Hermann Hesse: Narziß und Goldmund

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Hermann Hesse: Narziß und Goldmund
Verlag
ET (D)
1930
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783518391402

Informationen zum Buch

Seiten
327

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"Hesses Roman "Narziß und Goldmund" setzt mit großer sprachlicher Schönheit ein und scheint in einer mittelalterlichen Zeitlosigkeit zu schweben, die dem poetischen Bedürfnis dieser rohen Aktualität widerstrebenden Geistes entspricht, ohne darum seine schmerzliche Fühlung mit den Problemen der Gegenwart zu leugnen.... ein wunderschönes Buch mit seiner Mischung aus deutsch-romantischen und modern-psychologischen, ja psychoanalytischen Elementen....eine in ihrer Reinheit und Interessantheit durchaus einzigartige Romandichtung." (Thomas Mann)

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Wie bei praktisch allen Erzählungen Hesses scheint das Geschehen als lediglich äußere Handlung begriffen verwirrend, oberflächlich, aussagenarm. Erst wenn die Akteure und ihre Konflikte als innere einer einzigen individuellen oder gar der Weltseele, die Lebensentwürfe Narziß\' und Goldmunds als widerstreitende, schwer zu versöhnene Bestrebungen bei der Selbstverwirklichung eines Jeden gesehen werden, offenbart sich der gewaltige Bedeutungsreichtum dieses Werkes.

Nebenbei ist es auch noch ein vortrefflicher Vertreter später romantischer Literatur und bedient ganz ungezwungen entsprechende Motive: die ins Mittelalter versetzte Handlung, das Reisemotiv, die Sehnsucht nach der Ferne sowie dem Unendlichen und gleichzeitig dem Ursprünglichen.

Empfehlenswert für alle, die gerne auf kunstvolle, wennauch im konventionellen Sinn wenig unterhaltsame Art etwas über sich und allgemein menschliches Innenleben erfahren wollen.

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"Narziß und Goldmund" ist eines der größten Werke Hesses. Besonders junge Menschen spricht es an, einem alten Mann riecht die Schwarte verdächtig nach Kitsch. Natürlich, wie in jedem Hesse Roman, ist des Autors Schwäche, sich selbst zu loben, indem er seine, sehr autobiographisch aufgebauten, Protagonisten lobt, nicht zu verdecken, was aber das Buch nicht schlechter macht. Sein Thema ist die Flüchtigkeit des Seins, die Vergänglichkeit, der Tod, die Liebe, aber auch deren Dualität.

Im Glasperlenspiel schreibt er:

"Im Leeren dreht sich ohne Zwang und Not, frei unser Leben, stets zum Spiel bereit, doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit, nach Zeugung und Geburt, nach Leid und Tod."

Ich denke, diese Worte sprechen für sich. Der Mensch will nicht ewig sein, er will die stete Unsicherheit des Erdenseins beim Tode nicht wegwerfen, zu verliebt ist er in jenes Urwesen, welches am Rande der Welt sitzt und die Leben wie Blumen pflückt.

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Eines der überbewertetsten Bücher überhaupt. Langweilige, (falls überhaupt vorhanden) gänzlich irrelevante Handlung paart sich hier mit hoffnungslos kitschiger und überladener Sprache. Damit nicht genug: Hesse musste seiner ohnehin schon schnulzigen Phantasie auch noch eine esoterische Komponente beifügen. Ständig werden in diesem Schinken gekünzelt intellektuelle esoterisch- religiöse Schwafeleien und Pseudowahrheiten verkündet(Urmutter, Suche nach der Mutter blabla) - also selbst von der beigefügten Botschaft aus betrachtet ein völlig sinnfreies Werk. Es bleibt die Gegenüberstellung zwischen Narziss und Goldmund, wobei ersterer beschlossen hat aus der Vernunft zu lernen und letzterer aus der Erfahrung. Auch diese Thematik überzeugt nicht, ist ihre Darstellung doch allzu plump und ebenso kitschig wie Hesses Sprache. Also wer sich vom (mMn ohnehin nicht überzeugenden) Hesse unbedingt etwas antun möchte sollte den Steppenwolf lesen.

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Ich habe das Buch bereits seit den ersten Seiten verabscheut. Hesse, der immer versucht hat Spannung in seinen Werken zu vermeiden, hat hier in dieser Hinsicht ein Meisterwerk kreiert, das auf seinen über 300 Seiten ohne den Hauch einer Spannung erscheint. Des Weiteren paart sich diese Spannungsabstinenz mit unsympathischen und unrealistischen Charakteren, deren Handlungsweisen (explizit Goldmund) schlichtweg unlogisch ist und die Hesse durch eine mittelalterliche Traumwelt schickt, welche in einem Marihuana -Rausch entstanden zu sein scheint. Das soll nicht heißen, dass unlogische Passagen in Büchern generell zu verteufeln wären, doch Hesse übertrifft hier alles auf dem aktuellen Markt Befindliche. Selbst ein Roman von Rosamunde Pilcher hat mehr Charme und eine durchdachtere Handlung. Hesse kombiniert dieses auch noch mit einer zweifelhaften und unglaubwürdigen Weltanschauung. Zu all dem gesellt sich noch die ständige Herabwürdigung der "handlungstragenden" Frauen, welche als reine Sexualobjekte dargestellt werden und ansonsten keine Persönlichkeit aufweisen. Abschließend wäre noch anzumerken, dass ich mir kein schlechteres Werk von Hesse vorstellen könnte. Ich habe zum ersten Mal Hesse gelesen und das war mit Sicherheit das letzte Mal, dass ich so etwas tun sollte.

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Narziß und Goldmund, ein sehr träumerisch und dennoch verzaubernd umschriebener Roman.

Hermann Hesse arbeitet in seinem Roman zwei vollkommen unterschiedliche Charaktere heraus. Narziß, den Denker, derjenige, der auf das "Vaterbild" fixiert ist - und Goldmund, den Künstler. Er lebt sein Leben in Freiheit, bei Beengung von anderen Personen flieht er. Im Laufe seines Lebens wird er zu jeder Zeit von dem Bild seiner Mutter begleitet, welches sich später zu einem universalen Mutterbild entwickelt.

Trotz dieser Verschiedenheit sind diese Menschen sehr gute Freunde, die sich durch die jeweils anderen Stärken und Schwächen unterstützen. Als Handlungshauptstrang wird die innere Gedankenwelt von Goldmund wiedergegeben, begleitet von der oberflächlich verzerrten realen Welt.

Empfehlenswert für alle, die gerne in eine andere Welt hineintauchen möchten!

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