Hermann Hesse: Siddhartha. Eine indische Dichtung

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Hermann Hesse: Siddhartha. Eine indische Dichtung
Verlag
ET (D)
1922
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783518394311

Informationen zum Buch

Seiten
189

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Handlungsort

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Siddhartha, die weltberühmte Legende von der Selbstbefreiung eines jungen Menschen aus familiärer und gesellschaftlicher Fremdbestimmung zu einem selbständigen Leben, zeigt, daß Erkenntnis nicht aus Lehren zu vermitteln ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann. Hermann Hesse erzählt die fiktive Lebensgeschichte Buddhas - Siddhartha ist sein Vorname - und ergründet, "was allen Konfessionen und menschlichen Formen der Frömmigkeit gemeinsam ist, was über allen nationalen Verschiedenheiten steht, was von jeder Rasse und von jedem einzelnen geglaubt werden kann". Wie authentisch diese indische Dichtung buddhistisches und taoistisches Gedankengut assimiliert hat, zeigt sich nicht nur stilistisch in der rhythmischen Diktion der Reden Buddhas, sondern auch wirkungsgeschichtlich durch die millionenfache Verbreitung, die das Buch in den asiatischen Ländern gefunden hat.

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Ein Mann auf der Suche nach sich selbst, auf der Suche nach dem Sinn der Welt, dem Sinn des Lebens. Siddharta ist ein Charakter, der seinem Weg folgt und so schließlich das Ziel erreicht. Doch was ist das Ziel? Auf seiner Reise merkt Siddharta, dass der Weg das eigentliche Ziel ist, die Liebe zu sich selbst, ohne Selbstverliebt zu sein, die Liebe zu allen Lebewesen und Dingen, die Liebe zum Leben.

Eine Rezension über dieses Buch zu schreiben ist wahrlich nicht einfach - alles wurde schon darüber gesagt, darüber geschrieben. Dennoch möchte ich meine Begeisterung gerne teilen. Siddharta hat mir etwas gegeben, von dem ich hoffe, dass ich es noch eine Weile in meinem Herzen behalten kann: Die Gewissheit, dass in jedem Menschen, in jedem Tier, in jeder Blume und in jedem Stein etwas wahrhaft göttliches wohnt. Dies öffnet die Augen für die Schönheit der Welt und hilft, sie zu verstehen. Es ist nicht wichtig, wohin wir am Ende unseres Weges gelangen. Wichtig ist nur, was wir auf unserem Lebensweg tun, ob wir uns treu bleiben, ob wir leben und dabei die Schönheit und die Liebe nicht aus den Augen verlieren.

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Mein zweites Hesse Buch. Und sicher nicht mein Letztes.

Siddartha, ein junger Brahamanensohn, von seiner Familie und Freunden seiner Schönheit und seines Geistes wegen verehrt, verlässt mit seinem Freund Govinda seine Heimat um nach dem Sinn des Lebens zu suchen.

Auf seinem Weg erlebt er viele Situationen bei denen die Liebe, der Tod und Weisheit eine sehr große Rolle spielt. Es führt ihn über materiellen Reichtum hin zur Zufriedenheit. Zufriedenheit, die nicht von Gütern abhängt, sondern die aus der Vollkommenheit des Geistes besteht. Die Zufriedenheit mit sich selbst ist sein Ziel. Doch bis dahin wird Siddarta viel erleben.

Es gibt in diesem Buch einige Stellen, die mich sehr berührt haben. Der Dialog mit einem Buddha, der Monolog am Fluss und sicher die Gespräche mit dem Fährmann und seinem Freund Govinda am Schluss des Buches machen einen sehr nachdenklich. Man stellt sich selbst die Fragen, die sich Siddartha stellt. Die Frage über das Leben. Wer sich selbst schon einmal diese Frage gestellt hat, wird mit Siddarta wieder einen kleinen Schritt machen, um sich selbst besser verstehen zu können.

Es ist einmalig, wie stark doch einen das 120- seitige kurze Buch fesseln kann. Die Tatsache, dass die Handlung in Indien spielt, ist reine Nebensache. Bemerkenswert ist, wie H. Hesse den Leser leicht provoziert, den Leser auffordert sich selbst doch seine Gedanken über das Leben und uns Aller zu machen.

Seine einmalige, poetische und doch leichte Schreibweise lassen dich nicht los, sondern bringen dich zum Nachdenken. Für jene, die gerne etwas mehr über das Wort "Om" und das Leben erfahren wollen, ein Muss.

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Siddharta wächst als Brahmanensohn auf, geht schließlich zu den Samanas bis er „erwacht“ und ein „Kindermensch“ werden will. Zu dieser Zeit lebt er seine Triebe aus, doch er erkennt, dass er es trotzdem nicht schaffen kann ein richtiger „Kindermensch“ zu werden. Somit zieht er wieder weiter. Doch wie kann er denn sein Ziel endlich erreichen das Brahman zu finden? Kurz vor einem Selbstmordversuch hört er schließlich den Fluss zu sich sprechen. Daraufhin beschließt er zu Vasudeva zu gehen und weiterhin am Fluss zu verweilen und ihm zuzuhören. Dadurch gelangt er letztendlich auch zu der Weisheit, die er sein ganzes Leben gesucht hat.

