Andreas Gößling: Wolfswut

 
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Andreas Gößling: Wolfswut
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783426521328

Informationen zum Buch

Seiten
528

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Lotte Soltau stoppte vor dem Areal am äußersten westlichen Rand Berlins.

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Ein paar harmlos aussehende Fässer in der Garage ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein. Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu den Taten eines Serienkillers fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …

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Nichts für schwache Nerven

Als Lotte Soltau den Nachlass ihres verstorbenen Vaters Alex, Inhaber der Soltau Hoch- und Rückbau GmbH, ordnet, stößt sie auf eine Lagerhalle in Berlin-Spandau, Industriehof Zeppelinpark, Halle 14. Hier erwarten sie 5 alte blaue Ölfässer, deren Inhalt sie erschaudern lässt. Teilstücke von 5 verstümmelte, zerstückelten jungen Frauen wurden hier in Formalin eingelegt und aufbewahrt. Lotte Soltau ist von der Unschuld ihres Vaters lange Zeit fest überzeugt.
KHK Kira Hallstein vom LKA Dezernat 11, Tötungsdelikte und erpresserischer Menschenraub, und ihr Kollege KOK Max Lohmeyer sind nach kurzen Recherchen überzeugt, dass Alex Soltau, der von den Menschen in seinem Umfeld als ein geselliger, liebenswerter und loyaler Mensch beschrieben wird, ein grausames Doppelleben geführt hat. Da nach Soltaus Tod eine weitere Leiche nach dem gleichen Muster auftaucht, muss es einen zweiten Täter geben. Um es nicht zu weiteren Opfern kommen zu lassen, beginnt für die beiden Ermittler und ihr Team ein Wettlauf gegen die Zeit und den Tod.

Von Montag, den 21.09. bis Freitag, den 02.10 bin ich zusammen mit den Kommissaren auf der Suche nach einem bzw. zwei Tätern, deren Taten mein Kopfkino nicht immer verarbeiten wollte. Andreas Gößling beschreibt sehr detailliert und schonungslos einzelne Tathergänge und lässt mich in die Seele der Täter blicken. Er nimmt mich mit auf die dunklen Seiten Berlins, die Straßenstriche von Frauen, die tiefer nicht fallen können. Hier sucht sich ein Mann, der sich aus einem Trauma nicht befreien kann, seine Opfer.
Er schafft es, den Spannungsbogen langsam aufzubauen und extrem hoch zu halten, obwohl sich bei den Ermittlungen manchmal nichts oder sehr wenig tut. Auf den Schreibtischen im Kommissariat finden sich eine Menge Puzzlesteine. Doch irgndwie wollen sie alle nicht zusammen passen. Keine der bisher bei Serienmördern aufgestellte These greift hier.
Welche Rolle spielt die Zahl 14, die hier immer wieder auftaucht?

Kira Hallstein und vor allem Max Lohmeyer sind mir sehr sympathisch. Sie, auch unkonventionellen und nicht immer legalen Ermittlungen nicht abgeneigt, immer auf dem Sprung und weiterhin auf der Suche ihren Dämonen zu entkommen. Max, der sehr gut mit Menschen umgehen und sich in sie hinein fühlen kann und der sich ein kleines bisschen in seine Chefin verliebt hat. Beide finde ich sehr gut dargestellt. Aber auch die anderen Protagonisten, Typen wie Fritz Tuchalsky "Fritz the rat", der in einem Sado-Maso-Studio arbeitet; Dr. Jonas Moosberg, der sich selbst als "der Schöpfer" sieht; die Rockabilly-Boys Ron und Pit Stockmann – alle werden so detailliert, farbig und menschlich beschrieben, dass sie sich vor meinen Augen festsetzen.
Durch Überschriften vor den kommenden Kapiteln weiß ich genau, wo sich die Kommissare bzw. ich gerade aufhalten bzw. ermitteln.

Ein True-Crime-Thriller, der mich durch seine schonungslose Offenheit und die Erkenntnis, dass es ja "true" ist, was hier beschrieben wird, stark mitgenommen hat. Der mich zum Nachdenken angeregt hat. Aber hauptsächlich hatte ich spannende Lesestunden, die ich mir von Andreas Gößling gerne bald wieder wünsche. Ein absoluter Pageturner!

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Spannend pur, aber auch brutal und blutig !!

