Alexandre Dumas (Vater): Der Graf von Monte Christo

Alexandre Dumas (Vater): Der Graf von Monte Christo

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Alexandre Dumas (Vater): Der Graf von Monte Christo
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Le Comte de Monte-Christo
ISBN-13
9783423126199

Informationen zum Buch

Seiten
958

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Im Februar 1815 - wenige Tage, bevor der auf die Insel Elba verbannte Napoleon noch einmal für hundert Tage in Frankreich einmarschieren wird - läuft der Dreimaster "Pharao", aus dem Orient über Italien kommend, in den Hafen von Marseille ein. Das Kommando an Bord hat, seit der Kapitän auf See starb, sein Zweiter Offizier, der neunzehnjährige Edmond Dantès. Der Reeder Morrel, beeindruckt von den Fähigkeiten des jungen Mannes, will ihm fortan die Führung des Schiffes anvertrauen. Aber Dantès hat zwei Neider - den Zahlmeister Danglars, der ihm diesen Aufstieg nicht gönnt, und Fernando, seinen eifersüchtigen Nebenbuhler bei der schönen Katalanin Mercedes. Beider verbünden sich und denunzieren Edmond als bonapartistischen Agenten, weil er auf der Heimreise für einen Augenblick die Insel Elba angelaufen habe. Während der Verlobungsfeier mit Mercedes wird Dantès verhaftet und wenig später in der unzugänglichen Festung Château d'If vor der Küste von Marseille eingekerkert...

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Leider wird dieses Buch heute gerne als Kinder- oder Abenteuerbuch eingestuft. In meinen Augen wird es damit stark unterbewertet.

Aus einem braven, korrekten jungen Kapitän wird nach einer ungerechten Gefängnishaft nicht nur ein rachedürstender Dämon. Der unermesslich reiche Graf von Monte Cristo steht völlig über der gängigen Moral seiner Zeit. Höflichkeit hat er nicht nötig, die Spiele seiner Umgebung spielt er nicht mit. Als Außenseiter und Exzentriker ist er für die Gesellschaft ungemein faszinierend, doch folgt der Graf von Monte Cristo umbeirrbar seinem Weg der Vergeltung. Seine in langen Jahren geschickt vorbereitete Rache trifft die Schuldigen stets an ihrem wundesten Punkt. Für die wenigen Menschen, die seiner Meinung nach Gutes verdienen, tut er alles; Und so verliert er am Ende seine Haltung völliger Gefühlslosigkeit um der Rache willen.

Alexandre Dumas ist natürlich ein Schriftsteller seiner Zeit. Die Sprache neigt an vielen Stellen unvermeidlich zum überladen Gefühlsbetonten. Seine Interpretation der Vererbung bestimmter Charaktereigenschaften auf die Kinder (in diesem Fall die der Schurken) macht einem aufgeklärten Menschen der Moderne etwas zu schaffen. Der gesellschaftliche Hintergrund ist aber in sich stimmig und lohnt auf jeden Fall, einmal eine gute und vollständige Übersetzung des Originals zu lesen.

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Ich habe dieses Werk, allerdings eine andere Ausgabe als die auf dem Photo, vor drei oder vier Jahren gelesen und immer noch fallen mir einige der dort beschriebenen Situationen ein. Die Geschichte zieht sich über etwa 25 Jahre und ist ein unglaublich kompliziert gestricktes Werk, in dem immer wieder neue und unerwartete Situationen beschrieben werden. Es stellt sich erst später beim Lesen heraus, dass diese Situationen nicht zufällig entstehen, sondern alle von Anfang bis Ende durchgeplant sind. Ein Buch, dass man gleich nach Beendigung noch einmal lesen müsste, um es besser zu verstehen. Es liest sich sehr flüssig und ist von Anfang bis Ende spannend geschrieben. Auch die Moral ist nicht die Schlechteste - schließlich werden ja letztendlich die Schurken bestraft, auch wenn alles seine Zeit dauert .. Alle, die gern Klassiker lesen (kein Muss) und die Frankreich lieben (ebenfalls kein Muss) werden die Lektüre keine Minute bereuen.

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Der 19-jährige Edmond Dantès wird am Tag seiner Hochzeit – am 28. Februar 1815 – in Marseille verhaftet und in einen Kerker eingesperrt, ohne den Grund dafür zu kennen. Er wurde von Männern, die neidisch auf ihn waren, denunziert und von einem überehrgeizigen Staatsanwalt verraten. Nach 14 Jahren in seinem Gefängnis gelingt ihm die Flucht, und Dantès hat nur einen Gedanken: sich an denen zu rächen, die ihm all das angetan haben. Möglich wird dies durch einen unglaublichen Schatz, den er auf der Insel Monte Christo findet, und der ihn zu einem der reichsten Männer Europas macht. Dantès nennt sich fortan «Der Graf von Monte Christo» und spürt seine alten Feinde in Paris auf, wo er einen nach dem anderen vernichtet.

Da der Klassiker «Der Graf von Monte Christo» schon mehrfach verfilmt wurde, dürften die meisten Leute die Geschichte in ihren groben Zügen kennen. Es ist allerdings (wie so oft) ein ganz anderes Erlebnis, das Buch zu lesen, und ich kann nur empfehlen, eine ungekürzte Ausgabe zu lesen. Man merkt dem Buch zwar an, dass es schon vor langer Zeit geschrieben wurde, aber es erzählt eine grossartige Geschichte über die ganze Palette menschlicher Gefühle: Liebe, Hass, Rache, Vergebung, Habgier, Grossmut, Stolz etc. Dumas lässt praktisch nichts aus. Das einzige, das man ihm vorwerfen kann, ist, dass er eine allzu klare Trennung zwischen Gut und Böse macht: Monte Christos Feinde vereinigen alle schlechten Eigenschaften auf sich, während seine Freunde so reinen Herzens sind, dass sich auf der Stirn des modernen Lesers ab und zu kritische Runzeln zeigen. Monte Christo ist der einzige Charakter, der sich ständig auf einer Gratwanderung zwischen Gut und Böse befindet – und das so extrem, dass er dem heutigen Leser als psychisch schwer gestörter Mensch erscheint, auch wenn das wohl nicht in Dumas' Absicht lag.

Monte Christo sieht sich als von Gott gesandter Rächer und verhält sich entsprechend grössenwahnsinnig. Erst gegen Schluss der Geschichte sieht er ein, dass er nicht der Bezwinger des Schicksals ist, und dass auch er sich irrt. Er beginnt zu zweifeln und wirkt das erste Mal seit seiner Flucht aus dem Kerker wieder wie ein Mensch. Er hinterfragt schliesslich seine ganzen Rachepläne und beginnt, sie teilweise zu bereuen und sucht Vergebung. Darin liegt für mich die Stärke dieses Buches, das auch heute noch eine grosse Aktualität hat: Da macht sich einer im Namen Gottes auf, sich an seinen Feinden zu rächen und muss zum Schluss einsehen, dass er doch nur ein Mensch und kein Auserwählter ist. Dass er, von seinem Hass geblendet, sich zum Rachegott aufschwingt und zum Schluss begreift, dass er den Willen Gottes doch nicht kennt, und dass die Vergebung besser ist als der Hass und die Rache. Der Weg zu dieser Erkenntnis ist lang, aber Dumas erzählt unterwegs eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die durch ihre Komplexität beeindruckt.

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