Andreas Gruber: Racheherbst

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Andreas Gruber: Racheherbst
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442482412

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Musik in der Bar war viel zu laut.

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Handlungsort

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Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ...

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Spannender zweiter Fall für Pulaski und Meyers

In Leipzig wird unter einer Brücke die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Mutter der Toten ist entschlossen, auf eigene Faust nach dem Mörder zu suchen, wobei sie von Kommissar Walter Pulaski unterstützt wird. Dabei stoßen sie auf eine blutige Spur, die sich quer durch Europa zieht.
Gleichzeitig übernimmt die Anwältin Evelyn Meyers in Wien die Verteidigung eines Arztes, dem der Mord an einer jungen Frau vorgeworfen wird – gegen den Rat ihres Lebensgefährten, der als Privatdetektiv seit längerer Zeit ihren neuen Mandanten beschattet.

Drei Jahre sind seit den Ereignissen aus „Rachesommer“ vergangen, bei denen sich der zynische Leipziger Kommissar Walter Pulaski und die Wiener Anwältin – und Spürnase – Evelyn Meyers zum ersten Mal begegnet sind. Mir hat der erste Teil schon sehr gut gefallen, aber der zweite Teil ist für meinen Geschmack sogar noch einen Tick besser. In jedem Fall war es wieder sehr spannend, so dass ich das Buch am liebsten nicht mehr aus den Händen gelegt hätte.

Dadurch, dass der Leser die Handlung jeweils aus der Sicht von Pulaski und Meyers erfährt, hat er den beiden etwas voraus und ahnt Zusammenhänge, die sie erst noch aufdecken müssen. Was aber der Spannung überhaupt keinen Abbruch getan hat. Zudem sind Wendungen eingebaut, mit denen ich nicht gerechnet habe und die mich teilweise schockiert haben. Das Ende des Buches ist hochdramatisch und sehr spannend.

Walter Pulaski erschien mir noch etwas zynischer als vor drei Jahren. Sehr gut hat mir sein Verhältnis zu seiner Tochter gefallen, die in diesem Buch etwas mehr Raum einnimmt. Aber immer noch kann er nicht von seinen Alleingängen lassen, wenn er der Meinung ist, dass die Kollegen vom LKA nicht in die Pötte kommen. Wobei er mit seinem Alleingang diesmal nicht alleine ist, sondern von Mikaela, der Mutter des Leipziger Opfers, unterstützt wird bzw. diese sogar die treibende Kraft ist.

Mikaela Suková will unter allen Umständen den Mörder ihrer Tochter Natalie finden. Damit bringt sie Pulaski nicht nur einmal beinahe zum Verzweifeln und sich selbst in brandgefährliche Situationen. Aber nicht nur Rache treibt sie an, sondern auch die Sorge um ihre zweite Tochter, die seit Natalies Tod verschwunden ist.

Für Evelyn Meyers, die sich vor drei Jahren selbständig gemacht hat, läuft es beruflich und privat ziemlich gut. Jedoch entwickelt sich ihr neuestes Mandat nicht so, wie sie sich das vorstellt und nimmt eine Wendung, die ihr gar nicht gefällt.

Nachdem mich auch der zweite Teil überzeugen konnte, hoffe ich sehr auf ein Wiedersehen mit Pulaski und Meyers in einem dritten Band.

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Racheherbst

Unter einer Leipziger Brücke wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Tote war eine junge Prostituierte und wurde ermordet. Die Mutter der Toten beschließt, den Mörder ihrer Tochter zu jagen. Hilfe, wenn auch zum Teil unfreiwillig, bekommt sie dabei von Walter Pulaski, einem Ermittler der Polizei. Die Suche nach dem Täter stellt sich als schwierig und sehr gefährlich heraus.

Mein Leseeindruck:

Schon auf den ersten Seiten war ich total gefesselt von dieser Geschichte und mochte das Buch bald nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt zunächst zwei Handlungsstränge. Einmal befinden wir uns mit Walter Pulaski in Leipzig, und dann sind wir mit der Anwältin Evelyn Meyers in Wien. Dort übernimmt Evelyn einen neuen Fall; ihr Mandant soll ein Mörder sein.
Beide Fälle verbinden sich immer mehr miteinander und die Spannung steigt immer höher. Ich habe beide Handlungsstränge gleich gerne gelesen; der Schreibstil von Andreas Gruber ist sehr packend, dabei aber auch leicht. Die Seiten fliegen nur so dahin.

Die Handlung hat mich vollkommen überzeugt. Die Geschichte ist durchdacht und nachvollziehbar. Alles passt zusammen, es bleiben keine Fragen offen. Dabei ist die Geschichte durchaus komplex, und es gibt immer wieder überraschende Wendungen.

"Racheherbst" ist bereits der zweite Teil nach "Rachesommer". Man kann ihn aber ohne Probleme auch als Einzelband lesen.

Ich habe den Thriller sehr gerne gelesen und werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von Andreas Gruber lesen!

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Der zweite Fall für Walter Pulaski…

Nachdem mir „Todesurteil“ von Andreas Gruber schon gut gefiel, wollte ich nur zu gern einen weiteren Thriller von ihm lesen. Erst als ich das Buch in den Händen hielt, merkte ich, dass es sich nicht um einen Maarten S. Sneijder Fall handelt, sondern nach „Rachesommer“ um den zweiten Teil mit Walter Pulaski, was der Unterhaltung aber keinen Abbruch tat. Zudem liebe ich die Stadt Leipzig, also warum nicht diese Stadt mal als Setting probieren. Und ich denke man kann diesen Fall auch gut ohne Vorkenntnis von „Rachesommer“ lesen.

Im Buch hat Walter Pulaski einen eher nichtssagenden Fall zu bearbeiten, nämlich den Mord an einer Prostituierten. Ungewöhnlich ist nur die Art der Tötung, die mehr geplant als zufällig erscheint. Walter wird stutzig und beginnt trotz der angeblichen Nichtigkeit des Falls weiter auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei auf einen Serientäter der besonderen Art. Wird Walter ihn dingfest machen können?

Auch hier weiß der Autor sofort wieder mit seinem ganz besonderen Schreibstil zu fesseln. Er schildert die Ereignisse offen, ohne etwas zu beschönigen und man muss als Leser schon hart im Nehmen sein, denn wir erfahren was den Opfern passiert ist. Für mich war das definitiv keine Lektüre für die Nacht. Zudem kann man sich die Umgebung unheimlich gut vorstellen.

Die dargestellten Charaktere haben jeweils ihren ganz eigenen Charme. Walter besticht durch seine bissige, teils freche Art, was mir manches Mal sogar imponiert hat. Man muss ihn einfach mögen, weil er so normal und schnörkellos ist. In Evelyn Meyers konnte ich mich gut hineinversetzen. Die Einblicke in den Alltag einer Anwältin fand ich spannend und man kann sich seine Klienten nun mal nicht aussuchen.

Die Ereignisse werden durch einen allwissenden Erzähler vermittelt und als Leser begleiten wir mal Walter in Leipzig, mal Evelyn in Wien und auch dem Täter schauen wir über die Schulter. Gerade dieser Wechsel sorgte für zusätzliche Spannung.

Der Autor hat zahlreiche Wendungen eingebaut, mit denen man als Leser partout nicht rechnet.

Fazit: Ein Buch, das unheimlich spannend und unterhaltsam ist. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Ideal um auf dem Sofa zu klönen und sich herrliche Schauer über die Haut jagen zu lassen…

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toller Thriller!

Rezension ,,Racheherbst" von Andreas Gruber

Racheherbst ist der zweite, abgeschlossene Band der Reihe rund um die Ermittler Kommissar Pulaski und Strafverteidigerin Evelyn Meyers. Es ist mit 512 Seiten am 14.09.15 im Goldmann Verlag erschienen.

Inhalt:
Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden. (Klappentext)

Autor:
Andreas Gruber, geboren 1968 in Wien, studierte an der dortigen Wirtschaftsuniversität und lebt als freier Autor mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich. Mittlerweile erschienen seine Kurzgeschichten in über hundert Anthologien, liegen als Hörspiel vor oder wurden als Theaterstück adaptiert. Seine Romane erschienen als Übersetzung in Frankreich, Türkei, Brasilien, Japan und Korea. Dreifacher Gewinner des Vincent Preises und dreifacher Gewinner des Deutschen Phantastik Preises. Arbeitsstipendium Literatur 2006, 2008, 2009, 2010, 2012, 2013 und 2014, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Gruber spielt leidenschaftlich gern Schlagzeug und wartet bis heute auf einen Anruf der Rolling Stones. (Autoreninfo)

Cover:
Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Schwarz passt immer für Thriller und den mittig angesetzten Titel verbunden mit den roten Fäden finde ich auch gelungen. Toll ist auch die Haptik des Buches, denn die Oberfläche ist nicht glatt, sondern an einigen Stellen grob und strukturiert.
Eine gute Idee sind auch die Steckbriefe zu den beiden Ermittlern, wenn man das Cover mal aufklappt.

