachung. Obwohl sie aus einer Zukunft geflohen sind, in der ein Großteil der Menschen einem aggressiven Virus zum Opfer gefallen ist, versucht niemand aus der Gruppe, die Zukunft zu verändern. Erst als Prenna sich verbotener Weise in ihren Mitschüler Ethan verliebt, fängt sie an, die Kontrolle und die Untätigkeit in Frage zu stellen, die die Menschheit auf eine ihnen bekannte Katastrophe zusteuern lässt.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Prenna geschrieben und beschreibt sehr schön ihre Gefühle und ihre Gedanken. Der Schreibstil war angenehm und ließ sich recht schnell und flüssig lesen.

Mit Prenna und Ethan hat Ann Brashares zwei Protagonisten geschaffen, die mir zunächst sehr sympathisch waren. Ethan ist sehr clever, denkt gut nach bevor er handelt, und nimmt kein Blatt vor den Mund, auch nicht, wenn es um seine Gefühle für Prenna geht. Ich mochte ihn am liebsten, weil er so besonnen und mutig ist. Außerdem ist er sehr hartnäckig, und versucht seit Jahren, Prenna aus ihrem Schneckenhaus zu locken, denn schließlich kann er ja nicht wissen, dass ihr Gefühle für einen „Jetztgeborenen“ untersagt sind. Er ist einfach ein toller Typ :-D

Prenna mochte ich zwar auch, aber manchmal hat sie sich ziemlich dämlich angestellt und wäre Ethan nicht dagewesen, hätte sie alleine sicher nichts Vernünftiges auf die Reihe bekommen. Irgendwie hat mir zu ihr auch diese spezielle Verbindung zu ihr gefehlt, die man im besten Fall zu einem Protagonisten hat, und die einen mitfiebern, und vor lauter Spannung den Atem anhalten lässt. Ich weiß gar nicht so genau, woran es lag, aber ich habe mich dafür wohl einfach zu oft über sie aufgeregt. Ware Gefühlsstürme (des Hasses) haben dagegen ihr Betreuer und die Mitglieder des Rates ausgelöst, die über die Gruppe der Zeitreisenden bestimmen, die Regeln machen, und für die Überwachung und auch Bestrafungen zuständig sind. Ich finde sie verhalten sich total unmenschlich und vor allem unverantwortlich, da sie nicht versuchen, die schreckliche Zukunft, auf die die Menschen zusteuern, zu verändern. Obwohl man nicht so viel über ihre Beweggründe erfahren hat, konnte man ihnen immerhin ein klares Gefühl der Abneigung entgegenbringen, was ich sehr gut fand..
Die Story an sich hatte einen sehr interessanten Ansatz. Zeitreisen sind immer eine komplizierte Sache, die meistens für Knoten im Hirn sorgt, aber es gibt auch viel Potential für interessante Verwicklungen. Obwohl die Autorin das hier wohl auch versucht hat, hatte ich den Eindruck, sie hätte das Ganze nicht ganz richtig durchdacht. Wer sich die beschriebenen Ereignisse mal auf einem Zeitstrahl bzw. mehreren aufmalt, wird feststellen, dass es bei genauerer Betrachtung einige Ungereimtheiten gibt. Das hat mich persönlich sehr gestört, vor allem weil die Autorin keine Erklärung dazu liefert, wie sich die ganze Sache denn ihrer Meinung nach erklärt. Insgesamt verlief mir die Handlung auch ein bisschen zu schnell, und hat es dabei dennoch geschafft, zwischendurch gezogen zu wirken. Zum Beispiel verbringen Prenna und Ethan, statt ihre Aufgabe zu erfüllen, bei der ganz schön Zeitdruck stehen, einen Tag am Strand. Das war für mich in dieser Situation total unpassend.
Das Ende fand ich zum Teil sehr gelungen, auch wenn einige Entwicklungen für mich nicht so gut gepasst haben, und es mir auch hier wieder zu schnell ging..

Fazit

Insgesamt eine Geschichte mit einem interessanten Ansatz, aus dem man viel mehr hätte machen können. Vor allem über die Beschaffenheit der Zeit hat sich die Autorin meiner Meinung nach nicht genügend Gedanken gemacht, oder wenn doch, dem Leser leider nicht verständlich mitgeteilt. Am Ende bleiben für mich einfach zu viele Fragen offen. Dennoch für solche Leser zu empfehlen, die nicht zu viel über die Zeit nachgrübeln wollen, und für die die Liebesgeschichte im Vordergrund steht.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
2.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
1.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Super Idee leider nicht gur umgesetz

Meine Meinung: Prenna flüchtet aus der Zukunft mit ein Haufen von Menschen, die sich auch retten konnten. In der Zukunft ist die Blutpest ausgebrochen und wie es scheint waren die Menschen vom aussterben bedroht. Denn die Wissenschaftler hatten bis zu der Reise kein Mittel gegen den Virus gefunden.

