Andrea Ecker: Die Nebelgängerin

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Andrea Ecker: Die Nebelgängerin
ET (D)
2015
Ausgabe
E-Book
ISBN-13
9783958130081

Informationen zum Buch

Seiten
350

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Wer könnte ich sein? Wie wäre mein Leben verlaufen, hätte das Schicksal die Weichen anders gestellt? Fragen, auf die es in der Regel keine Antwort gibt. Nach zahlreichen Tiefschlägen hat sich Teresa ein Nischendasein geschaffen, in dem sie sich vor weiteren seelischen Verletzungen sicher wähnt. Doch dann wird ihr einsames, ereignisloses Leben erschüttert. Vom Tod der Mutter – und von der Entdeckung, dass eine ihr bis dahin fremde Zwillingsschwester existiert. Diese Alice, die sie unter einer Wiener Adresse ausfindig macht, verkörpert in ziemlich jeder Hinsicht das genaue Gegenteil Teresas. Doch ehe sie sich zu erkennen geben kann, muss Teresa feststellen, dass ihre offensichtlich perfekte Zweitausgabe ein dunkles Geheimnis hat. Die Faszination ist zu groß. So dringt Teresa unbemerkt in das Leben ihrer Schwester ein, folgt den Spuren, setzt das Rätsel Stück für Stück zusammen. Das Bild, das sie am Ende von ihrem Zwilling erhält, ist alles andere als harmlos. Die Frau, die alles hat, was Teresa entbehren musste, tritt dieses Glück mit Füßen. Und scheint entschlossen, alles und jeden zu beseitigen, der ihren Zukunftsplänen im Weg steht. Teresa muss sich schließlich aus der Deckung wagen, um Alice aufzuhalten. Um jeden Preis.

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Ein eher ruhiges, oft beklemmendes Psychogramm

Teresa, deren Name man erst in der Mitte des Buches erfährt, steht nicht auf der Sonnenseite des Lebens: Vom Freund seelisch verletzt und verlassen, die Mutter, eine Alkoholikerin, ist Patientin einer psychiatrischen Klinik. Einzig in ihrem Beruf als Bestatterin findet Teresa Ruhe. Doch obwohl sich die junge Frau immer an die Regeln hält, wird sie vom Leben beschissen.

Als Teresa schließlich die Nachricht vom Tod ihrer Mutter erhält und in ihren Unterlagen einen geheimnisvollen Brief findet, ändert sich alles. Sie erfährt, dass sie ungeliebter Teil eines Zwillingspaares ist. Erschüttert und neugierig macht sie sich auf die Suche nach ihrer Schwester, die nach der Geburt von einer anderen Frau adoptiert wurde. Ob sie wohl eine bessere Kindheit hatte? Tatsächlich stöbert sie Alice auf, verpasst aber die Chance, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Also schlüpft sie in die Rolle der stillen Beobachterin. Auf der Lauer, den richtigen Zeitpunkt für eine Kontaktaufnahme zu finden.

"Die Nebelgängerin" ist ein eher ruhiges, oft beklemmendes Psychogramm, das sich gegen Ende zu einem spannenden Thriller entwickelt. Obwohl die Erzählung aus der Ich-Perspektive von Teresa manchmal etwas langatmig geraten ist, faszinierte mich die Gefühlswelt dieser gebrochenen und doch liebenswerten Frau. Ständig fühlt man sich selbst als BeobachterIn, als VoyeurIn, die unerlaubt Wohnungen betritt und innere wie äußere Grenzen überschreitet.

"Wenigstens ein heimlicher Blick. Nur einmal durchs Schlüsselloch gucken, wie damals als Kind. Als mir nichts anderes blieb als gestohlene Momente, um die Stimme meiner Mutter zu hören."

Ich kann verstehen, dass manche LeserInnen das Buch als langatmig empfinden. Erwartet man einen romanhaften Blockbuster in James-Bond-Manier, kann man nur enttäuscht werden. Man sollte der Handlung also Zeit lassen für Entfaltung. Die Geduld wird mit einer interessanten Geschichte belohnt.

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