Thomas Mann: Buddenbrooks

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Thomas Mann: Buddenbrooks
Verlag
ET (D)
1901
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783596294312

Informationen zum Buch

Seiten
517

Sonstiges

Erster Satz
"Was ist das. - Was - ist das ..."

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Handlungsort

Stadt
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Die Geschäfte der Getreidefirma Johann Buddenbrook florieren. Im kleinen Kreis feiert Johann Buddenbrook die Einweihung des neuerworbenen stattlichen Hauses. Nach dessen Tod übernimmt sein Sohn, Konsul Johann Buddenbrook, das Geschäft, während sein Halbbruder aus erster Ehe nach einer nicht standesgemäßen Heirat in Hamburg lebt. Dessen drei nicht besonders hübsche Töchter betrachten die Entwicklung des Hauses Buddenbrook mit neidischen Blicken.

Der Konsul hat seinen ältesten Sohn, den klugen, jedoch physisch labilen Thomas, sehr bald in das Geschäft aufgenommen, während der zweitgeborene Sohn, Christian, ebenso wie die Tochter Tony mit ihrer Verschwendungssucht dem Vater große Sorgen bereiten. Die jüngste Tochter Klara ist ernst, still und brav. Die Werbung des Geschäftsmannes Grünlich um Tony kommt dem Konsul sehr gelegen, da seine Firma Verluste erlitten hat, doch Tony liebt den Sohn des biederen Lotsenkommandeurs Morten. Schließlich aber willigt sie, teils aus Verzweiflung, Morten als unstandesgemäß nicht heiraten zu können, teils aus Familienbewusstsein, in eine Ehe mit Grünlich ein. Doch bald erweist sich Grünlich als großer Betrüger. Nach seinem völligen Bankrott wird die Ehe geschieden und Tony kommt mit ihrer Tochter Erika zurück ins Elternhaus.

Als der Vater einem Schlaganfall erliegt, übernimmt der fleißige, korrekte Thomas die Firma. Christian hingegen wird immer unbeherrschter und unbeständiger. Die fromme Klara wird Gattin des Pastors Tiburtius. Thomas heiratet Gerda Arnoldsen, eine vornehme, nervöse Künstlernatur. Tony geht eine neue Ehe mit dem urwüchsigen Münchner Geschäftsmann Permaneder ein. Sein Bedürfnis nach Ruhe und Gemütlichkeit zerstört alle hochtrabenden Pläne Tonys. Wieder kehrt sie ins Vaterhaus zurück. Auch die Ehe ihrer Tochter Erika scheitert, da deren Mann als Betrüger im Gefängnis endet. Das Kind von Thomas und Gerda, Hanno, ist zart und kränklich. Der Vater ist inzwischen Senator geworden und hat sich ein prachtvolles neues Haus gebaut. Die Hundertjahrfeier der Firma wird mit viel Pomp begangen. Aber die großen Belastungen verbrauchen Thomas frühzeitig. Er beginnt, an sich und seinem Erfolg zu zweifeln. Verluste stellen sich ein, auch der körperlich und seelisch wenig belastbare Hanno enttäuscht ihn. Bruder Christian stürtzt durch sein ausschweifendes Leben das Geschäft in Schulden. Ein Schlaganfall auf offener Straße macht dem Leben des Senators frühzeitig ein Ende. Die Firma wird liquidiert; die Witwe zieht in ein kleines Haus. Hanno stirbt im Alter von 15 Jahren an Typhus. Damit erlischt die männliche Linie des Hauses Buddenbrook.

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Wir lernen die Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook in ihrer Glanzzeit kennen. Die Geschäfte gehen gut, drei aufgeweckte Heranwachsende sitzen um den Tisch: der ernste Thomas, die willensstarke Tony und Christian mit seinem komödiantischen Talent. Bald stellt sich noch ein viertes Kind ein, die kleine Clara. Der Vater, Johann Buddenbrook, hat es mit dem traditionsreichen Familienunternehmen zu Ansehen und Wohlstand gebracht, man speist vornehm mit seinesgleichen, betreibt Handel und Politik und verbringt den Sommer am Meer in Travemünde.

Die Zeit nimmt ihren Lauf. Thomas übernimmt das Geschäft, Tony heiratet widerwillig, Christian lässt sich treiben. Und ganz allmählich reiht sich ein schicksalhaftes Geschehnis an das andere, was letztendlich zum bereits im Untertitel des Romans angedeuteten Niedergang der ehrenwerten Familie führen wird.

Was hier in dürren Worten zusammengefasst ist, breitet Thomas Mann als detailreiches, ja detailverliebtes Panorama vor dem Leser aus. Mit ausschweifenden Beschreibungen malt er ein präzises Bild seiner Figuren, aber auch der Stadt, der Zeit und der Gesellschaft, in der sie leben, fängt Stimmungen wunderbar ein und lässt bei aller Melancholie, die insgesamt über der Geschichte liegt, auch einen oft recht beißenden Humor nicht vermissen. Es gibt auch ein paar herrliche Running Gags. Trotz der wortreichen Erzählweise wird es nur an ganz wenigen Stellen einmal etwas langatmig (wenn es bei den Geschäften sehr ins Detail geht). Ansonsten ein Familienepos, das nicht zu Unrecht ein Klassiker geworden ist, und mich mit seinen akribischen Charakterzeichnungen und der Schilderung des langsamen, aber unaufhaltsam scheinenden Verfalls viel mehr als erwartet in seinen Bann geschlagen hat.

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Buddenbrooks

Ich glaube ich bin hier die Ausnahme, was meine Meinung zu diesem Roman anbelangt.
Auch wenn dieser Roman als der Gesellschaftsroman der deutschen Literaturwelt gilt, konnte ich wenig Begeisterung für dieses Buch aufbringen.
Vor allem das Leben des Thomas Buddenbrook steht im Vordergrund, wie auch das seiner Schwester Antonia.
Mit Sicherheit ist Thomas Mann ein Schriftsteller der es versteht Gegebenheiten, Charaktere und Stimmungen perfekt in Worte zu fassen, aber dennoch konnte mich dieser Roman nicht in seinen Bann ziehen.
Die Protagonisten blieben mir bis zum Schluss fremd und ich konnte für keine Person dieser Familie auch nur annähernd Sympathie aufbringen. So ließen mich auch die tragischen Wendungen der Geschichte kalt und auch der Tod diverser Charaktere berührte mich nicht. Vielleicht war es eine sehr genaue Darstellung des Familienlebens dieser Zeit, aber wenn es damals wirklich Usus war, so wenig Liebe und Emotionen untereinander aufzubringen, dann wundert es nicht, dass ich somit auch für die Protagonisten keinerlei Empathie aufbringen konnte.
Ich habe nun dieses Buch der Weltliteratur gelesen, kenne es und bin letztendlich froh, dass ich es endlich beendet habe.

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Wie Thomas Mann sich darüber geäußert hat: "mein in Deutschland populärstes Buch sind ja ohne Zweifel die 'Buddenbrooks', und es kann sein, daß in meinem eignen Lande mein Name immer vorzugsweise mit diesem Werk verbunden bleiben wird" - so ist auch die Meinung vieler seiner Leser. Das ist Manns Jugendroman, wie er selbst zu sagen pflegte, den er mit dreiundzwanzig angefangen und mit fünfundzwanzig beendet hat. Das Buch erzählt, und nämlich durch die Darstellung vier Generationen, die Dekadenz einer typischen burgeois Familie vom Ende des 19. Jahrhunderts. Unter den Figuren, die im großen Haus in der Mengstraße hin und her laufen, möchte ich Christian Buddenbrook hervorheben. Das ist der Boheme, der Theaterliebende, der Scherzenerzähler, der die boheme Seite Thomas Manns sehr gut darstellte in seiner offenbaren Unfähigkeit, sich an den Geschäften der Familie zu interessieren. Der kleine Hanno Buddenbrook ist auch eine nennenswerte Figur in dem Buch, denn er repräsentiert den Künstler (auch Mann selbst), den genialen, frühreifen Künstler, der „begabt für die Kunst, nicht zum Leben“ ist. In einem Wort: es ist ein Buch voller komischen und schönen Figuren, voller witzigen und traurigen Momenten, voller schopenhauerischen Pessimismus und allgemeiner Lebensweisheit. Übrigens ist es eine hervorragende Zeuge der Epoche, in der es geschrieben worden ist, von seiner Präzision und stilistischen Schönheit nicht zu reden. Thomas Manns Stil ist, wie es mir scheint, einer der ellegantesten der deutschen Literatur überhaupt.

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Dieses Buch versetzte mich in eine Art Trance, aus der ich nur durch die immer währenden langen Beschreibungen der Personen und Orte gerissen wurde. Wahrlich ein extrem durchdachtes und inszeniertes Buch mit hoher Suchtgefahr. Doch wer ständig auf ein Happy-End wartet wird deprimiert sein.

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