Andrea Schacht: Die Nacht, in der der Kater sang

Andrea Schacht: Die Nacht, in der der Kater sang

 
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Andrea Schacht: Die Nacht, in der der Kater sang
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783802598951

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Das Erste, das ich wahrnahm, waren vier blendend weiße Pfoten, die in eine grau getigerte Katze übergingen, die wiederum auf einem knallroten Blecheimer saß.

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Jenny van Rosmalen möchte auf dem Land ein neues Leben beginnen. Als sie ein kleines Gehöft bezieht, ist ein frecher Streunerkater namens Ghizmo in der Miete inklusive. Doch kaum hat sie sich eingerichtet, geschieht etwas Entsetzliches: Jenny findet eines Morgens auf der Weide nur noch Kopf und Hufe des Ponys, das dort untergebracht war. Ghizmo hat die abscheuliche Tat beobachtet – und versucht Jenny nun auf die Spur des Mörders zu bringen. Dabei gerät die junge Frau selbst unter Tatverdacht und muss alles tun, um den nächsten Anschlag zu verhindern. Zum Glück ist der gewitzte Ghizmo ihr dabei eine große Hilfe …

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Ein frecher tierischer Ermittler

Inhalt
Jenny van Rosmalen hat eine schwere Zeit hinter sich und versucht einen Neuanfang. Dafür zieht sie in ein Haus auf dem Land und bekommt neben Renovierungsarbeiten auch noch einen Hausbewohner gratis mit dazu: Kater Ghiszmo. Der schleicht sich mit der Zeit in das Herz der jungen Frau ein und als auf der Pferdeweide direkt nebenan ein grausamer Pony-Mord geschieht werden die beiden zu einem Team. Denn Ghizmo hat die Spur des Mörders erkannt und muss das nur noch seiner neuen Freundin klarmachen....

Meine Meinung
Ich kenne bereits einige Katzenromane der Autorin und habe mich mit jedem bisher sehr gut unterhalten. Und auch der Kater dieser Geschichte hat sich sehr schnell in mein Herz geschlichen. Die Autorin versteht es aber auch sehr gut, das Wesen der Katzen in vielen Details zu beschreiben, ohne ins Kitschige zu verfallen. Ihr Verhalten ist nicht vermenschlicht, auch wenn sie den Tieren Gedanken gibt. Und so ist auch hier wieder Ghizmo in erster Linie Kater, der gerne seine Überlegungen „vergisst“, wenn er die Spur einer Maus in die Nase bekommt und dabei von seinem eigentlichen Vorhaben ablässt. Gerne wird auch mal etwas „vertagt“, wenn der Hunger kommt oder die Müdigkeit groß wird. Andere Eigenschaften, wie die Eroberung des weichen Bettes oder eines guten Essens, das eigentlich für das Frauchen gedacht war, sind ebenfalls nicht übertrieben - Katzenbesitzer erkennen hier ihre Fellbündel mit Sicherheit in vielen Kleinigkeiten wieder. Und dies macht die Geschichte für mich einfach sehr sympathisch.

Erzählt wird im Wechsel aus den Perspektiven von Ghizmo und Jenny (Jenny dabei in der Ich-Form). Das macht viel Spaß, denn so ist man bei beiden Protagonisten live mit dabei und erlebt die ein oder andere kurze Szene auch noch aus der jeweils anderen Sicht. Neben Ghizmo war mir auch Jenny sehr schnell sympathisch, wobei aber auch die Nebenfiguren (menschlich und tierisch) sehr lebendig beschrieben wurden und ich ein gutes Bild von ihnen vor Augen hatte. Die einzelnen Dorfbewohner, mit denen Jenny zu tun hatte, wirkten dabei oft mehr oder weniger verdächtig, so dass man schön rätseln konnte, wer der grausame Ponymörder wohl war.

Neben dem Mordfall hatte aber auch Jenny selbst ein Geheimnis in ihrem Leben und erst nach und nach offenbarte sich dem Leser ihr Schicksal, das der Grund für ihre Zurückgezogenheit war. Und auch das war spannend zu lesen. Und nicht nur Jenny hat ihre Kämpe im Leben, auch Ghizmo ist immer sehr beschäftigt, sein Revier zu verteidigen, sich mit seinem Nachbarkater zu streiten und Jenny gut zu erziehen.

Der Roman hat Wohlfühlcharakter mit seinen sympathischen Figuren und dem aufgeweckten und frechen Kater, bietet Humor, einiges zum Rätseln und sogar ein bisschen Gänsehaut, wenn sich Jenny und Ghizmo nachts auf Mördersuche machen.

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Jenny und Kater Ghizmo ermitteln in ihrem ersten Fall

Jenny van Rosmalen möchte ihr neues Leben in Ruhe beginnen und zieht dafür in ein Gehöft auf dem Land. Das Gehöft hat aber schon einen Bewohner: den schwarzen Kater Ghizmo mit seinen weißen Pfötchen. Kurze Zeit nach Jennys Einzug geschieht auf der Weide nebenan etwas Schreckliches: das Pony Tinkerbell wird von einem Unbekannten getötet. Da Ghizmo die Tat beobachtet hat, setzt er alles daran, Jenny auf die Spur des Mörders zu bringen.

