Henry James: Washington Square

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Henry James: Washington Square
Verlag
ET (D)
1998
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Washington Square
ET (Original)
1881
ISBN-13
9783423084079

Informationen zum Buch

Seiten
258

Sonstiges

Übersetzer/in

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Um die Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Washington Square in New York ein stiller, von Ailanthusbäumen bestandener Platz, den solide gebaute Bürgerhäuser mit weißen Marmortreppen und breiten Balkonen umschließen. Hier lebt der angesehene Arzt Dr. Sloper mit seiner Tochter Catherine und seiner Schwester. Auch Morris Townsend, einem attraktiven jungen Mann mit bestechenden Manieren, erscheint ein solcher Lebensstil verlockend, und immer öfter macht er den Damen seine Aufwartung. Sein Ziel ist klar, doch der geschickte Stratege hat die Rechnung ohne Dr. Sloper gemacht.

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Catherine ist die einzige Tochter des erfolgreichen Arztes Dr. Sloper und zeichnet sich am ehesten durch ihre Nichtssagendheit aus. Sie ist weder besonders hübsch noch besonders intelligent und dazu noch sehr schüchtern und von ihrem Vater abhängig, den sie zutiefst bewundert. Mit im Haushalt lebt die verwitwete Schwester Dr. Slopers, eine Frau von einfachen Gedanken, aber einer teilweise überbordenden Phantasie, ihre Vorstellung vom Leben entspricht manchmal am ehesten einem Groschenroman. Auf einer Feier trifft Catherine den jungen, eleganten und gut aussehenden Morris Townsend und lässt sich in ihrer Unerfahrenheit so schnell und sehr von ihm einnehmen, dass sie, von ihrer Tante hingebungsvoll unterstützt, innerhalb einer Woche an die große Liebe ihres Lebens glaubt und auf diese Weise einen Konflikt mit ihrem Vater heraufbeschwört, der in Morris wenig mehr als einen Mitgiftjäger sieht.

Klassiker zu rezensieren scheue ich mich immer ein wenig, erwarte ich doch nicht so sehr Unterhaltung oder gar Spannung, sondern Stil und nun ja, Klasse. Was den Stil betrifft, sind mir allerdings gerade auf den ersten Seiten einige grammatisch seltsam klingende Sätze aufgefallen, bei denen ich mich gefragt habe, ob der Übersetzer bei den langen Schachtelsätzen mit ungewöhnlicher Wortstellung irgendwo durcheinander geraten ist oder ob es sich um eine durchaus korrekte, aber völlig veraltete und mit Absicht benutzte grammatische Form handelt. Satzbau und Stil sind insgesamt betrachtet zwar etwas anspruchsvoller, aber durchaus lesbar.

In diesem Fall war die Geschichte auch selbst recht interessant, ich war leicht genervt von der Tante, irritiert vom Vater und verständnislos gegenüber Catherine und fragte mich, wie die ganze Angelegenheit denn nun ausgehen würde. Der Autor lässt Catherine zwar eine Entwicklung durchmachen und am Ende erwachsener und selbstbewusster sein, was aber der genaue Auslöser für diese Entwicklung ist und wie sie genau abläuft bleibt unklar, was ich persönlich etwas unbefriedigend fand. Catherines Motive bleiben im Dunkeln und lassen einen darüber grübeln, warum Catherine denn nun wirklich so handelt, wie sie es tut. Das Ende ist zwar angenehm, aber die Entwicklung zu diesem Punkt wird einfach unzureichend dargestellt. „Washington Square“ war insgesamt betrachtet intelligent geschrieben und angenehm zu lesen und es hat mich nicht von weiteren Büchern von Henry James abgeschreckt, es reizt mich allerdings auch nicht dazu andere Bücher von ihm unbedingt lesen zu müssen.

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