Dafür wussten die Menschen aus der Zukunft wie mein eine Zeitreise macht, auch wenn das nie wirklich im Buch erklärt wird, wer es erfunden hat, wann und wie es funktioniert. Die Gemeinde aus der Zukunft rettet sich. Sie beginnen ein Leben in der Gegenwart. Dafür müssen sie strenge Regel befolgen, denn sie wollen sich und die Zukunft nicht schädigen denkt man zu erst.

Nach und nach wenn man die Regel kennt und wie die Gemeinde von den Betreuern überwacht werden, stellt man sich sehr viele Fragen. Auch Prenna hatte Fragen und Vermutungen, da sie aber fast eine Gehirnwäsche unterzogen war, sah sie vieles erst als sie sich in Ethan verliebte.

Obwohl man selbst die Hauptcharaktere nie wirklich kennenlernt, fand ich Ethan doch viel sympathischer als Prenna und die Gemeinde. Wobei man die anderen Zunkufts- Menschen gar nicht wirklich kennen lernt.

Die Geschichte fing wirklich sehr gut an. Das Thema an sich ist auch sehr interessant. Man hat sehr viele Fragen die nicht sofort beantwortet werden und man möchte weiterlesen und alles besser zu verstehen. Aber leider hört das Buch echt blöd auf. Und dann ist man nur noch enttäuscht, weil es doch so gut angefangen hat!

Ich fand die Shoppingtour, Strandbesuch etc. gar nicht so schlimm, denn Prenna konnte genau an den Momenten "normal" sein. Die Autorin hat es aber nicht geschickt angestellt, denn die Shoppingtour etc. tauchen genau an der Stelle, wo die Leser andere Informationen erwartet.

Nichtsdesto trotzt liest sich das Buch unheimlich schnell. Logik steckt nicht dahinter, einige Fragen bleiben offen und die Handlung lässt zum Mitte des Buchs sehr nah.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
2.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
2.0

Ein Zeitreiseroman mit Logikfehlern

Die Grundidee des Buches fand ich es interessant: was passiert, wenn sich Menschen aus der Zukunft in die Vergangenheit retten können. Wie gliedern sie sich in die Gesellschaft ein? Welche Regeln müssen sie befolgen? Können sie etwas tun, um die Zukunft zu verändern? Wollen sie dies überhaupt?
Leider bleibt die Geschichte hinter den Erwartungen zurück. Schon nach kurzer Zeit wird deutlich, dass die Autorin eine andere Gewichtung gewählt hat. Sie versucht die Gedanken und Gefühle der 17-jährigen Prenna wiederzugeben, dabei bleibt leider die komplexe Handlung manchmal zurück, so werden manche Szenen sehr detailreich beschrieben, obwohl die Protagonisten sich über ihre Erlebnisse zumindest unterhalten bzw. ihre nächsten Schritte planen sollten. Auch trifft die Hauptfigur einmal eine Entscheidung, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte und in meinen Augen höchst unwahrscheinlich ist, wenn man sich gerade auf der Flucht befindet.
Von den handelnden Figuren werden nur Prenna und Ethan ein bisschen näher charakterisiert. Leider geschieht dies bei Prenna doch etwas zu oberflächlich. So bleibt sie sehr dem Klischee des aus liebe rebellierenden Teenagers verhaftet. Ethans Charakterisierung ist schon weniger oberflächlich, wobei ich die Beschreibung seiner familiären Herkunft doch etwas zu konstruiert finde. Aber er bleibt mir durchgängig sympathisch. Leider erfahren wir wenig von den anderen Zeitreisenden. Was waren ihre Beweggründe? Woran glauben sie? Was hoffen sie? Und warum tun sie in den entscheidenden Situationen nichts?
Das Thema Sexualität wird in dem Buch auch aufgegriffen, aber leider auf eine recht merkwürdige Art und Weise.
Gelungen finde ich, dass das Ende kein komplettes Happy End ist, sondern hier die Autorin zumindest teilweise einen logischen Abschluss findet.
Auch wenn ich in Betracht ziehe, dass das Buch ein Jugendbuch ist und für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet sein soll, finde ich es insgesamt nicht überzeugend.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Alle Rezensionen ansehen

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue