Jane Austen: Stolz und Vorurteil

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Jane Austen: Stolz und Vorurteil
Verlag
ET (D)
1939
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Pride and Prejudice
ET (Original)
1813
ISBN-13
9783596222056

Informationen zum Buch

Seiten
397

Sonstiges

Erster Satz
Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Jungeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.

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Auf einem Ball begegnen sich die geistreiche und eigenwillige Elizabeth Bennet und der distinguierte und vermögende Mr. Darcy zum erstenmal. Doch obwohl sie wie füreinander geschaffen sind, stehen Darcys Stolz und Elizabeths Vorurteil zunächst zwischen ihnen.

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Dieses Buch hat mich mit einem etwas zwiespältigen Eindruck entlassen. Eines ist klar: Die bisweilen zynische Geschichte ist klasse. Austen hat tief in die Kiste gegriffen und mischt die komplette Palette menschlicher Charaktere. Andererseits braucht die Geschichte Zeit, bis sie in Schwung kommt und der historische Erzählstil macht den Einstieg nicht einfacher. Die ersten achtzehn Kapitel lasen sich für mich zäh und langatmig und ich ertappte mich oft, dass ich ganze Absätze eher überflog als las. Ein bisschen problematisch ist die Sprache, die (wenn man sie nicht gewohnt ist) recht kompliziert wirkt und man bei einigen Sätzen entweder den Hintersinn nicht mitbekommt oder nur um ihn weiß, weil man z.B. den Film gesehen hat oder weiß, dass z. B. Elizabeths Humor (für die damalige Zeit?) als bissig gilt.

Nach dem ersten Drittel aber wird die Geschichte lebendiger und vermittelt neben Irrungen und Wirrungen auch ein schönes Bild von den Gepflogenheiten der britischen Gesellschaft Anfang des 19. Jh. "Stolz und Vorurteil" als reinen Liebesroman zu sehen, wird dem Buch nicht 100-prozentig gerecht, denn die verschiedenen Liebeleien machen am deutlichsten klar, wie die Konventionen aufgebaut sind und das Leben organisiert ist - ein anderes Handlungsmotiv hätte bei weitem nicht denselben Effekt.

Zwei weibliche Musterbeispiele dafür sind zum einen die einfältige und sprunghafte Mutter Bennett, die selbst einer Mesalliance noch Gewinn abringen kann - Hauptsache, die Tochter ist überhaupt verheiratet und aus dem Haus - und zum anderen Lady Catherine, die in Standesdünkel förmlich ertrinkt und sich anderen gegenüber dreist alles herauszunehmen erlaubt. Solche Schreckgestalten gibt es bis heute; sie sind einfach nicht auszurotten. Insgesamt drei Sterne und ungefähr einen halben. Von Beginn an ist mir etwas zu klar, wer mit wem am Ende seinen Lebensweg gehen wird. Kein Grund aber, nicht doch wieder etwas von Austen zu lesen.

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#1 Rezensent
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Elizabeth Bennet, zweitälteste Tochter aus gutem Hause, zeichnet sich durch ihren ausgezeichneten Humor und ihren Sinn für die feine Kunst der Ironie aus. Sie hat es schwer in einer Familie, die aus einer oberflächlichen, nur auf die Verheiratung ihrer fünf Töchter fixierten Mutter, und zwei noch oberflächlicheren jüngeren Schwestern, Kitty und Lydia, besteht. Auch die Leseratte Mary zieht sich in ihre eigene Welt zurück. Einzig in ihrer ältere Schwester Jane, eine ruhige, sanftmütige Frau, findet sie eine wahre Freundin. Der Vater hat zwar einen ebenso scharfen Geist, reagiert jedoch durch die Leiden seiner Ehe oft gleichgültig und mit sarkastischer, oft unpassender, Bissigkeit.

