Stefan Zweig: Schachnovelle

Stefan Zweig: Schachnovelle

Hot
 
5.0
 
4.8 (4)
5278   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Stefan Zweig: Schachnovelle
Verlag
ET (D)
1942
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Schachnovelle
ISBN-13
9783596215225

Informationen zum Buch

Seiten
110

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei Thalia kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires unterwegs ist, fordert ein Millionär gegen Honorar den mit einer Art mechanischer Präzision spielenden Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein österreichischer Emigrant, greift beratend ein und erreicht so ein Remis für den Herausforderer. Er hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen, monatelang mit dem blinden Spiel von 150 Partien beschäftigt, um sich so seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch diese einseitige geistige Anstrengung ergriff ihn ein Nervenfieber, dessentwegen man ihn entließ.

Jetzt spielt Dr. B. zum ersten Mal wieder gegen einen tatsächlichen, freilich roboterhaft reagierenden Gegner. Es geht ihm bei dieser Partie lediglich darum, festzustellen, ob sein Tun damals während seiner Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen ist. Er schlägt den Weltmeister in der ersten Partie souverän, läßt sich aber, eigentlich gegen seinen Willen, auf eine Revanche ein. Während dieser zweiten Partie ergreift ihn wieder das Nervenfieber: er bricht die Partie ab und wird nie wieder ein Schachbrett berühren. AutorenporträtStefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, lebte von 1919 bis 1935 in Salzburg, emigrierte dann nach England und 1940 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Im Februar 1942 schied er in Petropolis, Brasilien freiwillig aus dem Leben.

Karte

Move Map
Start/Ziel tauschen

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (1)
Charaktere 
 
5.0  (1)
Sprache & Stil 
 
5.0  (1)

#1 Rezensent
Zeige alle meine Rezensionen (1135)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Als ich dieses Buch in der Schule lesen sollte, habe ich mich erfolgreich um diese - wie mir schien - über alle Maßen langweilige Pflichtlektüre gedrückt. Als "Schachnovelle" dann im Klassikerforum als nächster Punkt "Gemeinsames Lesen" anstand, ergab ich mich seufzend in mein Schicksal. Aber wer hätte das gedacht: Stefan Zweig hat ein kleines Buch geschrieben, das mich sehr zum Nachdenken angeregt hat und bei dem ich nun froh bin, es gelesen zu haben. Wer sich dafür interessiert, sollte die Diskussionen im Klassikerforum nachlesen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

4 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.8
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.8  (4)
Charaktere 
 
4.8  (4)
Sprache & Stil 
 
4.8  (4)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Die "Schachnovelle" von Stefan Zweig ist ein Spiel. Ein Spiel mit dem
Leser, mit den Emotionen, mit dem Intellekt, mit der Einsamkeit; eben eines jener Meisterwerke die über die eigentliche Geschichte weit hinausweisen.

Die Geschichte entwickelt sich gleich einem Strudel, immer tiefer und heftiger hinab in die Psyche eines Menschen treibt es den Leser. Aber nicht nur "Den Leser", sondern einen jeden Leser, selbst den oberflächlichen Gelegenheitsleser.

Einen inhaltlichen Abriss hier zu fingieren, würde der Geschichte nicht Genüge tun,
und so unterlasse ich dies auch tunlichst.

Es kann und darf einzigst nur die Aufgabe sein, auf dieses außergewöhnliche Stück
Weltliteratur aufmerksam zu machen, dessen Geschichte einem sich langsam steigernden nervösen Reiz gleicht.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

"Mal wieder eine übliche Standardlektüre", habe ich mir gedacht, als unsere Lehrerin mit uns dieses Buch lesen wollte. Vorbereitet auf verstaubte Personen und langweilige Handlungen kaufte ich das Buch und hob mir das Lesen auf die ersten Schulstunden auf. Doch nachdem mir einige Freunde beinahe beschämt gestanden, dass das Buch ihnen "voll gut" gefallen hätte, habe ich es dann doch einmal aufgeschlagen... und erst wieder geschlossen, als ich es mit einem Happs verschlungen hatte. Jetzt, wo ich das Buch schon öfters gelesen habe, weil wir darüber eine Arbeit schreiben, sehe ich langsam, wie viele Geheimnisse und neue Erkenntnisse sich unter der anfänglich so einfachen Oberfläche der Erzählung verstecken! Und es werden immer mehr, je mehr ich über die Hintergründe erfahre... ein Idealbuch: kurz und doch voller mit brisantem Stoff als viele dicke Wälzer!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Ein perfektes Buch! Es erzählt seine Geschichte zwar klar und verständlich, aber trozdem sprachlich und qualiativ höchstwertig. Auch das Leben des Dr. B und dessen Gefangenschaft wird in einer wohl auch für weniger interessierte Leser interessanten Weise schön und dennoch realitätsnah geschildert. Sogar Lektürefreunde die sich sonst weniger dieser Literaturklasse hingeben sollten davon begeistert sein. Ich habe an diesem wundervollen Werk nur einen Kritikpunkt der jedoch für andere Leser ein Segen sein dürfte: Die Schachpartien werden nicht detailliert genug wiedergegeben um sie nachzuspielen. Ansonsten ist dieses Buch ein Muss für jeden Leser und mehr als nur wäärmstens zu empfehlen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Wenige Bücher sind so interessant und beeindruckend, wie die Schachnovelle von Stefan Zweig. Vielleicht gibt es bessere Werke, doch dieses hat es mir so angetan, dass es innerhalb kürzester Zeit gelesen und verstanden war.

Der Autor, der selber unter der Nazityrannei zu leiden hatte, war so enttäuscht über das bis dahin so beliebte Land der Dichter und Denker, dass er darauf hin Europa verlies, um im Exil seine letzte Ruhe zu finden. Er schrieb dieses Werk kurz vor seinem Tod und hat nie erfahren, wie weltberühmt dieses Werk heute ist.

Der König aller Spiele, bekannt seit vielen Jahrhunderten begleitet uns durch dieses Werk, Schach.

So einzigartig, dass es sich lohnt, ein Werk danach zu benennen und den Inhalt darauf zu beziehen. Der Protagonist, der höchst kultivierte Österreicher Dr. B., leidet ebenso wie Zweig unter der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten und erfährt in psychoterroristischer Gefangenschaft durch Zufall die Regeln und Kenntnisse des Schachspielens, so gut, das es ihm gelingt den derzeitigen Weltmeister zu schlagen.

Wie all das inhaltlich gestaltet wird, wie ein Mensch durch Tyrannei und Folter Schachprofi wird und wie ein kenntnisloser und junger, völlig unkultivierter Bauer zum Weltmeister des Spielens wird und wie sich die beiden treffen und gegeneinander antreten, diese literarische Spannung möchte ich niemandem vorenthalten. Doch eins ist Fakt, für den Kurs 12 ist dieses hervorragende Werk bestens geeignet, es wird jeden in den Bann ziehen, auch junge Leser, die für Literatur nicht viel übrig haben.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue