Charles Dickens: Oliver Twist

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Charles Dickens: Oliver Twist
Verlag
ET (D)
1838
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Oliver Twist or The Parish Boy's Progress
ET (Original)
1838
ISBN-13
9783257210354

Informationen zum Buch

Seiten
318

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Unter andern öffentlichen Gebäuden in einer gewissen Stadt, die ich nicht nennen, der ich aber auch andrerseits keinen erdichteten namen beilegen möchte, befand sich eines, wie wohl die meisten Städte, ob groß oder klein, besitzen, nämlich ein Arbeitshaus; und in diesem wurde eines Tages der kleine Weltbürger geboren, dessen Name dieses Buch trägt.

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Kontinent
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Oliver Twist, Sohn unbekannter Eltern, wächst im Armenhaus einer Kleinstadt unter dem harten Regiment des selbstgefälligen Mr. Bumble auf. Er kommt zu einem Leichenbestatter in die Lehre, flieht ohne einen Pfennig nach London und gerät in die Fänge des Hehlers Fangin, der eine Bande jugendlicher Taschendiebe anführt. Und es gibt jemanden, der ein ganz bestimmtes Interesse daran hat, Oliver ins Verbrechen zu verwickeln und dadurch zu vernichten.

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Oliver Twist kommt in einem Armenhaus Mitte des 19. Jhds auf die Welt. Die Mutter stirbt kurz nach der Geburt und hinterlässt nur ein kleines geheimnisvolles Medaillon, das eine alte Armenhäuslerin an sich nimmt. So bleibt Olivers Herkunft im Dunkeln und der Junge wächst ohne Wissen um seine Abstammung als Waisenkind im Armenhaus auf. Als Oliver eines Tages, der Junge ist gerade mal zehn Jahre alt, von den anderen Kindern dazu angestiftet wird, um mehr Essen zu bitten, sieht sich das Armenhaus gezwungen, sich diesen unverschämten Burschen, der sicherlich mal am Galgen enden wird, zu entledigen. Oliver wird für 5 englische Pfund an den Leichenbestatter Sowerberry verkauft, sprich in die Lehre geschickt. Doch auch dort meint es das Schicksal mit dem armen Kind nicht gut und bevor er erneut zum Opfer einer Intrige wird, flieht er nach London. Dort angekommen gerät er in die Fänge des Juden Fangin, der Herumstreicher und elternlose Kinder zu Kriminellen ausbildet.

Gemeinsam mit dem "Baldowerer" und dessen Kumpel soll Oliver schließlich das Handwerk des Taschentuchstehlens erlernen, doch obwohl der Junge bei der Tat nur entsetzt zusehen kann, wird er von der Polizei geschnappt. Der Geschädigte, ein gütiger Mann namens Brownlow, spricht sich jedoch für Oliver aus und nimmt sich seiner an. Oliver wird zum ersten Mal gut behandelt, aber sein Glück soll nicht lange anhalten.

Mit "Oliver Twist" prangerte ein Schriftsteller erstmals die gesellschaftlichen Mißstände der damaligen Zeit an und schaffte es, ein Umdenken der Bevölkerung zu erwirken. Der Waisenknabe Oliver wird körperlich und seelisch mißhandelt und erfährt nur von wenigen Menschen Güte und Barmherzigkeit. Die Armen und Kranken sind nicht mehr als Aussätzige in einer Welt der Stärkeren und gesellschaftlich Höhergestellten. Kinderarbeit, Ungerechtigkeit, Hunger und Tod sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Charles Dickens schmückt seine Erzählung in wunderbare, manchmal anstrengende, Schachtelsätze und würzt diese mit einer gehörigen Portion Ironie.

Die Schilderungen der Brutalitäten gegenüber den Armen und Schwachen sind oft so absurd, dass man sie kaum glauben mag. Dennoch wurde nach Erscheinen des Romanes zum ersten Mal das Armengesetz diskutiert. Kinderarbeit wird ebenso thematisiert wie Kinderkriminalität und hat man sich erst einmal an die schier nicht enden wollenden Sätze gewöhnt, so entdeckt man neben dem feinen Sinn für Humor noch etwas anderes: Tiefes Mitleid. Oliver Twist und alle Kinder, die so behandelt werden, verdienen alles erdenkliche Mitleid dieser Welt. Und für den Anstoß, den Charles Dickens den Menschen damals gab, verdiente er alle erdenkliche Dankbarkeit.

Sehr zu empfehlen ist übrigens die hier vorgestellte Ausgabe des Diogenes Verlages in der wunderbaren Übersetzung von Gustav Meyrink!

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Das Buch handelt von dem Leben eines jungen verwaisten Engländers um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Die Erzählung dreht sich um seinen Lebensweg und die damit verbundenen Wirrungen. Die sich durch schwere Schicksalsschläge, gesellschaftlichen Druck und so manche Fügung äußern.

Es ist ein Meisterwerk literarischer Schmiedekunst in dem alle Elemente und Kunstgriffe, die man sich nur ersehnen kann enthalten sind. Zu keinem Zeitpunkt wird die Erzählweise auch nur im geringstem Maße langweilig, sondern begeistert gerade durch ihre Vielschichtigkeit und Tiefe immer wieder aufs neue. Es ist nicht nur eine Erzählung die auf mehreren Ebenen abläuft, der Autor besitzt sogar die Kühnheit und spricht den Leser direkt an um ihn auf so manchen Kunstgriff seiner Erzählkunst aufmerksam zumachen. Zuletzt ist zu erwähnen das der Autor dann und wann dazu neigt sehr lange, man möchte fast sagen Labyrinthartige Sätze zu bauen, die die volle Aufmerksamkeit des Lesers fordern. Das selbe gilt für seine eher altertümliche Wortwahl. Dies alles gedeiht dem Unterhaltungswert des Buches allerdings mehr an als das ihn schmälert.

Ich vergebe mit absoluter Hochachtung vor dem Autor 5 Leseratten, und empfehle es mit Freuden weiter.

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