Hermann Hesse: Der Steppenwolf

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Ein Buch das man gelesen haben sollte. Für mich als standardmäßigen "King"- Leser waren die ersten Seiten des Steppenwolfes nicht einfach zu lesen. Aber nachdem ich mich an Hesse's Schreibstil gewöhnt habe, stieg die Begeisterung für den Steppenwolf von Seite zu Seite an.

Harry Haller, Der Steppenwolf, ist ein sehr tiefgründiger Mensch der mit
der Gesellschaft und seiner Umwelt nicht zurechtkommt. Ein Mensch mit sehr hoher Intelligenz der sich von Allem abkapselt. Ein Aussteiger, der in verschiedenen Welten lebt. Eine Welt der Depression, die durch die Gesellschaft, durch Krieg, durch schlechte zwischenmenschliche Beziehungen erzeugt wird. Dies führt ihn bis zum Suizid-Versuch.

Auf der anderen Seite, eine Welt der Freude, die ihm ein Mädchen gibt. Ein Mädchen, dass genau auf seiner Ebene lebt. Ein Mädchen, welches ihn versteht.

Einmalige Stellen des Buches sind zwei wunderbare Dialoge des Steppenwolfes mit Goethe und mit Mozart. Eine Beschreibung dieser Dialoge ist fast unmöglich. Sie sind einfach einmalig.

Die Persönlichkeit und Psyche von Harry Haller wird einmalig gut dargestellt. Oftmals glaubt man, dass Hermann Hesse der Steppenwolf selbst ist. Die Depressionen und auch die Freuden des Steppenwolfes haben sich während
des Buches auf mich selbst übertragen. In gewissen Situationen habe ich
mich selbst erkannt.

Mein Fazit: Vielleicht gab mir dieses Buch einen weiteren Schritt zur Stufe des "Wissens und Verstehens."
RH
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Dieser Roman verdient seinen Lob nicht
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Noch nie habe ich so ein pessimistisches und deprimierend-langweiliges Buch gelesen.
Dem einem mögen diese simplen und banalen Sichtweisen der Welt eines psychisch kranken Mannes als genial vorkommen, doch an sich besteht Hesses Steppenwolf aus unzähligen scheinhaft brillanten Gedankengängen, die sich im Endeffekt als bloße primitive Lebensverneinung entpuppen. Auch die Idee, Humor als Lösungsweg zu betrachten, scheint ganz nett zu sein, ist aber an sich plump und sinnlos. Außerdem wird hier deutlich, wie unterentwickelt Hesses Geist und Charakter sein müssen.
Jugendliche und in der Entwicklung zurückgebliebene Erwachsene könnten dies tatsächlich als eine sinnvolle Problemlösung erachten und sich mit dem Protagonisten identifizieren, der sich nicht anders zu helfen weiß, als alles zu verneinen und sich dann in ein Nest aus brutaler Phantasie zu flüchten.

Meinst Meinung nach erfährt man mit zunehmender Reife und Lebenserfahrung, dass Humor an sich nichts bewirkt, es sind beispielsweise die Liebe und Zugehörigkeit, die das Leben lebenswert macht, sei es Familie oder Freunde. Das sind tatsächliche Werte, die ein Mensch vor Augen hat und die Rückhalt geben.
Sich dazu zu treiben, immer Spaß und Humor vorzutäuschen, endet ebenfalls im Selbstmord, da dies kein stabiler Wert im Leben eines Menschen ist.

Abgesehen davon, dass ich den Roman inhaltlich als vollkommen verdorben ansehe, erscheint mir der Stil und die Sprache Hesses als regelrecht einschläfernd.
Ständige Wiederholungen des Immergleichen machen es unmöglich, das Buch ohne einzuschlafen zu lesen. Vor allem sind die ersten 80 Seiten der Horror gewesen.

Jedem geistig stabilen und nicht zu Depression tendierendem Menschen rate ich von diesem Roman ab. Vor allem Jugendlichen in der Entwicklungsphase sollte man nicht den Steppenwolf aussetzen, da dieser Roman den für viele Dummheiten anfälligen Jugendlichen die Lebenslust nehmen wird und ihre Gedanken gänzlich mit dieser Bitterkeit vergiften wird.

Es ist eine Schande, den Steppenwolf als Klassiker der deutschen Literatur zu bezeichnen. Er verdient diesen Platz nicht.
E
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Bitte erst lesen, wenn man eh schon mit dem Leben abgeschlossen hat! Alles Andere treibt dich in den Wahnsinn. Ein Buch, das dir bewusst macht, was für eine jämmerlich armselige und nichtige Gestalt du bist.
A
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Dieses Buch treibt dem denkenden Leser dieTränen in die Augen. Es räumt auf mit der Oberflächlichkeit der Menschen, ihren Leben und unserer Gesellschaft. Heute aktueller denn je, völlig zeitlos. Hesse ist Richter und Henker der Gesellschaft. Er verurteilt sie zum Tode durch langsames Ersticken. Zurecht.
JO
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Psycho Shocker

Buch, das man dann liest, wenn es im Haus herumliegt, weil Eltern oder Großeltern schon (nicht) darin lasen und in existentiellen Grenzsituationen - diesen Begriff von Engholm über sein ehemaliges Betrunkensein musste ich jetzt einfach verwenden, da ein besser passender mir nicht ersichtlich ist. Lässt Rückschlüsse auf Deutsche Psyche zu. Für mich ist ganz klar, dass der Deutsche auch ein Slave ist und Deutsch ist, was Haller ist. Spötter könnten sagen, er sei durchgeknallt, und vielleicht denkt das Ausland ja ebendas auch bemerkenswert schnell. Dass Hesse auch ein Mann aus dem Osten ist, ist für mich ganz klar, wie er aussieht und was er schreibt ("Siddharta") und insbesondere an Hesse kann man ersehen, wie das Deutsche Genie ist, sogar in recht deutlicher Weise, so dass ich Deutsche mit Indern fast gleichsetzen wollte und es auch heute noch will. Man sollte dazu wissen, dass Indien weniger einem dekadenten Lebensstil fröhnt, sondern man als Buddhist auf ein Leben ohne Luxus eingestimmt wird und das zu recht. Übrigens nicht nur das, viele Yogis stimmen sich auch darauf ein bei ihrer Aktivität, dem Yoga, absehbar gar nicht mehr zu leben.

Dass die anderen Introjekte Hallers sind, falls das denn stimmt, sowie Hallers Intellektualität, soweit sie vorhanden ist, und nicht eher die intellektuelle Unfähigkeit darstellt (auch das typischerweise) sowie Hallers Tendenz, einen Cluster einer Frau aus vielen ex-geliebten Frauen zu bilden, hat für mich indische/buddhistische Züge. Auch kann man das als schizophrenieähnlich bezeichnen. Es gibt außerdem ein Wort für die früher Primitiven zugesprochene Art der bildlichen oder verbalen Verschmelzung zu neuen Gedankeninhalten. Es ist dann auch kein Wunder, wenn mit dem Buch der Nerv der Deutschen getroffen wurde.

Wegen der ausschweifenden Seelenbeschreibung des Introjektes von Hesse, Haller, die praktisch jedes Menschen tragische Dimensionen auslotet (darin auch Dostojewski, Tolstoi und vielen anderen Russen vergleichbar), ein Buch, was trotz modischer Hesse-Verachtung eher brandgefährlich für den Kopf ist - was vielleicht gerade die Hesse Hasser instinktiv ganz genau spüren.
LF
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