Emmy Abrahamson: Widerspruch zwecklos oder Wie man eine polnische Mutter überlebt

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Emmy Abrahamson: Widerspruch zwecklos oder Wie man eine polnische Mutter überlebt
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Min pappa är snäll och min mamma är utlänning
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783423625487

Informationen zum Buch

Seiten
220

Sonstiges

Originalsprache
schwedisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Ich finde das klingelnde Telefon unter einer Tüte mit alten Socken.

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Warum um Himmels willen können die Mitglieder ihrer Familie nicht so sein wie alle anderen? Alicja wäre doch am liebsten eine ganz durchschnittliche 15-Jährige. Geht aber nicht, weil Alicjas Mutter Polin ist. Das sagt eigentlich schon alles – wenn man mit polnischen Müttern vertraut ist: Mit absoluter Treffgenauigkeit und pfeilgerade schaffen sie es, zu jeder Gelegenheit das zu tun, was ihren pubertierenden Töchtern wahlweise Scham, Zorn oder blanke Verzweiflung ins Antlitz treibt. Das fängt beim Essen an und hört bei Alicjas Freunden noch lange nicht auf.

In alles mischt sich die Mutter ein. Als Alicja nach einem ihrer neuerlichen Verkupplungsversuche einen Tobsuchtsanfall erleidet und mit Tellern und Koteletts um sich schmeißt - der krönende Höhepunkt einer total verrückten Hochzeit übrigens - , geht ihr ein Licht auf: Nur wer sich wirklich liebt, kann sich so maßlos auf die Nerven gehen.

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Nett, aber belanglos

Die 16-jährige Alicja ist väterlicherseits Schwedin und mütterlicherseits Polin. Von Stockholm zog die Familie vor einiger Zeit um aufs schwedische Land. Während ihr Bruder ständig auf Reisen in fernen Ländern ist, muss sich das Mädchen mit ihrer recht eigenwilligen Mutter und deren Verwandschaft herumschlagen. Die Sommerferien entpuppen sich schnell als Chaos mit einem missglückten Papstbesuch, der skurrilsten Hochzeit aller Zeiten und einer völlig durchgeknallten Cousine.

Autorin Emmy Abrahamson lässt wohl kein Klischee über die Polen aus: Das Volk trinkt Wodka wie Muttermilch (eine Hochzeit, bei der Wodka ausgeht, ist eine Katastrophe), es werden Zigaretten, Lebensmittel und Unmengen an Alkohol über die Grenzen geschmuggelt (Polen auf Reisen erkennt man an den überfüllten Autos), polnische Handwerker können _alles_ (und noch mehr) und es wird auf keinen Fall etwas weggeworfen, was man noch brauchen könnte (schimmeligen Käse und Seife, die groß genug für eine Ameise wäre eingeschlossen).

Zugegeben: Das Buch ist oft sehr witzig und nicht selten musste ich schmunzeln. Vor allem, weil mir Alicja sehr leid tat. Vermutlich hätte ich mich bei so einer Mutter schon erhängt. Trotzdem bleibt das Buch die ganze Zeit über nett, aber völlig belanglos. Es plätschert so dahin und am Ende fragte ich mich: So, und das war es jetzt auch schon? Was genau wollte mir die Autorin damit sagen?

Ich kann nicht beurteilen, ob Abrahamson hier einen realen Einblick auf eine schwedisch-polnische Familie bietet, aber die Idee von "Widerspruch zwecklos oder ..." ist spätestens seit "Maria, ihm schmeckt's nicht!" ausgelutscht (wobei hier eine deutsch-italienische Familie betroffen war). Das nette Büchlein liest sich weg wie nichts, aber genau wie nach dem Genuss von Fast Food, dauert es nicht lange, bis man die letzte Mahlzeit vergessen und schon wieder Hunger hat.

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