Ein paar harmlos aussehende Fässer in der Garage ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein. Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu den Taten eines Serienkillers fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …

Meine Meinung:
"Wolfswut" ist der zweite Titel, den ich jetzt von Andreas Gößling gelesen habe. Alleine der Klappentext erscheint schon wirklich grausam, ich hatte sofort Bilder vor Augen. Ganz besonderen Reiz übt "Wolfswut" für mich aus, weil es ein True-Crime-Thriller ist. Das mag ein wenig übel klingen, aber es gruselt mich viel viel stärker, wenn ich weiß, dass an dem, was ich gerade lese, ein Stück Wahrheit dran ist. Spannend empfinde ich auch hier die Möglichkeit einen Blick in die menschlichen Abgründe, die menschliche Psyche zu bekommen. Hier geschehen Dinge, die man sich als, ich sag mal gesunder Mensch, gar nicht vorstellen kann oder auch möchte. Der Autor schildert die Geschehnisse doch recht nah an dem, was sich in der Realität tatsächlich 2016 abgespielt hat.Man befindet sich direkt mitten im Geschehen. Er beschönigt nichts, was ich in diesem Werk, eben weil es sich nicht weit vom der Realität entfernt, aber wirklich als passend empfunden habe. Ich würde jedoch definitiv vorwarnen, dass eher zart besaitete Leser dieses Buch besser nicht in die Hand nehmen sollten. Andreas Gößling treibt die Handlung gut voran und baut konstant Spannung auf. Dennoch gibt er dem Leser zwischendurch auch kurze Verschnaufpausen, damit die Ereignisse zumindest ein wenig verarbeitet werden können. Das Tempo in "Wolfswut" würde ich jedoch insgesamt als recht hoch beschreiben. An ein paar wenigen Textstellen waren die beschriebenen Situationen in ihrer Gewalt und Brutalität selbst für mich grenzwertig. Dennoch hat mich der Titel wirklich überzeugen können.
"Wolfswut" schockiert, fesselt und lässt einem kaum Verschnaufpausen !!

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Langatmig und blutig

Was für ein Schock - nach dem überraschenden Tod des geliebten Vaters wird die junge Lotte Soltau mit einem weiteren, absolut grausamen Umstand konfrontiert: in einer von ihrem Vater genutzten Halle werden Fässer mit Leichenteilen gefunden, wohlgemerkt von menschlichen Körpern, die brutal zerstückelt wurden.

Bald steht fest, dass keiner dieser Frauen - es handelt sich um Prostituierte - ein friedlicher Tod vergönnt war - im Gegenteil, es geht hier ganz klar um Mord. Die Frauen wurden alle brutal gefoltert und haben vor ihrem Tod sehr gelitten. Kann es sein, dass Axel Soltau, über den einer jeder nur Gutes zu sagen weiß, in Wirklichkeit ein brutaler Serienkiller war?

Lotte jedenfalls, die ihren Vater über alles geliebt hat, will das einfach nicht glauben. Dennoch deutet im Laufe der Ermittlungen alles darauf hin. Das charismatische Berliner Ermittlerteam bestehend aus den Komissaren Kira Hallstein und dem erst kürzlich aus Bayern dazugekommenen Max Lohmeyer ermittelt - und zwar durchaus nicht, ohne im eigenen Haus auf Hürden zu stoßen. Und dann geschieht etwas, das nicht ins Schema passt.

Soweit, so gut: das Thema erschien mir spannend, wenn auch die Darstellung meiner Ansicht nach etwas zu sehr ins Brutale driftete - alle blutigen Details werden - so kommt es mir vor - genüsslich aufbereitet. Und dazu sehr komplex - Umständlichkeit und Grausamkeit gehen hier Hand hin Hand.

Die eigentlich spannende Handlung erlahmt aus meiner Sicht durch den ausgesprochen kleinteiligen Erzählstil - nicht nur werden ständig neue Figuren eingeführt, die der Leser - ich zumindest - unmöglich alle im Kopf behalten kann, auch die Handlung entwickelt sich über viele Umwege.

Natürlich ist es schön und auch nützlich, wenn im ersten Band einer geplanten Reihe die Protagonisten - bei Krimis also die Ermittler - ausführlich eingeführt werden, hier war es aber des Guten zu viel, zumal sich Kira Hallsteins persönliche Geschichte mit dem Fall vermischte.

Obwohl eigentlich sehr viel geschah, habe ich mich beim Lesen sehr gelangweilt und musste häufig unterbrechen. Trotz des spannenden Themas und eines Ermittlerteams mit viel Potential war die Lektüre für mich eine ziemliche Tortur.

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