Dieses Buch ist mein erstes Buch der Autorin, aber bestimmt nicht mein Letztes, was nicht nur daran liegt, dass ich Cosy-Krimis sehr gerne lese. Der Autorin gelingt es gut, eine Wohlfühlatmosphäre in der Handlung aufzubauen, auch wenn die Tat des Pferdemörders alles andere als schön ist. Und natürlich hat Kater Ghizmo ganz schnell mein Herz erobert, es ist einfach zu köstlich, wie authentisch Andrea Schacht den Stubentiger und seine täglichen Abenteuer beschreibt.

Die Erzählperspektive wechselt kontinuierlich zwischen Jenny und Ghizmo, so dass wir die Handlung immer aus zwei Ansichten erleben, was ich sehr gelungen finde. Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass mir die Gestaltung der Kapitelnummern mit den Katzen gut gefällt.
Aber auch die Krimihandlung kommt nicht zu kurz, ich hatte bis beinahe zur Auflösung keinen festen Verdächtigen, auf den ich mich festlegen konnte.

Gut gelungen sind auch die Beschreibungen der Charaktere mit ihren Eigenarten und Merkmalen. In Jennys Vergangenheit gibt es ein Geheimnis, das nach und nach aufgedeckt wird. Mit meinen ersten Vermutungen war ich dabei ziemlich auf dem Holzweg. Sie ist eine sympathische Frau, die von ihren neuen Nachbarn offen empfangen wird; vor allem mit Lili, der Tinkerbell gehört, freundet sie sich schnell an.

Bei manch einer Figur steckt mehr dahinter als man im ersten Moment annimmt, was für Überraschungen sorgt und ich ab und an meine Meinung über den einen oder anderen Charakter im Nachhinein korrigieren musste. Besonders spannend finde ich in dem Zusammenhang den Motorradfahrer mit dem schweineohrigen Totenkopf auf der Bikerjacke.

Im wenigen Monaten wird der zweite Fall für Jenny und Ghizmo erscheinen, auf den ich mich schon freue.

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Der Pferdemörder

Jenny hat eine neue Bleibe gesucht, die abgelegen und ruhig sein sollte. Ihre Freundin Miriam hatte sie gefunden. Zwar war das Haus stark renovierungsbedürftig, aber es war so, wie Jenny es wollte. Ja, sie entschied sich sogar kurzfristig, es zu kaufen….
Mit dem Haus hatte sie auch zugleich einen neuen Hausgenossen: Kater Ghizmo! Ghizmo war froh, dass das Haus wieder bewohnt wurde, denn seit der vorherige Bewohner gestorben war, hatte er nicht mehr hineingekonnt, und musste sehen wo er blieb. Die neue Bewohnerin gefiel ihm, er musste sie wohl nur noch ein wenig erziehen….
Jenny lernte auch Lili kennen, die auf der benachbarten Pferdekoppel ihr Pony stehen hatte. Und von Lili erfuhr Jenny, dass hier schon einmal jemand ein Pferd verletzt hatte. Und dann passierte es, dass Lilis Pony Tinkerbell tot auf der Koppel lag…. Ghizmo hatte den Pferdemord beobachtet….
Und es sollte nicht bei diesem einen Pferdemord bleiben…
Warum wollte Jenny abgelegen wohnen? War sie menschenscheu? War sie schon immer so? Oder hatte das Leben ihr übel mitgespielt? Hatte sie so viel Geld, dass sie das Anwesen kaufen und renovieren konnte? Würde es Ghizmo gelingen, Jenny zu ‚erziehen‘? Wer bringt ein kleines Pony um? Würde Ghizmo Jenny klarmachen können, wer der Pferdemörder war? Wer hatte die Pferde umgebracht? Alle diese – und noch mehr – Fragen, beantwortet dieses Buch.
Meine Meinung
Ein Buch von Andrea Schacht mit Katzenbeteiligung? Das ist was für mich, so dachte ich. Und ich habe mich nicht getäuscht und wurde auch nicht enttäuscht. Die Geschichte ist so geschrieben, dass ich gleich eintauchen und mit den Protagonisten mitfühlen konnte. Jenny tat mir sehr leid, wenn man bedenkt, was sie durchgemacht hatte – weswegen sie sich auch zu zurückgezogen hatte – und Ghizmo, dieser freche, aber liebenswerte Kater. Er ist einfach nur wunderbar. Und eigentlich ist die Aufklärung auch letztendlich ihm zu verdanken. Aber das ist natürlich klar. Das Buch hat auch gleich spannend angefangen und die Spannung hat sich das ganze Buch gehalten. Es hat mich so gefesselt, dass ich mit dem Lesen fast nicht aufhören konnte, ich konnte es beinahe nicht aus der Hand legen, so sehr war ich in die Lektüre vertieft und gefangen. Daher bekommt es von mir die volle Bewertungszahl und natürlich eine Lese-/Kaufempfehlung. Für Andrea-Schacht und Katzen-Fans ein MUSS.

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