Emily Brontë: Sturmhöhe

Emily Brontë: Sturmhöhe

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Emily Brontë: Sturmhöhe
Verlag
ET (D)
1851
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Wuthering Heights
ET (Original)
1847
ISBN-13
9783423123488

Informationen zum Buch

Seiten
450

Sonstiges

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Liebe, Haß und Tod - ein Drama spielt sich ab auf dem Gutshof Wuthering Heights in Yorkshires düsterer Nebellandschaft. Der Findling Heathcliff, wohl einer der faszinierendsten Unholde der gesamten Weltliteratur, ist besessen von seiner Leidenschaft zu Catherine, der wilden Spielgefährtin seiner Jungend. Da diese sich wider besseres Wissen entschließt, den gesitteten Nachbarn Edgar Linton zu ehelichen, schwört Heathcliff, beide Familien zu vernichten. Doch als sein Zerstörungswerk sich auf die nächste Generation zu erstrecken beginnt, regt sich der Geist der toten Cathy...

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Wie viele andere stehe auch ich Wuthering Heights zwiegespalten gegenüber. Was ich dem Buch aber eindeutig zugute halten muss ist, dass es mich nicht nur während der Lektüre, sondern auch darüber hinaus beschäftigt hat. Obwohl (oder weil?) es keinen Sympathieträger unter den Protagonisten gibt, muss man sich als Leser näher mit den Charakteren beschäftigen, die Emily Brontë sehr facettenreich erschaffen hat. Allerdings sind sie auch wenig menschlich, denn ihre Eigenschaften sind einfach zu extrem ausgeprägt. Insgesamt wird für meinen Geschmack insgesamt zu sehr in Extremen geschwelgt - bedingungslose Liebe, absoluter Hass, gnadenlose Rache. Allerdings bekommt man auch die Gründe für die jeweilige Entwicklung geliefert, bekommt haarklein aufgezeigt, wie die Protagonisten zu Soziopathen werden konnten, die warscheinlich für jeden Therapeuten klasse Fallbeispiele abgeben. Darüber hinaus bietet Brontë ein wunderbares Beispiel dafür, ihre Figuren über deren Handeln und Reden zu charakterisieren, nicht über Beschreibungen. Leider hat die Geschichte als solche durchaus Längen und wird ab einem bestimmten Punkt auch sehr vorhersehbar. Nur der Schluß war so zuckersüß, dass ich ihn angesichts der vorherigen Ereignisse nicht erwartet hätte.

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Dies ist eines der Bücher, die ich eigentlich gar nicht so gerne rezensieren möchte. Auf der einen Seite ist "Wuthering Heights" ein sehr deprimierendes Buch, das mir zeitweise sehr auf die Stimmung schlug. Manchmal mußte ich es sogar für einige Tage auf die Seite legen (aus diesem Grund brauchte ich fürchterlich lange es zu lesen). Die Charaktere fand ich teilweise sehr übertrieben und sogar die Sympathieträger hätte ich fast die ganze Zeit am liebsten gegen die Wand geklatscht.

Andererseits hat es mich - je mehr ich davon las - gefangen genommen. Heathcliff wird zu Recht als einer der faszinierendsten Unholde der Literaturgeschichte bezeichnet. Ich habe noch nie von einer so abgrundtief bösartigen Romanfigur gelesen. "Sturmhöhe" ist für mich ein Paradebeispiel für absolute Lieblosigkeit.

Negativ aufgefallen ist mir auch noch der Schluß, der jetzt nach all diesem deprimierenden Pessimismus ein Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End servierte.

Alles in allem bereue ich es jedoch nicht, "Sturmhöhe" gelesen zu haben, allerdings hätte ich es niemals hinter mich gebracht, wenn ich es nicht im Rahmen meines Klassikerforums besprochen und gemeinsam mit "Leidensgenossinnen" ;-) gelesen hätte.

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Sturmhöhe ist eines meiner Lieblings Klassiker. Ich habe es bisher 3 mal gelesen und jedes Mal wieder bin ich von neuem überwältigt von den Gefühlen, die dieses Buch in mir hervorruft. Die meisten Menschen, die es lesen mögen den Protagonisten nicht, während ich immer wieder auf neue unsagbares Mitgefühl und Verständnis für ihn empfinde. Er ist zweifellos kalt, rücksichtslos und grausam. Jedoch darf man nicht vergessen, was ihn zu seinem Verhalten getrieben hat. Liebe. Heathcliff ist ein Mann der liebte - nein, er tut es noch immer- und von dieser Liebe auf das grausamste enttäuscht wurde. Wer kann es ihm verdenken, dass er darüber hinaus wahnsinnig wurde? Meiner Meinung nach ist es ein wunderbares Buch. Eines von wenigen, dass in mir tiefe Gefühle auszulösen vermag.

