Wulf Dorn: Die Nacht gehört den Wölfen

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Wulf Dorn: Die Nacht gehört den Wölfen
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783570163979

Informationen zum Buch

Seiten
464

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Es war einmal an einem sonnigen Tag im Juni.

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Handlungsort

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Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Seit dem tödlichen Autounfall seiner Eltern, den er selbst miterlebt hat, leidet Simon unter Albträumen und Angstzuständen. Nach einem Psychiatrieaufenthalt zieht er zu seiner Tante und seinem Bruder, aber es fällt ihm schwer, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Vor allem, als er feststellen muss, dass seine schlimmen Träume Wirklichkeit werden: Etwas Böses scheint im Dunkel, das Simon umgibt, erwacht zu sein. Und das Verschwinden eines Mädchens ist erst der Anfang …

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Spannender Thriller mit überaschendem Ende

Simon hat durch einen schrecklichen Autounfall seine Eltern verloren und erfährt dann auch noch von seiner Tante und seinem älteren Bruder, dass er auf ein Internat gehen soll. Wegen einer kleinen autistischen Störung kann er mit Änderungen nicht gut umgehen und wird gleichzeitig auch noch von schrecklichen Alpträumen seit dem Unfall heimgesucht, in denen er sich von bösartigen Wölfen verfolgt fühlt. Gleichzeitig verschwindet in seiner direkten Umgebung ein Mädchen und Simon hat bald das Gefühl, dass die Wölfe aus seinen Träumen Realität werden.

Das Buch entfaltet von der ersten Seite an eine unglaubliche Sogwirkung und ich konnte es einmal begonnen nur noch schwer aus der Hand legen. Dazu tragen auch noch die sehr kurz gehaltenen einzelnen Kapitel bei, die einen schnell dazu verleiten, noch ein Kapitel und noch eins und noch eins zu lesen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Simon größtenteils erzählt und erst gegen Ende schwenkt die Erzählweise zu anderen Charakteren. Dadurch gibt es eine sehr einseitige Wahrnehmung der Geschichte, was für mich am Ende zu einigen Überraschungen geführt hat, die ich so nicht erwartet hatte. Es werden einige falsche Fährten gelegt und ich rätselte bis zum Ende, wie denn die Auflösung aussehen könnte und was hinter alldem steckt.

Mit der endgültigen Auflösung hatte ich dann so aber nicht gerechnet und muss sagen, dass mich der Autor wirklich eiskalt erwischt hat. Sehr gelungen.

Das Ende insgesamt stellt einen schönen runden Abschluss dar und hat mich doch rundum zufrieden zurück gelassen. Ein spannender Thriller, mit überraschenden Wendungen, der mich sehr neugierig auf den Autor Wulf Dorn gemacht hat. Dies war zwar das erste Buch von ihm, das ich gelesen habe, aber es wird definitiv nicht das Letzte bleiben.

Dafür vergebe ich vier Sterne.

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Spannend bis zur letzten Seite

Zum Inhalt:

Simon Strode ist fast 16 Jahre, Autist, hat nach einem Autounfall seine Eltern verloren und sein Leben geriet aus den Fugen. Tiefe Schuldgefühle und Alpträume plagen ihn, ein Selbstmordversuch hatte ihn in eine psychiatrische Klinik geführt. Seitdem gehört er zu dem „Club der Durchgeknallten“ wie er immer sagt.

Nach dem Klinikaufenthalt zieht er bei seiner Tante Tilia ein, wo auch sein Bruder Mike schon seit einiger Zeit wohnt. Beide haben nicht viel Zeit für Simon bzw. eigene Probleme und Pläne, sodass er ins Internat „abgeschoben“ werden soll. Simon fühlt sich einsam und verlassen, da er vor allem seinen Bruder Mike gerade sehr brauchen würde. Die Ferien verbringt er aber noch im Haus seiner Tante, er lernt die freche Caro kennen, die ihn in der kommenden Zeit begleitet und ihm hilft sich an seine verschütteten Erinnerungen heranzutasten.

Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht verraten.

Meine Meinung:

Mir hat schon das Cover des Buches sehr gut gefallen: schwarz-weiß mit roter Schrift und dem Wolfskopf darauf. Da sich das Wolfsthema durch das komplette Buch zieht, wirklich sehr gelungen.

Die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Die Figuren sind toll gezeichnet. Ich konnte mir jede von ihnen sehr gut vorstellen. Der Schreibstil Wulf Dorns ist fesselnd und klar; genau wie ich es bei dieser Art Bücher mag.