Charaktere:
Mit der zynischen Hauptperson Walter Pulaski hat Andreas Gruber einen interessanten Charakter erschaffen. Ein 54 jähriger alleinerziehender Vater, der früher mal eine große Nummer beim LKA war, sich dann aber freiwillig, wohl auch wegen seinem Asthma, zum Kriminaldauerdienst versetzen lassen hat. Durch die Gespräche mit seiner Tochter und seinen zynischen Bemerkungen wurde das Buch ein wenig aufgelockert.

Evelyn Meyers war auch soweit sympathisch. Sie hat eine besondere Eigenschaft, denn sie hat ein Bauchgefühl, das sie vor Lügnern und Betrügern warnt. Dieses Gefühl setzt auch bei ihrem neuen Fall ein, bei einem zu Mord angeklagten Arzt...

Die anderen Charaktere waren auch meist sympathisch, wenn auch Mikaela, Mutter von einer umgebrachten Tochter, oft ein wenig leichtsinnig war.
Der Täter und mögliche Komplizen werden auch gut beschrieben, teilweise auch ziemlich gruselig.

Meine Meinung:
Ich kannte bis dato noch kein Buch von Andreas Gruber. Dies sollte sich nun bei einer Leserunde zu seinem neuen Buch ,,Racheherbst" ändern. Da ich schon sehr viele gute Meinungen zu seinen Büchern gehört habe, dachte ich mir schon, dass dies wohl ein guter Thriller wird.. Ich habe mich nicht getäuscht...

Der Schreibstil ist sehr gut. Rasant, aber so, dass man sich die beschriebenen Dinge gut vorstellen kann und man richtig mitfiebert. Er schreibst auch locker und leicht, angreichert mit vielen Dialogen, sodass man das Buch sehr schnell durchlesen kann.. Ein Buch für kalte Herbsttage eben..

Zu Beginn dachte ich noch, dass dies wohl ein durchschnittlicher Thriller wird, bis plötzlich die Spannung ansteigt und man sich nicht mehr losreißen kann. Sehr gut gefallen hat mir, dass er mit mehreren Handlungssträngen geschrieben hat und diese zum Schluss alle aufeinander treffen. So bleiben auch keine Fragen zurück.

,,Auch andere Killer nahmen sich Trophäen von ihren Opfern mit - Unterwäsche, Schuhe, Haarlocken [...], aber ließ dieser Killer seine Opfer bei lebendigen Leibe ausbluten, um ... um was? Sich mit deren Blut tätowieren zu lassen?" S. 324

Die Beweggründe von dem Mörder sind - soweit man einen Mord überhaupt nochvollziehen kann - schlüssig. Ich finde die Idee, dass der Mörder im Zeichen des Skorpions mordet, interessant. Wenn man sich mit Sternzeichen auseinandersetzt oder sogar schon vorher was über Skorpione weiß, sind die Beweggründe möglicherweise entfernt enträtselbar.

,,Womöglich will er sich das Blut seiner Opfer einverleiben [...].. Er will mit ihnen verschmelzen und seinen eigenen Körper in eine Sammlung von Erinnerungen verwandeln.." S.324

Ich habe von Anfang an immer versucht zu schätzen, wer der Täter ist.. Letztendlich habe ich mich getäuscht, da Andreas Gruber mich neben dem Offensichtlichen noch aufs Glatteis geführt hat.

Was soll ich groß sagen? Der Thriller hat mir gefallen. Die komplexe und rasante Story überzeugt und dann noch gespickt mit zwei tollen Ermittlern und einem gruseligen Serienmörder. Racheherbst ist perfekt für kalte Herbsttage.
Klare Leseempfehlung!

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