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Als ich dieses Buch, das erste Mal gelesen habe, geschah es eher aus Zufall und ich muss gestehen, beim ersten Mal hat es mir auch gar nicht gefallen, im Gegenteil ich fand es eher langweilig. Aber dann ca. 2 Jahre später las ich es zum 2. Mal und ab da war ich hoffnunglso verliebt in dieses Buch. Ich glaube man kann dieses Buch nicht nur einfach lesen, man muss es fühlen.
Für mich war aber nicht Heathcliff der eigentliche Bösewicht, sondern Cathrine. Sie hat sie beide getrennt, obwohl sie wusste, welche Wirkung, das haben würde. Trotzdem ist die Leidenschaft mit der Heathcliff seine Cathrine liebt, schon beängstigend. Er liebt sie so sehr, dass es schon an Hass grenzt, denn er gibt ihr die Schuld, dass er solche seiner Meinung nach, hässlichen Gefühle wie Liebe und Zärtlichkeit empfindet, wenn auch nur für eine Person, Cathrine.
Und noch etwas, was sehr ungewöhnlich ist, war die Reaktion von Heathcliff als er vom Tod Cathrines erfährt, er wünscht ihr nicht ein schönes Leben im Jenseits und sie solle in Frieden ruhen, sondern er verwünscht sie, dafür, dass sie ihn allein lässt.
Und für mich waren seine Worte eine der schönsten Liebeserklärungen, die es gibt.

"Ich kann nicht leben ohne meine Liebe,
ich kann nicht leben ohne mein Leben."

Ich empfehle jedem, der ein etwas romantisches-düsteres Gemüt vorzuweisen hat und jedem, der es auch mal mag, wenn die Geschichte schlecht ausgeht, dieses Buch.

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Mir scheint, man muß eine Parallele ziehen zwischen Charles Dickens und Emily Bronte, da beide auf wenig idealistische Art und Weise auf die Missstände ihrer Zeit hinweisen wollten. Ihre Herangehensweise an das heikle Thema des Aufzeichnens und Kritisierens des ihrer Epoche eigenen Zeitgeists unterscheidet sich in erster Linie dadurch, dass Emily Bronte, introvertiert, wie sie zeitlebens war, verwoben mit den Phantasiewelten, die sie sich gemeinsam mit ihren Geschwistern schuf, ganz in den explosiven Charakteren der Protagonisten aufgeht, während Charles Dickens zumindest um eine einigermaßen realistische Darstellung bemüht ist. Der eine wie der andere ist jedoch lediglich als Beobachter wirklich gut, kaum versucht er nämlich der Geschichte ein strahlendes Ende zu geben, zerstört er mutwillig die vorangegangene Arbeit, sich an der dankbaren Poesie von Verkommenheit und menschlichem Makel zu laben.

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Ja, er ist ein Bösewicht, aber einer der es gelernt hat. Ich habe dieses unheimlich gerne gelesen. Es ist ein bißchen gruselig und ein bißchen traurig, aber es ist auf jeden Fall absolut faszinierend.

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Sturmhöhe ist eines der schönsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Die leidenschaftliche Liebe von Heathcliff zu Catherine, seiner Liebe, seinem Leben endet natürlich wie jede leidenschaftliche Liebe in Zerstörung und vor allem Selbstzerstörung. Wer würde sich nicht wünschen so geliebt zu werden. Catherine stellt ihre materiellen und rationalen Wünsche über die Liebe und löst damit eine Katastrophe aus. Sie macht Heathcliff und Linton unglücklich – eine großartige Darstellung einer egoistischen Frau, die ohne Rücksicht auf andere, nur ihre eigene Bequemlichkeit verfolgt. Das mystische Ende, dass sich die zwei Liebenden dann im Jenseits finden lässt den ganzen Roman in einem entrückten und eben unwirklichen Licht erscheinen. Wo gibt es schon real so eine Leidenschaft? Heathcliff erinnert mich an Dostojewskijs leidenschaftliche Helden.

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