Ich habe mit Simon mitgefiebert und gelitten, konnte mich zum großen Teil sehr gut in ihn hineinversetzen.

Die immer wieder geschilderten, zum Teil sehr gruseligen, Alpträume Simons, falsch gelegte Fährten und überraschende Wendungen haben eine Grundspannung aufrechterhalten. Gerade zum Ende hin, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

„Die Nacht gehört den Wölfen“ ist für mich ein packender Jugendthriller, der Jugendlichen ab 14 Jahren, die mit dem Genre Thriller umgehen können, sicher sehr gut gefallen wird. Aber auch Erwachsene, die Jugendbücher mögen, werden ihren Spaß daran haben.

Von mir eine klare Leseempfehlung!

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sehr, sehr starkes Buch

"Seit dem tödlichen Autounfall seiner Eltern,den er selbst miterlebt hat, leidet Simon unter Albträumen und Angstzuständen. Nach einem Psychiatrieaufenthalt zieht er zu seiner Tante und seinem Bruder, aber es fällt ihm schwer, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Vor allem, als er feststellen muss, dass seine schlimmsten Träume Wirklichkeit werden: Etwas Böses scheint im Dunkel, das Simon umgibt, erwacht zu sein. Und das Verschwinden eines Mädchens ist erst der Anfang..."

Erstmal will ich auf das Nachwort von Wulf Dorn eingehen, dort gesteht er den Lesern, dass dies nicht das Buch ist, was er eigentlich hatte schreiben wollen. "Das erste Manuskript sollte eine ganz andere Geschichte erzählen, aber ich habe es nie fertiggestellt." Den Grund hierfür benennt Wulf Dorn damit, dass es in der Zeit des Schreibens einiges an Veränderungen in seinem Leben gab. Dinge, die ihn so sehr aufwühlten und beschäftigten, dass ihm das ursprüngliche Thema plötzlich klein und belanglos vorkam.

Das Thema des Buches, das nun vor mir liegt ist alles andere als klein und belanglos. Es ist stellenweise sehr, sehr tiefgreifend und heftig, aber heftig nicht im negativen Sinne...
Obwohl es "nur" in die Kategorie "Roman" eingeteilt ist, könnte es stellenweise gar nicht mehr spannender sein. Wulf Dorn führt die Leser immer wieder vor, letztendlich weiß man gar nicht mehr, was nun wirklich ist und was man sich einfach in seiner Fantasie ausmalt.
Deswegen war das Ende und die Auflösung der Vorfälle für mich auch eher überraschend und unverhofft.

Die Aufteilung in doch recht kurze Kapitel gefällt mir sehr gut und dass die Geschichte aus der Sicht von Simon erzählt wird, ist auch ein positiver Aspekt für mich... Alles in allem kann ich eigentlich nichts bemängeln.
Das Buch ist für Leser ab 14 Jahren, kann aber auch von Erwachsenen gelesen werden.
Bei mir wurde die Spannung zumindest nie weniger ... Im Gegenteil! Das Buch hat ein gewisses Spannungspotenzial, komplett durch, durch alle Kapitel. Das muss man so erstmal hinbekommen. Wenn ich es nicht in einer Leserunde gelesen hätte, hätte ich es vermutlich an einem Tag "verschlungen".

Noch zu erwähnen ist vielleicht, dass Themen wie Selbstmord, Angstzustände, Depressionen von Wulf Dorn sehr sensibel eingebracht wurden. Alles wirkt sehr gut durchdacht und gut recherchiert.

Alles in allem kann ich das Buch nur empfehlen!!! Auch von mir eine klare Leseempfehlung

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Spannendes Jugendbuch mit enttäuschendem Ende

Simons Eltern sterben bei einem Autounfall, den er als einziger überlebt. Seitdem wird Simon jedoch von schrecklichen Visionen und Träumen heimgesucht. Der leicht autistische Teenager soll nun zunächst bei seiner Tante leben, um ab dem nächsten Schuljahr ein Internat zu besuchen. Er lernt die coole Caro kennen und versucht mit ihrer Hilfe seine verlorenen Erinnerungen an den Unfall und die Geheimnisse des Dorfes zu ergründen. Was hat es mit dem zahnpastalächelnden Lehrer auf sich? Spukt es im alten Waldhotel? Und warum ist ein 16jähriges Mädchen auf einmal verschwunden?

Bereits das Cover fand ich ziemlich gruselig, es lieferte jedoch einen passenden Einstieg in das Buch. Das Thema „Wölfe“ im übertragenen Sinn wird im Buch immer wieder aufgegriffen und schafft eine außergewöhnliche Verbindung zwischen Inhalt, Cover, Titel und Autorenname (es ist bestimmt kein Zufall, dass jemand mit dem Namen Wulf ein solches Buch schreibt).