Großer Wirbel herrscht im Hause, als sich die Nachricht verbreitet, dass der wohlhabende und vor allem unverheiratete Mr. Bingley das Nachbaranwesen bezieht. So zeichne es die Natur eines ledigen, gutsituierten Mannes aus, dass er zum Eigentum der ledigen Töchter werde. Die Jagdsaison wird eröffnet, jede Mutter buhlt um eine Einladung zum Dinner oder zum Ball für sich und vor allem für ihre Töchter. Allen voran Mrs. Bennet, die herrlich in dieser Rolle aufgeht. Ihr Plan scheint aufzugehen: Jane und Mr. Bingley lernen sich kennen und schätzen, doch Bingleys bester Freund, Mr. Darcy und Bingleys Schwester ist diese Beziehung ein Dorn im Auge und sie versuchen die Verbindung zu verhindern. Die scharfsinnige Lizzy bemerkt das Spiel, das aus Mr. Darcy in ihren Augen zu einem widerwärtigen Menschen macht. Dabei übersieht sie, welche Gefühle der stolze Mann tatsächlich hegt.

Was könnte man zu solch einem Klassiker noch sagen, das nicht schon gesagt wäre? Es ist herrlich, in die - zugegebenermaßen etwas altbackene - Welt der Jane Austen zu versinken und die fantastischen Dialoge zwischen der lebensversprühenden Elizabeth "Lizzy" Bennet und dem eigenbrötlerischen Mr. Darcy, der einem oft vorkommt, als habe er einen Stock verschluckt, zu genießen. Das Buch ist so rasant geschrieben, dass ich es nur schweren Herzens aus der Hand legen konnte. Die Sprache ist (in der Grawe Übersetzung) nicht modern und so genau passend auf die Atmosphäre mit Bällen, weiten Röcken und Gentlemen. Die Charaktere werden liebevoll, wenn auch oft etwas übertrieben, gezeichnet.

"Stolz und Vorurteil" wurde bereits mehrmals verfilmt und ich kann den BBC Mehrteiler mit dem anbetungswürdigen Colin Firth sehr empfehlen. Immer hatte ich sein Bild vor Augen - die perfekte Besetzung für die Rolle des Mr. Darcy! Für "Klassiker-Anfänger" ist das Buch übrigens auch sehr zu empfehlen, da es in keinem ausgeprägt anspruchsvollen Sprachstil geschrieben ist. Ein Klassiker der Liebesromane, den ich sicherlich noch mehr als einmal lesen werde!

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Das Buch ist unglaublich schön geschrieben! Jane Austen versteht es wirklich dem Leser alle Gefühle zu übermitteln, man hat das Gefühl dabei zu stehen als sich Mr.Darcy und Elizabeth zum ersten mal treffen und fühlt sich während der ganzen Handlung vor allem mit Lizzy sehr verbunden. Beim Lesen herrscht eine ganz ruhige, zarte Stimmung ohne, dass es langweilig wird! Das schöne an dem Buch ist, dass es einfach nur unterhält (und zwar auf angenehme Weise), es soll uns nichts lehren oder uns das Gefühl geben unser Leben müsste geändert werden, es ist einfach gedacht um uns zu unterhalten.

Ich finde es sehr interessant, wie man sich selbst plötzlich in eine andere Zeit versetzt sieht und von dem Buch wie gefangen genommen wird.

Vor dem Lesen sollte man aber mal kurz darüber nachdenken, wie das Verhältnis zwischen Mann und Frau zur damaligen Zeit wohl war, z.B. dass Berührungen zwischen ihnen öffentlich fast nie vorkamen, heute ist das ganz natürlich sich zu umarmen oder an der Hand zu nehmen, früher aber nicht, man berührte sich nur selten, z.B. beim Tanz. Aus diesem Grund sind die Tanzbälle für die Töchter der Bennets auch so wichtig, nur hier hatte man die Möglichkeit sich zu unterhalten, ohne von den Eltern "gestört" zu werden.

Einzige kleine Kritik, die ich anbringen muss ist das man sich an manchen Stellen stark konzentrieren muss, um nicht den hauptsächlichen Handlungsfaden zu verlieren.