Besonders hervorzuheben ist die Sprache in Hesses „Siddharta“. Sie wirkt stets fließend und fügt sich nahtlos aneinander an. Schon alleine deshalb fällt das Lesen leicht, auch wenn man sich vielleicht Anfangs ein wenig daran gewöhnen muss. Darüber hinaus wird dieser Roman von einem Menschen gezeichnet, der sämtliche Höhen und Tiefen gelebt hat. Er hat sein Über-Ich gelebt, sein Es und sein Ich. Zudem regt Siddharta einen in vielen Dingen zum Nachdenken an. Es werden oftmals Fragen in den Raum geworfen, die einen jeden Menschen bewegen sollten. Schon alleine deshalb ist es möglich sich in manchen Phasen mit Siddharta zu identifizieren, auch wenn das eigene Leben nicht genau so geebnet ist wie das Siddhartas. Interessant ist dieses Buch auch für diejenigen, die sich für Buddhismus und Hinduismus interessieren. Es schildert das Leben eines Menschen, der nach den Grundsätzen dieser Religionen lebt und das höchste Ziel erreichen will. Ein wenig Wissen über diese Weltreligionen ist gleichzeitig eine Grundvoraussetzung, da es manche Begriffe gibt ohne deren Kenntnis man den Inhalt nicht ganz verstehen würde.

Ingesamt ist „Siddharta“ wirklich ein Buch, das man gelesen haben muss und das durchaus würdig ist ein Kultbuch zu sein.

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Siddharta ist der Sohn des Brahmanen. Er erlebt seine Jugend in Geborgenheit, hat eine große Gelehrsamkeit und eine Hochachtung aller, trotzdem spürt er eine innere Unruhe. Es stellt sich heraus, dass diese Unzufriedenheit auf den Wissensdrang zurückzuführen ist. Siddharta stellt sich die Frage: "Wo ist das Innerste, das Letzte?". Diese Frage quält ihn so sehr, dass er es auf sich nimmt, seine Eltern zu verlassen und sich gemeinsam mit seinem Freund Govinda den Samanas anschließt.

Dadurch verliert Siddharta sein Ansehen bei seiner Familie. Sein Vater lässt ihn nur nach langen und reiflichen Überlegungen gehen. Er verliert auch gleichzeitig seinen Ruf. Seine soziale Stellung ändert sich erst bei den "Kindermenschen" wieder, denn dort wird er ein angesehener Geschäftsmann und der Liebhaber von Kamala. Er lernt den Druck der Gesellschaft kennen und die Abhängigkeiten, die damit verbunden sind. Trägheit und Habgier erfassen ihn und er merkt, dass es noch etwas mehr geben muss, als die Welt der so genannten "Kindermenschen" und die Welt der Samanas. Er ist völlig verwirrt und am Boden zerstört, denn weder das Eine, noch das Andere haben seine Frage beantwortet. Seine schlimmste Erkenntnis ist jedoch, dass er seinen Freund Govinda verloren hat durch seine Suche. Was wäre, wenn sein Freund bereits die Erleuchtung hatte und er den völlig falschen Weg gegangen wäre? Früher war doch er immer der einen Schritt voraus war und sein Freund derjenige, der ihn bewunderte und würde es jetzt anders sein? Siddharta ist verzweifelter denn je und hat sogar Selbstmordgedanken. Schließlich findet er die Erleuchtung und die Antworten im Fluss, denn dort findet er all die Antworten, die er gesucht hat. Er erkennt in seinem Leben eine Folge von Wiedergeburten, von Sterben und Neubeginn und von zahlreichen Verwandlungen. Sogar seinem Freund Govinda erzählt er seine Erfahrungen. Er ist von dieser Lehre irritiert, von Siddhartas Gestalt aber fasziniert. Es wird ihm durch ihn jene Erfahrung zuteil, die Worte und Lehren nicht mitteilen können . Die Gleichzeitigkeit allen Daseins im Strom der Gestaltungen und die Liebe zum Dasein in seiner immer fließenden Einheit!

Siddharta ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Weg das eigentliche Ziel ist. Man muss Erfahrungen selber schöpfen und die Dinge selber erleben bzw. spüren. Er muss viele Hürden in seinem Leben überstehen um zur "Erleuchtung" zu kommen. Die Erkenntnis von Siddharta ist, dass man durch vieles Zuhören und durch viele Begegnungen mit Erleuchteten nicht die innere Frage beantworten kann. Man muss den Weg selber gehen und Entscheidungen treffen, die man selber für richtig hält. Nur die ständige Suche nach der Erleuchtung, nach dem Innersten ist bereits das Ziel.

Der Roman "Siddharta" von Hermann Hesse aus dem Jahre 1922 beschreibt bzw. schildert den Weg eines Brahmanensohnes durch alle Höhen und Tiefen des Daseins. Dieser Weg durchläuft eine Folge von (symbolischen) Wiedergeburten, Verwandlungen und Prüfungen, er führt Siddharta über Hinduismus und Buddhismus hinaus zur Erlösung/Vollendung. Hermann Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw (Schwarzwald) geboren und starb am 9. August 1962 in Montagnola. Hermann Hesse gilt als "Autor der Krise", als ein Dichter, der sich schreibend der quälenden Selbstanalyse unterzog, immer auf der Suche nach der eigenen, der wirklichen Identität. Im September 1911 tritt er eine Indienreise an. Hesse sagt, dass er jahrelang Buddha verehrt und die indische Literatur seit seiner frühesten Jugend gelesen habe. Die eigentliche Frucht dieser Reise war für Hesse erst der 1922 erschienene Siddhartha. Der Roman ist sehr ausführlich geschrieben und schildert die Gedanken und Gefühle des Siddhartas sehr gut. Es ist ein sehr niveauvolles Buch, doch wenn man zu lesen beginnt, fängt man an sich daran zu gewöhnen.

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