Der Personenkreis in „Die Nacht gehört den Wölfen“ ist überschaubar, so dass man sich gut orientieren kann. Da die Geschichte aus Simons Sicht erzählt wird, bekommt man allerdings nur seine subjektiven Eindrücke geschildert, so dass die meisten Nebenfiguren eher eindimensional wirken. Simon tut einem als Leser wirklich leid, wie er mit seinen Schicksalsschlägen fertig werden muss und dann auch noch aufs Internat „abgeschoben“ werden soll.

Gerade da Wulf Dorn laut Autoreninformationen 20 Jahre in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet hat, hätte ich mir allerdings gewünscht, dass er in der Geschichte oder zumindest im Nachwort näher auf die Diagnosen und Hintergründe von Simons psychischen Problemen eingeht.

Die Geschichte selbst hatte für mich trotz des angenehmen Schreibstils und der aufkommenden Spannung zwischenzeitlich einige Längen und erinnerte mich einerseits eher an einen Abenteuerroman für jüngere Kinder a la „5 Freunde“ andererseits jedoch auch an einen Horror-Psychothriller: Simons Träume sind sehr unheimlich und furchteinflößend, weshalb das Buch zu Recht erst ab 14 Jahren empfohlen wird.

Vom Ende des Buches war ich leider sehr enttäuscht. Ich hätte mir ein positiveres Ende gewünscht und vor allem mehr Hinweise im Buch. Obwohl manche Aspekte extrem vorhersehbar waren, gab es andere, bei denen man eigentlich keine Chance hatte, dafür Anhaltspunkte im Buch zu finden und selbst auf die Auflösung zu kommen. Schade, denn ich bleibe mit dem Gefühl zurück, dass der Autor mich reingelegt hat – allerdings nicht auf die „wow, was für ein überraschender Schluss, jetzt passt alles zusammen“-Art, sondern indem er mich im Regen stehen lässt.

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Spannend und richtig gut

Inhalt
Seit dem Autounfall, bei dem Simons Eltern ums Leben kamen, hat er Panikattacken und Albträume. An den Unfall erinnert er sich nicht mehr. Nachdem er in der Psychatrie war, versucht er sich in seinem neuen Leben bei seiner Tante und seinem Bruder zurechtzufinden, doch als er aufs Internat gehen soll, geht es ihm noch schlechter und seine Albträume scheinen Realität zu werden und das Böse ihn zu verfolgen. Als ein Mädchen verschwindet, scheint das nur der Anfang zu sein...

Meine Meinung
Bisher kenne ich von Wulf Dorn nur seinen anderen Jugendthriller "Mein böses Herz", aber da ich dieses Buch verschlungen hatte, war ich sehr gespannt auf sein neuestes Buch in dem Genre und ich muss sagen, dass ich auch dieses verschlungen habe.
Es beginnt noch recht harmlos damit, dass Simon die Psychatrie verlässt und zu seiner Tante und seinem Bruder zieht. Alles scheint relativ gut zu sein, auch wenn er dank seines Autismus enorme Schwierigkeiten hat mit der Situation zurechtzukommen. An den Unfall mit seinen Eltern erinnert er sich nicht.
Doch dann geschehen immer seltsamere Dinge, ein Mädchen verschwindet und Simon macht seltsame Entdeckungen, dazu scheinen seine Albträume real zu werden und er hat Halluzinationen.
Zu keiner Zeit war ich mir sicher, ob Simon sich alles nur einbildet, oder ob vielleicht doch etwas Übersinnliches hinter ihm her ist.

Der Schreibstil ist so eindringlich und teils gruselig, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Wulf Dorn schafft es den Leser lange Zeit im Dunkeln tappen zu lassen und erst gegen Ende offenbart er das ganze Ausmaß dessen, was Simon erlebt und was dahinter steckt. Die Auflösung des Ganzen und da ich mir nie sicher war, was real ist und was nicht, machten das Buch für mich zu einem grandiosen Leseerlebnis.
Der Plot wird zum Großteil aus Simons Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, aber hin und wieder gibt es Perspektivwechsel, die einen ganz anderen Blickwinkel auf das Geschehen werfen und mir sehr gut gefallen haben.