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Wegen diesem Buch wurde die Hausarbeit für 3 Tage total vernachlässigt. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Sobald ich von der Arbeit nach Hause kam, mußte ich unbedingt erfahren, wie es mit Lizzy und Mr. Darcy weitergeht. Die teilweise etwas schleppende (in die Länge gezogene) Handlung konnte mich nicht davon abbringen das Buch weiterzulesen, denn ich wollte endlich die Stelle im Buch erreichen, an der genau das geschieht, auf das man die ganze Zeit gewartet hat. Obwohl in Liebesromanen doch immer alles vorhersehbar ist und sie alle auf das gleiche Ende hinauslaufen war dieses Buch zu jeder Zeit interessant. Ich freute mich auf die Dialoge zwischen Lizzy und Mr. Darcy, ärgerte mich über Lizzies einfältige Mutter und schmunzelte über die ironischen Bemerkungen ihres Vaters, die niemand zu verstehen schien. Die Charaktere wurden so liebevoll und genau ausgearbeitet, daß man wirklich glaubte die Personen zu kennen. Es wird wohl eines der wenigen Bücher werden, das irgendwann mit Eselsohren versehen sein wird. ;-)

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Elizabeth Bennet, schrieb Jane Austen einst, sei ihr Lieblingscharakter. Elizabeth Bennet, das Mädchen vom Lande, das sich mit Verstand und Humor gegen ihre Mutter behauptet, die übereifrig den Heiratsmarkt beobachtet und mit aller Macht ihre fünf Töchter gut verheiraten will.

Was ist es, dass auch heute, fast 200 Jahre nach Veröffentlichung des Romans, den Zauber aufrecht erhält? Was ist es, dass immer noch eine große Leserschar fesselt? "Triefende Schmonzette", heißt es von einigen. Dieser Vorwurf erweist sich jedoch als nicht haltbar, angesichts der scharfen sozialkritischen Beobachtungsgabe und feinen Ironie, die hinter Austens Werken steckt. Haarklein analysiert die Autorin, die selbst ihr Leben lang unter den sozialen Strukturen zu leiden hatte und in permanenter Abhängigkeit lebte, Schein und Sein der Gesellschaft zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Lesenswert sind all ihre Werke noch immer, und ganz besonders Stolz und Vorurteil. Doch ist zu empfehlen, die Romane im Original zu lesen, denn keine der deutschen Übersetzungen vermag es, den pfantastischen Sprachstil Austens wiederzugeben.

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Eines der schönsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe!! :-) Vor allem, wenn es die englische Ausgabe ist, die die Ausdrucksweise dieser Zeit wiederspiegelt und das Buch umso eindrucksvoller gestaltet.

Die Geschichte erzählt von Elizabeth Bennet, einer klugen jungen Frau und dem etwas versnobten und stolzen Fitzwilliam Darcy, die zufälligerweise aufeinander treffen. Vom ersten Moment an spürt man eine gewisse Spannung zwischen ihnen, die sie aber zu leugnen versuchen. Auch ist es sehr schwierig für sie, etwas gutes aneinander zu finden, denn sie stecken voller Vorurteile und machen viele Fehler.Was sie aber umso menschlicher und liebenswerter macht.

Die spritzgen Dialoge und Wortgefechte, die die Charaktere führen, fesseln einen einfach und man kann das Buch nicht zur Seite legen bis man es fertig gelesen hat und endlich weiss, ob die beiden Hauptpersonen ihren Stolz und ihre Vorurteile überwinden können und zueinander finden. Das Buch ist ausserdem ausgezeichnet, da es nur so von witzigen und charmant komischen Nebencharakteren wimmelt, die die Geschichte beeinflussen.

Die Personen muss man einfach ins Herz schliessen, so dass man regelrecht enttäuscht ist, wenn die Geschichte zu Ende ist und man sich von ihnen verabschieden muss. Man fühlt mit ihnen und es ist so, als ob man selbst dabei wäre und dazugehören würde. Genau wie bei Emma, weiss die Autorin die Leser zu fesseln. Man muss einfach die aussergewöhnliche Beobachtungsgabe und das Erzähltalent von Jane Austen bewundern!Ausserdem zeigt Stolz und Vorurteil wie es zu ihrer Zeit war, welche strenge Etikette herrschte und wie scwierig es war, die wahre Liebe zu finden. Dieses Buch ist einfach empfehlenswert, man muss es gelesen haben, sonst verpasst man etwas wunderbares!!

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