Simon mochte ich sehr, denn er ist ein sympathischer Protagonist, der mir direkt leid tat und mit dem ich stets mitgefühlt habe. Durch seinen Autismus ist er immer etwas anders als andere Kinder und nur sein Bruder kennt seine Eigenarten, was ihn zu seiner wichtigsten Bezugsperson macht.
Neben Simon und seinem Bruder Mike, sind noch Caro, die Simon kennenlernt und so manches mit ihm erlebt und der stellvertretende Schuldirektor, den Simon direkt unsympathisch findet, wichtig. Ich finde, dass die Charaktere wirklich gut und sehr realistisch ausgearbeitet sind.

Trotz mancher langatmiger Dialogie und einigen wenigen langweiligeren Passagen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und besonders das schockierende Ende war nach meinem Geschmack. Der Plot ist gut durchdacht und die Auflösung schlüssig. Das ganze Buch ist durchweg tiefgründig und regt dadurch zum Nachdenken an.
Nach diesem wirklich guten Buch, werde ich mich mal Wulf Dorns Thrillern für Erwachsene widmen, da ich gespannt bin, ob diese mich genauso überzeugen können.

Fazit
"Die Nacht gehört den Wölfen" konnte mich komplett begeistern. Lange Zeit tappte ich im Dunkeln und wusste nicht, was hinter allem steckt. Die Auflösung konnte mich völlig schockieren. So habe ich diesen Thriller wirklich genossen und bin gespannt auf weitere Werke des Autors. Jeder der gerne Thriller für Jugendliche liest, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen, denn es lohnt sich.

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Spannende, interessante Handlung !!

Klappentext:
"Seit dem tödlichen Autounfall seiner Eltern, den er selbst miterlebt hat, leidet Simon unter Albträumen und Angstzuständen. Nach einem Psychiatrieaufenthalt zieht er zu seiner Tante und seinem Bruder, aber es fällt ihm schwer, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Vor allem, als er feststellen muss, dass seine schlimmen Träume Wirklichkeit werden: Etwas Böses scheint im Dunkel, das Simon umgibt, erwacht zu sein. Und das Verschwinden eines Mädchens ist erst der Anfang …"

Meine Meinung:

Das Cover hat mich schon sehr angesprochen, jedoch bin ich durch eine Rezension einer Bekannten, auf das Buch aufmerksam geworden.
Alleine die Farbauswahl, die hier verwendet wird, ist toll. Ich mag es sehr, wenn starke Kontraste genutzt werden, wie es hier der Fall ist. Das große weiße skizzierte Maul des Wolfes setzt sich wunderbar vom schwarzen Hintergrund ab. Auch der rote Schriftzug des Titels fügt sich gut ein. Es besteht hier ein deutlicher inhaltlicher Zusammenhang zum Buch.

Auch inhaltlich hat mich das Buch sehr schnell angesprochen, denn ich finde, vielleicht auch durch meine beruflichen Erfahrungen bedingt, Themen wie psychiatrische Erkrankungen, Traumata aber auch das Leben mit Autismus sehr interessant und spannend. Ebenso geht der Autor auf Angstzustände, Depressionen und Verlustängste ein. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die doch sehr sensible, behutsame Art und Weise, auf die er diese Themen anspricht. Dennoch schafft es Wulf Dorn es dauerhaft und konstant Spannung aufzubauen, das Buch hat mich fesseln können. Besonders erwähnen muss man an dieser Stelle, dass ich durch einige unerwartete Wendungen in der Handlung wirklich nie genau wusste, woran ich bin. Niemals hätte ich mit einer solchen Auflösung und diesem Ende gerechnet. Das Ende selbst hat mir leider nicht ganz so zugesagt, was aber wirklich das Einzige ist, was ich ernsthaft an diesem Buch kritisieren kann.
Der Aufbau der Handlung erfolgt in sehr kurzen Kapiteln, anfangs habe ich das als störend empfunden, was sich jedoch nach kurzer Zeit änderte. Ich hatte von Beginn an keinerlei Probleme der Geschichte zu folgen, was sicher an dem flüssigen, gut verständlichen Schreibstil lag. Erzählt wird das Geschehen aus Simons Sicht(in der dritten Person), hier hätte mich das Einsetzen der Ich-Perspektive durchaus angesprochen, weil ich mich dadurch den Protagonisten noch näher fühle, ihre Gedanken und Gefühle als intensiver empfinde, aber das ist sicher einfach eine Frage des Geschmacks.
Die Charaktere im Buch sind vielseitig und interessant gestaltet worden, es hat Spaß gemacht, ihre Entwicklung während der Handlung beobachten zu können.

Ich gebe dem Buch vier von fünf Sternen, kann aber sagen, dass ich in Zukunft durchaus das ein oder andere Buch von Wulf Dorn lesen möchte, seine Art Spannung aufzubauen hat mich wirklich neugierig gemacht.

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